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  • 23.03.2012 – LIEBHERR Team-WM

    Kleine Pause für Boll / Poesie und Zuversicht bei den Damen

    Kleine Pause für Boll / Poesie und Zuversicht bei den Damen Die deutschen Herren treffen am Sonntag auf Tschechien und Spanien (Foto: Schillings)

    Dortmund. Zwei Tage vor Beginn der LIEBHERR Team-WM in Dortmund haben sich die deutschen Nationalmannschaften den Fragen der Journalisten gestellt. In der Pressekonferenz der deutschen Herren blieb ein Platz leer. Timo Boll ließ sich entschuldigen. Die deutsche Nummer eins hatte über Übelkeit geklagt und ließ nach Absprache mit dem Trainerteam das morgendliche Training ausfallen, um sich auszuruhen. „Wir sind aber guter Dinge, dass Timo am Sonntag am Tisch stehen wird“, sagten Bundestrainer Jörg Roßkopf und DTTB-Sportdirektor Dirk Schimmelpfennig unisono. Bolls Teamkollegen Dimitrij Ovtcharov, Bastian Steger, Christian Süß und Patrick Baum gaben sich zwei Tage vor dem Start mit den beiden Spielen gegen Tschechien und Spanien optimistisch und hochmotiviert. „Wir wollen ins Finale“, betonte Dimitrij Ovtcharov, und Jörg Roßkopf sagte: „Es ist das beste Team, das Deutschland je hatte. Aber hohe Weltranglistenpositionen gewinnen keine Titel. Bis ins Finale ist es ein weiter Weg.“
    Die Pressekonferenz der DTTB-Damen umgab heute Mittag ein Hauch von Poesie. Verantwortlich dafür: Kristin Silbereisen. Die 27-Jährige trug vor der versammelten Journalistenschar und den Kamerateams ein Gedicht vor - eine kleine Hommage an Teamkollegin Sabine Winter. Hintergrund sind die Duelle Kristin vs. Sabine, bei denen die beiden Freundinnen stets in kleineren Spielen (z.B. Bowling oder Bratpfannen-Tischtennis) gegeneinander antreten. Aufgabe war diesmal, ein Gedicht über die jeweils andere zu verfassen. Anschließend wurde im Internet abgestimmt. Winters Poesie lag in der Gunst der Fans vorn, und Verliererin Kristin Silbereisen musste heute vor den Pressevertretern den Wetteinsatz einlösen. Ihren Vortrag quittierten die Journalisten mit Applaus. Dass die Stimmung im deutschen Damenteam sehr gut ist, wurde nicht nur während der Pressekonferenz deutlich. Die Mannschaft von Bundestrainerin Jie Schöpp gibt sich in diesen Tagen sehr gelöst und strahlt Zuversicht aus. „Ich freue mich riesig, dass die Team-WM in Deutschland ist. Im Training haben wir schon die anderen Nationen gesehen. Die Anspannung wächst. Wir sind alle gut drauf und hoffen, dass das Beste rauskommt“, sagte die EM-Zweite von 2011, Irene Ivancan.


    Die erste Strophe des Gedichts von Kristin Silbereisen über Sabine Winter:
    „Sabines Vorhand ist der Kracher,
    da gibt es vom Gegner auch keine Lacher.
    Viele sind neidisch auf ihre schnellen Beine,
    der ein oder andere auf meine Reime.“…

    Die erste Strophe des Gedichts von Sabine Winter über Kristin Silbereisen:
    „Pesto kann sie sehr gut kochen,
    auch wenn wir schon anderes Leckeres rochen
    in ihrer Wohnung, wo außer zum Laben
    sie immer für einen Spaß ist zu haben.“

    Die beiden kompletten Gedichte gibt es auf den Websiten von Kristin Silbereisen (http://www.kristin-silbereisen.de/) und Sabine Winter (http://www.sabinewinter.com/).
     

    Die Zitate aus der Pressekonferenz der DTTB-Herren

    Bundestrainer Jörg Roßkopf: Bundestrainer Jörg Roßkopf über den Gesundheitszustand von Timo Boll
    „Ich hoffe, dass er am Sonntag am Tisch steht. Timo hat beim Frühstück über Übelkeit geklagt, wir haben dann vereinbart, dass er am Morgen nicht trainiert. Ich hoffe, dass er jetzt nicht zu viel Kraft verliert, denn er war in einer sehr guten körperlichen Verfassung. Wir müssen abwarten, wie es sich entwickelt. Es ist gut zu wissen, noch vier andere sehr gute Spieler zu haben. Ich bin aber optimistisch, dass es am Sonntag wieder bei ihm geht.“

    Roßkopf über das WM-Ziel
    „Viele erwarten viel von der Mannschaft. Wir haben eine starke Mannschaft, die beste, die Deutschland je hatte, mit gefühlt fünf Spielern unter den besten 30 der Weltrangliste. Wir würden auch gerne das Finale China-Deutschland sehen. Bis dahin ist es aber ein langer Weg, und wir sind bereit, am Sonntag die ersten beiden Schritte zu machen. Tschechien und Spanien sind unangenehme Gegner. Man darf sich nicht zu viele Gedanken vorher machen, sonst stehen am Ende acht Mannschaften im Viertelfinale, nicht aber Deutschland.“

    Dimitrij Ovtcharov über die Spielbedingungen in der Westfalenhalle
    „Es ist eine große Halle, da fliegen die Bälle normalerweise langsamer. Hier ist das aber nicht der Fall. Es ist schnell, die Bälle springen hoch ab, ein gutes Spielgefühl. Wir haben jetzt zweimal trainiert, sind hoch motiviert und freuen uns auf eine tolle WM.“

    Ovtcharov über den Druck bei der Heim-WM
    „Den Druck machen wir uns selber. Wir wollen ins Finale zu kommen. Wir haben ein starkes Team, vielleicht das beste Team, das wir je hatten. Klar, der Druck ist da, aber den kennen wir schon vom Verein von den Turnieren. Wir sind Druck gewohnt und können damit umgehen.“

    DTTB-Sportdirektor Dirk Schimmelpfennig über die Ziele der Herren
    „Ziel ist bei den Herren der Gewinn einer Medaille. Das würde auch der Setzung entsprechen. Zunächst müssen wir uns auf die Gruppenphase konzentrieren. Wir werden auf Teams treffen, gegen die uns schwere Spiele erwarten.“

    DTTB-Assistenztrainer Zhu Xiaoyong über die Vorbereitung der Chinesen

    „Wegen den Weltmeisterschaften und den Olympischen Spielen ist die Vorbereitung der Chinesen in diesem Jahr noch intensiver. Die Woche vor Dortmund haben sie in der Werner-Schlager-Akademie in Österreich trainiert.“

    BVB-Fan Bastian Steger über die zu erwartende Atmosphäre
    „Ich hoffe, dass wir in der Westfalenhalle eine ähnliche Stimmung haben werden wie im Westfalenstadion, auch wenn da natürlich viel mehr Leute reingehen.“

    Christian Süß über die Stimmung und die eigene Form
    „Als Schalke-Fan habe ich meine Probleme hier, in Sichtweite des Stadions. Wir sind gut vorangespannt, alle, bis momentan auf Timo, sind fit. Von unserer Seite kann es losgehen. Ich habe alles dafür getan, um nach meiner Verletzung wieder bei 100 Prozent zu sein. Ich denke, dass ich der Mannschaft helfen kann.“

    Patrick Baum über den deutschen Auftaktgegner Tschechien
    „Die Tschechen haben ein starkes Team, Prokopcov ist ein sehr guter Spieler an Position eins, Petr Korbel kennen wir aus der Bundesliga. Das erste Spiel ist wichtig, um gut reinzukommen. Wir müssen gleich bei 100 Prozent anfangen.“
     

    Die Zitate aus der Pressekonferenz der DTTB-Damen

    Sportdirektor Dirk Schimmelpfennig über das WM-Ziel
    „Wir wissen, dass eine Sensation nur möglich ist, wenn alles stimmt. Für uns ist es immer der Knackpunkt, das Viertelfinale zu erreichen. Das ist schwer genug, aber ein realistisches Ziel. Wenn alles stimmt, kann man auch mal so eine Platzierung raushauen wie bei der WM 2010 in Moskau (3. Platz), dazu müssen wir möglichst nah ans Leistungslimit rankommen.“

    Bundestrainerin Jie Schöpp freut sich über ein gesundes und fittes TeamBundestrainerin Jie Schöpp über die Form ihrer Spielerinnen
    „Die Damen sind alle fit und gesund. Ich habe keine Meldung von einer Krankheit oder Verletzung erhalten, das ist ein gutes Zeichen. Und die Mädels fühlen sich auch wohl in der Halle.“

    Schöpp über das WM-Ziel
    „Ich möchte das Bestmögliche aus den Spielerinnen rausholen. Auf eine konkrete Platzierung habe ich mich nicht festgelegt. Wir müssen so gut wie möglich spielen, dann kommt die Platzierung von alleine. Wenn die Spielerinnen ihr Bestes zeigen, dann wird auch eine gute Platzierung rauskommen“

    Wu Jiaduo über die Stimmung im Team und ihre Form
    „Unsere Stimmung ist gut. Wir lachen immer sehr viel. Die Vorbereitung war bis heute ganz gut, aber ich möchte meine Topform von Sonntag bis Sonntag haben.

    Irene Ivancan über den Unterschied von EM 2011 und Heim-WM 2012
    „Ein großer Unterschied ist das nicht. Ich freue mich riesig, dass die Team-WM in Deutschland ist. Im Training haben wir schon die anderen Nationen gesehen. Die Anspannung wächst. Wir sind alle gut drauf und hoffen, dass das Beste rauskommt.“

    Zhenqi Barthel über die Spielbedingungen in der Westfalenhalle
    „Bis jetzt ist alles super, die Halle ist schön. Besonders toll sind die Tische in der Haupthalle.

    Sabine Winter auf die Frage, wie es sich anfühlt, im Wohnzimmer von Rossi und Speedy zu sein
    Das gemütliche Sofa habe ich leider noch nicht gefunden. Ich denke, es wird eine super Kulisse. 1989 war ich noch gar nicht geboren. Unser Ziel muss es sein, dass später mal eine neue Generation gefragt wird, wie sie sich im Wohnzimmer der aktuellen Damenmannschaft fühlt.

    FL

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