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  • 02.04.2010 – Deutsche Tischtennis Liga

    3:1 - Jülich Überraschungssieger in Saarbrücken

    3:1 - Jülich Überraschungssieger in Saarbrücken Yang Zi war mit zwei Siegen Jülichs Matchwinner in Saarbrücken (Foto: Roscher).

    1. FC Saarbrücken - TTC indeland Jülich 1:3

    Die einzige DTTL-Partie des Karfreitags in der Saarbrücker Joachim-Deckarm-Halle endete mit einer faustdicken Überraschung. Nicht der favorisierte Play-Off-Aspirant von der Saar behauptete sich, sondern "Underdog" Jülich, der sich - nach 33 Jahren im Oberhaus - derzeit auf seiner Bundesliga-Abschiedstournee befindet und es ganz offensichtlich nochmals richtig wissen will.

    Der Gastgeber ging gegen das "Kellerkind" erwartungsgemäß durch Bojan Tokics klares 3:0 über Filip Szymanski in Führung - eher eine lockere Übung für den Slowenen im 1.FCS-Dress (11:5, 11:5, 11:4). Yang Zi sorgte in vier Sätzen gegen den gewiss nicht schlecht spielenden Tschechen Jiri Vrablik, der für Leung Chu Yan in die Mannschaft gekommen war, für den Ausgleich der Herzogstädter (8:11, 11:4, 9:11, 8:11) - auch dies ein eher erwartetes Resultat.

    1:1 zur Pause vor 350 Zuschauern - noch war alles völlig offen. Wer nun aber erwartete, dass die Saarländer für klare Fronten sorgen würden, sah sich getäuscht. Die Truppe vom Niederrhein konnte nämlich nachlegen: Marcos Freitas schlug ein wenig überraschend den Kroaten Andrej Gacina in vier Sätzen (11:9, 11:7, 9:11, 11:5). Damit war klar, dass es eng werden würde für Saarbrücken, das nun auf eine Energieleistung Tokics gegen Yang hoffte, um sich ins Doppel zu retten. Doch der Linkshänder aus Singapur, der von Jüich nach Hanau wechseln wird, bewies in einem rassigen Fünfsatz-Match den längeren Atem (8:11, 9:11, 11:7, 14:12, 11:1) und ließ die Jülicher nach zwei Stunden und 35 Minuten ihren sechsten Saisonsieg bejubeln.

    Verständlicherweise nicht gerade begeistert fiel das abschließende Statement von Saarbrückens Trainer Matthias Landfried aus: „Wir sind natürlich sehr unzufrieden, dass wir dieses Spiel verloren haben. Wir waren sehr nervös, denn Jülich hatte nichts zu verlieren und konnte frei aufspielen, während wir für das endgültige Erreichen der Play-Offs noch Punkte einfahren müssen. Eine halbe Stunde vor Spielbeginn ist Chu Yan Leung ausgefallen, den wir nicht einsetzen konnten, so dass wir eine Minute vor Abgabe der Mannschaftsaufstellungen unsere Aufstellung nochmal komplett ändern mussten. Das war alles andere als optimal und hat unsere Spieler verunsichert. Man merkte das den Jungs auch an, so wusste Andrej Gacina, dass sein Spiel gegen Marcos Freitas ein Schlüsselspiel ist, da sonst Bojan Tokic gegen Yang Zi sehr unter Druck stehen würde. So kam es dann auch und Bojan wurde nach einer 2:0-Führung mehr und mehr eisig. Naja, so ist es jetzt, wir haben nach wie vor alles selbst in der Hand und müssen nicht auf Ausrutscher der Konkurrenz hoffen."

    Jülichs Trainer Johannes Dimmig zeigte sich dagegen hoch zufrieden: „Es war toll, dass wir die nötige Gelassenheit und Anspannung gegen ein gut aufspielendes Heimteam kombinieren konnten. Am Mittagstisch vor der Begegnung haben wir uns schon etwas ausgemalt. Als wir die Auslosung erfahren durften, haben wir an das vorgenommene Kunststück noch mehr geglaubt.“

    Wer weiß, welche Sensationen es noch im österlichen DTTL-Marathon geben wird, wenn schon der Auftakt dazu derart überraschend verläuft.

    DTTL-Mediendienst; Dr. Stephan Roscher

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