Suppliers' Pool:

Partner:

 
  • 06.09.2014 – 1. Bundesliga Damen

    Viel Spannung am ersten Spieltag

    Viel Spannung am ersten Spieltag Nadine Bollmeier vom TUSEM Essen gewinnt ihre Einzel und im Doppel (Aufnahme: Holger Straede)

    Zum Beginn der Bundesliga-Saison 2014/15 haben die Gewinner TUSEM Essen, LTTV Leutzscher Füchse 1990 und TV Busenbach von sich Reden gemacht. Die Gegner boten jedoch allesamt hervorragend Paroli, sodass den Siegen harte Arbeit vorausging. Eine fröhliche Stimmung herrschte aber auch beim Aufsteiger TSV Schwabhausen, die dem SV DJK Kolbermoor beim 5:5 einen überraschenden Punkt abgeknöpften.

     

     

     

     

     

    TSV Schwabhausen – SV DJK Kolbermoor: 5:5

     

    Chantal Mantz wird schmerzlich vermisst

    Speziell in der Auftaktphase trauerte der TSV Schwabhausen vielversprechenden Möglichkeiten gegen den SV DJK Kolbermoor nach. Schon in den Doppeln erwiesen sich Abwehrspielerin Yang Ting/Agnes Kokai dem besten Duo der Saison 2013/14, Sabine Winter/Wenling Tan-Monfardini durchaus gewachsen. Nach einem 11:5, 6:11 wirkte sich jedoch eine verlorene 9:5-Führung zum 9:11, 7:11 richtungsweisend aus. Parallel punkteten Andrea Bakula/Christina Feierabend mit einem 3:0 sehr souverän gegen die beiden rumänischen Neuverpflichtungen der Gäste Bernadett Balint/Andrea Balok. Mädchen-Europameisterin Chantal Mantz stand aufgrund ihrer Schulterverletzung noch nicht zur Verfügung.

    Chancen anfangs nicht genutzt

    An Klasse gewann dieses Bayernduell im oberen Paarkreuz, denn die zwei Einzel gingen in den fünften Satz. Ein Hauch mehr Cleverness brachte dem SV DJK schließlich ein wichtiges 2:0 ein. Yang lieferte Winter, die an ihrer früheren Wirkungsstätte freundlich aufgenommen wurde, einen spannenden Kampf auf Biegen und Brechen. Nach einer 2:0-Satzführung glich Winter, die gerade erst ihr Können gegen Abwehrass Viktoria Pavlovich aus Weißrussland bei den Czech Open demonstriert hatte, aus und legte im Entscheidungssatz ein 5:2 vor. Beim 6:8 sah es für die Doppel-Europameisterin nicht gut aus, doch zum 11:9 zog Winter den Kopf aus der Schlinge. Linkshänderin Bakula brach erst im fünften Abschnitt zum 2:11 gegen Tan-Monfadini ein. Ein kurioser Verlauf, denn nach einem 8:11, 5:2 und 10:9 ergab sich im zweiten Satz noch ein 12:14. Im dritten Durchgang lag die Kroatin 5:6 hinten, um danach 13 Punkte in Folge Bernadette vom SV DJK Kolbermoor gibt erfolgreiche Premiere, kann aber das Unentschieden nicht verhindern (Aufnahme: Petra Steyer)zum 11:6, 7:0 zu markieren. Mit 11:4 war für die Spitzenspielerin der Gäste im vierten Satz nichts mehr zu machen, umso überraschender der Sprint zum positiven Abschluss.  

    Gelungenes Debüt von Bernadett Balint

    Nach der für alle Beteiligten, einschließlich der 140 Zuschauer, ungewohnten Pause nach dem bereits vierten Spiel, baute der SV DJK im unteren Paarkreuz seinen Vorsprung auf 4:2 aus, weil Balint sich mit einer guten 3:1-Leistung gegen Kokai behauptete. Keinen Grund zum Jubeln hatte Balog, die die einzelnen Sätze gegen Feierabend zwar ausgeglichen gestaltete, aber dennoch 0:3 unterlag.

    Absolut chancenlos blieb Bakula bei ihrem zweiten Auftritt, denn Winter agierte zu druckvoll zu schnell, sodass sich Yang schon mit dem Rücken zur Wand befand. Der erste Abschnitt gegen Tan-Monfardini war an Dramatik nicht zu überbieten, denn die defensiv orientierte Nummer eins des TSV wehrte sieben Satzbälle ab und fuhr ein 18:16 ein. Davon beflügelt erspielte sich Yang mit einem 11:5 das 2:0, doch auch diesmal schmolz der Vorsprung nach einem 7:11, 9:11 dahin. Die Situation war nichts für schwache Nerven, denn Feierabend hatte gegen Balint schon mit einem 11:9, 9:11, 11:8, 11:6 auf ganzer Linie überzeugt. Bis zum 8:2 lief alles perfekt, doch auf den letzten Metern musste die Chinesin auf Seiten des TSV noch zittern. Über ein 9:6, 10:7 zum erlösenden 11:8, doch damit war der Weg zum Unentschieden frei.

    Agnes Kokai schafft das 5:5

    Des einen Freud ist des anderen Leid, denn Kokai riss nach einem 1:2 in den Sätzen und 7:9 das Ruder zum 11:9 im entscheidenden vierten Satz gegen Balog noch herum, und krönte die mannschaftlich insgesamt hervorragende Agnes Kokai vom TSV Schwabhausen weiß sich zu steigern (Aufnahme: Rainer Oppenheimer)Leistung mit einem 11:7 zum umjubelten Remis.

    Statement TSV Schwabhausen – Pressesprecher Harald Dannhauer

    „Das Unentschieden ist für uns ein riesen Erfolg, mit dem wir nicht gerechnet hatten. Wir wussten die Gunst der Stunde, dass Mantz fehlte zu nutzen, aber auch das war keinesfalls ein Selbstläufer. Wenn Ting in ihrem zweiten Einzel nicht so stark agiert hätte, wäre es ja auch nicht möglich gewesen. Auch gegen Sabine präsentierte sie sich schon hervorragend aufgelegt, wir waren überrascht wie leicht sie in Führung gehen konnte. Doch ein Tipp vom gegnerischen Coach, dass Sabine nicht mit Tempo, sondern mit Spin spielen sollte, war das richtige Rezept. Christina, die mit insgesamt drei Punkten glänzte, weicht schon gern mal vom Tisch zurück. Sie hatte heute dabei genügend Stabilität. Skeptisch war ich bei Agnes im letzten Einzel des Tages, da ihre Fehlerquote anfangs hoch lag. Im vierten Satz waren zwei direkte Aufschlag-Winner gut für ihre Psyche. Unsere zahlreichen Fans standen schließlich komplett hinter der Mannschaften und präsentierten sich ohne Ausnahme begeistert. Eine ausgezeichnete Basis für das Bayerische Fernsehen, das sich diesen Verbandsvergleich nicht entgehen lassen wollte.“  

    Resümee SV DJK Kolbermoor – Vorstandsmitglied Frank Berger

    „Das 5:5 ist natürlich überhaupt nicht unser Wunschergebnis. Der Druck bei Andrea war nach dem 9:7 im vierten Satz immens hoch, und gewonnen hat die Spielerin, die den Ball vorsichtiger über das Netz spielte. Wir gestehen ein, dass wir die Stärke von Yang unterschätzt haben. Sie machte im fünften Satz gegen Wenling überhaupt keinen Fehler mehr. Das war unglaublich, denn Wenling spielte weiter wie zuvor auch. Ihr fehlte vielleicht doch ein wenig die Matchpraxis. Sonst wäre zum 6:2 alles nach Plan gelaufen, doch so feierten unseren Gastgeberinnen einen großen Erfolg. Ein 1:3 im hinteren Paarkreuz war für uns einfach zu wenig, aber unsere beiden neuen Spielerinnen müssen sich erst einmal an die Liga gewöhnen. Vieles lief für uns heute nicht gut.“

     

    TUSEM Essen – TTG Bingen/Münster-Sarmsheim: 6:3

     

    Aufatmen beim Gastgeber

    Mit einem starken 2:0 in den Doppeln bereitete sich TUSEM Essen einen Auftakt nach Maß gegen die TTG Bingen/Münster-Sarmsheim. Barbora Balazova/Nadine Bollmeier holten nach einem 6:11, 11:3 zum 12:10, 12:10 gegen Britt Eerland/Hana Matelova gerade noch rechtzeitig die Kohlen aus dem Feuer. Vor allem im dritten Satz wendeten sie einen klaren Rückstand ab. Als auch jeweils die ersten Sätze im Einzel von Shi Qi gegen Eerland sowie Balazova gegen Ding Yaping auf der Habenseite landeten, pochte das TUSEM-Herz in Sachen Pokalrevanche schon schneller. Mit einem Schlag erwachten die Bingerinnen jedoch, die mit 2:1 nach Sätzen voraus marschierten. Wie in Hannover-Misburg verbuchte Eerland letztendlich im fünften Satz einen Erfolg, während sich Ding wiederum geschlagen geben musste.

    Yin Na überrascht

    Yin Na war es dann, die wieder einmal für ihren ausgeprägten Kampfgeist belohnt wurde, und mit dem Sieg gegen Matelova das Schlüsselspiel der Partie nach einem 0:2-Satzrückstand mit 11:7, 11:7, 13:11 zu ihren Gunsten erfreulich abschloss. Dabei zeigte sie der Tschechin im entscheidenden Durchgang nach einem 9:5, aber 9:10 ihre coole Schulter. Für das 5:1 zeichnete Bollmeier verantwortlich, die gegenüber ihrer jungen Konkurrentin Wan Yuan beim 11:5, 11:6, 11:8 die Erfahrung sprechen ließ. Doch dieser glatte Zwischenstand sollte die Gastgeberinnen noch nicht in Sicherheit wiegen, denn die TTG bäumte sich noch einmal mit einer überragenden Eerland auf.

    Britt Eerland bestätigt ihre exzellente Form

    Die Nummer zwei der Bingerinnen bewies mit dem erneuten Triumph gegen Britt Eerland von der TTG Bingen/Münster-Sarmsheim sind keine Steine in den Weg zu legen (Aufnahme: Rainer Oppenheimer)Balazova, dass ihre ausgezeichnete Vorstellung beim Pokal in Hannover keinesfalls dem Zufallsgenerator entsprang. Mit einem 11:4, 2:11, 11:7, 11:8 hatte sie die Slowakin sicher im Griff, und auch Ding gab sich beim 3:0 gegen Shi keine Blöße. Also stieg das Spannungsbarometer noch einmal kräftig an, aber Bollmeier sorgte mit ihrem 13:11, 5:11, 11:7, 10:12, 11:7 gegen Matelova für die Erlösung.

    Statement TUSEM Essen – Geschäftsführer Klaus Ohm

    „Das Spiel war letztendlich eine verdammt enge Kiste, denn Eerland ist im Moment nicht zu stoppen. Da ist kein Kraut gewachsen. Matchwinner war für uns Na, die das spannende Einzel gegen Matelova noch kippte. Ganz toll, für ihr kämpferisches Engagement verdient sie sich ein dickes Lob. Nadine musste nach eigenen Aussagen gegen Wan schon ganz konzentriert spielen, da sei zukünftig sicher Vorsicht geboten. Dass sie ihre Angstgegnerin Matelova dann in fünf Sätzen besiegte, war natürlich fantastisch. Barbora lieferte sich mit Ding wieder eine Partie auf des Messers Schneide, und Qi ist auf einem guten Weg, da mache ich mir keine Sorgen. Sie agierte schon besser als beim Pokal, gegen Eerland war auch Pech dabei.“

    Analyse TTG Bingen/Münster-Sarmsheim – Mannschaftsführerin Dana Cechova

    „Wir haben drei Spiele im fünften Satz verloren, und das Doppel von Britt/Hana in Durchgang drei und vier in der Verlängerung abgegeben. Dann passiert so eine Niederlage. Britt ist in bestechender und vor allem konstant guter Form. Sie verfügt über hervorragende Aufschläge und spielt nach Plan. Sie weiß, was sie will und vertraut darauf. Auch wenn nicht jeder Ball klappt, wirft sie mit dieser Variante nicht gleich die Flinte ins Korn. Hana scheiterte nicht gerade unglücklich, denn ihr unterliefen am Ende einfach nur leichte Fehler. Ihr fehlt das Selbstvertrauen, aber sie war im Laufe der Woche auch nicht ganz fit. Yuan verkaufte sich gut, Nadine war wirklich gleich eine schwere Aufgabe für sie. Im Doppel hatten wir nie überlegt Hana und Britt zu trennen, denn sie spielen immer besser zusammen. Außerdem hatte ich gedacht, dass Yuan mit ihrem Noppenbelag und Abwehrspielerin Yaping ganz gut harmonieren. Für ihren ersten gemeinsamen Auftritt war dem auch so. Ich bin sicher, dass die Begegnung gegen Kolbermoor morgen ganz anders verläuft.“

     

    NSC Watzenborn/Steinberg – LTTV Leutzscher Füchse 1990: 2:6

     

    Freude über zwei Gegenpunkte

    Der NSC Watzenborn-Steinberg wusste sein Manko, bei entsprechenden Gelegenheiten auch mal zuzupacken, auch zum Start in die dritte Erstligasaison, nicht auszuräumen. Angelina Gürz/Inka Dömges erarbeiteten sich im Doppel gegen Kathrin Mühlbach/Marina Shavyrina vom LTTV Leutzscher Füchse 1990 ein 14:12, 11:8 sowie ein 7:4 und 10:9, doch die Gastgeberinnen ließen den dicken Fisch noch vom Haken. Das NSC-Duo vereitelte zwar sechs Satzbälle, doch jubeln durften die Gäste nach einem 18:16, 11:8, 11:5. Auf 2:0 erhöhten Anna-Marie Helbig/Linda Renner, die sich mit 12:10, 9:11, 11:9, 11:4 gegen Désirée Menzel/Sonja Bott durchsetzten. Huong Do Thi pausierte bei den Leipzigerinnen aus privaten Gründen.

    Sonja Bott vom NSC Watzenborn-Steinberg freut sich über ihren ersten Einzelsieg in der 1. Liga (Aufnahme: Rainer Oppenheimer)Für das 4:0 legten sich dann Shavyrina mit einem 8:11, 11:7, 11:2, 13:11 gegen Gürz sowie Mühlbach mit einem 11:9, 11:8, 11:8 gegen Dömges ins Zeug.

     Sonja Bott gewinnt ihr erstes Einzel in der Bundesliga

    Im unteren Paarkreuz ließen dann Désirée Menzel und Sonja Bott gleichermaßen aufhorchen, wobei die Freude bei Bott besonders überschwänglich ausfiel. Nach einem 11:6, 11:5 quittierte die Nummer vier gegen Anna-Marie Helbig das 2:2, doch im fünften Satz gewann die 32-Jährige zum 11:6 wieder die Oberhand. Und auch Menzel kam mit einem 11:8, 12:10, 11:9 zum Erfolg.

    Davon unbeeindruckt zeigte sich das Leiziger Spitzenduo mit Mühlbach und Kathrin Mühlbach überzeugt beim LTTV Leutzscher Füchse 1990 (Aufnahme: Petra Steyer)Shavyrina, die den NSC fast im Alleingang schmachmatt setzten. Gürz wollte sich nach einem 5:11, 5:11 nicht so schnell abspeisen lassen, und steigerte sich gegen Mühlbach zu einem 14:12, und knappen 10:12.

     

    Fazit LTTV Leutzscher Füchse 1990 – Pressesprecher Lars Wittchen

    „Für uns zählt unter dem Strich unser Sieg im Kampf um den Klassenerhalt, nicht die Höhe. Das Soll haben wir also erfüllt. Linda tut sich gegen Désirée immer schwer. Anna-Marie spielte erst taktisch nicht sehr klug, hängte sich dann noch einmal voll rein, aber es reichte nicht ganz. Dafür siegte sie nach einer 0:14-Bilanz das erste Mal im Doppel, seit wir in der 1. Liga antreten. Marina und Kathrin mussten im Doppel Tuchfühlung mit der Saison aufnehmen. Das 2:0 war für den weiteren Verlauf sehr wichtig. Gut, dass wir in der engen Phase den Hebel noch umlegen konnten. Marina präsentierte sich schon mit Fortschritten gegenüber der Vorsaison. Vor allem in Sachen Tempo. Außerdem absolvierte auch sie eine erfreuliche Premiere, die den Geschmack auf mehr erweckt, denn sie gewann erstmalig 3:0 im Einzel. Angelina wollte es nach dem 0:2 gegen Kathrin noch einmal wissen und kämpfte wirklich gut. Beim 9:9 im vierten Abschnitt nahm unser Trainer Kai Wienholz eine Auszeit, obwohl Angelina Aufschlag hatte. Letztendlich trugen die Tipps Früchte.“

    Analyse NSC Watzenborn-Steinberg – Trainer Markus Reiter  

    „Wir sind sehr zufrieden, denn wie immer haben wir auch nach dem 0:4 den Kopf nicht hängengelassen. Wir wehrten unzählige Satzbälle bis zu diesem Zeitpunkt ab. Dem Doppel von Angelina/Inka weinen wir allerdings, nach vergebenen Matchball, schon eine kleine Träne nach. Ihre Gegner kamen im Verlauf stärker auf und ließen sich etwas einfallen, sonst wäre es sicher noch knapper geworden. Sonja rief ihre beste Leistung in der 1. Liga ab und gewann verdient. Es ergaben sich lange Ballwechsel, und sie verfügte über gute Aufschläge. Auch nach der Aufholjagd von Anna-Marie blieb sie konzentriert. Désirée verfolgte strickt ihre Strategie, das war ausschlaggebend, obwohl Linda mit ihrer Vorhand und dem Noppenbelag nicht ungefährlich agierte. Das 2:0 für Kathrin war sehr einfach gegen Angelina, die aber auch sicher durch den Pokalwettbewerb gewarnt war. Ab dem dritten Satz entwickelte sich wieder das Kopf-an-Kopf-Rennen, und vierten Durchgang besaß unsere Nummer eins sogar einen Satzball. Inka kam heute nicht in die Nähe eines Sieges.“

     

    TV Busenbach – TuS Bad Driburg: 6:4

     

    Jennie Wolf markiert den Siegpunkt

    Der TV Busenbach nahm Aufsteiger TuS Bad Driburg zum 4:0 gleich den Wind aus den Segeln, vor allem die beiden Siege in den Doppeln brachten Sicherheit. Dabei hingen beide Duos am seidenen Faden. Jessica Göbel/Tanja Krämer verkrafteten den Rückschlag nach einem 11:6, 11:4, 5:11, 9:11 gegen Andrea Todorovic/Sarah de Nutte und markierten mit einem souveränen 11:8 das 1:0. Einen unerwarteten Punkt fuhren die beiden Youngsters Theresa Kraft/Jennie Wolf beim 11:8, 10:12, 12:14, 11:7, 11:2 ein, die damit der langen Erfolgsserie von Elena Waggermayer/Katharina Michajlova ein Ende setzten.

    Kein Satzverlust im oberen Paarkreuz  

    Tanja Krämer vom TV Busenbach wartet mit Souveränität auf (Aufnahme: Ranier Oppenheimer)Ihre ganze Routine warfen dann Göbel und Krämer gegen Todorovic und De Nutte in die Waagschale, die sich vor allem bei Krämer mit einem 12:10, 12:10, 11:9 gegen die Serbin bemerkbar machte. Im zweiten Durchgang ließ sich die Nummer zwei von einem 3:8 und 6:10 nicht aus dem Gleichgewicht bringen. Göbel gewann mühelos 11:6, 11:6, 11:4 gegen den luxemburgischen Neuzugang bei den Kurstädterinnen. Für De Nutte, die nach oben aufrücken müsste, weil Nina Mittelham krankheitsbedingt fehlte, ein chancenloser Auftrag.

    TuS erholt sich nach Siegen von Elena Waggermayer und Katahrina Michajlova

    Dass die Baden-Württembergerinnen ihren Schnellschuss nicht ungehindert fortsetzten, daran hatten Waggermayer und Michajlova hinten maßgeblichen Anteil. Zudem revanchierten sich die Zwei im Einzel für ihre anfängliche Doppelniederlage. Die ehemalige österreichische Nationalspielerin Waggermayer gewann mit einem 11:8, 8:11, 11:13, 11:4, 11:5 gegen Kraft zunehmend Oberwasser, und die Nummer vier verbuchte nach einem 0:2 noch ein unerwartetes 11:5, 16:14, 11:9 gegen die erst 15-jährige Wolf. Im vierten Abschnitt vereitelte die Schülerinnen-Nationalspielerin zwei Satzbälle, verfügte zwischenzeitlich aber selbst auch über drei.

    Bei Andrea Todorovic platzt der Knoten

    Ein herzliches Schulterklopfen heimste dann Todorovic ein, bei der nach Niederlagen im Pokal und gegen Krämer gegen Göbel der Knoten platzte. Mit einem glatten 11:4, 11:7, 11:9 verkürzte die 21-Jährige auf 3:4. Krämer rettete dann den Gastgeberinnen mit einem 3:1 gegen De Nutte die Punkteteilung, denn Kraft scheiterte auch gegen Michajlova. Mit einem 11:9, 1:11, 4:11, 8:11 in der Höhe zumindest sehr überraschend. Die Last im letzten Einzel des Tages teilten sich dann gleichermaßen Wolf und Waggermayer, für die viel auf dem Spiel stand.  Nach einem 9:11, und 0:7 klaute Wolf ihrer Gegnerin zum 11:7 noch den Satz. Das Tauziehen verstärkte sich beim 9:9, 9:10 und 10:10, 11:11 im dritten Durchgang, den die Busenbacherin zum 13:11 schließlich an sich riss, und die Hoffnungen auf einen doppelten Punktgewinn schürte. Mit einem 11:4 meldete sich Waggermayer zurück. Der fünfte Abschnitt entwickelte sich zur Geduldsprobe, die Wolf mit einem hauchdünnen 11:8 abschloss.

    Kommentar TV Busenbach – Spitzenspielerin Jessica Göbel

    "Die Doppel waren richtungsweisend, obwohl wir uns vorab keinen Kopf machten gegen welches Duo wer am liebsten spielt, sondern wussten, dass wir durchaus in jeder Kombination in der Lage waren, eventuell beide Doppel zu gewinnen. Tanja war gestern gemeinsam mit Jennie unser Matchwinner. Wobei ich vor Jennies Leistung den Hut ziehe. Mit 15 Jahren so ein wichtiges Spiel zu drehen war wirklich aller Ehren Wert und beweist, dass Jennie sich in jedem Spiel weiter entwickelt und wir sicherlich noch sehr viel Spaß mit ihr haben werden. In meinem Spiel gegen Andrea war es so, dass ich mein erstes Spiel gegen De Nutte zu einfach gewonnen hatte. Denn in den ersten beiden Sätzen spielte Andrea einfach fehlerfrei und ich war nicht in der Lage ins Spiel zu finden. Zu viele, einfache Fehler meinerseits, und dieser Sieg ging für Bad Driburg in Ordnung. Letzte Woche im Pokal war ich Matchwinner diesmal war es Tanja gewesen. Für Tanja und mich ist es ja unwichtig wer am Ende mehr Spiele gewinnt, Hauptsache ist, dass das Team am Ende als Sieger die Halle verlässt."

    Martina Emmert

    Weitere Informationen: