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  • 18.04.2010 – Jugend

    Der WTTV siegt im Deutschland-Pokal gleich zweimal mit dem weiblichen Nachwuchs, Hessen und Bayern bei den Jungen und Schülern

    Der WTTV siegt im Deutschland-Pokal gleich zweimal mit dem weiblichen Nachwuchs, Hessen und Bayern bei den Jungen und Schülern Nadine Sillus, Ariane Liedmeier, Claudia Krenzke und Kathrin Mühlbach siegen mit dem WTTV bei den Mädchen

    Die Konkurrenz der Schülerinnen erlebte im Finale eine überaus spannende Begegnung beim 4:3 zwischen dem WTTV und Baden-Württemberg. Bei den Schülern präsentierte sich Bayern mit fünf 4:0-Siegen überlegen. Erspielte sich Baden-Württemberg in der Gruppenphase noch zwei Gegenpunkte, so blieben sie im Finale ebenfalls chancenlos. Bei den Mädchen überraschte Schleswig-Holstein mit dem Einzug ins Endspiel, dort unterlag die Mannschaft dem WTTV mit 1:4. Das Team Hessen gestaltete die ersten Runden bis zum Viertelfinale sehr deutlich, ehe sich Niedersachsen und der WTTV im Halbfinale und Endspiel beim 2:4 nicht kampflos geschlagen gaben.

     

    Frankfurt/Main. Mädchen: Der WTTV spielte sich souverän mit drei Siegen durch die Gruppenphase im Pool A 1. Nadine Sillus, Ariane Liedmeier, Claudia Krenzke und Kathrin Mühlbach ließen gegen Schleswig-Holstein, Rheinland und Baden-Württemberg nichts anbrennen. Im Viertelfinale folgte ein ebenso deutliches 4:1 gegen Thüringen, die im Pool B 1 ohne Niederlage blieben und sich über die Zwischenrunde mit einem 4:3 gegen Hessen für die Plätze eins bis acht empfohlen hatten. Das Team Sachsen um Spitzenspielerin Anna Krieghoff scheiterte in der Gruppe im Pool A 2 zwar gegen Bayern mit Sabine Winter 2:4, doch ein 4:1 im Viertelfinale gegen Rheinland brachten Juliette Hoffmann, Huong Do Thi, Linda Wenkel und Linda Svadlenka, die die Mannschaft Sachsen vervollständigten, ins Halbfinale gegen den WTTV. Bayern, die außerdem mit Katrin Brickl, Julia Drummer und Patricia Heiss spielten, überstanden die Gruppe A 2 mit drei knappen Siegen. Sie scheiterten im Viertelfinale aber ebenso knapp mit 3:4 gegen Schleswig Holstein. Kristin Nissen, Ann-Kathrin Gericke, Lena Meiss und Ann-Kristin Adleff standen somit im Semifinale gegen Baden-Württemberg, die sich wiederum unter den letzten Acht mit einem lockeren 4:0 gegen Niedersachsen behaupteten. Katharina Sabo, Nathalie Richter, Eva Rentschler und Saskia Becker überzeugten.

    Der WTTV löste die Aufgabe im Halbfinale gegen Sachsen beim 4:1 ohne Probleme. Anna Krieghoff markierte für Sachsen zwar das 1:0, im Doppel und abschließenden Einzel gegen Kathrin Mühlbach wusste sie keine Resultatverbesserung mehr herbeizuführen. Wesentlich ausgeglichener verlief das Match beim 4:3 zwischen Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg. Im alles entscheidenden Spiel punktete Ann-Kathrin Gericke 11:4, 5:11, 12:10, 4:11 und 12:10 gegen Eva Rentschler.

    Im Endspiel ließ sich der WTTV gegen Schleswig-Holstein den Sieg nicht streitig machen. Beim 4:1 gab lediglich Claudia Krenzke den Ehrenpunkt gegen Lena Meiss ab.  

    Das Spiel um den dritten Platz gewann Baden-Württemberg gegen Sachsen mit 4:2. Dabei glückten Katharina Sabo gegen Juliette Hoffmann und Anna Krieghoff zwei knappe Siege im fünften Satz.

     

    Hessen wird mit Torsten Mähner, Patrick Franziska, Gregor Surnin und Christoph Schmidl seiner Favoritenrolle bei den Jungen gerecht Jungen: Die dominante Rolle, die Bundestrainer Georg Imhof den Hessen im Vorfeld zusprach, erfüllten Patrick Franziska, Gregor Surnin, Christoph Schmidl und Torsten Mähner mit drei 4:0-Siegen in der Gruppe A 1 gegen Saarland, Schleswig-Holstein und Thüringen. Auch das Viertelfinale gegen Bayern wurde beim 4:0 zu einer einseitigen Begegnung. Im Pool A 2 trumpfte der WTTV mit Florian Wagner, Benedikt Duda, Michael Servaty und Anton Adler mit einem 4:0 gegen Bayern, 4:1 gegen Baden-Württemberg und 4:2 gegen Niedersachsen auf. Mühelos meisterte der WTTV auch das Viertelfinale beim 4:0 gegen Hamburg.  Im Semifinale versuchte sich dann das Team Niedersachsen gegen Hessen, die sich mit einem knappen 4:3 im Viertelfinale gegen Thüringen behaupteten. In der Gruppe A 2 quittierten Arne Hölter, Niklas Matthias, Patrick Schöttelndreier, Yannick Dohrmann und Robert Giebnrath ein 2:4 gegen den WTTV. Auf der Habenseite standen aber auch Erfolge gegen Baden-Württemberg und Bayern. Der WTTV-Gegner im Halbfinale hieß Baden-Württemberg, die wiederum mit einem 4:1 in der Zwischenrunde gegen Sachsen und einem 4:1 unter den letzten Acht gegen Schleswig-Holstein vorrückten. Frederick Jost, Marlon Spiess, Daniel Hartmann und Michael Klyeisen freuten sich über eine gute Leistung.

    Im Halbfinale verpasste Hessen die „0“ gegen Niedersachsen, weil sich Arne Hölter mit 11:5 im fünften Durchgang gegen Christoph Schmidl, und Niklas Matthias mit einem ebenso knappen 11:7 gegen Gregor Surnin zum 2:1 durchsetzte. Danach gab Hessen Gas und ließ keinen Satzverlust mehr zu. Der WTTV verbuchte in der Vorschlussrunde gegen Baden-Württemberg beim 4:2 einen wichtigen Punkt im Doppel. Florian Wagner/Michael Servaty erspielten das 3:1 nach einem 0:2-Satzrückstand.

    Das Finale zwischen dem WTTV und Hessen bestimmten erst einmal Christoph Schmidl und Patrick Franziska, die für Hessen ein 2:0 vorlegten, ehe Benedikt Duda und Duda/Servaty im Doppel den Ausgleich schafften. Zu groß war dann aber wieder die Übermacht von Franziska und Schmidl, die mit jeweils 3:0-Erfolgen den Pokaltriumph unter Dach und Fach brachten.

    Die Mannschaft  Niedersachsen belegte nach einem 4:0  gegen Baden-Württemberg  den dritten Platz.

     

    Schülerinnen: In der Gruppenphase setzten sich die favorisierten Teams aus Baden-Württemberg im Pool A 1 mit Theresa Kraft, Theresa Lehmann, Yuan Wan, Anna-Lena Frank und Jana Neumaier und WTTV im Pool A 2, der mit Yuko Imamura, Nina Mittelham, Julia Kirsch und Katja Brauner antrat, mit drei Siegen sicher durch. Lediglich Bayern luchste Baden-Württemberg zwei Gegenpunkte ab. Über diese freuten sich Eva-Maria Maier gegen Yuan Wan und Chantal Mantz beim 3:1 gegen die Deutsche Meisterin Theresa Kraft. Maier bot im abschließenden Einzel beim 9:11, 11:9, 7:11, 11:2, 5:11 auch Lehmann gut Paroli. Im Viertelfinale präsentierte sich Baden-Württemberg beim 4:0 gegen Sachsen überlegen, und der WTTV siegte 4:0 gegen Schleswig-Holstein. Sowohl Sachsen, als auch Schleswig Holstein hatten sich zuvor noch über die Zwischenrunde erfolgreich unter die letzten Acht gespielt. Hessen leistete im Halbfinale dann Baden-Württemberg Gesellschaft. Alena Lemmer, Jessica Nies, Janina Ciepluch und Carina Schneider hatten im Viertelfinale gegen Bayern mit 4:2 gewonnen. Niedersachsen schaffte den Sprung in die Vorschlussrunde mit einem 4:0 gegen Thüringen im Viertelfinale. Svenja Böhm, Lisa-Marie Overhoff und Rica Henschen erhielten dort beim 0:4 gegen den WTTV allerdings keine Möglichkeit mehr zum Erfolg. Zu einem 4:0-Schnelldurchlauf ließ auch Baden-Württemberg das Semifinale gegen Hessen werden, so dass sich das erwartete Finale zwischen Baden-Württemberg und dem WTTV herauskristallisierte. Dies war an Spannung und Dramatik auch nach Aussage von Bundestrainerin Dana Weber nicht zu überbieten, denn der WTTV siegte nach 1:3 mit 4:3. Der Auftakt verlief noch geregelten Bahnen, denn Theresa Kraft (Ba-Wü) holte das 1:0, und Yuko Imamura (WTTV) glich aus. Auf die Siegerstraße geriet die Mannschaft aus Baden-Württemberg, als Theresa Kraft ein 0:2 und 2:8 gegen Nina Mittelham noch zu einem 11:7 im fünften Satz umdrehte, und das Deutsche Meister-Duo Lehmann/Kraft im Doppel gewannen. Nach einem 1:2-Satzrückstand mit 11:4 im fünften Abschnitt. Danach folgte die Neuauflage des Endspiels bei der DM im Einzel zwischen Theresa Kraft und Yuko Imamura. Diesmal revanchierte sich Imamura auf Seiten des WTTV mit einem deutlichen 3:0. Dieser Schock saß wohl auch bei Lehmann tief, die im Anschluss unerwartet 1:3 gegen Brauner verlor, obwohl ihr mit 11:4 der erste atz gehörte. Für das i-Tüpfelchen sorgte dann Mittelham mit einem 11:4, 11:9 und 11:3 gegen Jana Neumaier. „Diese beiden Mannschaften hatte ich auch im Finale erwartet, sie waren auch eindeutig am stärksten besetzt. Positiv überrascht hat mich der dritte Platz von Hessen, denn zum Team zählten mit Alena Lemmer Janina Ciepluch und Carina Schneider drei junge Spielerinnen des Jahrgangs 97“, berichtete Weber.

    Platz drei erspielte sich dann Hessen mit einem engen 4:3 gegen Niedersachsen. Alena Lemmer blieb im Einzel für Hessen ohne Niederlage, und den Siegpunkt erspielte Jessica Nies. Für das 2:1 zeichnete Janina Ciepluch verantwortlich. „Insgesamt war es eine schöne Veranstaltung“, sagte Weber.  

     

    Schüler: Bayern mit Florian Schreiner, Kilian Ort, Marius Zaus und Tim Gottal im Pool A 1 sowie Hessen in der Gruppe A 2 mit Marc Rode, Dominik Scheja, Julian Mohr und Dennis Huyen landeten jeweils drei Siege. Im Viertelfinale blieben Rheinland beim 0:4 gegen Bayern und Pfalz beim 0:4 gegen Hessen chancenlos. Die Vorschlussrunde erreichte auch der WTTV mit Eddi Petiwok, Frederik Duda, Jonas Franzel und Lukas Koy, der unter den letzten Acht mit einem 4:2 gegen Niedersachsen gewann und anschließend auf Bayern traf. Baden-Württemberg schien das Fehlen von Liang Qiu gut zu verkraften, denn Bruder Dang, Maikel Sauer, Pierre Kolbinger und Lukas Luchner setzten im Viertelfinale Schleswig-Holstein mit 4:1 schachmatt und forderten danach Hessen. Bayern blieb im Halbfinale mit einem in der Höhe überraschenden 4:0 gegen den WTTV und Baden-Württemberg mit einem 4:2 gegen Hessen in der Erfolgsspur.  Das Endspiel bildeten somit Bayern und Baden-Württemberg.

    Die beiden Mannschaften hatten bereits in der Gruppenphase miteinander Bekanntschaft geschlossen. Bayern siegte mit 4:2 und das war auch das einzige Spiel im gesamten Turnierverlauf wo sich Gegenpunkte ergaben. Das Endspiel lief klar mit 4:0 in die Hände der Bayern, die sich nur im Doppel mit Florian Schreiner/Kilian Ort gegen Dang Qiu/Maikel Sauer in fünf Sätzen strecken mussten. „Florian Schreiner hat eine sehr solide Leistung gezeigt, denn er blieb in allen Spielen im Einzel von einem Misserfolg verschont. Auch Kilian Ort wusste zu überzeugen“, sagte Dana Weber, die für Schüler-Bundestrainer Klaus Schmittinger ein Auge auf die Konkurrenz geworfen hatte. Schmittinger betreute zeitgleich Liang Qiu (Ba-Wü) beim Olympia-Qualifikationsturnier in Italien.

    Um den dritten Platz bemühten sich der WTTV und Hessen. Eddi Petiwok und Jonas Franzel bauten ein 2:1 auf, doch danach punktete Zug um Zug das Hessen-Team zum 4:2.

    Martina Emmert Fotos: Marco Steinbrenner

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