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  • 04.09.2010 – 2. Bundesliga Damen Süd

    2. Bundesliga Damen Süd: TTC Langweid hat Aufstieg und Meisterschaft fest im Visier

    2. Bundesliga Damen Süd: TTC Langweid hat Aufstieg und Meisterschaft fest im Visier Der TTC Langweid ist der Topfavorit auf die Meisterschaft

    Am kommenden Wochenende beginnen im Norden wie im Süden Deutschlands die Meisterschaftsrunden der 2. Bundesligen mit den ersten Begegnungen. Mit welchen Chancen und Erwartungen die Teams in die neue Saison gehen, lesen Sie bis zum Samstag auf tischtennis.de. Heute: 2. Bundesliga Damen Süd.

    Langweid nimmt die Rolle des Meisterschaftsfavoriten an

    „Wir wollen um Platz eins spielen. Unser Ziel ist die Meisterschaft. “ Eindeutig wie bei den Herren sein Kollege Wohlhaupter-Hermann für den TTC Frickenhausen, so nimmt auch Gert Jungbauer die Favoritenrolle an, die den TTC Langweid im Süden zurück in die Erstklassigkeit führen soll. Der 1. Vorsitzende eines der erfolgreichsten Damen-Vereine Damen-Deutschlands geht das Unternehmen Bundesliga-Aufstieg selbstbewusst, aber nicht überheblich an und warnt davor, die Konkurrenz zu unterschätzen: „Wir wissen, dass Platz eins alles anders als selbstverständlich ist. Es gibt gleichwertige und starke Gegner. Wir sehen den TV Busenbach gleichauf mit uns und in der Folge die starken Teams aus Watzenborn-Steinberg und Wendelstein.“

    Zur Verwirklichung des Wiederaufstiegs kehrt eine Spielerin nach Langweid zurück, die zwischen 2005 und 2007 großen Anteil an zwei nationalen Titelgewinnen der Schwaben hatte. Nach jeweils einjährigen Gastspielen in Italien und in Essen-Holsterhausen wird die Japanerin Aya Umemura wieder das TTC-Trikot überstreifen. Der Vorjahreszweite setzt jedoch für den Wiederaufstieg in die 1. Bundesliga nicht allein auf die induelle Klasse der Asiatin. Jungbauer: „Aya Umemura ist natürlich unser wichtigster Neuzugang, und sie macht unsere Mannschaft natürlich ein ganzes Stück stärker. Aber auch unsere anderen Spielerinnen haben in der Vergangenheit überzeugen können. Auch war der Teamgeist oft entscheidend für unsere Erfolge.“ Jungbauer und die von Spielertrainerin Katharina Schneider geführte Mannschaft haben noch einen ganzen Monat Zeit, um bis zum Auftaktspiel am 3. Oktober gegen Saarbrücken eine erfolgreiche Saison vorzubereiten. Nochmals TTC-Boss Jungbauer: „Wir unterschätzen keinen Gegner, doch dieses Spiel dürfte in Anbetracht unserer Zielsetzung noch nicht richtungsweisend sein.“

    Optik Wendelstein fasst Spitzenplatz ins Auge


    Der nach dem TTC Langweid am häufigsten in den Favoritenkreis geadelte Klub des Südens heißt TTC Optolyth Optik Wendelstein. Wie in der Saison 2009/2010 fassen die Mittelfranken auch in dieser Spielzeit wieder einen Spitzenplatz in der 2. Bundesliga ins Auge. „Unsere Zielsetzung ist Rang drei“, gibt Teammanager Franz David die Marschroute für seinen Verein aus, der einen bedeutenden Erfolg schon vor dem ersten Aufschlag verzeichnete. David: „Unser Hauptsponsor und Namensgeber hat den Werbevertrag um drei Jahre verlängert.“ Die Mittelfranken müssen in der neuen Saison auf Aneta Martinkova verzichten und werden im Spitzenpaarkreuz mit Svenja Weikert und der Tschechin Martina Smistikova auflaufen. Neuzugang in der Mannschaft ist Melanie Windisch, die vom TSV Lauf nach Wendelstein wechselte und an Position fünf gemeldet ist.

    Watzenborn-Steinberg hofft auf viele Ausreißer

    Watzenborn-Steinberg gehört zum FavoritenkreisIn einem Atemzug mit Wendelstein, aber noch vor dem ehemaligen Deutschen Meister Busenbach, nennen die Klubs der 2. Damen-Bundesliga den NSC Watzenborn-Steinberg als hochgehandelten Verfolger des TTC Langweid. Die Hessen nehmen die Vorschusslorbeeren der Konkurrenz zwar gerne mit, treten hingegen aber lieber bodenständig bescheiden auf. „Unser Saisonziel ist die Wiederholung des vierten Tabellenplatzes der letzten Saison“, sagt deshalb Info Hofmann. Der Geschäftsführer Sport des NSC sieht zum Saisonauftakt gegen den TV Busenbach die Favoritenbürde klar auf der Seite des ehemaligen Bundesligisten: „Das wird ein am 11. September ein sehr schweres Auftaktmatch. Busenbach ist klar favorisiert. Aber es ist auch eine Standortbestimmung, in welche Richtung es beim Kampf um die oberen Tabellenplätze geht. Für mich sind Langweid sowie dahinter Busenbach und Wendelstein die in dieser Saison favorisierten Teams.“ Watzenborn-Steinberg vertraut zu hundert Prozent auf die Mannschaft des Vorjahres, die von der ehemaligen Jugend-Nationalspielerin Angelina Gürz angeführt wird. Nochmals Ingo Hofmann: „Unsere Mannschaft besteht nur aus deutschen Spielerinnen , die sehr gut harmonieren und sehr ausgeglichen spielen. Ausreißer nach oben sind für uns an einem guten Tag aber immer möglich!“

    Busenbach beginnt mit seinen Wiederaufbau


    Man darf das durchaus Understatement nennen - mit dem TV Busenbach hat sich einer der erfolgreichsten Vereine der letzten Jahre laut Geschäftsführerin Sabine Schlatterer lediglich den „Klassenerhalt“ als Saisonziel vorgenommen, „alles andere nehmen wir aber gerne mit“. Dabei kann der Deutsche Meister des Jahres 2005, der als Tabellenzweiter der abgelaufenen Erstligasaison zwecks Neuaufbau mit jungen Talenten den freiwilligen Rückzug in Liga zwei antrat und im Zuge dessen drei Stammspielerinnen verlor, mit Ex-Nationalspielerin Jessica Göbel und Neuzugang Guo Pengpeng ein sehr passables Spitzenduo aufweisen. Zudem gehen an den Positionen drei und vier mit der Luxemburgerin Thessy Gonderinger und Jugendnationalspielerin Theresa Kraft zwei Talente an den Start, die sich im Laufe der Saison zu eifrigen Punktesammlerinnen entwickeln könnten. Sabine Schlatterer: „Unsere Stärke ist sicherlich unser oberes Paarkreuz, die Schwächen müssen die Gegner schon selbst herausfinden.“ Als erstes Team werden dies die Leutzscher Füchse versuchen, die am ersten September-Wochenende als Aufsteiger aus der Regionalliga beim deutschen Vizemeister gastieren. Schlatterer, die Langweid, Wendelstein und Watzenborn als Titelaspiranten nennt: „Das ist für beiden Vereine ein richtungsweisendes Match."

    Offenburgs Nummer zwei Karin Sako sitzt in Brasilien fest


    Gänzlich anders vorgestellt hat sich die DJK Offenburg den Start in ihre dritte Zweitliga-Saison, der an diesem Wochenende in Saarbrücken beginnt. Grund ist das Fernbleiben der als Nummer zwei hinter der Niederländerin Yana Timina neu verpflichteten Karin Sako. Die zuletzt in Holland lebende und spielende Brasilianerin, die für die nach Hövelhof gewechselte Nicky Zetsen mit Timina zu den Spielen anreisen sollte, sitzt derzeit in Sao Paulo fest. Mit Sako hat Abteilungsleiter Thomas Heß derzeit nur per E-Mail Kontakt.„Karin teilte uns mit, dass sie im Moment nicht auf die finanzielle Unterstützung der Eltern zurückgreifen  kann und darüber hinaus nun in der Firma der Eltern mitarbeiten muss, die bislang ihre Europaaufenthalte finanziert hatten. Für die Vorrunde habe ich kaum noch Hoffnung. Wir können den Aufenthalt einer Südamerikanerin nicht finanzieren“, erläutert Thomas Heß die Situation. Die Hauptlast ruht somit weiterhin vor allem auf den Schultern Yana Timinas, die vorerst im Spitzenpaarkreuz nach Kräften durch Jana Heuberger unterstützt wird. Das Saisonziel Klassenerhalt hat sich zwar nicht verändert, aber den Offenburgern könnte durch die unglückliche Konstellation eine Zittersaison bevorstehen. Ganz abgeschrieben hat Heß den Einsatz der 22-jährigen Sako aber noch nicht. „Vielleicht geht zur Rückrunde ja noch was.“

    Saarbrücken setzt auf seine Erfahrung im Abstiegskampf

    Der ATSV Saarbrücken kämpft um den Klassenerhalt (Foto: Jutta Scholer)Der ATSV Saarbrücken könnte ungewollt Nutznießer der personellen Nöte des Erstrundengegners Offenburgs werden. Denn die Zielsetzung Klassenerhalt gilt für beide Klubs gleichermaßen. Abteilungsleiter und Teammanager Wolfgang Scholer sieht deshalb die Partie gegen die Südbadener ebenso als richtungsweisend an wie die Folgeduelle mit Chemnitz und Neckarsulm: „Das waren in der vergangenen Spielzeit sehr knappe, ausgeglichene Matches.“ Als Plus werfen die gegen dem Vorjahr unverändert antretenden Saarländerinnen laut Scholer ihre „Erfahrung im Abstiegskampf“ in die Waagschale: „Außerdem wünschen wir uns, in dieser Saison diesmal von Verletzungssorgen verschont zu werden. Ich hoffe, dass alle Spielerinnen sich individuell steigern können und dass wir so den angestrebten Klassenerhalt erreichen.“

    Bingen will den Kelch an sich vorüber gehen lassen


    „Hauptsache, der Kelch geht an uns vorüber“. Die Saisonvorgabe von Stefan Zimmermann, dem Trainer des BFV Hassia Bingen, ist humorvoll, aber eindeutig. Die Reserve des Bundesligateams, die mit der 16-jährigen Franziska Paul (vormals Mülheim-Urmitz) eine Nachwuchsspielerin als Zugang zu verzeichnen hat, hat sich für die neue Spielzeit im Wesentlichen den Nicht-Abstieg auf die Fahnen geschrieben. Das Hauptaugenmerk in Bingen gilt in dieser Saison verständlicherweise uneingeschränkt dem Erstligateam. In der 2. Bundesliga setzt der BFV zum Erreichen des Klassenziels auf eine probate Mischung aus Routiniers und frischem Blut. Das Spitzenduo Zhang Ying und Yüchun Zimmermann soll dabei von den entwicklungsfähigen Talenten Andrea Welz und Franziska Paul an den Positionen drei und vier schlagkräftig ergänzt werden.

    Chemnitz will nicht bis zum letzten Spieltag zittern

    Auch der BSC Rapid Chemnitz zählt sich zu jenen Teams, die gegen den Abstieg zu kämpfen haben. Teammanagerin Kirstin Neubert hegt dabei für die neue Spielzeit einen Wunsch: „Wir hoffen, in diesem Jahr nicht bis zum letzten Spieltag um den Klassenerhalt kämpfen zu müssen.“ Der um Iveta Klacanska ergänzte Vorjahresachte setzt vor allem auf die Stärke von Leistungsträgerin Nicolle Delle und hofft auf eine weitere Entwicklung seiner talentierten Nummer zwei Anna Krieghoff. Neubert: „Weitere Stärken sind unser sehr gutes Mannschaftsklima und unsere große Zuschauerunterstützung, auf die wir erneut setzen.“ Neubert, die wie die gesamte Liga Langweid als künftigen Titelträger ausmacht, hofft auf einen guten Saisonstart: „Bereits an den ersten beiden Spieltagen haben wir zwei wichtige Spiele. Das erste Match bestreiten wir gegen Saarbrücken, das nach einem Sieg und einer Niederlage gegen uns im letzten Jahr minimal besser war. Wie im Vorjahr wird wieder die Tagesform das Zünglein an der Waage sein. Das zweite Spiel wird gegen Offenburg sein, und auch diesmal wollen wir wieder bei der DJK punkten.“

    Drei Leipzigerinnen bilden das Gerüst der Leutzscher Füchse

    Auch der LTTV Leutzscher Füchse plant das, was man gewöhnlicher Weise von einem Klassenneuling gewohnt ist - er kämpft um den Verbleib in der neuen Umgebung. Vereinspräsident Christian Klas weiß um die Schwierigkeit dieser Aufgabe: „In der 2. Bundesliga gehen viele auch international erfahrene Spielerinnen an den Start. Aber wir sind guten Mutes, dass wir die Klasse halten werden.“ Der Leipziger Traditionsklub wurde in der abgelaufenen Spielzeit ungeschlagen Regionalligameister. Gegenüber dem Vorjahr gehört lediglich die litauische Nationalspielerin Jeva Juceviciute nicht mehr zum Team. „In der 2.Bundesliga werden wir in erster Linie der gleichen Mannschaft wie im Vorjahr vertrauen“, sagt LTTV-Boss Klas. Verstärkt haben sich die Füchse mit der hierzulande noch weitgehend unbekannten Kolumbianerin Paula Andrea Medina Bermúdez. Die Südamerikameisterin ist in der Spitzenposition gemeldet, dahinter bilden mit Sonja Busemann, Anna-Marie Helbig und Linda Renner drei Leipzigerinnen das Gerüst der Mannschaft, die ein anspruchsvolles Zweitligadebüt in Busenbach zu bestreiten hat.

    Neckarsulm startet gegen Saarbrücken


    Die Neckarsulmer Sportunion startet am 26. September gegen den ATSV Saarbrücken in die neue Saison. Für den von Alexandra Urban angeführten Vorjahres-Fünften ist der Start in die neue Saison von richtungsweisender Bedeutung. Urban will zusammen mit Kun Ma, Paloma Ballmann und Stine Christ dafür sorgen, dass die Schwäbinnen nach der ruhigen Vorjahressaison auch diesmal keine Sorgen um den Klassenerhalt haben müssen.

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