Starker Einzelauftritt im Finale von Christoph Schmidl Bei den Spanish Junior und Caded Open in Platja d`Aro hat sich der deutsche Nachwuchs im Mannschaftswettbewerb nach vier Finalteilnahmen mit vier Silbermedaillen begnügen müssen. Christoph Schmidl und Arne Hölter hatten bei den Jungen eine dicke Chance auf Gold, doch sie unterlagen 2:3 gegen Japan B. Silber ging bei den Mädchen an Kathrin Mühlbach und Anna Krieghoff, außerdem bei den Schülerinnen an Nina Mittelham und Alena Lemmer, sowie bei den Schülern an Liang Qiu und Florian Schreiner. Das Bild rundeten zwei dritte Plätze bei den Schülerinnen und Schülern ab.
Platja d`Aro. Jungen: Patrick Franziska und Niklas Matthias, die an Position eins gesetzt waren, mussten im Viertelfinale die Segel gegen Japan B mit einem 0:3 streichen. Lediglich Franziska glückte ein Satzgewinn.
Dafür rückte Mannschaft B mit Christoph Schmidl und Arne Hölter mit einem 3:1 unter den letzten Acht gegen Polen B ins Halbfinale. Nach einem 0:3 von Schmidl zum Auftakt holten Hölter im Einzel, die Beiden gemeinsam im Doppel mit einem Fünf-Satz-Sieg, und Schmidl mit einem 12:10, 12:10 und 11:8 gegen Tamasz Wisniewski den entscheidenden dritten Punkt.
Im Semifinale hieß der Gegner Paraguay, die sich mit einem 3:2 gegen Belgien Respekt verschafft hatten. Die Kontrahenten der Deutschen machten ihnen dann das Leben auch nicht leicht, obwohl ein 3:1 eingefahren wurde. Schmidl erspielte das 1:0, aber Hölter verlor 9:11, 11:9, 2:11, 11:9 und 10:12. Das Doppel stand beim 12:10, 7:11, 9:11, 11:8 und 11:7 länger auf des Messers Schneide. Der Deutsche Meister im Mixed und Doppel zeigte sich dann gegen Marcelo Aguirre beim 11:9, 12:10, 5:11 und 11:3 letztendlich gut eingestellt.
Finale: Deutschland B – Japan B:
Hölter und Schmidl stellten sich im Finale dann Japan B, die für Das Scheitern von Franziska/Matthias verantwortlich waren. Schmidl hielt gegen Maharu Yoshimura nach einem 7:11 gut mit. Den nicht enden wollenden zweiten Durchgang fischte sich der 18-Jährige mit einem 21:19, der postwendend ein 8:11 hinnehmen musste. Schmidl steckte nicht auf und glich mit einem 11:9 aus, und die Freude war nach einem 11:5 groß. Hölter schaffte gegen Naoto Shibata beim 1:3 keine Überraschung. Nach einem 0:2 brachte ein 11:8 und 9:9 Hoffnung, die mit dem ersten Satzball weiter stieg. Doch der Japaner zog mit einem 12:10 noch den Kopf aus der Schlinge. Im Doppel erhielten die Deutschen beim 8:11, 6:11, 6:11 keine Möglichkeit, doch von dem 1:2 ließ sich Schmidl nicht beeindrucken der Shibata mit 3:0 schachmatt setzte. Die Spannung stieg, als Hölter nach einem 11:9, 11:8 ein 7:11 kassierte. Zu einer Zitterpartie wurde die Angelegenheit nach einem 9:11. Was Hölter in den beiden Sätzen zuvor nicht schaffte, glückte ihm wieder im fünften Durchgang, er lag immer ein, zwei Bälle vorn. Beim 7:7 war Yoshimura wieder dran, 8:8, 8:9, 9:9. Die Uhr zeigte kurz vor 22.30, als der Japaner seinen ersten Matchball zum 11:9 nutzte.
Christoph fing im Viertelfinale schwach an und verlor gegen Bialek (Polen). Jedoch steigerte er sich und schlug danach Wisniewski (Polen), Gavilan (Paraguay) und seinen in Ochsenhausen trainierenden Landsmann Aguirre, der vorher Arne nach 8-10 im Fünften noch bezwungen hatte.
Im Finale konnte Christoph sich noch einmal steigern und ließ beiden Japanern, auch wenn die erste Partie erst im Fünften entschieden wurde, wenig Chancen. Arne verlor beide Matches knapp, gegen Yoshida nach 2-0 und Führungen in allen drei folgenden Sätzen. Arne konnte seine Müdigkeit nur phasenweise überwinden und scheiterte an seiner mangelnden mentalen Frische in entscheidenden Situationen. Insgesamt haben beide einen guten Mannschaftswettbewerb gezeigt, auch wenn in einigen entscheidenden Phasen taktisch noch deutlich zu nachlässig agiert wird. Mentale Widerstandsfähigkeit und cleveres Spiel in wichtigen Phasen müssen die Jungs künftig entscheidend verbessern. Am Besten schon im Einzelwettbewerb. Alle Vier haben noch deutlich Luft nach oben, womit ich eine Steigerung jedes Einzelnen erwarte."
Mädchen: Im Viertelfinale erspielten sich Kathrin Mühlbach und Anna Krieghoff ein 3:1 gegen Russland, die erwartungsgemäß mit Tatiana Ryabova antraten. Die Nummer 20 der Europarangliste behauptete sich dann auch mit einem 3:1-Sieg gegen Anna Krieghoff. Mühlbach überzeugte abschließend gegen sie mit einem 11:6, 14:12, 5:11 und 11:8. Zuvor hatten die beiden Deutschen das Doppel sicher mit 3:0 gewonnen und Mühlbach ihr Eröffnungseinzel.
Im Halbfinale präsentierte sich Japan B als starker Konkurrent. Den Grundstein zum 3:0 -Erfolg legte Krieghoff, die gegen Yuka Yoshikuni mit 11:6, 6:11, 11:8, 6:11 und nach einer kontinuierlichen Führung mit 3:0, 6:2 zum 11:7 im fünften Satz alles klar machte. Mühlbach erhöhte mit einem 3:1 gegen Yurie Kobachi. Im Doppel kamen die beiden Deutschen nach einem 7:11 besser in Tritt. Einem 11:6 folgte ein 7:2 im dritten Satz, das zu 11:4 führte. Ihre Kontrahentinnen bäumten sich noch einmal auf und glichen mit einem 11:9 aus, doch der fünfte Satz ging mit 11:8 wieder an Mühlbach/Krieghoff.
Finale: Hongkong – Deutschland A: 3:0
Souverän bis ins Endspiel hatte sich auch Hongkong vorgespielt. Krieghoff bekam dann beim 4:11, 9:11 und 8:11 gegen Lee Ho Ching die ganze Klasse zu spüren. Kaum mehr Chancen erhielt Mühlbach anfangs, die gegen Ng Wing Nam mit 7:11, 7:11 in Rückstand geriet. Mit einem 11:8 ließ die Bundesligaspielerin des Aufsteigers TSV Schwabhausen aufhorchen. Doch letztendlich scheiterte Mühlbach erneut mit 7:11. Im Doppel bot das deutsche Duo verstärkt Gegenwehr, doch beim 9:11, 10:12 und 7:11 reichte es nicht zu einem Satzgewinn.
Analyse von Bundestrainerin Eva Jeler: „Die Gegnerinnen von Kathrin und Anna im Finale waren natürlich gut, sie haben uns in Cartagena schon einmal 0:3 geschlagen. Aber bei uns war die Konzentration einfach weg. Es war keine technische Sache. Das kann ich nur schwer akzeptieren, denn das bedeutet, dass wir daran noch härter arbeiten müssen. Ich weiß, sie machen das nicht absichtlich, aber im Finale ist es immer die Frage, wer müder besser spielen kann. Der zweite Platz ist trotzdem in Ordnung, weil die Beiden vorher gegen Russland und Japan sehr gut gespielt haben. Für Nadine Sillus und Anja Schuh war es halt Auslosungspech, das sie gleich gegen Japan B antreten mussten. Sie haben gut gespielt, die Sätze knapp und die Ballwechsel offen. Es fehlte ein Quäntchen zu einem einzelnen Sieg, der dann für mehr Spannung gesorgt hätte.“
Schüler: Liang Qiu und Florian Schreiner als Team A lieferten sich im Viertelfinale mit Israel eine spannende Partie, die Florian Schreiner erst mit einem 3:0-Satzerfolg gegen Mishel Levinski zum 3:2 beendete. Nach einer 2:0-Führung der Deutschen ging das Doppel mit 11:5, 6:11, 11:9, 9:11, und 10:12 verloren, und Liang Qiu wusste den 2:2-Ausgleich gegen Itamar Avramov nicht zu verhindern.
