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  • 31.01.2010 – Deutsche Tischtennis Liga

    Erfolgreicher Sonntag für Fulda, Düsseldorf, Ochsenhausen und Bremen

    Erfolgreicher Sonntag für Fulda, Düsseldorf, Ochsenhausen und Bremen Bremens Lars Hielscher steuerte einen Sieg gegen Chiang Hung-Chieh zum knappen Erfolg in Hanau bei (Foto: Roscher).

    TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell - 1. FC Saarbrücken 3:1

    Topspiel des Ligaprimus gegen den Tabellendritten in der mit 830 Zuschauern bestens gefüllten Wilmingtonhalle, die für eine phantastische Stimmung sorgten. Und der heimische TTC knüpfte gegen die Saarländer an die phänomenale Leistung an, mit der er 40 Stunden zuvor das französische Topteam Angers im ETTU-Cup aus der Halle gefegt hatte. Fulda ging einmal mehr aufgrund einer starken Leistung von Wang Xi mit 1:0 in Führung. Der Abwehrkünstler behauptete sich in vier Sätzen gegen Andrej Gacina. Doch Saarbrücken glich aus durch einen klaren 3:0-Sieg von Bojan Tokic über Robert Svensson. Tischtennis-Ikone Jan-Ove Waldner glänzte nach der Pause und brachte seine Farben erneut in Front durch ein 3:1 über Leung Chu Yan. "Waldi" wurde von den Fuldaer Fans frenetisch gefeiert. Wang Xi - Einzelbilanz nunmehr 18:3 (!) - machte für den Spitzenreiter alles klar durch ein 3:1 über Bojan Tokic. Gipfelstürmer Fulda darf nach dieser überzeugenden Präsentation weiterhin wohlriechende Höhenluft einatmen - und damit ist nicht nur die der Rhön gemeint. Am Dienstag bereits muss der "Platz an der Sonne" beim wieder erstarkten SV Plüderhausen verteidigt werden.

    Fuldas Vorsitzender Stefan Frauenholz: "Das war ein Riesenspiel mit Weltklasse-Ballwechseln von Waldi und Wang Xi. Solch eine sensationelle Stimmung hatten wir in der Wilmingtonhalle noch nie." Jan-Ove Waldner: "Jetzt sind wir im Play-Off-Halbfinale. Ich hatte einen Monat Pause wegen meiner Rippenprellung. Heute war ich endlich schmerzfrei. Ich habe im Augenblick eine unheimliche Lust, zu spielen." Saarbrückens Trainer Matthias Landfried: "Es war ein absolutes Spitzenspiel in einem echten Hexenkessel mit einer unglaublich guten Stimmung in der Halle. Wir haben nicht schlecht gespielt, aber Wang hat auf Topniveau gespielt und Waldner hat einen super Tag gehabt, das hat gereicht um uns knapp aber verdient zu schlagen."
     

    TTC Zugbrücke Grenzau - Borussia Düsseldorf 2:3

    2:0 stand es nach einer Stunde für den Rekordmeister vor 850 Zuschauern in der ausverkauften Zugbrückenhalle nach einem Viersatzsieg Seiya Kishikawas gegen Kenji Matsudaira und einem Dreisatzerfolg von Christian Süß gegen Patrick Baum (11:9, 12:10, 14:12), bei dem es überaus knapp zuging. Im dritten Durchgang konnte Grenzaus Linkshänder aus Rheinhessen sechs Satzbälle nicht verwerten. Zur Pause sah alles nach einer klaren Angelegenheit für die Rheinländer aus. Doch Grenzau kämpfte sich zurück in die Partie und schaffte durch Siege von Tomas Pavelka (3:2 gegen Trinko Keen) und Kenji Matsudaira (3:1 gegen Christian Süß) den Ausgleich. Das Doppel brachte die Entscheidung zugunsten der Borussia: Kishikawa/Keen behielten in vier Durchgängen die Oberhand über ihre Grenzauer Widersacher Baum/Blaszczyk. Nach insgesamt 200 Minuten stand der amtierende Champion als Sieger fest. Zwar verlor der Traditionsklub aus dem Westerwald damit das fünfte von fünf Spielen im Jahr 2010, ein Aufwärtstrend war jedoch unverkennbar. 

    Grenzaus Coach Michele Comparato: "Die Chance zur Überraschung war da. Schade, denn mit einem Sieg hätten wir noch einmal in Richtung Play-Off-Plätze schauen können. So aber müssen wir den Blick nach unten richten." Borussia-Trainer Dirk Wagner: "Das war das zweite enge Match innerhalb von zwei Tagen. Es waren zwei Arbeitssiege, die aber auch gezeigt haben, dass wir kämpfen können und wenn es drauf ankommt, auch solche Nervenspiele gewinnen können."

