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  • 18.05.2014 – 1. Bundesliga Damen

    150 Zuschauer feiern das Triple mit dem ttc berlin eastside

    150 Zuschauer feiern das Triple mit dem ttc berlin eastside Der ttc berlin eastside hat sich nach einer fantastischen Saison 2013/14 mit drei Pokalen reich belohnt (Aufnahme: Ronny Papbst)

    Frankfurt/Main. Im finalen Spiel der Saison 2013/14 hat sich der Deutsche Meister ttc berlin eastside gegen den SV DJK Kolbermoor mit einem doppelten Punktgewinn verabschiedet. Beide Mannschaften traten ersatzgeschwächt an, aber Mareike Freytag brachte schließlich den Sieg unter Dach und Fach. Eine große Fangemeinde unterstützte den Tabellenzweiten TTG Bingen/Münster-Sarmsheim gegen TUSEM Essen auch in der Palmensteinhalle, sodass dank Britt Eerland und Hana Matelova eine knappe Revanche glückte. Elke Schall-Süß ließ ihre Karriere mit einem starken 3:0 gegen Ding Yaping erfreulich ausklingen. Im Play-down-Bereich absolvierte die SV Böblingen die Aufgabe gegen den NSC Watzenborn-Steinberg mit Leichtigkeit, und Aufsteiger TV Busenbach kratzte gegen den LTTV Leutzscher Füchse 1990 im Schlussspurt die Kurve.  

     

    Play-off-Spiele

     

     

    ttc berlin eastside – SV DJK Kolbermoor: 6:4

     

    Mareike Freytag rettet den Sieg

    Spitzenspielerin Shan Xiaona vom Deutschen Meister ttc berlin eastside hat es nicht geschafft zum großen Saisonfinale rechtzeitig fit zu werden. Dafür stand Georgina Pota nur kurz nach ihrer Nierensteinoperation wieder am Tisch, allerdings nur im Doppel. Im Einzel kam Mareike Freytag zu ihrer Ligapremiere. Da auch die Gäste vom SV DJK Kolbermoor nicht mehr in Bestbesetzung antraten, relativierte sich das Manko für beide Teams. Bei den Bayern stand die Nummer zwei Wenling Tan-Monfardini nicht zur Verfügung, die ihre Tochter bei einem Turnier betreute.

    Bei den Gastgeberinnen rutschten somit, nach einem beruhigenden 2:0-Beginn in den Doppeln, Kristin Silbereisen und Abwehrspielerin Irene Ivancan nach oben. Beim SV DJK musste sich Krisztina Ambrus mit dieser Situation anfreunden. Und die Ungarin nutzte ihren letzten Auftritt für Kolbermoor, um mit einem 11:6, 9:11, 12:10, 12:10 gegen Silbereisen einen überaus positiven Ausstand zu genießen. Insgesamt wehrte die 21-Jährige drei Satzbälle der Mannschaftseuropameisterin ab. Das 2:2 markierte Sabine Winter, die schon bei der Weltmeisterschaft in Tokio gegen Viktoria Pavlovich (Weißrussland) ihre Stärken gegen defensiv orientierte Gegnerinnen unter Beweis stellte. Mit 11:5 fiel der fünfte Satz deutlich aus.Chantal Mantz überzeugt mit zwei Siegen beim SV DJK Kolbermoor (Aufnahme: Rainer Oppenheimer)

    Im unteren Paarkreuz ergab sich ein 1:1, wobei Irina Palina für den ttc und Chantal Mantz für den SV DJK locker gegen die jeweiligen Ersatzkräfte gewann.

    Nach der Pause kehrte bei den Bundeshauptstädterinnen Zucht und Ordnung ein, denn sowohl Winter als auch Ambrus hatten nichts zu bestellen. Silbereisen und Ivancan, die zum Champions-League-Final-Gegner Fenerbahce Istanbul wechselt, rückten keinen Satz heraus.

    Im Duell der Generationen scheiterte dann die 44-jährige Abwehrspielerin Palina gegen die Deutsche Meisterin der Mädchen Mantz nach einem vielversprechenden 5:11, 11:3, 11:7 noch mit 9:11, 9:11. Die Gefahr, dass nach einer glorreichen Saison und zwei Niederlagen, sich ein weiterer Punktverlust anbahnte, wusste Freytag im Duell der beiden Ersatzspielerinnen gegen Nicole Hollo-Vaughan mit einem sicheren 11:9, 11:6, 11:8 zu vereiteln. „Wir beendeten die Saison mit einem Sieg, nur das war wichtig, aber sicher wird der Sieg Mareike in Erinnerung bleiben. Der Unterschied zum Spiel gegen Mantz war aber offensichtlich, gegen das Powerspiel und die gute Fitness konnte auch ich nichts ausrichten. Sabine spielte richtig gut gegen Abwehr, und die Niederlage von Kristin kann nach einer langen Saison schon mal passieren. Nach dem 2:0-Start hatten wir damit gerechnet, dass wir irgendwie sechs Punkte packen“, zeigte sich ttc-Trainerin Palina bestens gelaunt.

    „Wir sind alle froh, dass die Saison, die für mich hier in Berlin ganz toll war, vorbei ist. Wir spielten in den 34 Bundesligapartien, zusätzlich im Pokal und der Champions-League oft am Limit. Da wir schon frühzeitig Meister waren, war es jetzt total „Wurst“, wenn die Leistung zuletzt abfiel“, ergänzte Ivancan.

    Mit 7:17 Punkten erreichten die Gäste aus Kolbermoor den vierten Tabellenrang. „Wir hatten unter den Bedingungen auch nicht unbedingt einen Sieg einkalkuliert. Ich trainier gar nicht mehr, sodass mir komplett die Matchpraxis fehlte. Krisztina überraschte, weil sie sich selbst aktiv präsentierte. Sabine und Silbereisen kennen sich natürlich extrem gut, und die Rückhand war bei Sabine nicht so treffsicher wie sonst“, berichtete SV DJK-Betreuerin Hollo-Vaughan.

     

    TTG Bingen/Münster-Sarmsheim – TUSEM Essen: 6:4

     

    Elke Schall-Süß beendet ihre Karriere mit einem Sieg

    Die Palmensteinhalle in Bingen-Sponsheim, in die die Partie zwischen der TTG Bingen/Münster-Sarmsheim und dem TUSEM Essen kurzfristig verlegt werden musste, hätte sich um ein Haar als kein gutes Pflaster für die TTG herausgestellt. Britt Eerland und Hana Matelova lagen gegen Barbora Balazova/Nadine Bollmeier 2:0 in Führung, und beim 10:9 im vierten Satz erspielte sich das Duo den ersten Matchball. Der Durchgang kippte jedoch zum 11:13. Beim 1:4 im entscheidenden Abschnitt kam die Auszeit zum richtigen Moment, denn zum 7:4 zogen Eerland/Matelova davon, die sich beim 9:9 erneut einer brenzligen Lage befanden. Mit einem engen 11:9 verhinderten die Beiden einen 0:2-Rückstand, denn für den TUSEM fuhren Elke Schall-Süß/Yin Na einen Punkt ein.

    Schwer umkämpft gestalteten sich die Einzel im Spitzenpaarkreuz, wo Dana Chechova mit einem 11:6 im fünften Satz gegen Schall-Süß siegte, aber Balazova holte mit einem 11:5 fünften Durchgang ihrerseits gegen Abwehrass Ding Yaping das wichtige 2:2. Nach einem 0:2-Rückstand war die Energieleistung der Slowakin zum Saisonende zu bewundern.

    Das Break auf den Positionen drei und vier von Eerland, die gegen Yin Na mit einem 3:0 diesmal eindrucksvoll den Spieß zur letzten Begegnung umdrehte, und Matelova läutete die Revanche ein.

    Doch wie gewonnen so zerronnen, denn Balazova und auch Schall-Süß erkämpften den Ausgleich. Nach einem ausgezeichnet herausgespielten 11:6, 11:8 gegen Ding Yaping, freute sich die 40-Jährige über ein 13:11. Nach einem 2:5 startete die Essenerin die Aufholjagd, die zu einem 9:8, aber 9:10 führte. Doch auch dieser Rückschlag prallte an der großen Dame des deutschen Dana Cechova von der TTG Bingen/Münster-Sarmsheim freut sich über Erfolg gegen Elke Schall-Süß, zieht aber den Hut vor der Ausnahmespielerin (Aufnahme: Rainer Oppenheimer)Tischtennissports ab, die sich einen versöhnlichen Ausklang bereitete.

    Die Stärke der Bingerinnen kam erneut im unteren Paarkreuz zum Tragen, obwohl das TTG-Duo im ersten Satz erst einmal unterlag. Doch die zwei Ligadebütantinnen schlossen die Saison bravourös ab, und setzten den TUSEM schachmatt. „Das war noch einmal ein Riesenspiel, alle setzten sich ein, also ein alles in allem gelungener Abschluss einer für uns sehr erfolgreichen Saison“, sagte TTG-Vorsitzender Joachim Lautebach zufrieden.

    „Der Erfolg gegen Elke war für mich vom Kopf her schwer zu realisieren, weil sie so lange ein Vorbild war. Elke war in Europa und der Welt so erfolgreich, sie erreichte in ihrer Karriere alles. Der Kampfgeist war ihre Stärke, und sie einfach ein toller Mensch und Spielerin. Unsere beiden Youngsters wurden von Spiel zu Spiel immer besser“, freute sich auch die Nummer zwei Cechova.  

    „Elke zeigte noch einmal ihre ganze Klasse, und ihr Siegeswille gegen Ding Yaping war schon sehr ausgeprägt. Elke war bis zum letzten Ballwechsel hochkonzentriert. Barbora legte sich mächtig ins Zeug, und nach ihren beiden Punkten konnte sie sogar wieder lachen. Beim Erfolg gegen Cechova spielte sie sehr überlegen. Das Spiel verloren wir diesmal unten mit 0:4. Da es aber um nichts mehr ging, wir wurden guter Tabellendritter, können wir auch mit der Niederlage leben“, kommentierte TUSEM-Geschäftsführer Klaus Ohm.  

     

    Play-down-Spiele

     

    SV Böblingen – NSC Watzenborn-Steinberg: 6:0

     

    Zum Kaffeekränzchen fertig

    Die SV Böblingen spielte ihre Favoritenrolle gegen den NSC Watzenborn-Steinberg noch einmal ohne Durchhänger aus. Dem Tabellenachten blieb diesmal sogar der Ehrenpunkt verwehrt, über den sich bei den insgesamt vier Vergleichen zumindest zweimal Angelina Gürz/Inka Dömges im Doppel freuen durften. Diesmal speisten sie Qianhong Gotsch/Anja Schuh beim 11:8, 11:8, Qianhng Gotsch von der SV Böblingen schließt die Saison 2013/14 als beste Einzelspielerin ab (Aufnahme: Dr. Stephan Roscher)11:13, 11:4 mit einem Satzgewinn ab.

    In den Einzeln setzten die Gastgeberinnen den erwarteten Durchmarsch locker in die Tat um, sodass sich kein überraschendes Highlight für die Hessinnen ergab, die die Saison mit 0:24 Punkten abschlossen. Den Gegenpol bildete die Sportvereinigung, die sich mit 24:0 Zählern verdientermaßen den fünften Tabellenplatz einverleibte.

    „Für uns kristallisierte sich der erwartet gute Abschluss heraus. Den Satzverlust konnten wir locker verschmerzen, wobei Hongi und Anja dabei auch schon 8:1 in Front lagen. Beim 8:5 nahm ich Time-out, aber so ist es manchmal im Sport. Danach verlief wieder alles eindeutig. Für uns war der Doppeltest mit den Beiden wichtig, die Erkenntnisse waren positiv, denn darauf lässt sich in der kommenden Saison aufbauen. Gürz/Dömges sind als Links-Rechts-Kombination ein guter Gegner gewesen“, resümierte SV-Coach Ingo Gotsch. Problemlose Erfolge landeten auch Xu Yanhua und Alexandra Urban, die sich vorerst letztmalig im Trikot der SV präsentierten. Bei Yanhua wird sich jedoch zeigen, ob sie als Ersatzspielerin vielleicht doch noch einmal einspringen muss.

    „Am Ende einer langen Saison schleppten sich beide Mannschaften ins Ziel, unsere Gastgeberinnen erfolgreich. Bedauerlicherweise kamen für die Fans keine Leckerbissen mehr zu Stande. Die größte Chance besaßen wir im Doppel, das von beiden Duos aber eher bescheiden geführt wurde. Im dritten Satz nutzten wir ein SV-Konzentrationsloch, gepaart mit unglaublichen Bällen von uns, knapp zum Satzgewinn aus. Danach mussten Hongi und Anja nicht mehr viel zeigen. Angelina, die erst gestern Abend von einer stressigen, berufsbedingten Fortbildung aus Berlin zurückkam, spielte ebenso wie Christine Engel und Sonja Bott ordentlich. Angelina entwickelte eigene Strategien und returnierte sogar die schwierigen Aufschläge von Yanhua. Inka war leider neben der Spur, ihr unterliefen überraschend viele, leichte Fehler. Wir spielten im Rahmen unserer Möglichkeiten, letztendlich war Böblingen unumstritten die stärkste Mannschaft in den Play-down-Partien“, sagte NSC-Cheftrainer Markus Reiter.   

     

    TV Busenbach – LTTV Leutzscher Füchse 1990: 6:4

     

    Katharina Sabo und Kathrin Mühlbach präsentieren sich in glänzender Spiellaune

    Auch in dieser Begegnung fehlten auf beiden Seiten Stammspielerinnen, denn beim TV Busenbach musste Theresa Kraft ihrer Verletzung noch Tribut zollen, und bei den LTTV Leutzscher Füchsen 1990 wurde die Russin Marina Shavyrina im oberen Paarkreuz vermisst.

    Bis zum 3:3-Pausenstand glückte keiner Mannschaft der Durchbruch, aber einer einzelnen Spielerin schon, denn die Nummer eins der Leipzigerinnen Kathrin Mühlbach hob sich mit dem 11:7, 11:6, 11:7 gegen Tanja Krämer Kathrin Mühlbach vom LTTV Leutzscher Füchsen 1990 holt zum Saisonabschluss noch einmal alles aus sich heraus (Aufnahme: Benjamin Bauer)hervor. Die Bilanz sprach bislang eindeutig zu Gunsten von Krämer. Eine gute Leistung wusste auch Linda Renner gegen Jennie Wolf abzurufen. Das erst 15-Jährige Nachwuchstalent der Busenbacherinnen kam beim 8:11, 8:11, 11:8, 8:11 nur im dritten Satz auf einen grünen Zweig.

    Mit gemischten Gefühlen ging Katharina Sabo an ihre Aufgabe gegen Huong Do Thi, und nachdem es im Doppel noch nicht so gut lief, überzeugte die Nummer vier mit einem 11:6, 4:11, 114, 11:5. Die 20-Jährige rupfte das Hühnchen mit ihrer Gegnerin, nach der Niederlage im letzten Vergleich.

    TV-Spitzenspielerin Jessica Göbel punktete im Doppel an der Seite von Krämer sowie gegen Anna-Marie Helbig, die vorn antrat, mit 3:0. Im Spitzenduell gegen Mühlbach hatte die Bundesranglistensiegerin dann aber auch mit 6:11, 11:7, 12:14, 12:10, 10:12 hauchdünn das Nachsehen. Im dritten Abschnitt schwammen Göbel nach einem 7:4, 9:10 und 11:10 noch die Felle davon, und der Entscheidungssatz verlief nach einem 9:7 und 9:10 nahezu identisch. Das 4:4 holte Krämer gegen Helbig, die damit ihre Wette bei einer 16:16-Bilanz mit einer Punktlandung meisterte.

    Die letzten Körnchen schaltete Wolf gegen Do Thi frei, denn die Nummer drei glänzte nach einem 6:11, 8:11 noch mit 11:4, 11:7, 11:9. Für das i-Tüpfelchen sorgte Sabo, die sich mit einem 3:1 gegen Renner hervorhob.

    „In Leipzig spielte ich grottenschlecht, da kam ich überhaupt nicht in die Partien. Ich spielte diesmal mit mehr Spin, was eigentlich auch mein Ding ist, was ich aber oft nicht gezeigt habe. Diese beiden Siege bedeuten für mich natürlich einen schönen Abschluss“, erklärte TV-Matchwinnerin Sabo.

    „Katharina hielt ihre Taktik letztendlich wieder gut ein, wobei erst eine Auszeit Katharina Sabo vom TV Busenbach macht noch einmal von sich reden (Aufnahme: Rainer Oppenheimer) beim 6:7 im vierten Satz gegen Renner den Entscheidungssatz unnötig machte. Jennie spielte nach dem 0:2 aggressiver, dafür ließ Jessica gegen Mühlbach ein paar hervorragende Möglichkeiten liegen. Ich erwischte meinen schlechtesten Tag in der Saison, gegen Helbig reichte es glücklicherweise trotzdem. Wir wollten noch einmal gewinnen, egal wie. Das haben wir geschafft und nur das zählte“, ließ Krämer ebenfalls Zufriedenheit erkennen. Der Aufsteiger hielt auf der sechsten Tabellenposition die Verfolgerinnen aus Leipzig auf Distanz.

    „Kathrin spielte noch einmal super stark, da gab es nichts dran zu rütteln. Sie verbuchte ihren ersten Sieg überhaupt gegen Krämer, aber die Vergleiche waren schon immer so eng, das kann beim nächsten Mal wieder anders aussehen. Ich wollte Anna-Marie einmal die Chance im oberen Paarkreuz geben, die Entscheidung lag bei mir. Punkte hatten wir auf dieser Position nicht eingeplant, wohl aber gegen Sabo. Bei uns in Leipzig sprangen klare Siege heraus, und da bin ich auch sehr unzufrieden. Sabo spielte gut, keine Frage, aber wir gaben ihr auch das, was sie benötigte. Dann durften wir uns nicht wundern. Wolf traf nach dem Rückstand auf einmal besser, und beim 7:7 zeigte der Schiedsrichter einen Netzaufschlag von ihr an, der aber keiner war, sondern ein direkter Punkt für Huong. Diese Situation war ein wenig unglücklich“, sagte LTTV-Trainer Kai Wienholz.

    Martina Emmert

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