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  • 25.06.2010 – Deutsches Tischtennis-Zentrum

    Lessing-Gymnasium und DTTZ - Paradebeispiel für eine sehr erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Schule und Leistungssport

    Lessing-Gymnasium und DTTZ - Paradebeispiel für eine sehr erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Schule und Leistungssport Bundessieger bei "Jugend trainiert für Olympia": Die Mädchen des Lessing-Gymnasiums
    Düsseldorf. Schule und Leistungssport – für Jugendliche an der Schwelle zum nationalen und internationalen Hochleistungssport sind dies oft zwei derart verschieden große Paar Schuh‘, dass so manch ein Talent ins Stolpern kommt. Dass Fußbekleidung aber auch wie angegossen sitzen und bei jeder Herausforderung für festen Stand sorgen kann, dafür ist die Zusammenarbeit des Internats im Deutschen Tischtennis-Zentrum (DTTZ) mit dem Düsseldorfer Lessing-Gymnasium ein Paradebeispiel.

    Im Sommer 2010 ist es vier Jahre her, dass das Voll- und Teilzeitinternat imDTTZ am Düsseldorfer Staufenplatz seinen Betrieb aufnahm. Nationalspieler Steffen Mengel, der am Lessing-Gymnasium seine Fachhochschulreife ablegte,  holte sich zum Ende seiner Jugendzeit dort den letzten Feinschliff. Aktuell sind im Internat Florian Wagner, im kommenden August Teilnehmer an den ersten Olympic Youth Games in Singapur, sowie die neben Wagner für die Jugend-Europameisterschaften nominierten Talente Kathrin Mühlbach, Nina Mittelham (Vollzeit) sowie Yuko Imamura (Teilzeit) untergebracht - die derzeit erfolgreichsten Talente im DTTZ. „Wir können mit der bisherigen Entwicklung überwiegend zufrieden sein“, sagt DTTZ-Organisationsleiter Florian Noé, „das Zentrum ist mit seinen exzellenten Möglichkeiten längst als einer der besten Trainingsstandorte in Europa anerkannt. Trotzdem müssen wir uns weiterentwickeln, um auch den steigenden Anforderungen an die Bedingungen außerhalb der Halle gerecht zu werden und diese weiter zu verbessern.“
     
    Internatstrainer Zhu Xiaoyong nennt die wesentliche Grundvoraussetzungen, um den umfangreichen Alltag mit Schule und Leistungssport in beiden Segmenten erfolgreich zu gestalten: „Die Schüler benötigen eisernen Willen und Disziplin, denn das Pensum ist nicht einfach zu bewältigen. Aber in Kooperation mit dem Lessing-Gymnasium stellen wir jetzt schon fast optimale Trainingsbedingungen in den Sportklassen bis zur 8. Klasse für jene Jugendlichen bereit, die in der Schule und im Training mit Spaß an ihr Leistungslimit gehen.“
     

    Ständiger Dialog zum Guten der Schüler


    Martin Mittendorf, der Pädagogische Leiter des Internats im DTTZ, betont die Wichtigkeit der Verzahnung von schulischer und sportlicher Ausbildung: „Nur wenn beide Seiten im ständigen Dialog sind und sich im Alltag ständig abstimmen, kann das Verbundsystem Schule-Leistungssport funktionieren. Schule und Sport müssen täglich auch auf die Bedürfnisse und Sorgen der Kinder eingehen, um beides in Einklang zu bringen. In diesem Zusammenhang möchte ich die zunehmende Akzeptanz des Leistungssports innerhalb des Lehrerkollegiums und die gute alltägliche Zusammenarbeit speziell mit den Klassenlehrern, Sportlehrern und Stufenleitern am Lessing-Gymnasium lobend hervorheben.“ Mittendorf weiter: „Genauso wie im Sport ständig an einer Weiterentwicklung gearbeitet wird, besteht natürlich auch im schulischen Bereich die Notwendigkeit, die inhaltliche Zusammenarbeit, wie Stundenplangestaltung, Weitergabe von Unterrichtsinhalten, Absprache von Prüfungsterminen zu optimieren, um so den Druck auf die Schüler gering zu halten und in Zukunft den schulischen Alltag weiter zu erleichtern und noch bessere schulische Leistungen und sportliche Erfolge zu erzielen. “

    Für die nationalen Talente findet neben der sportlichen auch die schulische Ausbildung auf höchstem Niveau statt. Dank der ausgezeichneten Kooperation mit dem Lessing-Gymnasium bleibt keiner der beiden Bereiche trotz noch so unterschiedlicher Anforderungsprofile auf der Strecke. Unterrichtsbefreiung, Frühtraining, großzügige Freistellung für Lehrgangsmaßnahmen und Wettkämpfe, der vom DTTZ organisierteNachführunterricht –  dies sind einige der Türen, die die NRW-Sportschule den DTTZ-Schützlingen öffnet. Schulleiter Horst Langhoop sieht die Konzeption nach vier Jahren erfolgreicher Zusammenarbeit mit dem DTTZ Tag für Tag in der Praxis bestätigt: „Schüler aus dem Leistungssport stehen trotz ihrer Doppel-Belastung in ihren Leistungen den Nicht-Sportlern um nichts nach. Dass dies reibungslos gelingt, dafür sorgt die verständnisvolle Zusammenarbeit und der ständige Austausch mit den Verantwortlichen des DTTZ und natürlich mit den Sportlern.“
     

    Erfolge als Produkt der guten Zusammenarbeit


    Neben den schulischen geben auch die sportlichen Leistungen allen Verantwortlichen recht
    . Neben den Erfolgen von Florian Wagner ging der Titel im Mädchen-Doppel bei den Deutschen Jugendmeisterschaften an Nina Mittelham, während sich Vu Tran Le Silber und Bronze im Jungen-Doppel und Mixed sicherte. Internationale Meriten erspielten sich Nina Mittelham und Alena Lemmer bei den Internationalen Meisterschaften von Spanien mit ihrem zweiten Platz in der Schülerinnen-Mannschaft. Alena Lemmer erkämpfte sich den 1. Platz bei den Internationalen Meisterschaften von Luxemburg sowie einen 3. Platz in Schweden. Janina Ciepluch gewann ihre Altersklasse in Luxemburg und gemeinsam mit Alena Lemmer das Sechs-Nationen-Turnier in Frankreich mit der Mannschaft. Beim Bundeswettbewerb der Schulen, Jugend trainiert für Olympia wurde zudem die Mädchen-Mannschaft der NRW-Sportschule Bundessieger der Wettkampfklasse III. Schulleiter Langhoop: „Diese Erfolge beeindrucken auch deshalb, weil es keine Einzelfälle sind. Die Liste ist lang und hochkarätig – und sie spricht eindeutig für die funktionierende Zusammenarbeit der NRW-Sportschule mit dem Internat.“
     
    In Sachen Deutsches Tischtennis-Zentrum konnte im laufenden Schuljahr die Zusammenarbeit mit dem Lessing-Gymnasium nochmals verbessert werden. So wurden im Schuljahr 2009/10 alle Jugendlichen, die die NRW-Sportschule in Düsseldorf als Teilzeit- oder Vollzeitinternatsschüler besuchen, an den Haupttrainingstagen (Dienstag bis Donnerstag) jeweils in den ersten beiden Schulstunden vom Unterricht freigestellt. DTTB-Sportdirektor Dirk Schimmelpfennig lobt die vorbildliche Kooperation: „Wir haben das Verbundsystem Schule-Leistungssport im letzten Schuljahr deutlich verbessern können, insbesondere den Trainingsplan mit dreimaligem Training an den Vormittagen. Die sportlichen Erfolge und schulischen Leistungen bestätigen dies eindeutig. Wir wollen die gute Zusammenarbeit in Zukunft weiter optimieren.“

    MS