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  • 11.03.2010 – 2. Bundesliga Damen Süd

    Aufsteiger BSC Rapid Chemnitz gewinnt zunehmend Selbstvertrauen

    Aufsteiger BSC Rapid Chemnitz gewinnt zunehmend Selbstvertrauen Anna Krieghoff will mit dem BSC Rapid Chemnitz punkten (Aufnahme: Fotoart-Hoffmann)

    In der 2. Bundesliga Süd der Damen belegt Neuling BSC Rapid Chemnitz derzeit mit 6:18 Punkten den neunten Tabellenplatz und kämpft somit um den Klassenverbleib. Am Sonnabend wartet beim direkten Konkurrenten SV Darmstadt 98, der mit 7:21 Zählern Position acht innehat, ein für beide Seiten wichtiges Spiel.

    Sonnabend, 18 Uhr: SV Darmstadt 98 – BSC Rapid Chemnitz

     

    Darmstadt. Im Vergleich der Hinrunde trennten sich der SV Darmstadt 98 und der BSC Rapid Chemnitz 5:5-Unentschieden. Zur Halbzeit erlaubte dieser erste Punktgewinn im zweiten Saisonspiel dem BSC sich vor den Darmstädterinnen zu arrangieren. „Eine Wiederholung des Ergebnisses würde wohl eher einen kleinen Vorteil für uns bedeuten. Wir spielen am letzten Spieltag noch gegen Schlusslicht Wolframs-Eschenbach (0:24 Punkte) und diese Partie hat der SV schon weg“, berichtet BSC-Trainerin Kristin Neubert. Aber so spekulativ solle nicht in das Spiel gegangen werden. „Unsere Mädels wollen ganz klar auf Sieg spielen, sind hochmotiviert. Unsere Stärke sehe ich sicher im ersten Paarkreuz mit Nicole Delle und Bundesendranglistensiegerin der Mädchen Anna Krieghoff“, hofft Neubert. Aber auch Franziska Lasch habe zuletzt aufsteigende Form gezeigt.

    Zum Match der ersten Halbserie hat sich ein feiner Unterschied ergeben, denn Mädchen-Nationalspielerin Anna Krieghoff rückte nach ihrem Zweitligadebüt mit einer exzellenten 9:4-Bilanz gleich ins Spitzenpaarkreuz. „Wir haben kein Problem mit der Umstellung und sehen dies nicht als Nachteil. Anna hat sich so gut entwickelt, dass sie auf alle Fälle in das vordere Paarkreuz dieser Liga gehört. Bereits gegen Offenburg hat sie dies bewiesen. Gegen die Topmannschaften Langweid und Schwabhausen war es schwer für sie zu punkten. Daher sagt die aktuelle Bilanz noch nicht wirklich viel aus“, meint die BSC-Trainerin.

    „Bislang haben wir zu keinem Zeitpunkt den Aufstieg in die 2. Liga bereut. Uns war klar, dass es nicht leicht wird und, dass wir um den Klassenerhalt kämpfen müssen“, sagt Neubert. Lehrgeld habe die Mannschaft in der ersten Halbserie gezahlt, als viele knappe Spiele verloren worden seien. „Die Nervosität, besonders bei Heimspielen, war unseren Mädels deutlich anzumerken. Mit den ersten Punktgewinnen ist aber auch das Selbstvertrauen gewachsen und dies wird sich hoffentlich auch in weiteren Erfolgen niederschlagen“, erklärt Neubert. Die personellen Planungen würden sich etwas schwierig gestalten, da noch nicht sicher sei, in welcher Liga der BSC in der kommenden Serie spielen würde. „Daher gibt es einen Plan A und B“, blickt Neubert voraus.  

     

    „Mit einem 5:5 wären wir nicht zufrieden, da unsere direkten Konkurrenten noch „leichtere“ Spiele haben und somit noch Möglichkeiten haben, weitere Punkte zu sammeln. Für uns zählt demnach nur der Sieg. Sollte dies gelingen besteht eine gute Chance die Klasse zu halten“, ist SV-Mannschaftsführerin Alina Heck überzeugt. Auch sie glaubt nicht an einen Vorteil für ihr Team, der sich durch die Umstellung beim BSC ergeben könnte. „Anna kann vorne viele Einzel gewinnen, und sie hat zuletzt bei der Deutschen Meisterschaft auch sehr gut gespielt. Sie war hinten eine sichere Bank, die jetzt nicht mehr vorhanden ist, aber oben wird sie sicherlich mehr gewinnen als Ieva Venslaviciute. Ieva sollte nun an Position drei auch nicht unterschätzt werden“, analysiert Heck die veränderte Ausgangslage. Wie die beiden tatsächlich spielen würden, würde sich natürlich erst zeigen, da die Gäste in der Rückrunde noch nicht viele Matches absolviert hätten.

    „Lena Krapf und Sonja Bott konnten zuletzt bei Südwestdeutschen und Deutschen Meisterschaften mit guten Leistungen überzeugen und die werden sie auch im Punktspiel abrufen können. Unsere Nummer eins, Hana Sopova findet nach der Schwangerschaft zu ihrer alten Form zurück, wie sie zuletzt mit dem Sieg gegen Alexandra Urban (Neckarsulm) gezeigt hat“, nennt Heck Stärken. Generell rechne sie mit einer besseren Besetzung ihrer Mannschaft im hinteren Paarkreuz.

    Obwohl sich Darmstadt die Vorgabe Klassenverbleib noch nicht sicher erfüllen konnte, gibt sich das Team mit dem Saisonverlauf zufrieden. Allerdings wurden doch recht unterschiedliche Resultate erzielt. Einem 1:6 in der Hinrunde gegen Neckarsulm steht ein 5:5 in der Rückserie gegenüber. Einem 0:6 gegen Saarbrücken im zweiten Vergleich, ein 5:5 in der ersten Saisonhälfte. „Bei den deutlichen Niederlagen wäre sicherlich mehr drin gewesen. Wir hoffen, dass wir den klaren Misserfolg in der Hinrunde gegen Offenburg Anfang April mit einem Punktgewinn oder gar Erfolg ausgleichen können“, sagt Heck.

     

    Martina Emmert

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