Im Halbfinale brachte Liang Qiu mit einem engen 15:13 im vierten die Mannschaft A gegen Belgien mit 1:0 in Führung, aber Schreiner kam gegen die Nummer 21 der Europarangliste Florent Lambiet beim 1:3 auf keinen grünen Zweig, und auch das Doppel kassierten die Belgier zur 2:1-Führung. Liang Qiu holte dann aber mit einem 3:1 gegen Lambiet den Ausgleich. Den vierten Satz, den der 15-Jährige mit 11:9 abschloss, ergab sich über einen 7:7-Zwischenstand. Schreiner legte ein erfreuliches 11:3, 11:8, 10:12 und 12:10 zum 3:2 nach, das den Weg ins Finale ebnete.
Finale: Deutschland A – Italien: 1:3
Dort kam es zum Vergleich mit Italien, die im Halbfinale das deutsche Team B besiegt hatte. Liang Qiu kam gegen Baciocchi zum einem 11:8, 15:17, 11:7 und 11:4. Der Satzverlust wäre sogar zu vermeiden gewesen, denn Qiu führte in der Verlängerung beim 13:12 und 15:14. Mit einem 0:3 gegen Mutti musste sich Schreiner abfinden. Im Doppel kamen Schreiner/Qiu nicht zum Zuge, so dass die Italiener mit 2:1 voran marschierten. Im entscheidenden vierten Satz egalisierten die Beiden noch einen deutlichen Rückstand zum 10:10, doch der Durchgang ging 10:12 verloren. Liang Qiu stand dann gegen Mutti mit 1:3 auf verlorenem Posten.
Das Team B spielte im Viertelfinale Dang Qiu und Kilan Ort beim 3:1 gegen Portugal. Dominik Scheja kam nicht zum Einsatz. Lediglich im Doppel gab es eine 0:3-Niederlage. Dang Qiu punktete zweimal im Einzel, Ort hatte für den 2:1-Zwischenstand gesorgt.
Das Semifinale bescherte den Deutschen Italien, die mit der Nummer vier der Europarangliste Leonardo Mutti und Alessandro Baciocchi, der auf Position 13 in Europa notiert ist, gut besetzt war. Dang Qiu legte das 1:0 gegen Baciocchi vor, doch Ort scheiterte gegen Mutti 0:3. Den dritten Satz konnte er bis zum 5:5 ausgeglichen gestalten. Im Doppel traten diesmal Ort/Scheja an, die mit einem 16:18, 9:11 und 6:11 zum 1:2 verloren. Anschließend musste auch Dang Qiu die Stärke von Mutti anerkennen, dem er 7:11, 7:11 und 4:11 zum 1:3 unterlag. Das deutsche Trio wurde mit Bronze ausgezeichnet.
Analyse von Bundestrainer Klaus Schmittinger: „Silber und Bronze sind vom Ergebnis Pflicht, ganz realistisch gesehen mussten wir soweit kommen. Von den ersten zehn der Europarangliste sind nur Mutti und Liang hier. Kämpferisch stimmte die Leistung bei allen, spielerisch können wir noch zulegen. Unsere Leistung war solide. Auffällig im Team A war, dass wir in den letzten Runden von einer Doppelschwäche sprechen können. Mutti hat sich in den letzten Monaten stark verbessert. Er ist Linkshänder, verfügt über gute Aufschläge und ist schnell auf den Beinen. Positiv war, dass Dang sehr konstant gespielt hat. Dominik überzeugte in der Gruppe gegen Frankreich B, als er nach einem 0:2-Rückstand noch gegen Romain Ruiz zum 3:1-Endstand punktete. Kilian spielte gegen Portugal richtig gut.“
Schülerinnen: Theresa Kraft und Yuko Imamura als Team A kamen gegen Kroatien B, dem letzten Gruppenspiel im Einzel zum Einsatz. Ihr 2:0 sorgte für die Basis zum 3:1-Endstand, so dass die Niederlage von Chantal Mantz/Imamura im fünften Satz sich nicht gravierend bemerkbar machte. Imamura markierte sicher den Siegpunkt. Nach einem Freilos im Viertelfinale erreichte die Drei gleich das Halbfinale. Dort kam gegen Frankreich mit 0:3 das Aus, aber Bronze blieb. Frankreich bot Laura Pfefer, die Nummer sechs der Europarangliste und Marina Berho auf. Sie wird auf Platz 17 in Europa geführt. Kraft scheiterte zu Beginn 9:11, 10:12 und 9:11. Imamura holte ein 0:2 auf und verlor 11:13 im fünften Satz. Mit 9:11, 13:11, 10:12 und 11:13 gestaltete sich auch das Doppel eng.
Für Mannschaft B verlief das Viertelfinale gegen Russland mit einem 3:2 erfolgreich. Das russische Team war mit Anna Rossikhina, Nummer zehn in Europa und Ekaterina Guseva mit Rang sieben ausgezeichnet besetzt. Alena Lemmer und Nina Mittelham sahen sich nach ihren Auftaktniederlagen dann auch erst einmal einem 0:2 gegenüber. Doch die Zwei steigerten sich und nach dem Punkt im Doppel schafften Mittelham gegen Rossikhina und Lemmer gegen Guseva Fünf-Satz-Siege.
Im Semifinale warteten mit Korea dann völlig unbekannte Gegnerinnen, doch mit einem 3:1-Triumph zogen Mittelham und Lemmer ins Finale ein. Nina Mittelham überzeugte mit zwei Einzelerfolgen. Sie gewann sowohl gegen Lee Yu Jin, als auch gegen Lee Yae Ji. Gemeinsam punkteten die Deutschen auch im Doppel.
Finale: Deutschland B – Frankreich A: 0:3
Nicht zu lösen war dann die Aufgabe für das junge Team B gegen die erfahrene Mannschaft aus Frankreich mit Berho und Pfefer beim 0:3. Sie warfen im Halbfinale bereits Deutschland A aus dem Rennen. Obwohl sich Mittelham/Lemmer im Doppel ein 11:8, 11:5 erspielten, kippte die Partie noch zu einem 4:11, 5:11 und 7:11.
Analyse von Bundestrainerin Dana Weber: „Theresa Kraft, Yuko Imamura und Chantal Mantz haben zwei deutliche Sieg in der Gruppe verbucht. Nach dem Freilos kam die Niederlage gegen Frankreich in der Höhe überraschend. Theresa Kraft hatte Schmerzen im Knie, deshalb habe ich sie zuvor geschont. Sie führte im Auftakteinzel jeweils 8:4 und 8:3 in den ersten beiden Sätzen. Yuko verlor knapp in fünf Sätzen. Das war schade. Im Doppel verfügt das französische Team über eine Links-Rechts-Kombination, die gut miteinander harmonierten. Wir haben noch Zeit Doppel zu trainieren. Sehr erfreulich und überraschend ist die Silbermedaille unserer beiden „Küken“. Nina ist Jahrgang 96, Alena 97. Nach den beiden Gruppensiegen haben sie unter den letzten Acht gegen sehr starke Russinnen gewonnen. Guseva war Dritte im Einzel bei den Europameisterschaften in Prag. Nach einem 0:2 das war ein sehr gutes Ergebnis. Für das Sahnehäubchen haben die Beiden gegen Korea gesorgt. Die gegnerische Mannschaft stellte zwei Linkshänderinnen. Nina und Alena spielten vor allem im Doppel sehr stark. Im Finale machte sich der lange Tag bemerkbar. Es ergaben sich vor allem im Aufschlag-Rückschlagbereich Probleme.“
Martina Emmert Foto: Marco Steinbrenner
1. Damen-Bundesliga / 2. Bundesligen
04.02.2012, 14:00 Uhr
TTC Fortuna Passau – TTC matec Frickenhausen 2
04.02.2012, 15:00 Uhr
SV Siek – BV Borussia Dortmund
04.02.2012, 18:00 Uhr
1. FC Saarbrücken Tischtennis 2 – ASV Grünwettersbach
04.02.2012, 18:30 Uhr
TV Busenbach – NSC Watzenborn-Steinberg
04.02.2012, 19:00 Uhr
TTC Zugbrücke Grenzau 2 – TTC Seligenstadt
05.02.2012, 14:00 Uhr
TuS Bad Driburg – SV DJK Holzbüttgen
05.02.2012, 14:00 Uhr
TV 1879 Hilpoltstein – TTC Fortuna Passau
05.02.2012, 14:00 Uhr
TTC Hagen – SV Siek
05.02.2012, 14:30 Uhr
TTC Seligenstadt – TTC matec Frickenhausen 2
05.02.2012, 15:00 Uhr
TTC indeland Jülich – Hertha BSC Berlin
TTBL
(1. Herren-Bundesliga)
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