Suppliers' Pool:

Partner:

 
  • 01.02.2016 – International

    DTTB-Aufgebot für Team-WM in Kuala Lumpur steht fest

    DTTB-Aufgebot für Team-WM in Kuala Lumpur steht fest Bundestrainer Jörg Roßkopf, hier mit seinen Führungsspielern Ovtcharov und Boll (Foto: ms)

    Berlin. Mit einem Zehner-Aufgebot fährt Deutschland zu den Mannschafts-Weltmeisterschaften nach Kuala Lumpur (28. Februar – 6. März). Die zuständigen Bundestrainer in Abstimmung mit dem Sportdirektor haben die Maximalanzahl von je fünf Spielerinnen und Spielern nominiert. Deutschland ist bei den Herren an Position zwei, bei den Damen an Position sieben gesetzt.

    Hinter den unangefochtenen Leadern Dimitrij Ovtcharov und Timo Boll hat sich Herren-Bundestrainer Jörg Roßkopf für das Trio Ruwen Filus, Bastian Steger und Patrick Franziska entschieden. „Ruwen ist derzeit der drittbeste Deutsche in der Weltrangliste. Er kann mit seinem Spielsystem gerade Gegnern aus Asien sehr gefährlich werden. Basti ist momentan in einer guten Form und bringt eine große Erfahrung mit. An ihm schätze ich vor allem seine Ruhe. ‚Franz‘ (Patrick Franziska, d. Red.) hat – was mir wichtig ist – bei den großen Weltturnieren überzeugt, hat in Tokio 2014 eine starke Team-WM gespielt und stand im vergangenen Jahr im WM-Viertelfinale“, erklärt Roßkopf seine Entscheidung. Für den 27-jährigen Abwehrspieler Filus vom TTBL-Club Fulda-Maberzell wird es die erste Teilnahme an einer Team-WM sein. 2011 in Rotterdam war der EM-Viertelfinalist bereits im Einzel dabei. Mit Ovtcharov, Boll, Filus, Steger und Franziska sind die in der Januar-Weltrangliste fünf bestplatzierten Spieler nominiert.

    Den für die WM nicht nominierten Assen Patrick Baum (Caen TT, Frankreich) und Steffen Mengel (Bergneustadt) macht Roßkopf Mut. „Eine Nominierung ist immer sehr schwer zu treffen. Mittlerweile habe ich einen Kader von neun Spielern, die alle hohe Ziele haben. 2016 stehen mit WM, Olympia und der EM drei wichtige Turniere an. Das ist nur die Nominierung für die WM und muss im Hinblick auf Olympia oder die EM nichts heißen“, sagt der Bundestrainer. Das Jahr 2015 sei insgesamt kein gutes gewesen. „Die Spieler haben sich in der Weltrangliste eher verschlechtert. Das habe ich auch in den letzten Lehrgängen angesprochen. Trotzdem habe ich großes Vertrauen in alle, und wir greifen 2016 an“, betont Roßkopf.

    Die deutschen Herren, die bei den drei letzten Weltmeisterschaften in Moskau (2010), Dortmund (2012) und Tokio (2014) jeweils im Finale die Übermacht Chinas herausforderten, spielen bei der diesjährigen WM in der "Europa-Gruppe" B mit Schweden, Frankreich, England und Dänemark eine Mini-EM zum WM-Auftakt aus. Fünf der sechs Mannschaften stammen vom "Alten" Kontinent. Hinzu kommt Gastgeber Malaysia als Underdog. Rekordnationalspieler Jörg Roßkopf will auch in Kuala Lumpur versuchen, mit seiner Mannschaft ein Loch in die chinesische Mauer zu reißen: "Unsere Aufgabe ist es, auch diesmal zu versuchen, noch einen Schritt weiter zu gehen, als wir das bei den letzten Weltmeisterschaften waren." Der Trainer des WM-Zweiten kann mit der Auslosung der Vorrundengruppen gut leben: "Die Auslosung ist für uns okay. Wir werden alles daran setzen, unserer Favoritenrolle gerecht zu werden, um als Gruppenerster direkt in das Viertelfinale einzuziehen.

    Damen-Aufgebot das gleiche wie bei der WM 2015

    Bundestrainerin Jie Schöpp mit ihrer WM-Eins Peti Solja (Foto: ms)Bei den Damen ist das Einzel-WM-Aufgebot der WM 2015 auch das der Team-WM 2016. Bundestrainerin Jie Schöpp hat sich auf die fünf Spielerinnen festgelegt, die schon im vergangenen Jahr in Suzhou das Nationaltrikot trugen. Angeführt wird das Feld von der World-Cup-Dritten und Weltranglisten-15. Petrissa Solja. Dahinter folgen Irene Ivancan, Sabine Winter, Kristin Silbereisen und Nina Mittelham. Es ist das Quintett, das auch in der Weltrangliste am höchsten platziert ist, ausgenommen Han Ying (Tarnobrzeg, Polen, WR: 9) und Shan Xiaona (Berlin, 16), die bei Welttitelkämpfen nicht startberechtigt sind.

    „Der Unterschied zwischen den nominierten fünf Spielerinnen und den jungen Spielerinnen, die in der Weltrangliste dahinter stehen, ist momentan noch sehr groß“, sagt Bundestrainerin Jie Schöpp. Insofern sei die Nominierung keine große Überraschung. Erfreut zeigt sich Schöpp über die Entwicklung von Youngster Nina Mittelham vom Bundesligisten Driburg. Die 19-Jährige befindet sich nach längeren Verletzungssorgen wieder auf dem Weg nach oben. „Das ist ein gutes Zeichen, Nina fühlt sich deutlich besser, ihr Körper hält das regelmäßige Training aus. Sie ist in der Trainingsgruppe in Düsseldorf mittlerweile richtig angekommen“, so Schöpp. Mittelham debütierte im vergangenen Jahr bei der WM in Suzhou, als sie im Einzel die zweite Runde erreichte und dort der amtierenden Einzel-Europameisterin Elizabeta Samara (Rumänien) knapp mit 2:4 unterlag.

    Bei der WM in Kuala Lumpur trifft Deutschland – zuletzt dreimal Team-Europameister in Folge – unter anderem auf den Finalisten der letzten WM, Japan, die nur schwer auszurechnenden Nordkoreanerinnen, die wie Deutschland 2014 in Tokio das Viertelfinale erreichten, sowie auf Tschechien, den Dritten der European Games 2015. Thailand und Brasilien komplettieren die Gruppe B. Damen-Bundestrainerin Jie Schöpp weiß um die Schwere der Aufgabe, die bei der WM auf ihr Team wartet: "Wir haben eine sehr, sehr schwere Gruppe erwischt. Auf dem Weg in das Achtelfinale wartet wirklich harte Arbeit auf uns. Gegen den Gruppenkopf Japan wird es ohnehin schwer, der WM-Zweite von Tokio ist klarer Favorit. Nordkorea ist ein dicker Brocken, gegen den wir den letzten Vergleich vor einem Jahr beim World Team Cup in Dubai recht klar mit 1:3 verloren haben. Aber auch die vermeintlich kleine Tischtennisnation Thailand dürfen wir nicht unterschätzen: Sie haben mit Suthasini Sawettabut mittlerweile eine gute Nummer eins und zudem mit Tamolwan Khetkhuan eine der weltbesten Jugendspielerinnen in ihren Reihen. Das wird also alles andere als ein einfaches Spiel. Mal schauen, was wir bei der WM aus dieser schweren Gruppe machen."

    Das DTTB-Aufgebot für die Team-WM in Kuala Lumpur in der Übersicht

    Herren-Team
    Dimitrij Ovtcharov, Verein: Fakel Gazprom Orenburg (Russland), Weltrangliste: 4
    Timo Boll, Borussia Düsseldorf, 7 (Dezember 2015)
    Ruwen Filus, TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell, 35
    Bastian Steger, SV Werder Bremen, 37
    Patrick Franziska, Borussia Düsseldorf, 41

    Damen-Team
    Petrissa Solja, Verein: ttc berlin eastside, Weltrangliste: 15
    Irene Ivancan, Fenerbahce Istanbul (Türkei), 43
    Sabine Winter, SV DJK Kolbermoor, 52
    Kristin Silbereisen, SV DJK Kolbermoor, 58
    Nina Mittelham, TuS Bad Driburg, 91 (Dezember 2015)

    Hinweis: Weltranglisten-Positionen Januar 2016

    FL

    Bildergalerie

    Weitere Informationen: