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  • 28.01.2016 – International

    Dimitrij Ovtcharov: Rio steht über allem

    Dimitrij Ovtcharov: Rio steht über allem Dimitrij Ovtcharov erhält von Sport1-Reporterin Nele Schenker beim "Tag der Schulen" die Trophäe für den Sportler des Jahres (Foto: ms)

    Berlin. Am Tag vor seinem ersten Auftritt bei den German Open in Berlin hat Europameister Dimitrij Ovtcharov den Journalisten in der Max-Schmeling-Halle Rede und Antwort gestanden. "Ich gehe mit Selbstvertrauen in das Turnier", betonte der 27-jährige Weltranglistenvierte, der hinter Weltmeister Ma Long in Berlin an Position zwei gesetzt ist. Vor der Pressekonferenz wurde Ovtcharov beim "Tag der Schulen" noch vom TV-Sender Sport1 als "Sportler des Jahres" ausgezeichnet. Ovtcharov hatte sich in dem User-Voting unter anderem gegen Fußball-Star Thomas Müller und Skisprung-Ass Severin Freund durchgesetzt.

    "So ein hochkarätiges Turnier schon im Januar hatten wir schon lange nicht mehr", befand Europameister Dimitrij Ovtcharov am Donnerstagvormittag bei der ersten Pressekonferenz im Rahmen der German Open. Aus gutem Grund, wie der 27-jährige deutsche Nationalspieler hinzufügte: „Einen Monat vor den Weltmeisterschaften ist jeder Vergleich Gold wert.“ Eine Prognose wollte er nicht abgeben. Aber: "Ich gehe mit Selbstvertrauen in das Turnier." Gleichwohl hoffe er für das gesamte Team, "dass wir uns bis zu den Weltmeisterschaften noch steigern können". Denn nach einigen nicht optimal verlaufenen Europameisterschaften wäre es schön, "wenn wir in Malaysia unsere Stellung untermauern könnten."

    Anschließend stünde für ihn Olympia im Vordergrund. Wahrscheinlich starte er noch in Katar, im Mai und Juni jedoch sei nur noch Training angesagt, speziell "um am Spiel und Körper zu arbeiten". Wobei sich Ovtcharov zufolge mit der Einführung des Plastikballs auch hier die Schwerpunkte verschoben haben. "Aufwärmen, Dehnübungen und Athletiktraining sind viel wichtiger geworden", sagt der Weltranglistenvierte und sieht sich in diesem Punkt mit vielen Spitzenspielern einig: "Der neue Ball hat unseren Sport enorm verändert, vor allem die besseren Aktiven sind deutlich verletzungsanfälliger geworden." Der Hintergrund: "Man muss im Spiel mehr Masse hinter den Ball bekommen und das erzeugt Probleme im unteren Rückenbereich."

    Dimitrij Ovtcharov bei der Pressekonferenz, daneben Simone Hinz (DTTB-Pressesprecherin) (Foto: ms)Froh ist Dimitrij Ovtcharov über seine direkte Qualifikation für Rio. Damit bleibt ihm das Qualifikationsturnier in Istanbul erspart. Was die Spiele selbst betreffe, für ihn selbst übrigens bereits seine dritten, hätten sich nun die Prioritäten auch ein wenig verschoben. Dabei sein ist alles stehe nicht mehr im Vordergrund, "jetzt kann ich mich voll auf den Sport konzentrieren und das Turnier zielstrebig angehen." Einen Wunsch allerdings hat er noch: "Bis Ende März noch Siege gegen ein oder zwei Chinesen, egal wer." Denn das gebe Selbstvertrauen und stärke den Glauben an die eigenen Möglichkeiten.

    Auch verstärktes Training mit Chinesen wäre vorteilhaft, meint der Weltranglistenvierte, zumal die Leistungsdichte in Europa sinke. Erfreulich aus seiner Sicht: Sein Verein Fakel Gazprom Orenburg sei von der aktuellen Wirtschaftskrise in Russland bislang nicht betroffen. "Der Teamgeist dort ist enorm groß, daran hat sich auch in meiner sechsten Saison nichts geändert", freut sich Ovtcharov, der gemeinhin im Jahr rund 40 Tage vor Ort weilt. Die nächsten Tage freilich gehören Berlin. "Hier bin ich immer gerne“, betont er, und das gelte auch für seine Freizeit. Über Neujahr etwa habe er hier einige Tage genossen, sagt er und fügt hinzu: "Ich war auch in einem Museum".

    Willi Baur

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