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  • 29.09.2015 – Europameisterschaften, Damen

    DTTB-Damen zum dritten Mal in Folge Europameister / "Wir können eine Serie hinlegen wie die Herren"

    DTTB-Damen zum dritten Mal in Folge Europameister / Deutschland ist erneut Europameister (Foto: ms)

    Jekaterinburg. Sie sind und bleiben die Königinnen Europas. Deutschlands Tischtennis-Damen um Han Ying, Shan Xiaona, Petrissa Solja, Irene Ivancan und Sabine Winter haben den dritten Europameistertitel in Folge geholt. Im Finale von Jekaterinburg ließ die Mannschaft von Bundestrainerin Jie Schöpp das Team aus Rumänien keine Chance. 3:0 Spiele und 9:2 Sätze hieß es am Ende. Nach 2013, 2014 ist es für die DTTB-Auswahl das dritte EM-Gold in Folge und das siebte insgesamt.

    "Ich wusste, wir können uns nur selber schlagen"

    „Ich bin so glücklich und stolz auf meine Mannschaft. Wir hatten vorher gedacht, dass es ein enges Spiel werden kann. Ich wusste aber auch, dass wir uns nur selber schlagen können. Insofern hat mich das 3:0 gar nicht so sehr überrascht“, sagte Bundestrainerin Jie Schöpp.

    Auf Han Ying ist Verlass (Foto: ms)Aus einem erwarteten Krimi wie im Endspiel 2013, als die DTTB-Damen drei Fünf-Satz-Partien gewannen, wurde eine eher einseitige Partie – was vor allem am dominanten Auftreten des Schöpp-Teams lag. Den Auftakt machte Han Ying gegen die 20-jährige Bernadette Szocs. Die deutsche Nummer eins ging mit 9:6 in Führung, verlor dann vier Punkte in Folge, wehrte den Satzball gegen sich ab und brachte den ersten Durchgang in der Verlängerung nach Hause. Wer dann eine offene Partie erwartete wurde eines Besseren belehrt. Mit 11:1 und 11:1 sicherte sich Defensivstrategin Han die folgenden Sätze zum 1:0 für Deutschland.

    Umkämpft waren die ersten beiden Durchgänge im zweiten Einzel zwischen Shan Xiaona und Rumäniens Nummer eins, Elizabeta Samara. Nach dem 12:10 im ersten Satz lag Shan vom Deutschen Meister ttc berlin eastside im zweiten Satz mit 3:8 und 8:10 hinten, holte sich aber auch diesen Durchgang. Der dritte Satz ging deutlich an die Penholderspielerin und Deutsche Meisterin von 2014.

    Peti Solja macht den Siegpunkt gegen Dodean

    Shan Xiaona erhöhrt auf 2:0 (Foto: ms)Petrissa Solja konnte im dritten Einzel den dritten EM-Titel für Deutschland in Folge perfekt machen. Gegen Daniela Dodean-Monteiro, die eine zweijährige Babypause hinter sich hat und gerade zu alter Stärke zurückfindet, begann die 21-jährige Deutsche Meisterin furios, gewann die ersten beiden Sätze sicher. Doch Dodean, zweifache Doppel-Europameisterin, egalisierte auf 2:2. „Ich habe gegen Dodean einmal gespielt und verloren. Die Chancen waren vorher 50 zu 50. Als ich die ersten beiden Sätze gewonnen hatte, sah ich schon die Goldmedaille vor Augen und konnte mich plötzlich nicht mehr richtig bewegen. Ich habe dann nur noch gekämpft noch gewonnen“, erklärte Solja, die sich den Entscheidungssatz mit 11:9 holte. Die Berlinerin war im Team-Wettbewerb die Beständigkeit in Person. Sechs Einzel, sechs Siege stehen für die German-Open-Zweite zu Buche.

    "Wir hatten riesen Respekt vor Rumänien"


    Der Europameister-Moment: Petrissa Solja macht das 3:0 perfekt (Foto: ms)„Wir hatten riesen Respekt vor Rumänien. Die Aufstellung haben wir gut getroffen. Ich bin so happy. Ich glaube, dass wir eine Serie hinlegen können wie unsere Herren. Wir sind immer die Gejagten, aber das liegt uns ganz gut“, betonte Solja.

    Angesprochen auf ein Erfolgsgeheimnis sagte Bundestrainerin Schöpp: „Unsere Mannschaft ist stark, klar. Aber man muss auch sehen. Wir arbeiten sehr hart, professionell, gezielt und systematisch, sowohl im technischen als auch im taktischen und mentalen Bereich.“

    EM-Finale
    Deutschland - Rumänien 3:0

    Han Ying – Bernadette Cynthia Szocs 3:0 (10,1,1)
    Shan Xiaona – Elizabeta Samara 3:0 (10,10,5)
    Petrissa Solja – Daniela Dodean-Monteiro 3:2 (8,6,-8,-8,9)
     

    Einschätzung von Sportdirektor Richard Prause zu den rumänischen Top 3 Spielerinnen

    Wichtig für den Titel: Auch die Bank funktioniert (Foto: ms)Elizabeta Samara
    Prause: "Samara ist sicherlich die unumstrittene Nummer eins im Team. Eine Linkshänderin mit sehr guten Aufschlägen. Da entscheidet sich sehr viel im Aufschlag-Rückschlag-Spiel und in der Tatsache, wie man ihre Aufschläge gut platziert zurückspielt."

    Bernadette Cynthia Szocs
    Prause: "Sie ist eine Spielerin, die emotional spielt, was man auch häufig in der Halle hört. Sie verkörpert die klasissche rumänische Schule. Je schneller es geht, desto besser ist es für sie. Umso wichtiger ist es, gegen sie sehr variabel zu spielen."

    Daniela Dodean-Monteiro
    Prause: "Sie ist, nachdem sie Mutter geworden ist und eine längere Wettkampfpause hatte, wieder dabei. Sie verfügt über eine beidseitig gute Kontrolle und spielt bislang ein sehr solides Turnier."
     

    Aufgebot Deutschland

    • Han Ying (Verein: KTS Zamek Tarnobrzeg (Polen), Weltrangliste: 11)
    • Shan Xiaona (Verein: ttc berlin eastside, Weltrangliste: 14)
    • Petrissa Solja (Verein: ttc berlin eastside, Weltrangliste: 36)
    • Irene Ivancan (Verein: Fenerbahce Istanbul (Türkei), Weltrangliste: 43)
    • Sabine Winter (Verein: SV DJK Kolbermoor, Weltrangliste: 54)

    Aufgebot Rumänien

    • Elizabeta Samara (Weltrangliste: 21)
    • Bernadette Cynthia Szocs (63)
    • Daniela Dodean-Monteiro (aufgrund der Babypause momentan nicht gelistet)
    • Adina Diaconu (157)
    • Cristina Hirici (225)

    FL

    Bildergalerie

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