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  • 28.01.2016 – Events in Deutschland

    Sechs DTTB-Assen fehlt noch ein Sieg für die Hauptrunde

    Sechs DTTB-Assen fehlt noch ein Sieg für die Hauptrunde Wurde für ein gutes Spiel nicht belohntt: Kristin Silbereisen (Foto: ms)

    Berlin. Vier deutsche Herren und zwei Damen haben die Chance auf den Einzug in die Hauptrunde der besten 32 bei den German Open in Berlin gewahrt. Sabine Winter, Bastian Steger und Ricardo Walther setzten sich knapp in sieben Sätzen durch. Kristin Silbereisen musste eine bittere Niederlage hinnehmen.

    Irene Ivancan und Sabine Winter haben die Chance auf den Einzug in die Hauptrunde der German Open gewahrt. Die Nationalspielerinnen gewannen am Morgen in der Max-Schmeling-Halle ihre Zweitrundenpartien in der Qualifikation und spielen am Mittag um das Ticket für die Runde der letzten 32. Verabschieden mussten sich hingegen Kristin Silbereisen und Nina Mittelham aus dem Wettbewerb. Besonders bitter war die Niederlage Silbereisens gegen die Chinesin Wang Yidi nach einer 3:1-Führung.

    "Ich habe gut gespielt, im sechsten Satz nach einer 6:3-Führung aber leichte Fehler gemacht, die man gegen eine Chinesin einfach nicht machen darf“, erklärte Kristin Silbereisen die Sieben-Satz-Niederlage gegen Wang Yidi. Die Chinesin ist zwar nur auf Position 99 in der Weltrangliste geführt, aber die Platzierung muss - gerade bei Asiaten - nicht immer ein Gradmesser sein.

    Sabine Winter lag gegen die unbequem zu spielende Ruta Paskauskiene (WR: 79) aus Litauen schon mit 0:2 hinten und später auch mit 2:3, ging am Ende aber als Siegerin vom Tisch. "Ich hatte zuvor noch nie gegen sie gespielt und einen schlechten Start. Ich musste meine Taktik ändern, habe mehr Druck mit der Vorhand gemacht. Da sie auf der Rückhand sehr stark ist, habe ich versucht, ihr mehr auf die Hüfte und den Ellenbogen zu spielen. Mein Ziel ist es das nächste Spiel zu gewinnen und in die Hauptrunde einzuziehen", sagte die Weltranglisten-52., Winter.

    Steger wehrt Matchball ab


    Neben Irene Ivancan (4:2 gegen die Russin Prokhorova) zogen bei den Herren Patrick Franziska (4:1 gegen den Ungarn Pattantyus), Steffen Mengel (4:2 gegen den Slowenen Tokic) und Bastian Steger nach einem Siebensatz-Krimi gegen den Koreaner Park Ganghyeon in die nächste Quali-Runde ein. „Das war schon ein hartes Stück Arbeit“, atmete der 34-jährige Routinier vom Bundesligisten Werder Bremen nach dem Match durch, in dem ihn der junge Koreaner bis zum letzten Ballwechsel gefordert hatte. Dabei musste Steger im Entscheidungssatz beim 9:10 sogar einen Matchball abwehren. „Entscheidend war aber, dass ich nach dem 1:3 Satzrückstand einen Tick aggressiver gespielt habe“, sagte der deutsche Nationalspieler, der sich in Berlin bislang mit seiner Form zufrieden zeigt. Auch für die nächste Runde gibt er sich zuversichtlch: „Im Vorjahr habe ich gegen Liping in der Qualifikatikon bei den German Open relativ klar gewonnen und ich bin hier gut drauf“, so Bastian Steger. Allerdings will er sich nicht überraschen lassen: „Er wird sich ganz sicher auch etwas einfallen lassen.“

    Spannend machte es auch Ricardo Walther. Der Bergneustädter landete beim 4:3 gegen den Japaner Yoshida vom Bundesliga-Konkurrenten Grenzau einen feinen Erfolg über einen in der Weltrangliste deutlich höher platzierten Spieler. "Ich bin eigentlich mit einem schlechten Gefühl nach Berlin angereist, habe mich aber gut reingespielt. Mein Gegner war klarer Favorit, aber ich habe bei den Croatian Open 2014 schon gewonnen. Von daher habe ich ein Sieg für möglich gehalten", sagte ein glücklicher Ricardo Walther.

    "Nach dem guten Auftakt und meiner 2:0-Führung war das Match bei 2:2 auf Messers Schneide. In passiven Situationen stand ich oft zu weit vom Ball weg. Das Time Out im fünften Satz war wichtig. Ich konnte mich sammeln und mich mit einem guten Aufschlagspiel auch im sechsten Satz absetzen", resümierte Mengel.

    Überraschend unterlag Patrick Baum dem Inder Desai, in der Weltrangliste nur an Position 156 geführt. „Im ersten Satz habe ich zwei unnötige Rückschlagfehler gemacht. Im gesamten Match war meine Fehlerquote beim Vorhand-Topspin einfach zu hoch. Im sechsten Satz kam ich nach einem 1:5-Rückstand noch heran, beim Stande von 6:6 hat er mich mit einem langen Aufschlag überrascht", bilanzierte der 28-Jährige. 

    Die Spiele der Deutschen in der Qualifikation am Donnerstag

    Damen-Einzel

    2. Runde (64)
    Irene Ivancan – Yulia Prokhorova RUS 4:2 (9,8,-10,-9,8,8)
    Nina Mittelham – Yang Xiaoxin MON 0:4 (-9,-7,-3,-4)
    Kristin Silbereisen – Wang Yidi CHN 3:4 (8,9,-7,10,-6,-10,-9)
    Sabine Winter – Ruta Paskauskiene LTU 4:3 (-4,-9,7,8,-9,8,7)

    3. Runde (32)
    Irene Ivancan – Cheng I–Ching TPE 0:4 (-9,-4,-9,-1)
    Sabine Winter – Li Qian POL 3:4 (7,7,-13,-7,-7,5,-7)

    Herren-Einzel

    3.Runde (64)
    Bastian Steger – Park Ganghyeon KOR 4:3 (5,-7,-9,-6,5,6,10)
    Patrick Franziska – Adam Pattantyus HUN 4:1 (4,-9,4,4,7)
    Patrick Baum – Harmeet Desai IND 2:4 (-14,-8,7,-9,10,-7)
    Ricardo Walther – Masaki Yoshida JPN 4:3 (4,-5,7,-6,-9,6,9)
    Steffen Mengel – Bojan Tokic SLO 4:2 (7,8,-6,-8,9,7)

    4. Runde (32)
    15.00, T 02: Bastian Steger – Li Ping QAT
    15.00, T 05: Patrick Franziska – Panagiotis Gionis GRE
    15.50, T 02: Ricardo Walther – Stefan Fegerl AUT
    15.50, T 04: Steffen Mengel – Tiago Apolonia POR

    Bea Pfaffendorf / Barbara Speckner / Günter Burow / Holger Klinke / Matthias Gehrmann / Willi Baur / FL

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