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  • 17.09.2015 – International

    DTTB-Teams fahren selbstbewusst zur EM nach Jekaterinburg

    DTTB-Teams fahren selbstbewusst zur EM nach Jekaterinburg Selbstbewusste Aussagen vom Damen-Nationalteam (Foto: FL)

    Düsseldorf. Die Nationalteams fahren selbstbewusst zu den Europameisterschaften nach Jekaterinburg (25.09.-4.10.). Vor allem die DTTB-Damen um Bundestrainerin Jie Schöpp gaben sich am EM-Medientag im Deutschen Tischtennis-Zentrum (DTTZ) in Düsseldorf betont kämpferisch. Der dritte Mannschafts-Titel in Folge nach 2014 und 2013 ist das große Ziel und vielleicht noch weitere im Einzel und Doppel, wenngleich Sportdirektor Richard Prause mahnt: „Das sind alles keine Selbstläufer.“ Jie Schöpp sagt: „Wir fahren nach Jekaterinburg, um den Titel zu gewinnen. Wenn ich mir die Weltrangliste anschaue, ist es auch unsere Pflicht. Aber 80 Prozent werden nicht reichen. Wir müssen geschlossen als Mannschaft auftreten und alles geben, dann sind wir die Besten.“

    Die Herren, die nach sechs EM-Titeln in Folge im vergangenen Jahr nach einem turbulenten Turnier im Endspiel vom Gastgeber Portugal besiegt wurden, fahren ebenfalls optimistisch nach Russland – trotz des Fehlens von Timo Boll, der wegen einer Kniereizung den Team- und Doppel-Wettbewerb absagen musste. „Timos Fehlen ändert nichts an unserer Zielstellung. Wir wollen das Turnier gewinnen“, sagt Bundestrainer Jörg Roßkopf. Auf Spitzenspieler Dimitrij Ovtcharov lastet nun eine größere Verantwortung, die der amtierende Europameister und European-Games-Gewinner aber annimmt. „Dass Timo nicht dabei ist, ist schon ein Nachteil. Mit ihm sind wir in Europa nicht zu schlagen. Ohne ihn haben wir aber auch 2013 den Titel gewonnen. Wir sind diesmal nicht so klarer Favorit, aber der Titel ist trotzdem möglich“, sagt Ovtcharov. Europas Nummer eins, der zuletzt alle wichtigen kontinentalen Turniere gewinnen konnte, ist im Einzel an Nummer eins gesetzt, allerdings nicht in solch einer überragenden Form wie bei seinem EM-Coup 2013. Der untere Rücken hatte dem Weltranglisten-Fünften in den vergangenen Wochen und Monaten immer wieder Probleme bereitet. „Ich bin sehr fleißig, mache viele Kräftigungsübungen, um dem Problem aus dem Weg zu gehen. Ich bin auf einem guten Weg. Manchmal zwickt es ein bisschen, aber insgesamt stehe ich gut im Saft“, sagte der Titelverteidiger in der Pressekonferenz.

    Abflug des Großteils der DTTB-Delegation nach Jekaterinburg ist am kommenden Dienstag. Am Freitag, 25. September, startet das Turnier mit den Team-Wettbewerben.
     

    Die Statements aus der Pressekonferenz der Herren

    Dimitrij Ovtcharov im Fokus (Foto: FL)Sportdirektor Richard Prause über den Ausfall von Timo Boll im Teamwettbewerb
    „Wir haben eine sehr starke Mannschaft, auch ohne Timo, und werden gut gerüstet aufschlagen. Dass der Titel kein Selbstläufer ist, hat man bei der letzten EM gesehen. Ob es zur Revanche kommt, wird man sehen. Wir sind gut vorbereitet.“

    Bundestrainer Jörg Roßkopf über den Ausfall Bolls und die Auswirkungen
    „Das ändert nichts an unserer Zielstellung. Wir wollen das Turnier gewinnen. Wir müssen uns die neue Situation annehmen und mit 100 Prozent in jedes Spiel reingehen. Die Spieler sind in guter Form, und es ist auch noch etwas Zeit.“

    Dimitrij Ovtcharov über seinen Rücken und seine Form
    „Der Rücken ist momentan viel, viel besser als bei den European Games in Baku oder in China während der Super League. Ich bin sehr fleißig, mache viele Kräftigungsübungen für den Rücken, um dem Problem aus dem Weg zu gehen. Ich bin auf einem guten Weg. Manchmal zwickt es ein bisschen, aber insgesamt stehe ich gut im Saft.

    Ovtcharov über das Fehlen von Timo Boll im Team und seine eigenen Ziele
    „Dass Timo nicht dabei ist, ist schon ein Nachteil. Mit ihm sind wir in Europa nicht zu schlagen. Ohne ihn haben wir aber auch 2013 den Titel gewonnen. Wir sind diesmal nicht so klarer Favorit, aber der Titel ist trotzdem möglich. Ich konnte zuletzt alle Top-Events in Europa gewinnen. Ich bin der Gejagte, alle wollen mich ablösen. Ich bin nicht in der Form von 2013, da war ich enorm gut. Aber bei den European Games in Baku habe ich auch gewonnen, ohne in Topform zu sein.“

    Patrick Baum über seine EM-Ziele
    „Mit der Mannschaft will ich den Titel gewinnen. Im Einzel und Doppel schaue ich von Runde zu Runde. Zuletzt habe ich international nicht gut gespielt. Ich hoffe aber, dass ich in Jekaterinburg an meine Leistung zuletzt in der französischen Liga anknüpfen kann.“ (Baum gewann im ersten Spiel für seinen neuen Club Caen zwei Einzel gegen Pontoise)

    Herren-Bundestrainer Jörg Roßkopf im Interview (Foto: FL)Patrick Franziska über seine EM-Ziele
    „Auch wenn es momentan nicht so rund läuft, versuche ich mich an die schönen Momente zu erinnern. Ich habe eine gute WM gespielt. 2013 haben wir ohne Timo den Titel geholt. Wenn wir gut drauf sind, können wir das erneut schaffen. Bei mir wird es auch wieder aufwärts gehen. Ich arbeite weiter hart an mir, dann kommen auch die Ergebnisse wieder.“

    Ricardo Walther über sein Sieg beim internen Quali-Turnier und sein EM-Debüt
    „Das Turnier war sehr hart, es waren drei schwere Spiele für mich gegen drei vom Papier her bessere Gegner. Ich wollte kämpfen, mein Bestes geben und dann schauen was bei rauskommt. Am Ende sind es drei Siege geworden. Jetzt freue ich mich, dabei zu sein.“

    Ruwen Filus über die interne Qualifikation und seine EM-Ziele

    „Ich hatte schon gedacht, dass es für mich als Abwehrspieler schwer wird. Dass ich nun dabei bin, ist umso besser. Ich bin gut in Form, habe bei den Austrian Open ein ganz enges Spiel gegen Dima knapp verloren. Bei der EM war ich schon zweimal im Viertelfinale, vielleicht kann ich das noch mal wiederholen.“
     

    Die Statements aus der Pressekonferenz der Damen

    Konzentriert im Training: Deutschlands Nummer eins Han Ying (Foto: FL)Sportdirektor Richard Prause über die Ziele des Damenteams
    „Wir haben eine super Generation, zweimal in Folge den EM-Titel geholt und die European Games gewonnen. Wir wollen wieder so erfolgreich sein, aber ich muss auch betonen: Das sind alles keine Selbstläufer! Das Finale in Baku war schon auf Messers Schneide. Oft entscheiden auf diesem Level nur Nuancen. Die anderen Teams werden uns in Jekaterinburg jagen. Das Trainerteam bereitet unsere Mannschaft gut darauf vor. Wir sind bereit.“

    Bundestrainerin Jie Schöpp auf die Frage, ob etwas andere als der Titel zählt
    „Nein. Wir fahren hin, um den Titel zu gewinnen. Wenn ich mir die Weltrangliste anschaue, ist es auch unsere Pflicht. Aber 80 Prozent werden nicht reichen. Wir müssen geschlossen als Mannschaft auftreten und alles geben, dann sind wir die Besten.“

    Jie Schöpp über die aktuelle Form ihrer Spielerinnen
    „Technisch sind alle schon in sehr guter Form. Meine Aufgabe ist jetzt, dass alle die Frische behalten. Wir mussten die Vorbereitung in diesem Jahr etwas ändern, weil vorher noch viele Turniere anstanden. Derzeit ist die zweite Einheit am Tag auch freiwillig. Ich möchte, dass alle mental und körperlich fit sind zum EM-Start.

    Han Ying über die Erfahrung der European Games und ihre Form

    „Die European Games waren eine gute Erfahrung für mich. Seitdem habe ich mich deutlich verbessert – auch vom Kopf her. In Baku stand ich als Nummer eins Gesetzte unter großem Druck. Jetzt bin ich auch an eins gesetzt, aber es ist mir egal. Ich werde in jedem Spiel richtig kämpfen. Ich hoffe, dass meine Form stabil bleibt und ich eventuell noch etwas besser spielen kann.“

    Shan Xiaona über ihre Ziele bei der EM
    „Mit der Mannschaft wollen wir die Titelverteidigung. Im Doppel mit Peti haben wir auch eine gute Chance auf eine Medaille. 2013 stand ich im Einzel-Finale. Wenn ich noch mal das Endspiel erreiche, werde ich es gewinnen.“

    Petrissa Solja über ihre Form vor der EM
    „Bei den Czech Open war ich gesundheitlich nicht auf der Höhe. Bei den Austrian Open lief es deutlich besser, da habe ich das Doppel mit Nana (Shan Xiaona) gewonnen und im Einzel die Nummer 19 der Welt geschlagen, die japanische Abwehrspielerin Ishigaki. Ich habe mich wieder gut in mein Spiel reingefunden, jetzt zwei Wochen gut trainiert und hoffe, dass ich nächste Woche in guter Form bin.“

    Solja über ihre EM-Ziele
    „Ich denke, von uns allen ist das Ziel, mit dem Team Gold zu holen. Auch im Doppel mit Nana ist Gold möglich. Im Einzel bin ich beim Europe Top 16 und bei den German Open Zweite geworden, habe gegen viele gute Spielerinnen gewonnen. Mein Ziel ist es, irgendwann Einzel-Europameisterin zu werden. Ob ich das jetzt schon schaffen kann, weiß ich nicht.“

    Irene Ivancan über das Abwehrdoppel mit Han Ying
    „Wir sind schon unangenehm für unsere Gegner, können auch gut miteinander spielen. Manchmal fehlt es noch ein bisschen an der blinden Verständigung, nämlich zu wissen, was die jeweils andere gerade denkt. Aber das wird schon klappen, ich bin zuversichtlich.“

    Ivancan über ihre EM-Ziele
    „Ich weiß nicht, welche Mannschaft an uns vorbeikommen kann, wenn wir unsere Leistung bringen. Aber es muss auch alles passen und wir müssen mit der Favoritenrolle umgehen. Im Einzel fühle ich mich gut, habe in letzter Zeit besser gespielt. Es hängt auch davon ab, wie man sich in so ein Turnier reinspielen kann.“

    Sabine Winter auf die Frage, wer Deutschland im Team-Wettbewerb stoppen kann
    „Ich hoffe niemand. Es gibt sicherlich die eine oder andere Mannschaft, die über sich hinauswachsen und uns unter Druck setzen kann. Wenn wir es schaffen, als Team unsere Leistung abzurufen, dann sollten wir auch als Sieger vom Tisch gehen. Ich selbst bin gut drauf, hoffe mich noch zu steigern und für die eine oder andere Überraschung sorgen kann.“
     

    Das deutsche Aufgebot für die EM in Jekaterinburg in der Übersicht

    Herren

    • Dimitrij Ovtcharov (Verein: Fakel Gazprom Orenburg (Russland), Weltrangliste: 5, Länderspiele: 85)
    • Timo Boll (Verein: Borussia Düsseldorf, Weltrangliste: 7, Länderspiele: 137)
    • Patrick Baum (Verein: TTC Caen (Frankreich), Weltrangliste: 31, Länderspiele: 44)
    • Patrick Franziska (Verein: Borussia Düsseldorf, Weltrangliste: 42, Länderspiele: 23)
    • Ruwen Filus (Verein: TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell, Weltrangliste: 48, Länderspiele: 9)
    • Ricardo Walther (Verein: TTC Schwalbe Bergneustadt, Weltrangliste: 102, Länderspiele: 2)

    Mannschaft: Ovtcharov, Boll, Baum, Franziska, Walther, Filus
    Einzel: Ovtcharov, Boll, Baum, Franziska, Walther, Filus
    Doppel: Filus/Walther, die übrigen deutschen Kombinationen sind noch offen

    Damen

    • Han Ying (Verein: KTS Zamek Tarnobrzeg (Polen), Weltrangliste: 11, Länderspiele: 12)
    • Shan Xiaona (Verein: ttc berlin eastside, Weltrangliste: 14, Länderspiele: 13)
    • Petrissa Solja (Verein: ttc berlin eastside, Weltrangliste: 36, Länderspiele: 22)
    • Irene Ivancan (Verein: Fenerbahce Istanbul (Türkei), Weltrangliste: 43, Länderspiele: 25)
    • Sabine Winter (Verein: SV DJK Kolbermoor, Weltrangliste: 54, Länderspiele: 24)

    Mannschaft: Han, Shan, Solja, Ivancan, Winter
    Einzel: Han, Shan, Solja, Ivancan, Winter
    Doppel: Shan/Solja, Han/Ivancan, Winter/Britt Eerland (Niederlande)

    Betreuer

    Sportliche Leitung
    Richard Prause (Sportdirektor)

    Trainer
    Jörg Roßkopf (Herren-Bundestrainer), Zhu Xiaoyong (Assistent des Herren-Bundestrainers), Jie Schöpp (Damen-Bundestrainerin), Wan Guohui (Assistent der Damen-Bundestrainerin)

    Medizinische Abteilung
    Dr. Antonius Kass (Mannschaftsarzt, Düsseldorf)
    Annette Zischka, Peter Heckert (Physiotherapeuten, Olympiastützpunkt Hessen in Frankfurt am Main)

    Schiedsrichter

    Stellvertretender Oberschiedsrichter: Markus Baisch (Mainz)
    Rainer Hoffmann (Vlotho), Michael Keil (Grevenbroich), Gert Selig (Hannover), Stefan Wollschläger (Hamburg)

    FL

    Bildergalerie

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