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  • 14.10.2012 – National

    Urban und Flemming gewinnen Bundesranglistenfinale in Hagen

    Urban und Flemming gewinnen Bundesranglistenfinale in Hagen Nach dem verwandelten Matchball: Alexandra Urban (Foto: SH)

    Hagen. Mit Alexander Flemming und Alexandra Urban stehen nun zwei neue Namen in der Siegerliste des seit der Saison 1955/56 ausgetragenen nationalen Endranglistenturniers. Der Deutsche Doppel-Meister von 2009, Flemming, setzte sich im Endspiel gegen Jung-Nationalspieler Ricardo Walther durch. Urban besiegte zum Abschluss des Turniers in Hagen im Baden-Württemberger Duell Theresa Kraft in sieben Sätzen.

    Beide sind auf nationaler Ebene keine Unbekannten, aber doch Überraschungssieger dieses Turniers. Der 25-jährige Student der Wirtschaftswissenschaften an der Uni Leipzig, Alexander Flemming, bewertet seinen DM-Titel von Bielefeld an der Seite von Jörg Schlichter höher. Für die Verwaltungsfachangestellte Urban ist es der größte Erfolg in ihrer Karriere zusammen mit dem Europameister-Titel mit der Schülerinnen-Mannschaft, „aber der liegt eben schon ein paar Jahre zurück“ (Zitat Urban). Überhaupt erlebt die 28-Jährige gerade ein Sportjahr nach Maß. In dieser Saison spielt sie erstmals in der 1. Bundesliga. Übrigens: Zwei ihrer Vereinskolleginnen beim SV Böblingen, Nicole Struse und Qianhong Gotsch, hatten das nationale Endranglistenturnier ebenfalls gewinnen können.

    Flemming „so glücklich war ich selten nach einem Turnier“

    Strahlender Sieger: Flemming (Mitte) mit Schüller (l.) und Walther (Foto: SH)„So glücklich war ich selten nach einem Turnier“, sagte Alexander Flemming, der für den bayerischen TV Hilpoltstein in der 2. Bundesliga spielt. Im Viertelfinale gegen Deniz Aydin (Siek) hatte er schon mit 0:3 in Sätzen in Rückstand gelegen, „da musste ich mich ganz schön durchkämpfen“. Im Halbfinale ließ er Ex-Doppelpartner Schlichter (Weinheim) keine Chance, und vor dem Finale gegen Walther war Flemming der Underdog. „Ric ist ein wirklich richtig Guter geworden. Ich dachte mir zwar, dass ich gut gegen ihn spielen könnte, aber das würde nur mit 100 Prozent gehen“, erzählte Flemming. So war es auch. Während der einzige Erstliga-Akteur im Feld die ersten beiden Sätze fast verschlief, spielte Flemming von Beginn an druckvoll. Die Sätze drei, vier und fünf gingen an Walther, den 20-jährigen Swedish-Open-Sieger im U21-Wettbewerb des vergangenen Jahres. In Durchgang sechs sah vieles nach einem Turniergewinner Walther aus, doch nach seiner 8:6-Führung lief nicht mehr viel zusammen. Flemming punktete vier Mal in Folge, nur ein Netzball ließ Walther noch verkürzen, bevor es in den siebten Satz ging. Dort stand es noch 6:4 für „Ric“, bevor sich Alexander Flemming ohne weiteren Punktverlust den Titel sicherte. „Ich war in dieser Phase vielleicht der etwas aktivere Spieler“, mutmaßte er. „Besser als das heute, glaube ich, kann ich nicht spielen.“

    Ricardo Walther hatte als einziger Erstliga- und Nationalspieler im Feld die undankbare Rolle des Topfavoriten auszufüllen. Direkt im Anschluss an den EM-Lehrgang seiner Teamkollegen nach Hagen gereist, fühlte er sich an keinem der beiden Turniertage richtig wohl. Die ENERVIE Arena war ihm aus seinem Gastspiel bei Durchführer TTC Hagen in der Zweitliga-Saison 2008/2009 noch vertraut, „aber ein richtiges Heimspiel war das hier leider nicht“, befand Walther. Er habe gehofft, dass es am Sonntag spielerisch besser für ihn laufen werde. „Ich habe leider auch heute nicht richtig ins Turnier gefunden. Mir kam es hier extrem langsam vor, und das kommt meinem Spiel nicht gerade entgegen.“

    Marathon-Frau Urban: 24 Sätze am Finaltag

    Hat hier jemand verloren? Obst, Göbel, Urban und Kraft (von links)Alexandra Urban war die Marathon-Frau des zweiten Turniertags. 24 Sätze bestritt sie in vier Spielen. Die schwierigsten Aufgaben meisterte sie im Halbfinale gegen Svenja Obst (Tostedt), in dem sie die ersten drei Sätze verloren hatte, und im Finale gegen eine bärenstarke Theresa Kraft, die zuvor unter anderem die an Position eins gesetzte Nadine Bollmeier (Saarlouis-Fraulautern) ausgeschaltet hatte. „Vor dem Turnier wollte ich unter die ersten Zehn kommen. Ich habe mir überhaupt keinen Druck gemacht“, sagte Urban, die sich in der vergangenen Spielzeit eine der besten Zweitliga-Bilanzen i Süden erspielt hatte. „Ich war schon mit dem Halbfinale zufrieden, wusste aber auch, dass ich gegen Theresa vorher noch nie verloren hatte.“ Nach dem Turnier strahlte sie über das ganze Gesicht: „Ich glaube nicht, dass ich noch mehr gewinnen kann als das heute. So langsam bin ich oben angekommen.“

    Neben Prestige-Titel, Goldmedaille und einem persönlichen Startplatz bei den Deutschen Meisterschaften in Bamberg nächsten März, der an die Platzierten auf den Rängen eins bis 13 geht, haben sie und Alexander Flemming noch etwas anderes gewonnen: Die Finanzierung eines World-Tour-Starts außerhalb Europas. Falls es terminlich passt, wird es für beide voraussichtlich nach Südamerika gehen. „Chile soll ganz schön sein, habe ich gehört“, sagte Flemming.

    Liang Qiu und Yuan Wan glänzen / Vossebein unter den Zuschauern

    Auch die Jugend-Nationalspieler haben in Hagen ihre Chance genutzt, sich bei den Erwachsenen zu beweisen. Unter den Augen des Bundestrainer-Duos Georg Imhof und Jörg Bitzigeio spielten sich Liang Qiu und Yuan Wan nach vorne, wurden Neunter bzw. Fünfte.

    Prominenter Besuch in der ENERVIE Arena: Berni Vossebein (Foto: SH)

    Auf der Tribüne gab sich Berni Vossebein die Ehre. Der siebenfache deutsche Meister, Ex-Nationalspieler, viermalige WM-Teilnehmer und langjährige Trainer und Betreuer aus Bochum erfreut sich endlich wieder besserer Gesundheit. "Hier zu sein, die Spielerinnen und Spieler zu sehen und meine alten Bekannten wieder zu treffen, ist wie Weihnachten für mich", sagte er gerührt.

    Hagen ein guter und zufriedener Gastgeber

    Herren-Zweitligist TTC Hagen kann stolz sein auf die Durchführung des Turniers mit der Format-Premiere. „Für uns ist es das erste Mal, dass wir ein so großes Event ausgerichtet haben. Wir sind mit dem Ablauf insgesamt sehr zufrieden“, bilanzierte Sportwart Thorsten Hödtke. „Wir danken dem WTTV und dem DTTB für das entgegenbrachte Vertrauen, dass wir das Bundesranglisten ausrichten durften." Die nationale Endrangliste hat Lust gemacht auf mehr. "Nachdem wir nun die Abläufe eines so großen Turniers kennen, wird das nicht die letzte Veranstaltung sein, für die wir uns beworben haben", so Hödtke. "Die Spielstätte ist bei Zuschauern und Spielern sehr gut angekommen. Die Spielbedingungen waren optimal für alle.“

    Die Sieger und Platzierten mit dem persönlichen Startplatz bei den Deutschen Meisterschaften in Bamberg in der Übersicht

    Der entscheidende Satz im Finale: Flemming schlägt auf WaltherHerren
    1 Alexander Flemming, TV Hilpoltstein BYTTV
    2 Ricardo Walther, Borussia Düsseldorf WTTV
    3 - 4 Jörg Schlichter, Jörg TTC Weinheim TTBW
    3 - 4 Christoph Schüller, TSV Bad Königshofen BYTTV
    5 - 8 Erik Bottroff, SV Brackwede WTTV
    5 - 8 Deniz Aydin, SV Siek TTVSH
    5 - 8 Björn Helbing, BV Borussia Dortmund WTTV
    5 - 8 Florian Schreiner, SC Fürstenfeldbruck BYTTV
    9 - 12 Lennart Wehking, 1. FC Köln WTTV
    9 - 12 Nico Christ, TV Hilpoltstein BYTTV
    9 - 12 Liang Qiu, TTC matec Frickenhausen TTBW
    9 - 12 Matthias Bomsdorf, TTC Fortuna Passau BYTTV
    13 Benedikt Duda, TTC Schwalbe Bergneustadt WTTV

     

    Damen
    1 Alexandra Urban, SV Böblingen TTBW
    2 Theresa Kraft, TV Busenbach TTBW
    3 - 4 Jessica Göbel, TV Busenbach TTBW
    3 - 4 Svenja Obst, MTV Tostedt TTVN
    5 - 8 Nadine Bollmeier, TTSV Saarlouis-Fraulautern STTB
    5 - 8 Kathrin Mühlbach, TTV Leutzscher Füchse SÄTTV
    5 - 8 Yuan Wan, TB Wilferdingen TTBW
    5 - 8 Lena Krapf, DJK Blau-Weiß Münster HETTV
    9 - 12 Rosalia Stähr, SV Böblingen TTBW
    9 - 12 Anna Krieghoff, BSC Rapid Chemnitz SÄTTV
    9 - 12 Yvonne Kaiser, SG Marßel Bremen FTTB
    9 - 12 Yuko Imamura, TTVg WRW Kleve WTTV
    13 Nina Mittelham, TuS Bad Driburg WTTV

    Alle Ergebnisse und kompletten Listen der Platzierten im pdf-Format: Herren und Damen

    Die Spiele der Hauptrunde am Sonntag

    Damen, 1. Hauptrunde, Achtelfinale
    Nadine Bollmeier - Anna Krieghoff 4:1 (8,7,5,-7,3)
    Theresa Kraft - Petra Heuberger 4:0 (1,4,7,4)
    Jessica Göbel - Rosalia Stähr 4:2 (10,9,5,-8,-10,17)
    Kathrin Mühlbach - Katharina Michajlova 4:1 (-8,9,11,4,6)
    Alexandra Urban - Ying-ni Zhan 4:2 (4,9,7,-7,-10,6)
    Lena Krapf - Yvonne Kaiser 4:1 (4,6,-5,8,9)
    Yuan Wan - Nina Mittelham 4:1 (8,10,-5,8,10)
    Svenja Obst - Yuko Imamura 4:3 (-9,11,-6,-5,7,3,6)

     

    Das hast du perfekt gemacht: Coach Liu Liping gratuliert Theresa Kraft (Foto: SH)Das hast du perfekt gemacht: Coach Liu Liping gratuliert Theresa Kraft (Foto: SH)

    Viertelfinale
    Kraft - Bollmeier 4:0 (10,7,6,9)
    Göbel - Mühlbach 4:0 (8,2,6,9)
    Urban - Krapf 4:0 (5,9,10,9)
    Obst - Wan 4:3 (-7,6,-8,-8,9,6,6)

    Für die Verliererinnen dieser Runde ist das Turnier beendet. Sie haben ihren Startplatz bei den Deutschen Meisterschaften in Bamberg im März sicher.

    Halbfinale
    Kraft - Göbel 4:2 (7,7,-7,-7,9,9)
    Urban - Obst 4:3 (-10,-9,-9,6,6,9,5)

    Finale
    Urban - Kraft 4:3 (-10,5,9,-3,-5,8,8)

    Spiele um die Plätze 9 - 13, Viertelfinale

    Anna Krieghoff - Petra Heuberger 4:1 (7,8,7,-8,5)
    Rosalia Stähr - Katharina Michajlova 4:0 (kampflos). Michajlova gibt wegen einer Verletzung am Bein auf.
    Yvonne Kaiser - Ying-ni Zhan 4:1 (7,10,-9,7,3)
    Yuko Imamura - Nina Mittelham 4:3 (-9,5,5,-9,10,-9,5)

    Platz 9 bis 12 haben erreicht: Anna Krieghoff, Rosalia Stähr, Yvonne Kaiser und Yuko Imamura. Die Platzierten bis einschließlich Rang 13 erspielen sich ihre persönlichen Startplätze für Bamberg. Daher wird Platz 13 unter den Verliererinnen dieser Runde ausgespielt.

    "Halbfinale" um Platz 13
    Heuberger - Michajlova 4:0 (kampflos wegen Verletzung Michajlovas)
    Mittelham - Zhan 4:1 (6,-9,8,11,9)

    "Finale" um Platz 13
    Mittelham - Heuberger 4:2 (9,9,7,-8,-9,7)

     

    Hat hier gerade Lennart Wehking bezwungen: Deniz Aydin (Foto: SH)Hat hier gerade Lennart Wehking bezwungen: Deniz Aydin (Foto: SH)

    Herren, 1. Hauptrunde, Achtelfinale
    Jörg Schlichter - Liang Qiu 4:0 (10,6,7,7)
    Florian Schreiner - Benedikt Duda 4:1 (-11,9,6,10,8)
    Deniz Aydin - Lennart Wehking 4:3 (8,10,-3,-12,9,-8,7)
    Alexander Flemming - Erik Schreyer 4:0 (5,7,10,6)
    Ricardo Walther - Arne Hölter 4:1 (5,-10,6,6,7)
    Erik Bottroff - Nico Christ 4:0 (7,7,2,12)
    Christoph Schüller - Roman Rosenberg 4:0 (2,4,8,10)
    Björn Helbing - Matthias Bomsdorf 4:1 (9,7,5,-9,9)

    Viertelfinale
    Schlichter - Schreiner 4:3 (3,-12,8,-3,-12,8,7)
    Flemming - Aydin 4:3 (-10,-8,-8,5,8,5,4)
    Walther - Bottroff 4:2 (10,-6,9,-5,9,9)
    Schüller - Helbing 4:1 (7,5,8,-7,5)

    Für die Verlierer dieser Runde ist das Turnier beendet. Sie haben ihren Startplatz bei den Deutschen Meisterschaften in Bamberg im März sicher.

    Halbfinale
    Flemming - Schlichter 4:0 (5,7,4,7)
    Walther - Schüller 4:1 (21,-7,7,6,7)

    Finale
    Flemming - Walther 4:3 (5,8,-7,-11,-9,9,6)

    Spiele um die Plätze 9 - 13, Viertelfinale
    Liang Qiu - Benedikt Duda 4:3 (-8,6,-6,13,-10,8,9)
    Lennart Wehking - Erik Schreyer 4:1 (-5,8,4,10,11)
    Nico Christ - Arne Hölter 4:2 (9,-14,8,-6,5,7)
    Matthias Bomsdorf - Roman Rosenberg 4:0 (kampflos). Aufgabe Rosenbergs wegen Schulterverletzung

    Die Platzierten bis einschließlich Rang 13 erspielen sich ihre persönlichen Startplätze für Bamberg. Daher wird Platz 13 unter den Verliererinnen dieser Runde ausgespielt.

    "Halbfinale" um Platz 13
    Duda - Schreyer 4:0 (6,9,6,5)
    Hölter - Rosenberg 4:0 (kampflos)

    "Finale" um Platz 13
    Duda - Hölter 4:0 (2,3,9,7)

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    Die Ergebnisse von Samstag

    Damen-Vorrunde, Gruppenspiele, Endstand nach der 5. Runde

    Herren-Vorrunde, Gruppenspiele, Endstand nach der 5. Runde

    Zwischenrunde

    Damen
    Yuan Wan - Franziska Lasch 4:0 (7,10,6,6)
    Jessica Göbel - Soraya Domdey 4:0 (7,6,4,8)
    Petra Heuberger - Chantal Mantz 4:3 (8,-10,-7,-3,10,8,-9)
    Yvonne Kaiser - Sonja Busemann 4:2 (10,-14,7,-8,6,4)
    Ying-ni Zhan - Nadine Sillus 4:2 (-8,5,6,5,6,7)
    Anna Krieghoff - Eva-Maria Maier 4:2 (-10,9,9,8,-10,9)
    Svenja Obst - Alena Lemmer 4:2 (-9,4,-9,7,13,10)
    Katharina Michajlova - Maria Shiiba 4:1 (9,4,-5,4,9)

    Herren
    Lennart Wehking - Dang Qiu 4:0 (5,8,8,7)
    Florian Schreiner - Benjamin Bartor 4:3 (-12,-4,9,7,5,3,-9)
    Erik Schreyer - Dennis Dickhardt 4:2 (10,8,-1,-11,9,13)
    Matthias Bomsdorf - Thomas Brosig 4:2 (-8,8,-7,10,7,7)
    Nico Christ - David Steinle 4:2 (7,7,3,-9,-4,6)
    Christoph Schüller - Frederick Jost 4:1 (-11,7,6,9,11)
    Arne Hölter - Marlon Spieß 4:2 (-6,6,7,-10,8,9)
    Jörg Schlichter - Marc Rode 4:1 (-12,4,9,8,12)

    Die Teilnehmerlisten im pdf-Format

    Damen

    Herren

    SH

    Weitere Informationen: