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  • 16.01.2016 – International

    Anspruchsvolle Auslosung für DTTB-Teams bei WM in Malaysia

    Anspruchsvolle Auslosung für DTTB-Teams bei WM in Malaysia Auslosung in Malaysia: die Gruppen der Damen-Mannschaften in Division 1 (Foto: ITTF)

    Kuala Lumpur. Die Nationalmannschaften des Deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB) haben schon in der Vorrunde der Team-Weltmeisterschaften in Malaysia (28. Februar bis 6. März) anspruchsvolle Aufgaben zu absolvieren. Bei der Auslosung am heutigen Nachmittag in Kuala Lumpur wurden beide DTTB-Teams jeweils in die Vorrundengruppen B gezogen. Die an Position zwei gesetzten Herren sind in ihrer fast rein europäischen Sechsergruppe Favorit auf den Vorrundensieg. Im Vorrundenpool der DTTB-Damen ist der WM-Zweite Japan vor Deutschland, dem Siebten der Setzungsliste, und dem WM-Viertelfinalisten Nordkorea favorisiert. Erster Anwärter auf die Goldmedaille bei den Weltmeisterschaften in Malaysia sind auch diesmal die Mannschaften von Titelverteidiger China.

    Die deutschen Herren, die bei den drei letzten Weltmeisterschaften in Moskau (2010), Dortmund (2012) und Tokio (2014) jeweils im Finale die Übermacht Chinas herausforderten, erwischten in der "Europa-Gruppe" B mit Schweden, Frankreich, England und Dänemark eine Mini-EM zum WM-Auftakt. Fünf der sechs Mannschaften stammen vom "Alten" Kontinent. Hinzu kommt Gastgeber Malaysia als Underdog.

    Herren-Bundestrainer Jörg Roßkopf: "Wollen als Erster ins Viertelfinale"

    DTTB-Sportdirektor Richard Prause stuft die Vorrundengruppe B für die Schützlinge von Bundestrainer Jörg Roßkopf als lösbare Aufgabe ein: "Wir haben eine recht ausgeglichene Gruppe erwischt, in der wir allerdings leicht favorisiert sind. Es gibt den alten Klassiker zwischen Deutschland und Schweden. Auch Frankreich, das sich entwickelt hat, darf nie unterschätzt werden. Ich bin vor allem auch gespannt auf die Mannschaft aus England, die mit Liam Pitchford und Paul Drinkhall zwei Spieler in ihren Reihen hat, die nicht zu unterschätzen sind. Alles in allem ist es aber eine Gruppe, die für uns machbar ist. Wir wissen aber eben auch, dass wir jedes Spiel hochkonzentriert angehen müssen."

    Jörg Roßkopf will einen Schritt weiter nach vorn (Foto: ms)Rekordnationalspieler Jörg Roßkopf will auch in Kuala Lumpur versuchen, mit seiner Mannschaft ein Loch in die chinesische Mauer zu reißen: "Unsere Aufgabe ist es, auch diesmal zu versuchen, noch einen Schritt weiter zu gehen, als wir das bei den letzten Weltmeisterschaften waren." Der Trainer des WM-Zweiten kann mit der Auslosung der Vorrundengruppen gut leben: "Die Auslosung ist für uns okay. Wir werden alles daran setzen, unserer Favoritenrolle gerecht zu werden, um als Gruppenerster direkt in das Viertelfinale einzuziehen. Bis auf Außenseiter Malaysia ist eine europäische Gruppe, in der wir unsere Konkurrenten sehr gut kennen. Schweden ist eine Mannschaft, die sehr gefährlich ist, und mit der es immer zu interessanten Duellen kommt, das gilt auch für Frankreich. Die Stärke Dänemarks ist davon abhängig, ob Michael Maze startet." Roßkopf weiter: "Das Wichtigste ist, dass wir uns sehr gut auf die WM vorbereiten und nach den German Open in Berlin fünf Leute nominieren, die alle gesund und munter in Malaysia antreten können. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir in einer guten Form nach Kuala Lumpur gehen, auch wenn sich der eine oder andere bis zum WM-Beginn noch etwas steigern muss."

    Optimistisch, aber auch mit warnendem Zeigefinger, kommentiert Deutschlands Nummer eins, der Weltranglisten-Vierte Dimitrij Ovtcharov, die Ziehung: Es hätte uns härter treffen können. Dennoch müssen wir in jedem Spiel aufpassen und unsere beste Leistung abrufen. Jetzt gilt es, weiter hart zu arbeiten, um in Topform in Kuala Lumpur aufzuschlagen. "

    Damen-Bundestrainerin Jie Schöpp: "Eine sehr, sehr schwere Gruppe"

    Deutschlands Damen treffen unter anderem auf den Finalisten der letzten WM, Japan, die nur schwer auszurechnenden Nordkoreanerinnen, die wie Deutschland 2014 in Tokio das Viertelfinale erreichten, sowie auf Tschechien, den Dritten der European Games 2015. Thailand und Brasilien komplettieren die Gruppe B.

    Sportdirektor Richard Prause: "Die Damen haben eine Gruppe erwischt, in der Japan sicherlich der klare Favorit ist. An Position zwei gesetzt werden wir alles dran setzen, die K.-o.-Runde zu erreichen, und wir werden auch gegen das favorisierte Japan unsere Chance zu suchen. Unsere Gruppe ist anspruchsvoll, weil uns mit Thailand und Brasilien Mannschaften zugelost wurden, die sich sehr positiv entwickelt haben. Außerdem ist Nordkorea dabei, von dem man nie so hundertprozentig weiß, mit welcher Mannschaft es letztlich antreten. Nordkorea ist immer mit einer sehr guten und sehr starke Truppe angetreten. Das ist eine Herausforderung."

    Jie Schöpp, hier mit Peti Solja (Foto: ms)Damen-Bundestrainerin Jie Schöpp weiß um die Schwere der Aufgabe, die bei der WM auf ihr Team wartet: "Wir haben eine sehr, sehr schwere Gruppe erwischt. Auf dem Weg in das Achtelfinale wartet wirklich harte Arbeit auf uns. Gegen den Gruppenkopf Japan wird es ohnehin schwer, der WM-Zweite von Tokio ist klarer Favorit. Nordkorea ist ein dicker Brocken, gegen den wir den letzten Vergleich vor einem Jahr beim World Team Cup in Dubai recht klar mit 1:3 verloren haben. Aber auch die vermeintlich kleine Tischtennisnation Thailand dürfen wir nicht unterschätzen: Sie haben mit Suthasini Sawettabut mittlerweile eine gute Nummer eins, die auch bereits zweimal gegen Peti Solja gewonnen hat, und zudem mit Tamolwan Khetkhuan eine der weltbesten Jugendspielerinnen in ihren Reihen. Das wird also alles andere als ein einfaches Spiel. Tschechien ist uns ja bekannt. Das ist eine Mannschaft, die wir nie unterschätzen dürfen und die auch überraschen kann. Mal schauen, was wir bei der WM aus dieser schweren Gruppe machen."

    Letzter großer Härtetest für Spielerinnen und Spieler sind die German Open Ende Januar in Berlin, für die nahezu alle Topakteure gemeldet haben.

    Herren-Mannschaft

    Gruppe B: Deutschland, Schweden, Frankreich, Dänemark, England, Malaysia
    Platzierung 2014: Deutschland 2, Schweden 9, Frankreich 13, Dänemark 21, England 25, Malaysia 61
    Aktuelle Team-Weltrangliste: Deutschland 2, Schweden 8, Frankreich 9, Dänemark 16, England 18, Malaysia 56

    Gruppe A: China, Österreich, Taiwan, Griechenland, Tschechien, Nordkorea
    Gruppe C: Japan, Portugal, Polen, Weißrussland, Ukraine, Singapur
    Gruppe D: Südkorea, Hongkong, Russland, Kroatien, Rumänien, Italien

    Damen-Mannschaft

    Gruppe B: Japan, Deutschland, Nordkorea, Tschechien, Thailand, Brasilien
    Platzierung 2014: Japan 2, Deutschland 5, Nordkorea 5, Tschechien 15, Thailand 27, Brasilien 25
    Aktuelle Team-Weltrangliste: Japan 2, Deutschland 7, Nordkorea 9, Tschechien 15, Thailand 18, Brasilien 26

    Gruppe A: China, Taiwan, Rumänien, Ungarn, Spanien, Malaysia
    Gruppe C: Niederlande, Singapur, Polen, Ukraine, Frankreich, Weißrussland
    Gruppe D: Hongkong, Südkorea, Österreich, Russland, USA, Schweden

    Spielsystem

    Nur in der obersten Division, der Championship Division, geht es auch um den Weltmeister-Titel. In dieser Kategorie treten beide deutsche Nationalteams an.

    1. Jede 6er-Gruppe wird im System „jeder gegen jeden“ ausgetragen (5 Spiele pro Mannschaft).
    2. Nachdem die Gruppenspiele vollständig abgeschlossen sind, ziehen die Gruppensieger direkt in das Viertelfinale ein (diese Mannschaften haben ein Freilos im Achtelfinale) und sind entsprechend gesetzt. Der Gewinner der Gruppe ‚A’ wird an ‚1’ gesetzt , der Gewinner der Gruppe ‚B’ wird an ‚2’ gesetzt, die Gewinner der Gruppen ‚C’ und ‚D’ werden auf die Position ‚3’ und ‚4’ gelost.
    3. Die Mannschaften, die die Gruppenspiele als Zweite beenden, werden zuerst per Zufallsprinzip in die Runde der letzten 16 gelost.
    4. Die Mannschaften, die die Gruppenspiele als Dritte beenden, werden danach per Zufallsprinzip in die Runde der letzten 16 gelost. Dabei wird darauf geachtet, dass keine Mannschaften gegeneinander spielen, die bereits in derselben Vorrundengruppe waren.
    5. Die Mannschaften, die die Gruppenspiele als Vierte, Fünfte und Sechste beenden, spielen um die Plätze 13-24.
    6. Die Plätze 3 und 4 werden nicht ausgespielt. Beide unterlegenen Teams im Halbfinale erhalten die Bronzemedaille.

     

    Zeitplan

    Herren-Team-Auslosung in der Championship Division (Foto: ITTF)28. Februar - 2. März: Gruppenspiele Damen und Herren
    3. März: Achtelfinale Damen und Herren, Viertelfinale Damen (Teil 1)
    4. März: Viertelfinale Damen (Teil 2), Viertelfinale Herren, 1. Halbfinale Damen
    5. März: 2. Halbfinale Damen, beide Halbfinals Herren
    6. März: FInale Damen und Herren

    Mehr Details auf ittf.com (pdf)

     

    Die Titelverteidiger

    Weltmeister 2014 in Tokio
    Herren-Mannschaft: China (Fan Zhendong, Ma Long, Xu Xin, Wang Hao, Zhang Jike)
    Damen-Mannschaft: China (Chen Meng, Ding Ning, Li Xiaoxia, Liu Shiwen, Zhu Yuling)

    Die Platzierung der Deutschen
    Herren: 2. Platz (Timo Boll, Patrick Franziska, Steffen Mengel, Dimitrij Ovtcharov) - Finale: 1:3 gegen China
    Damen: 5. Platz (Irene Ivancan, Kristin Silbereisen, Petrissa Solja, Sabine Winter, Wu Jiaduo) - Viertelfinale: 0:3 gegen Hongkong

     

    Die Wanderpokale

    Herren-Mannschaft: Swaythling Cup
    Damen-Mannschaft: Marcel Corbillon Cup

     

    Wie war das noch 2014? Die Top-10-Ballwechsel der Team-WM in Tokio im Video

    SH

    Weitere Informationen: