Suppliers' Pool:

Partner:

 
  • 30.03.2012 – LIEBHERR Team-WM - Gesichter und Geschichten

    Helmut Feldmann: Aus Ostfriesland in die Welt

    Helmut Feldmann: Aus Ostfriesland in die Welt Weit gereist: der internationale Schiedsrichter Helmut Feldmann (Foto: Schillings)

    Dortmund. In China war er schon viermal, er hat Timo Boll getroffen und viele andere Größen des Sports. Klar, bei der WM in Dortmund ist er natürlich auch. Ein Gespräch mit dem internationalen Schiedsrichter und bekennenden Ostfriesen Helmut Feldmann.

    Tischtennis-Großereignisse wie die Mannschafts-WM in Dortmund ohne Helmut Feldmann vom TTC Norden? Geht nicht, meint zumindest er selbst und auch der DTTB, der ihn wieder einmal mit verantwortlichen Schiedsrichteraufgaben betraut hat. Allerdings sitzt Helmut diesmal nicht selbst auf dem Stuhl, sondern ist einer von vier Einsatzleitern, die einen Stab von 170 Schiedsrichtern aus über 50 Ländern dirigieren – eine Sache, die umfassende Kenntnisse, Übersicht und gute Nerven verlangt. Auf all das kann man sich bei Helmut Feldmann verlassen. Schließlich ist der jung gebliebene 68-Jährige seit mehr als 50 Jahren dem Tischtennis und insbesonders der Schiedsrichterei verbunden. Bereits 1961 legte er die Verbandsschiedsrichterprüfung ab, nachdem eine Verletzung seine Spielerkarriere beendet hatte. Es folgte die Qualifikation als internationaler Schiedsrichter, und die höchste blue-badge Stufe blieb ihm nur durch Überschreiten der Altersgrenze versagt.
    Ungezählte Einsätze im In- und Ausland folgten, und bei den Mannschaftsweltmeisterschaften ist er jetzt zum dritten Male dabei.
    Was bewegt Helmut Feldmann in diesen Tagen besonders?

    „In allererster Linie, dass man so viele gute Freunde und Bekannte trifft, sich wie in einer großen Familie fühlt. Ich kann sagen, dass ich bestimmt über 80 Prozent aller hier eingesetzten deutschen Schiedsrichter kenne, und natürlich auch nicht wenige aus anderen Ländern. Das hilft bei der Arbeit, die bei einer solchen Weltmeisterschaft natürlich möglichst perfekt ablaufen sollte.“

    Wenn es die Zeit erlaubt, findet man den bekennenden Ostfriesen vom TTC Norden auch unter den Zuschauern, um Spitzenduelle zu verfolgen - natürlich besonders die mit chinesischer Beteiligung, denn dem Reich der Mitte fühlt er sich sehr verbunden.

    „Ich war schon einige Male in China – um genau zu sein, viermal -, zuletzt bei den Harmony China Open 2011 in Suzhou , und es ist wirklich schwer, von diesem Land NICHT begeistert zu sein. Natürlich müssen wir immer daran denken, dass Tischtennis in China Nationalsport Nummer eins ist, und darum logischerweise alle Großereignisse, wie eben die China Open, auf einem sehr hohen Niveau organisiert werden. Suzhou war also rundherum
    ein echtes Erlebnis. Hinzu kamen die Begegnungen mit den deutschen Spielern nach Spielende, wo wir zum Beispiel auch Timo Bolls chinesische Sprachkenntnisse bewundern konnten. Aber diesbezüglich eifere ich ihm in meinem Alter nicht mehr nach…“


    Die Arbeit ruft wieder, denn Pausen sind kurz bei der WM. Wir wünschen dem Weltenbummler und Schiedsrichter Helmut Feldmann für die nächsten Tage und überhaupt alles Gute.

    Klaus Fischer