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  • 03.12.2011 – National

    Der Tag der Rückkehrer: Tanja Krämer und Patrick Franziska stehen im Halbfinale

    Der Tag der Rückkehrer: Tanja Krämer und Patrick Franziska stehen im Halbfinale Nach langer Verletzungspasue zurück und am Sonntag im Halbfinale: Patrick Franziska (Fotos: Stephan Roscher)

    Seligenstadt. Das Geburtstagskind musste an seinem Ehrentag arbeiten. Aber was heißt hier müssen? Die Arbeit hat sich für Helmut Hampl, am Samstag 59 Jahre alt geworden, gelohnt und dürfte sogar richtig Freude bereitet haben. Hampls Schützling nämlich, Patrick Franziska (TG Hanau), der aufgrund einer Schulterverletzung seit Mai keinen richtigen Wettkampf mehr bestritten hatte, zeigte sich trotz der langen Pause in einer starken Form und steht am Sonntag im Halbfinale. „Patrick trainiert erst seit fünf Wochen wieder richtig hart. Viele haben mir geraten, dass er hier nicht spielen sollte, weil es zu viel für ihn sei. Aber ich hatte Recht, Patrick braucht diese Wettkämpfe“, betonte Hampl, der sich beeindruckt zeigte von der Leistung des 19-Jährigen. „Hut ab. Was Patrick hier gespielt hat, war richtig klasse, egal wie es morgen ausgeht. Zumal er gar keinen Wettkampfrhythmus hatte und hier auch der zweitjüngste Teilnehmer ist.“

    Es ist das Turnier des Alexander Flemming, Hielscher fehlt ein Satz

    Patrick Franziska trifft am Sonntag im Halbfinale auf Alexander Flemming (Hilpoltstein). Beide waren schon im ersten Vorrundenspiel aufeinandergetroffen. In einem packenden Match hatte Zweitligaakteur Flemming mit 4:3 die Oberhand behalten. Schon im vergangenen Jahr waren die beiden Halbfinalgegner – 2010 mit dem besseren Ende für Flemming. „Daran habe ich noch gute Erinnerungen, aber Patrick kann sein Niveau auch noch mal steigern“, blickt Flemming schon voraus. Der Vorjahreszweite schaffte mit einer imposanten spielerischen und kämpferischen Leistung den Sprung unter die letzten Vier. Im entscheidenden Spiel gegen Lars Hielscher (Herne) rannte Flemming quasi um sein Leben, zog einen Topspin nach dem anderen, brachte unheimlich viele Bälle zurück auf den Tisch und rang so den Bundesligaakteur förmlich nieder. „Das Turnier liegt mir irgendwie, ich bin sehr zufrieden“, sagte Flemming. Bitter für Hielscher: Dem Mann aus Herne fehlte letztlich ein Satz zum Weiterkommen.

    Ricardo Walther folgt Franziska, Filus in der Vorrunde mit 2:1-Siegen raus

    Neben Flemming löste Ricardo Walther (Jülich) das Ticket für die Vorschlussrunde. Walther bestätigte seine Aufwärtstrend der vergangenen Monate, spielte spektakulär, aber auch fokussiert. „Was mich freut ist, dass wir mir Ricardo einen zweiten jungen Spieler neben Patrick vorne dabei haben. Auf diese beiden Spieler kann der Bundestrainer in Zukunft auch setzen“, sagte Hampl. Walther hatte die Zwischenrunden-Gruppe mit Flemming, Hielscher sowie Nico Christ als Erster dank der besseren Sätze überstanden.
    In der anderen Gruppe behaupteten sich mit Franziska und Steffen Mengel zwei Bundesligaakteure von der TG Hanau. Der dritte TG-Spieler im Bunde, Titelverteidiger Ruwen Filus, hatte in der Vorrunde trotz einer 2:1-Bilanz die Segel streichen müssen. „Mit 2:1 raus, das ist natürlich bitter für Ruwen. Ein Spieler kann aber nicht zwölf Monate im Jahr Höchstleistung bringen. Er hat international sehr gut gespielt, sich in der Weltrangliste nach vorne gearbeitet, das ist enorm. Die kurze Winterpause wird ihm gut tun“, so Hampl.

    Nadine Bollmeier zieht ungeschlagen ins Halbfinale ein

    Mit Spielwitz und Spielfreude: Tanja Krämer spielte nach langer Verletzung starkBei den Damen blieb am Samstag nur Nadine Bollmeier (Tostedt) unbesiegt, was den einen oder anderen vielleicht überrascht haben dürfte. Ihre Vorrundengruppe meisterte Bollmeier sicher, und auch in der Zwischenrunde gab sie nie mehr als zwei Sätze ab, besiegte sogar die Deutsche Meisterin Zhenqi Barthel (Bingen/Münster-Sarmsheim) mit 4:2. „Ich habe hier ganz ordentlich gespielt“, gab sich Bollmeier bescheiden. Bei sechs Spielen am ersten Tag sei das Ziel auch, die Kräfte zu schonen, erklärte die Bundesligaspielerin. Am Sonntag wird sie noch mal alles mobilisieren müssen. Im Halbfinale wartet Bollmeiers Teamkameradin und Abwehrspielerin Han Ying. „Im Training sehe ich ganz gut gegen sie aus, aber beim Top 48 habe ich eine ganz schöne Packung kassiert“, sagte Bollmeier zu der anstehenden Aufgabe gegen die Top-48-Siegerin.

    Sabine Winter schlägt Han Ying, spielt aber nicht um den Titel mit / Starke Tanja Krämer

    Han Ying, eine der Turnierfavoritinnen, verlor bislang nur gegen Jung-Nationalspielerin Sabine Winter (Schwabhausen). Winters Spiel in der Zwischenrunde gegen die Defensivkünstlerin beeindruckte, doch der 4:1-Erfolg reichte der 19-Jährigen nicht zum Weiterkommen. Stattdessen zog Tanja Krämer (Berlin), im vergangenen Jahr Vierte, ins Halbfinale ein. Krämer, die lange verletzt war, spielte überraschend stark auf, zeigte sowohl Spielfreude als auch -witz und legte mit einem 4:0 über Winter den Grundstein für das Weiterkommen. Am Sonntag trifft Krämer auf Zhenqi Barthel. Die Deutsche Meisterin erlaubte sich nur in der Zwischenrunde gegen Nadine Bollmeier eine Niederlage.

    Ergebnisse Bundesranglistenfinale 2011 in Seligenstadt

    Damen

    Zwischenrunde

    Vorrunde

    Endrunde am Sonntag

     

    Herren

    Zwischenrunde

    Vorrunde

    Endrunde am Sonntag

    FL

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