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  • 03.10.2015 – International

    Han/Ivancan verlieren Halbfinale und gewinnen Bronze

    Han/Ivancan verlieren Halbfinale und gewinnen Bronze Han/Ivancan haben eine Medaille sicher (Foto: ms)

    Jekaterinburg. Im Doppel-Wettbewerb ist am Final-Sonntag in Jekaterinburg kein deutsches Duo vertreten. Han Ying und Irene Ivancan verpassten den Einzug in das Endspiel, können sich aber zumindest über Bronze freuen. Es war am Samstag die erste Medaille für die deutsche Mannschaft in den Individualwettbewerben.

    In fünf engen Sätzen unterlagen die Zweitplatzierten der Kuwait Open 2015, Han/Ivancan, im Halbfinale dem Doppel Hu Melek/Shen Yanfei (Türkei/Spanien). Ein Trost: die Bronzemedaille, die sich die beiden Abwehrspezialisten nach zwei umkämpften Erfolgen im Achtel- und Viertelfinale redlich verdient hatten. Im Halbfinale war es auch ein Spiel der verpassten Möglichkeiten. In drei der fünf Sätze ging es in die Verlängerung, dreimal hatte die türkisch-spanische Kombination das bessere Ende für sich. Im ersten Satz vergaben Han/Ivancan vier Satzbälle.
    „Wir haben die Chancen liegen gelassen, dafür wird man von solchen Spielerinnen bestraft“, sagte Irene Ivancan, die mit den Plastikbällen so ihre Probleme hat. Ihr Spiel habe an Gefährlichkeit eingebüßt. „Ying und ich merken das schon sehr. Egal, was wir auch versuchen, die Gegner können die Bälle relativ einfach zurückbringen“, so Ivancan. Für die bei Fenerbahce Istanbul spielende Dritte des Europe Top 16 ist es die vierte EM-Medaille nach zweimal Team-Gold 2015 und 2014 sowie dem zweiten Platz im Einzel 2011.

    Jubel nach dem Matchball: Irene Ivancan/Han Ying (Foto: ms)Georgina Pota/Elizabeta Samara (HUN/ROU), die kurioserweise im Einzel-Viertelfinale aufeinandertrafen (Samara setzte sich durch) bestreiten am Sonntag gemeinsam das Doppel-Endspiel gegen Hu Melek/Shen Yanfei. Im Herren-Doppel-Finale sind gleich drei österreichische Team-Europameister vertreten. Die Doppel-Europameister von 2012, Gardos/Habesohn, treffen auf Fegerl/Monteiro (AUT/POR).

    Überblick: Viertelfinale im Doppel am Samstag

    Das war nichts für schwache Nerven: Am Morgen gingen die Viertelfinals im Damen-Doppel mit deutscher Beteiligung über die volle Distanz. Das topgesetzte Duo Petrissa Solja/Shan Xiaona vergab gegen Pota/Samara (Ungarn/Rumänien) einen Matchball, dafür stehen die an zwei gesetzten Han Ying/Irene Ivancan nach einem 4:3 gegen Mikhailova/Dolgikh (Russland) im Halbfinale und haben eine Medaille sicher.

    Auch Bauch einziehen nützte nichts: Petrissa Solja/Shan Xiaona unterliegen im Viertelfinale (Foto: ms)Wenn vier Abwehrspielerinnen am Tisch stehen, hängt das Spiel auch davor ab, wer wie gut und wie häufig angreift. In den ersten beiden Sätzen fanden Han Ying/Irene Ivancan die richtige Mixtur aus Offensive und Defensive, dann plötzlich gewannen die Russinnen vor eigenem Publikum im Jekaterinburg-Expo mehr und mehr die Oberhand, führten mit 3:2 in Sätzen. Doch die an Position zwei gesetzten Deutschen bogen die Partie noch um. Im siebten, entscheidenden Satz sah es nach einem klaren Ergebnis auf, doch nach 9:4-Führung glichen Mikhailova/Dolgikh zum 9:9 aus. „Wir sind so froh, dann noch gewonnen zu haben“, sagte Irene Ivancan. Die EM-Zweite von 2011 hatte am Ende die Verantwortung übernehmen müssen und als erste in angegriffen. „Abwehr gegen Abwehr ist immer schwer, die Russinnen haben sehr sicher gespielt. Unsere Taktik war, dass wir angreifen und vor allem Mikhailova beschäftigen, damit nicht zu ihren Angriffsschlägen kommt“, sagte Ivancan. Im Halbfinale geht es gegen die türkisch-spanische Kombination Hu Melek/Shen Yanfei – diesmal beides Angreiferinnen.

    Shan/Solja vergeben Führung und Matchball im sechsten Satz


    3:2 in den Sätzen, 9:6-Führung und Matchball bei 12:11: Petrissa Solja und Shan Xiaona standen ganz dich vor der ihrer ersten EM-Halbfinalteilnahme. Doch am Ende triumphierten Pota/Samara (Ungarn/Rumänien) im siebten Satz. „Pota/Samara sind ein gutes Doppel, spielen sehr unangenehm. Nana, Peti und Pota sind in Berlin Teamkolleginnen. Pota weiß daher auch genau, wie sie gegen Nana zu spielen hat. Es war schade, dass wir die 9:6-Führung im sechsten Satz nicht nutzen konnten“, analysierte Bundestrainerin Jie Schöpp, die sich auch um Shan Xiaonas rechten Oberschenkel sorgte. „Man sieht, dass sie nicht rund läuft, körperlich geschwächt ist. Sie kommt ganz schlecht in die tiefe Vorhand. Die Spiele am Freitag haben das eher verschlechtert“, so Schöpp.
    Patrick Baum/Patrick Franziska unterliegen in der Runde der besten Acht (Foto: ms)Eine hoffentlich nur Schrecksekunde musste auch Petrissa Solja überstehen, die sich nach dem vierten Satz von Mannschaftsarzt Dr. Antonius Kass am Rücken behandeln ließ. „Sie nach einem Schuss hat über Rückenschmerzen geklagt. Ich habe sie etwas eingerenkt. Sie hat signalisiert, dass es wieder besser geht“, sagte Kass. Solja steht nachher noch im Einzel-Viertelfinale gegen Abwehrerin Li Jie (Niederlande).

    Baum/Franziska unterliegen Fegerl/Monteiro im Viertelfinale

    Halbfinale geschafft für Elizabeta Samara und Georgina Pota (Foto: ms)Patrick Baum und Patrick Franziska haben ihre erste EM-Medaille im Doppel verpasst. Das an Position zwei gesetzte Duo unterlag im Viertelfinale der österreichisch-portugiesischen Kombination Stefan Fegerl/Joao Monteiro in sechs Sätzen. Nach einem frühen 0:2-Rückstand glichen die Deutschen zum 2:2 aus und hatten im fünften Durchgang bei 10:9 Satzball. Fegerl/Monteiro wehrten ab und gewannen Satz sechs sicher. "Nach dem 0:2-Satzrückstand haben wir sehr gut ins Spiel zurückgefunden. Im fünften Satz führen wir 10:9, den haben wir leider aus der Hand gegeben. Die Aufschläge von Fegerl haben uns etwas Probleme bereitet. Im sechsten Satz war es dann schwer bei 2:3-Rückstand", kommentierte Patrick Baum die Niederlage. „Ich spiele noch nicht so lange mit Patrick zusammen, aber ich denke, generell funktioniert es ganz gut", sagte der Linkshänder, der mit seiner EM-Leistung nicht einverstanden ist. "Mit dem Turnier kann ich nicht zufrieden sein, sowohl im Einzel, Team und Doppel", befand Baum.

    Damen-Doppel, Viertelfinale (Auszug)
    Shan Xiaona/Petrissa Solja – Georgina Pota/Elizabeta Samara HUN/ROU 3:4 (-10,9,-10,7,10,-12,-8)
    Han Ying/Irene Ivancan – Maria Dolgikh/Polina Mikhailova RUS 4:3 (7,6,-6,-6,-7,5,10)

    Halbfinale
    Han Ying/Irene Ivancan – Hu Melek/Shen Yanfei TUR/ESP 1:4 (-14,-5,-11,9,-12)
    Georgina Pota/Elizabeta Samara HUN/ROU – Li Jie/Li Qian NED/POL 4:2 (11,6,-9,-3,7,10)

    Damen-Doppel, Finale
    13 Uhr: Hu Melek/Shen Yanfei TUR/ESP – Georgina Pota/Elizabeta Samara HUN/ROU

    Herren-Doppel, Viertelfinale (Auszug)
    Patrick Baum/Patrick Franziska – Stefan Fegerl/Joao Monteiro AUT/POR 2:4 (-7,-7,8,9,-10,-7)

    Halbfinale
    Daniel Habesohn/Robert Gardos AUT – Kirill Skachkov/Alexander Shibaev RUS 4:2 (12,5,7,-9,-6,6)
    Stefan Fegerl/Joao Monteiro AUT/POR – Kristian Karlsson/Mattias Karlsson SWE 4:1 (-6,8,8,6,9)

    Herren-Doppel, Finale
    14 Uhr: Daniel Habesohn/Robert Gardos AUT – Stefan Fegerl/Joao Monteiro AUT/POR  

    FL

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