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  • 02.03.2015 – International

    Ovtcharov und Boll führen deutsches Aufgebot bei China-WM an

    Ovtcharov und Boll führen deutsches Aufgebot bei China-WM an Mach's noch einmal, Dima! Bei der Team-WM in Tokio besiegte Dimitrij Ovtcharov Olympiasieger Zhang Jike (Foto: ms)

    Neu-Isenburg/Suzhou. Die Top-Ten-Spieler und Europas Beste, Dimitrij Ovtcharov (Orenburg) und Timo Boll (Düsseldorf), führen das Aufgebot des Deutschen Tischtennis-Bundes bei den Individual-Weltmeisterschaften im chinesischen Suzhou (26. April bis 3. Mai) an. Das DTTB-Trainerteam hat die maximal mögliche Zahl von fünf Herren und fünf Damen im Einzel nominiert sowie je zwei Doppel.

    Herren-Bundestrainer Jörg Roßkopf setzt im Jahr vor den Olympischen Spielen in Rio erwartungsgemäß auf seine Topakteure: neben Ovtcharov und Boll reisen EM-Halbfinalist Bastian Steger (Bremen) und die Team-WM-Silbermedaillengewinner von Tokio 2014, Steffen Mengel (Bergneustadt) und Patrick Franziska (Düsseldorf), ins Reich der Mitte. „Diese fünf hatte wohl jeder auf der Rechnung“, kommentierte Roßkopf. „Patrick kommt nach seiner langen Verletzung wieder gut in Tritt. Insgesamt ist diese Nominierung keine Überraschung.“ Franziska hatte sich nach dem Riss des vorderen Syndesmosebands im linken Sprunggelenk einer Operation unterziehen müssen und gab Mitte Januar sein Comeback.

    Mittelham langfristig aufbauen

    Aufschlag für die Jugend: Nina Mittelham gehört zum deutschen Aufgebot (Foto: ITTF)Bei den Damen vertraut Bundestrainerin Jie Schöpp auf ihre etablierten Kräfte Petrissa Solja und Kristin Silbereisen (beide Berlin), Irene Ivancan (Istanbul) und Sabine Winter (Kolbermoor). Die 18-jährige mehrfache Jugend-Europameisterin Nina Mittelham (Bad Driburg) erhält den Vorzug vor Wu Jiaduo (Metz). Die 19 Jahre ältere Einzel-Europameisterin von 2009 und Inhaberin der Trainer-A-Lizenz intensiviert ihre beruflichen Ambitionen als hauptamtliche Tischtennistrainerin und hat gerade eine 15-monatige einschlägige Aus- und Fortbildung begonnen, getragen vom Berufsförderungsdienst der Bundeswehr.

    „Wir setzen in Suzhou auf Nina, weil wir sie - wie auch ihre Kolleginnen aus dem Jugend-Nationalteam - langfristig aufbauen wollen“, sagte Schöpp. „Dass sie eine talentierte Spielerin ist, wissen wir. Sie konnte allerdings wegen Verletzungen und Krankheit zuletzt nicht intensiv trainieren.“ Die Spitzenkräfte des amtierenden Europameister-Teams, Han Ying (Tarnobrzeg) und Shan Xiaona (Berlin), sind bei Weltmeisterschaften nicht für Deutschland spielberechtigt.

    Herren-Doppel stehen fest: Boll/Ma mit Ambitionen

    Bei der diesjährigen WM greift erstmals die vom Weltverband im vergangenen Jahr beschlossene leichte Reduzierung der Teilnehmerzahl. Allein China darf als Gastgeber jeweils sechs Herren und Damen im Einzel sowie je drei Duos melden. Deutschland konnte seine Grundquote von eigentlich drei Einzelstartern durch die Platzierungen in der Weltrangliste um zwei erhöhen: Für einen Top-100-Spieler sowie einen Aktiven unter den Top 20 gibt es je maximal einen weiteren Startplatz.

    Während bei den Herren die Doppel feststehen - neben dem bereits angekündigten deutsch-chinesischen Star-Duo Timo Boll/Ma Long treten Patrick Franziska und Bastian Steger gemeinsam an -, lässt Jie Schöpp die Zusammensetzung ihrer Kombinationen noch offen. Auch gemischte Doppel könnten ggf. zu einem späteren Zeitpunkt benannt werden.

    Das DTTB-Aufgebot in der Übersicht

    Herren, Einzel:
    Dimitrij Ovtcharov, Verein: Fakel Gazprom Orenburg (Russland), Weltrangliste (Februar): 6
    Timo Boll, Borussia Düsseldorf, 9
    Bastian Steger, SV Werder Bremen, 26
    Steffen Mengel, TTC Schwalbe Bergneustadt, 27
    Patrick Franziska, Borussia Düsseldorf, Januar-WR: 44
    Doppel: Boll/Ma Long (China), Franziska/Steger

    Damen, Einzel:
    Petrissa Solja, Verein: ttc berlin eastside, Weltrangliste: 42
    Kristin Silbereisen, ttc berlin eastside, 47
    Irene Ivancan, Fenerbahce Istanbul (Türkei), 50
    Sabine Winter, SV DJK Kolbermoor, 63
    Nina Mittelham, TuS Bad Driburg, 91
    Doppel: n.n.

    Mixed: n.n.

    Zeitlupenstudie: Chinas Herren bei der Team-WM in Tokio 2014

    SH

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