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  • 21.03.2012 – LIEBHERR Team-WM - Spezial

    Boll wünscht sich die BVB-Südkurve zur Heim-WM

    Boll wünscht sich die BVB-Südkurve zur Heim-WM Hieran kommt kein Borusse vorbei: Klopp und Roßkopf werben für die WM (Foto: MS)

    Dortmund. Timo Boll und Bastian Steger sind seit ihrer Kindheit eingefleischte BVB-Fans. Oft Zeit für einen Stadion-Besuch haben beim amtierenden Deutschen Meister haben sie nicht, in der Champions League gegen Arsenal waren sie zuletzt gemeinsam dort.

    Einen guten Verein haben sich die beiden ausgesucht. Der Klub hat die LIEBHERR Team-WM im Vorfeld toll unterstützt. Jörg Roßkopf war im Januar beim Wintertrainingslager in Spanien auf Werbetour. Stadionsprecher und Ex-Profi Norbert Dickel war einer der prominenten Auslosungspaten. Im Stadionmagazinen und auf der BVB-Website wurden Texte veröffentlicht, und das Team stand für Werbeaufnahmen zur Verfügung. So ziert das Foto von Bundestrainer Jörg Roßkopf und BVB-Coach Jürgen Klopp eine große Plakatwand am Stadion. Auch in der Halle werden einige Stars erwartet. Timo Boll spricht im Interview über seine Fußballleidenschaft und die Rolle des BVB.

    Timo Boll, du bist einer der besten Tischtennisspieler der Welt, hast Medaillen bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen gewonnen, bist 15-facher Europameister im Tischtennis. Aber das Wichtigste: Du bist Fan von Borussia Dortmund. Wie bist du als Hesse dazu gekommen?
    Timo Boll: Ich habe früher beim TSV Höchst in der E- und F- Jugend auch Fußball gespielt. Damals sind für zu einem Spiel von Eintracht Frankfurt gefahren, und die haben ausgerechnet gegen Dortmund gespielt. Der BVB hatte das Spiel damals 2:1 gewonnen. Seit der Zeit bin ich BVB-Fan.

    Wie ist deine eigene Fußballkarriere verlaufen? Du warst ein beachtlicher Stürmer…
    Boll: Naja, ob man das als beachtlich bezeichnen kann in der E- und F-Jugend… Ja, ich war Stürmer, habe auch einige Tore geschossen, war sogar Torschützenkönig. Aber im Tischtennis war ich dann doch ein bisschen besser und habe mich, glaube ich, für die richtige Sportart entschieden.

    Und im Fußball als Fan für den richtigen Verein, den BVB. Rückblickend: Was war die schlimmste Zeit als BVB-Fan? Was war der schönste Moment?
    Boll: Als es finanziell nicht so gut aussah und wir fast abgestiegen sind – das war natürlich ein schwerer Moment als Fan. Aber insgeheim hat man doch immer das Gefühl gehabt, dass sie irgendwie doch noch den Kopf aus der Schlinge ziehen.
    Der schönste Moment war der Gewinn der Deutschen Meisterschaft unter Matthias Sammer als Trainer. Da habe ich mich sehr gefreut. Das habe ich auch noch ganz gut im Kopf.

    Ein weiterer schöner Moment war auch der Titel im vergangenen Jahr: Wo und wie hast du den erlebt?
    Boll: Das weiß ich gar nicht mehr so genau. Es war ja relativ frühzeitig klar, dass da echt nichts mehr anbrennen kann. Deshalb war das auch nicht so eine riesen Freude am letzten Spieltag. 2002 ist es anders gewesen, es war am letzten Spieltag. Da mussten so einige Konstellationen zusammenpassen. Ewerthon hat damals das entscheidende Tor geschossen. Wir haben das Spiel bei unserem Manager in Gönnern geguckt, das weiß ich noch. Da gab’s einen riesen Jubelschrei und ein paar ganz nette Szenen.

    Zum Vergleich der Sportarten: Können die Fußballer etwas von Tischtennisspielern lernen?
    Boll: Gerade ein Stürmer muss einfach einen guten Riecher haben, muss gut vorausahnen können, wo der Ball dann am Ende hinspringt und an der richtigen Stelle sein. Das ist bei uns ähnlich. Wir müssen sehr vorausschauend denken, weil eigentlich alles zu schnell geht, um zu reagieren. Deshalb ist diese Antizipation das, was sich die Fußballer vielleicht von uns ein bisschen abschauen können.

    Was können sich Tischtennisprofis von den Fußballern abgucken?
    Boll: Die Jungs sind natürlich durch die Bank alle extrem austrainiert und fit. Ich glaube, dass wir da auch noch ein bisschen mehr machen könnten. Gerade im körperlichen Bereich wird im Fußball noch härter gearbeitet.

    Noch mal ein Themenwechsel: Wie oft schaffst du es in einer Saison ins Stadion?
    Boll: Oje, manchmal gar nicht (Lacht.). Mein letztes Spiel war jetzt in der Champions League gegen Arsenal, aber davor war ich ein Jahr gar nicht im Stadion. Die Termine liegen halt immer blöd am Wochenende. Da haben wir meistens ein Turnier oder unsere Bundesligaspiele. Das überschneidet sich leider oft. Das ist schade, aber wenn ich mal Zeit habe, gehe ich sehr gerne ins Stadion. Im Signal Iduna Park herrscht ja auch die beste Stimmung in der Liga.

    Dann ist dir die Südkurve des BVB-Stadions ja bestens bekannt. Wünschst du dir die für die LIEBHERR Team-WM Ende März in den Westfalenhallen?
    Boll: Ich wünsche mir, dass die ganze Halle eine Südkurve ist von der Stimmung her. Es kommt natürlich auch darauf an, wie wir uns verkaufen, wie wir die Zuschauer mitnehmen. Das werden wir natürlich versuchen: zum einen mit schönen Spielen, zum anderen mit vielen Emotionen, um das Ganze zu einem Tollhaus zu machen wie im Fußballstadion.

    Was möchtest du den BVB-Profis und den Fans zum Abschluss noch mit auf den Weg geben?
    Boll: Ich drücke dem BVB natürlich wieder die Daumen. Sie können sich ja jetzt schön auf Bundesliga und Pokal konzentrieren. Ich hoffe, dass sie am Ende das Rennen machen. Es wird ein harter Zweikampf gegen die Bayern, aber ich hoffe einfach, dass sie es wieder schaffen.
    Den BVB-Fans kann ich nur ein großes Kompliment machen, wie sie ihre Mannschaft immer nach vorne peitschen. Da können sich bestimmt unsere Fans im Tischtennis noch etwas abschauen.

    Oder noch besser: Wenn die BVB-Fans auch in die Westfalenhallen Dortmund kommen würden zur LIEBHERR Mannschafts-WM im Tischtennis vom 25. März bis 1. April…
    Boll: Sie sind alle herzlich willkommen!

    SH

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