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  • 21.02.2010 – Jugend

    Anna Krieghoff, Christoph Schmidl und Yuko Imamura überzeugen, Eddi Petiwok überrascht

    Anna Krieghoff, Christoph Schmidl und Yuko Imamura überzeugen, Eddi Petiwok überrascht Mit elf Siegen feiert Anna Krieghoff einen tollen Ranglistenerfolg

    Rahden. Das Top 12-Bundesranglistenfinale hat bei den Mädchen mit Anna Krieghoff (SÄTTV) und Christoph Schmidl (HETTV) bei den Jungen Sieger hervorgebracht, die sich den Traum von einer makellosen 11:0-Bilanz erfüllten. Bei den Schülerinnen sicherte sich Yuko Imamura (WTTV) den Erfolg, obwohl sie den zweiten Turniertag mit einer Niederlage begann. Spannend verlief die Konkurrenz bei den Schülern, hier freute sich Eddi Petiwok (WTTV) über seinen nicht erwarteten Titelgewinn.

     

    Mädchen: Anna Krieghoff (SÄTTV) dominierte ihre Konkurrentinnen eindeutig, denn sie beeindruckte nicht nur mit elf Siegen, sie gab auch insgesamt dabei nur drei Sätze ab. „Anna spielte sehr souverän, es gab kein enges Spiel. Bei ihrer ersten Veranstaltung nach dem Wechsel von den Schülerinnen zu den Mädchen hat sie gezeigt, dass sie diesen Sprung gut verkraftet hat. Hinter Petrissa Solja, Sabine Winter, die freigestellt waren, und Kathrin Mühlbach (verletzt) ist sie die Nummer vier“, berichtete Schülerinnen-Bundestrainerin Dana Weber. Platz zwei ging an Anja Schuh, die neben der Niederlage gegen Krieghoff nur gegen Lisa Maylin Vossler (HETTV) scheiterte. Am zweiten Turniertag verbuchte sie vier Erfolge. Gegen Eva Rentschler (TTBW) und Nathalie Richter (TTBW) allerdings erst knapp im fünften Satz. Der Sieg gegen Nadine Sillus (WTTV), die das Top 16 gewonnen hatte, gab schließlich den Ausschlag zu Gunsten der Silbermedaille. Sillus wurde Dritte mit einer 8:3-Serie. In Runde zehn unterlag sie gegen die spätere Neuntplatzierte Huong Do Thi (SÄTTV) mit 7:11, 11:7, 12:10, 9:11 und 7:11. „Zwischen Anja und Nadine war die Entscheidung knapp. Anja besitzt für die Zukunft den Vorteil, dass sie jünger ist als Nadine. Positiv ist mir auch der vierte Platz von Katharina Sabo (7:4) aufgefallen“, ergänzte Weber.

     

    Jungen: Christoph Schmidl (HETTV) ging als Favorit ins Rennen und wurde dieser Bürde mehr als gerecht. „Christoph war der beste „Mann“. Er hat einige Fünf-Satz-Partien gespielt, und gerade in den kritischen Situationen wirkte er Christoph Schmidl wird den Vorschusslorbeeren als Favorit gerechtsehr sicher. Lediglich in der besten Partie der gesamten Veranstaltung gegen Arne Hölter (TTVN) hat er gewackelt, als er zwei Matchbälle gegen sich hatte. Doch letztendlich war es Arne der wackelte. Er ist als Titelverteidiger nur Fünfter geworden. In diesem Spiel hat Arne angedeutet, wie gut er spielen kann“, analysierte Bundestrainer Georg Imhof. Positiv stabil habe sich Tran Le Vu (TTTV) gezeigt. Der Spieler des Post SV Zeulenroda und Gewinner des Top 16 belegte mit einer 10:1-Serie den zweiten Platz. „Tran Le scheint die Wettkämpfe zu benötigen. In Kairo hat er zuletzt besser gespielt und diese Form in das Top 12 gerettet“, sagte Imhof. Eine gute Rangliste habe auch Florian Wagner (WTTV) absolviert. „Flo hat vor allem ein paar enge Partien gewonnen. Früher hat er oft in fünf Sätzen verloren. Obwohl ich mir manchmal noch etwas mehr Kaltschnäuzigkeit wünsche, er hat sich durchgebissen. Nach einem ganz schlechten Top 48, als er 14. wurde und einem dritten Platz beim Top 16, hat er diese Platzierung in einem stärkeren Feld wiederholen können“, zeigte sich Imhof zufrieden. Der Wechsel ins Zentrum nach Düsseldorf sei für ihn der richtige Schritt und die beste Möglichkeit gewesen. Mit einer 7:4-Bilanz ließ auf Rang vier Frederik Jost (TTBW) aufhorchen. „Frederick gehört zum Jahrgang 94 und ich habe ihn im Blick. Er hat sich positiv bemerkbar gemacht“, erklärte Imhof. Marcel Boeglin (TTVSH), der noch beim Top 48 glänzte, landete auf Rang zehn. „Marcel scheint intensives Krafttraining bevorzugt zu haben. Er wirkte sehr unbeweglich“, sagte der Bundestrainer. Das Niveau sei insgesamt sehr ordentlich bei diesem Turnier gewesen. "Allerdings ist mit eine große Schwäche im Rückschlagbereich aufgefallen. Da werden wir verstärkt den Hebel ansetzen müssen", zog der Bundestrainer ein Resümee.

     

    Schülerinnen: Yuko Imamura (WTTV) erspielte sich den Titelgewinn mit einer 9:1-Bilanz. Theresa Lehmann (TTBW) gab das Turnier aus familiären Gründen auf und wurde aus der Wertung genommen. Für Imamura war der Yuko Imamura behauptet sich als Nummer einsSieg endgültig perfekt, als Theresa Kraft (TTBW) gegen Maria Shiiba (TTVN) mit einem 8:11, 11:6, 7:11, 11:8 und 12:14 scheiterte. Zuvor hatte sich die Zweitligaspielerin des TuS Uentrop mit dem 11:5, 13:11, 7:11 und 11:8 gegen Kraft behauptet, so dass die Top 16-Gewinnerin letztendlich mit zwei Niederlagen behaftet war. Imamura war beim Top 16 noch freigestellt. Eng verlief der Kampf um den dritten Platz zwischen Chantal Mantz (BYTTV) und Nina Mittelham (WTTV). Mit nur einem weniger verlorenen Satz angelte sich Mantz die Bronzeposition. Die Schülerin des SV DJK Kolbemoor überraschte zu Beginn des zweiten Turniertages mit dem Sieg gegen Imamura beim 11:6, 11:8 und 12:10. Den direkten Vergleich wusste wiederum Mittelham mit einem 3:0 zu gewinnen. „Ich hatte mit Yuko und Theresa zwei Favoritinnen. Für Yuko kam die Niederlage im ersten Spiel am zweiten Tag. Das 0:3 war schon überraschend für mich. Chantal spielt etwas langsamer, aber vorhandorientiert mit viel Rotation. Dennoch hat Yuko bestätigt, dass sie momentan die Nummer eins ist. Dafür sprechen ja auch ihre internationalen Erfolge“, sagte Bundestrainerin Dana Weber. Theresa Kraft habe in einem ausgeglichenen Spiel gegen Shiiba verloren, aber mit Platz zwei ihre Weiterentwicklung ebenfalls bestätigt. „Chantal zeigte eine gute Leistung, und gegen die Top 12-Siegerin gewinnt man nicht alle Tage. Positiv ist auch der vierte Platz von Nina, die sich zunehmend weiter vorn orientiert und stabilisiert“, erklärte Weber.  

     

    Schüler: Eddi Petiwok (WTTV) hat mit seinem Sieg für eine Überraschung gesorgt. Mit einer 9:2-Bilanz präsentierte er sich letztendlich am konstantesten. Überraschungssieger Eddi PetiwokNach seiner Auftaktniederlage gegen Kilian Ort (BYTTV) quittierte er zwar auch gegen seinen Verbandskollegen Marius Zaus ein 11:9, 11:13, 7:11, 11:6 6:11, aber die Verfolger wussten daraus kein Kapital zu schlagen. Florian Schreiner (BYTTV) wurde Zweiter mit acht Siegen und drei Niederlagen. In der elften Runde kassierte Schreiner noch ein 2:3 gegen Dominik Scheja (HETTV). Seine drei Runden zuvor hatte er am zweiten Veranstaltungstag erfolgreich überstanden. Hauchdünn fiel die Staffelung auf den nächsten Plätzen aus. Auf dem dritten Rang landete unerwartet Marius Zaus (BYTTV), der auf eine 7:4-Bilanz kam, ebenso wie Julian Mohr (HETTV) und Scheja. Der Unterschied ergab sich lediglich im Satzverhältnis. „Der Titelgewinn von Eddi ist eine Überraschung, die schon mal vorkommt. Er ist mit relativ normalen, eher geringen Erwartungen gestartet. Nach zwei, drei knappen Entscheidungen hatte er einen Lauf. Bislang stand Eddi nicht so im Fokus, aber er hat in Abwesenheit von Liang Qiu (freigestellt) und Bruder Dang (erkrankt) die Chance genutzt und verdient gewonnen“, sagte Bundestrainer Klaus Schmittinger. Positiv sei die Tatsache, dass bei den vorderen Platzierungen auch drei Spieler des jüngeren Jahrgangs dabei seien. „Marius gehört bereits zum D/C Kader, aber auch sein dritter Platz ist für mich eine Überraschung. Bei der Deutschen Meisterschaft haben diese Spieler bald die Gelegenheit ihre gute Leistung zu bestätigen. Ich messe dieses Ranglistenniveau immer mit internationalen Meisterschaften, und da müssen wir uns schon noch verbessern“, berichtete Schmittinger.

     

    Die ersten vier Plätze bei den Schülerinnen und Schüler berechtigen zum Start bei der Deutschen Meisterschaft der Jugend.

    "Insgesamt sind wir sehr zufrieden mit dem Verlauf. Die Spiele waren auf sehr
    hohem Niveau und mit Eddi Petiwok gab es auch noch den Sieg eines
    Lokalmatadoren", zog Michael Meier, Sprecher des TTC Rahden, ein positives Fazit.

    Siegerehrung bei den Jungen (Foto: Michael Meier)

     

     

     

     

     

     

     

     

    Siegerherung bei den Schülerinnen (Foto: Michael Meier)

     

     

     

     

     

     

     

    Siegerehrung bei den Schülern (Foto: Michael Meier)

     

     

     

     

     

     

     

     

    Siegerehrung bei den Mädchen (Foto: Michael Meier)

    Martina Emmert Fotos: Marco Steinbrenner

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