    Ab Montagnachmittag können auf www.tt-total.tv alle Spiele des Klassikers kostenlos angesehen werden. 

    TTF LIEBHERR Ochsenhausen - TTC indeland Jülich 3:1

    Nach dem grandiosen Auftritt der Oberschwaben in der Champions League am Freitagabend, als man die hochkarätig bestückte Truppe aus Hennebont mit 3:1 in die Schranken gewiesen hatte, galt es diesmal für die Johansson-Truppe, sich endlich auch in der Liga zu stabilisieren und etwas fürs Punktekonto zu tun. Man war freilich gewarnt: Jülich hatte das Hinspiel sensationell mit 3:2 gewonnen und am Freitag in der DTTL den TTC Frickenhausen besiegt. Doch endlich gelang es Ochsenhausen einmal, einem überragenden Königsklassen-Spiel auch einen passablen Auftritt in der Bundesliga folgen zu lassen. Zunächst das 1:0 für die Oberschwaben vor 400 Zuschauern in Biberach: Chuang Chih-Yuan schlug Yang Zi in fünf Sätzen. Doch Jülich glich aus: Der in den letzten Wochen überzeugende Marcos Freitas kämpfte sich im Linkshänderduell mit Pär Gerell zu einem 3:2-Sieg. Adrian Crisan brachte die TTF jedoch erneut in Führung (3:0 gegen Loic Bobillier) und bestätigte seinen Aufwärtstrend. Chuang machte den Heimsieg des Favoriten perfekt durch ein 3:1 gegen Freitas.

    TTF-Präsident Rainer Ihle: „Das war ein sehr wichtiger Sieg für uns, zumal die Konkurrenz auch zu schwächeln scheint. Jetzt können wir nochmal angreifen." Jülichs Trainer Johannes Dimmig: "Schade, wir hätten schon nach 45 Minuten in Führung liegen können. Bleibt Yang bei 4:1 im fünften Satz weiterhin aktiv, liegen wir mit 2:0 Spielen in Front und hätten ins Doppel gedurft. Marcos hat in beiden Spielen eine gute Leistung gezeigt. Der Januar war ein guter Monat für uns. Wir wollen und brauchen mehr davon."

    TG 1837 Hanau - SV Werder Bremen 2:3

    Vor knapp 600 Zuschauern in Hanau führte der Gast von der Weser nach dem ersten Einzel mit 1:0 - Lars Hielscher schlug Chiang Hung-Chieh in einem packenden Fünfsatzmatch. Doch "Mr. Tischtennis" Jörg Roßkopf glich aus und besiegte Jens Lundquist nach überzeugender Leistung mit 3:0. Steffen Mengel, am Freitag in Priego bereits zweimal für die Hanauer im ETTU-Cup erfolgreich, legte nach und bezwang in einem an Spannung kaum zu überbietenden Match den Japaner Taku Takakiwa mit 3:2. Ein bissiger Jens Lundquist glich gegen einen nicht in Bestform spielenden Chiang Hung-Chieh aus (3:0), so dass das Doppel entscheiden musste. Und hier erwies sich die Rechts-Rechts-Kombination im Werder-Dress Hielscher/Takakiwa der Hanauer Rechts-Links-Kombination Franziska/Roßkopf zumindest an Nervenstärke leicht überlegen und setzte sich nach verbissenem Fight mit 7:11, 11:8, 13:11 und 14:12 durch.

    Hanaus Trainer Helmut Hampl: "Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen, alle Spieler haben gut gekämpft. Wir können theoretisch noch 16 Punkte holen, also ist noch lange nichts verloren." Steffen Mengel: "Da ich in letzter Zeit viele knappe Spiele gewonnen habe, ist mein Selbstvertrauen groß und das macht viel aus. Schade, dass wir dieses wichtige Spiel nicht gewonnen haben, aber man sollte uns längst noch nicht abschreiben." Werder-Trainer Cristian Tamas: "Das war ein unheimlich packendes Spiel, das mich ziemlich aufgewühlt hat. Und es war ein hochklassiges Spiel mit guten Ballwechseln. Wir hatten heute das nötige Quäntchen Glück. Ich muss meiner Mannschaft ein Kompliment machen, sie hat alles gegeben. Die Abstiegsfrage ist aber längst noch nicht entschieden."

    DTTL-Mediendienst; Dr. Stephan Roscher

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