Frankfurt/Main. Seit dem 1. September 2010 gelten die strengeren Regelungen der ITTF zur Schlägerkontrolle zeitgleich zur internationalen Ebene auch für den Bereich des Deutschen Tischtennis-Bundes. Bei der Mannschafts-WM in Moskau im Mai hat der Weltverband die Grenzwerte bei den Belagmessungen (getestet werden zum Beispiel der Anteil flüchtiger organischer Verbindungen, die Belagdicke und die Ebenheit des Belags) verschärft und gravierende Sanktionen für positive Belagkontrollen, also beanstandete Schläger, beschlossen.
Hier können Sie die komplette Richtlinie zur Schlägerkontrolle im DTTB im pdf-Format herunterladen (Hintergründe, Regelgrundlagen, Schlägerkontrollen, ihre Abläufe und Konsequenzen)
Mit der hier vorgelegten Richtlinie geben wir eine Hilfestellung, die neuen Vorgaben regelkonform, einheitlich und verständlich umsetzen zu können – für Spieler, Vereine, Verbände und Funktionäre in gleichem Maße.
Testergebnisse und Maßnahmen
Wird bei einer angesetzten Kontrolle vor dem Spiel (pre match) ein Schläger positiv getestet, so darf der Spieler diesen Schläger nicht einsetzen. Der beanstandete Schläger verbleibt beim Oberschiedsrichter bis zum Ende des jeweils einzelnen Wettkampfes und wird anschließend an den Sportler zurückgegeben. Der Spieler darf den anstehenden Wettkampf mit einem Ersatzschläger bestreiten, dieser Ersatzschläger ist zwingend nach dem Spiel zu kontrollieren.
Wird bei einer Kontrolle nach dem Spiel (after match) ein Schläger beanstandet, so wird der gerade absolvierte einzelne Wettkampf für den Spieler als verloren gewertet (Punkte, Sätze und Bälle zu Null). Das gleiche gilt, wenn ein Spieler sich weigert, einen vor dem Spiel beanstandeten Schläger durch einen Ersatzschläger auszutauschen.
Viermaliger positiver Test: Sperre möglich
Für den internationalen Spielbetrieb ist festgelegt, dass einem Spieler bei viermaligem positiven Schlägertest, eine Spielsperre von einem Jahr auferlegt wird. Diese Bestimmung ist auch für deutsche Athleten, die an internationalen Wettkämpfen teilnehmen, absolut verbindlich.
Für den Bereich des nationalen Wettkampfsports wird der DTTB wie folgt verfahren: Bei allen nationalen Veranstaltungen sowie bei Bundesliga-, Regionalliga- und Oberliga-Meisterschaftsspielen werden stichprobenartig Schlägerkontrollen durchgeführt.
Der verantwortliche Oberschiedsrichter ist angehalten, alle positiven Testergebnisse zu protokollieren (außer freiwilligen Tests) und an die Schiedsrichter-Organisation des DTTB zu berichten. Das Ressort Schiedsrichter wird die Testergebnisse dem Ausschuss für Wettkampfsport regelmäßig vorlegen. Der Ausschuss für Wettkampfsport im DTTB berät über weitere Sanktionen für einen Spieler, wobei die Häufigkeit und Schwere der Verfehlungen berücksichtigt wird. Eine automatische Spielsperre findet zurzeit keine Anwendung.
Umfang der Schlägerkontrollen
Schlägerkontrollen können bei allen nationalen Veranstaltungen durchgeführt werden. Innerhalb einer Veranstaltung werden einzelne Wettkämpfe ausgewählt, für die eine Schlägerkontrolle durchgeführt wird. Ist eine Schlägerkontrolle für einen bestimmten einzelnen Wettkampf angesetzt, so werden die Schläger beider Spieler, im Doppel von allen vier Spielern kontrolliert.
Im Mannschaftsspielbetrieb des DTTB (Bundesligen, Regionalligen, Oberligen) wird es ebenfalls stichprobenartig Schlägerkontrollen geben. Schlägerkontrollen sollten hierbei für alle Wettkämpfe (alle Einzel, alle Doppel) der jeweiligen Begegnung angesetzt werden.
Hintergründe und Entwicklung
Im Frühjahr 2007 hat die ITTF einschneidende Änderungen der Regelungen zum Kleben von Schlägerbelägen beschlossen. Die Zulassung von Klebern wurde eingestellt. Das bis dahin übliche "Frischkleben" wurde nach einem Stufenplan schrittweise aus den Sporthallen verbannt. Damit wurde die wesentliche Zielsetzung erreicht, flüchtige lösungshaltige (und damit stark gesundheitsschädigende) Klebstoffe in unserem Sport zu verbieten. Seitdem haben sich die Spielmaterialien weiterentwickelt und ermöglichen heute den Austausch von Schlägerbelägen mit wasserbasierenden Klebstoffen oder Festklebern, die keine gesundheitlichen Belastungen verursachen. Die Spieleigenschaften der neuen Materialien zu einem frischgeklebten Belag sind auf kaum messbare Unterschiede geschrumpft. Viele Spitzenspieler aus aller Welt unterstützen die Initiativen des sauberen Tischtennissports. Allerdings gab es auch Entwicklungen des Marktes, bereits geklebte Schlägerbeläge mit Lösungsmitteln nachträglich zu behandeln. Durch Boostern und Tunen soll die Oberflächenspannung eines Belages verstärkt und ihm damit eine bessere Spieleigenschaft vermittelt werden.
Im Jahr 2009 hat die ITTF die Grenzwerte für den Test von Lösungsmitteln in Schlägern und Belägen deutlich reduziert und neue digitale Messgeräte zum Standard erhoben. Mit dem so genannten "Mini-RAE Lite" werden die Anteile giftiger Stoffe in einem definierten Zeitabschnitt gemessen und somit ein Frischkleben oder Nachbehandeln mit Lösungsmitteln untersucht. Um die durch Boostern "gewachsenen" Beläge zu erkennen, hat die ITTF zusätzlich den Einsatz digitaler Messgeräte empfohlen, mit denen die Grenzwerte für Belagdicke und Belagebenheit auf 100stel Millimeter genau nachgewiesen werden können. Manipulationen an Schlägerbelägen können heute zu einem großen Teil erkannt werden.
Anlässlich der Weltmeisterschaften hat die ITTF im Mai erneut die Grenzwerte der Messungen verschärft und gravierende Sanktionen für positive Belagkontrollen beschlossen. Die Neuregelungen treten international zum 1. September 2010 in Kraft. Der Deutsche Tischtennis-Bund vertritt im Sinne des Gesundheitsschutzes und der Wettbewerbsgleichheit konsequent die Durchsetzung obiger Maßnahmen zur Schlägerkontrolle. Mit der "Kleberegelung" hat der DTTB am 15. August 2008 eine Handlungsanweisung veröffentlicht, mit der die internationalen Erfahrungen für den nationalen Spielbetrieb umgesetzt wurden. Durch Schlägerkontrollen bei allen hochrangigen nationalen Veranstaltungen und zahlreiche
Stichproben in den Bundesligen haben wir die Initiativen für den sauberen Sport erfolgreich weitergetragen.
Der DTTB wird die neuen, erweiterten Regelungen der ITTF zur Schlägerkontrolle ebenfalls für seinen Spielbetrieb zeitgleich ab sofort anwenden. Die komplette Richtlinie finden Sie auch im Bereich "Für Aktive" auf den Seiten "Regeln" und "Material".
SH
1. Damen-Bundesliga / 2. Bundesligen
04.02.2012, 14:00 Uhr
TTC Fortuna Passau – TTC matec Frickenhausen 2
04.02.2012, 15:00 Uhr
SV Siek – BV Borussia Dortmund
04.02.2012, 18:00 Uhr
1. FC Saarbrücken Tischtennis 2 – ASV Grünwettersbach
04.02.2012, 18:30 Uhr
TV Busenbach – NSC Watzenborn-Steinberg
04.02.2012, 19:00 Uhr
TTC Zugbrücke Grenzau 2 – TTC Seligenstadt
05.02.2012, 14:00 Uhr
TuS Bad Driburg – SV DJK Holzbüttgen
05.02.2012, 14:00 Uhr
TV 1879 Hilpoltstein – TTC Fortuna Passau
05.02.2012, 14:00 Uhr
TTC Hagen – SV Siek
05.02.2012, 14:30 Uhr
TTC Seligenstadt – TTC matec Frickenhausen 2
05.02.2012, 15:00 Uhr
TTC indeland Jülich – Hertha BSC Berlin
TTBL
(1. Herren-Bundesliga)
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Mit Wirkung vom 1. Mai hat Deutschland seinen Arbeitsmarkt für acht mittel- und osteuropäische Staaten geöffnet. Deren Staatsangehörige haben somit freien Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt. Dies hat Auswirkungen auf die Wettspielordnung des DTTB.