Suppliers' Pool:

Partner:

 
  • 31.01.2016 – Events in Deutschland

    Samsonov gegen den "menschlichen Außerirdischen" im Finale / Neuauflage von Magdeburg 2005

    Samsonov gegen den Der "alte Mann" trumpft in Berlin auf (Foto: ms)

    Berlin. Mit eindrucksvollen Halbfinal-Erfolgen sind Ma Long und Vladimir Samsonov in das Einzel-Finale der German Open 2016 in Berlin eingezogen. Weltmeister Ma Long gab gegen Landsmann Zhang Jike wie schon in den Runden zuvor keinen Satz ab, Samsonov entzauberte den Ovtcharov-Bezwinger Chuang Chih-Yuan. Das Finale am Nachmittag ist die Neuauflage des Endspiels von 2005 in Magdeburg.

    Vor seinem geliebten Berliner Publikum knüpfte Vladimir Samsonov an seine gute Vorstellung im Viertelfinale gestern gegen Timo Boll an und gab gegen Ungarn-Open-Gewinner Chuang Chih-Yuan nur einen Satz ab. "Im vierten Satz bin ich noch mal nervös geworden, als Chuang aufgeholt hat. Aber nach dem Ball zum 11:8 war er down", sagte der 39-jährige Samsonov. Mit einem Weltklasse-Punkt hatte der Routinier den Satz beendet.

    Jetzt geht es im Finale gegen Ma Long, gegen den "Vladi" schon oft gewonnen habe. "Aber das letzte Mal war 2009", fügt er lachend hinzu. 2005 bei den German Open in Magdeburg hatte Samsonov ebenfall gegen Ma triumphiert. "Zuletzt hat es nicht mehr mit einem Sieg geklappt. Ma Long hat sich unheimlich verbessert, einen Wahnsinns-Sprung gemacht und spielt viel lockerer seit er Weltmeister ist", sagte "Vladi", der auf der Tour regelmäßig ohne Coach auftritt. Als erfahrener Spieler sei das keim Problem. "Ich komme auch alleine klar. Aber klar, wenn man schlecht drauf ist, dann hilft auch ein guter Coach. In kritischen Phasen könnte ein guter Trainer ein Spiel sodar noch drehen."

    Der Unterlegene, Chuang, haderte mit seiner Fehlerquote. "Es waren viel mehr Fehler als gestern gegen Ovtcharov. Gegen Vladi habe ich immer Probleme. Er ist in perfekter Verfassung und hat verdient gewonnen", so der Taiwanese.

    Zhang Jike mit Rückenproblemen

    Im ersten Halbfinale hatte der Topfavorit Ma Long seinem Landsmann Zhang Jike keine Chance gelassen. "Die Schmerzen in meinem Rücken sind gestern nach den Spielen größer geworden und haben heute leider keine bessere Leistung zugelassen", sagte der amtierende Olympiasieger Zhang Jike. "Ma Long hat auf jeden Fall eine größere Chance, das Finale zu gewinnen."

    "Schade, dass Zhang Jike so Probleme mit seinem Rücken hat, was ihn stark beeinflusst. Es wird ein hartes Finale. Samsonov ist einmal mehr auf einem Höhepunkt seiner Karriere seit fast einem Jahr", sagt Ma Long, der das deutsche Publikum lobt. "Es ist großartig, in Deutschland zu spielen. Hier sind so viele Tischtennis-Fans, die für mich klatschen. Ich denke, das hat auch viel mit meinem WM-Doppel mit Timo zu tun. Danke, dass mich alle unterstützen", so Ma Long, der nicht nur in Berlin in einer anderen Liga spielt. Die FAZ taufte ihn in diesen Tagen als "menschlichen Außerirdischen".

    Herren-Einzel

    Halbfinale
    Ma Long CHN - Zhang Jike CHN 4:0 (7,4,7,7)
    Vladimir Samsonov BLR - Chuang Chih-Yuan TPE 4:1 (6,9,-7,8,3)

    Finale um 15.10 Uhr
    Ma Long CHN - Vladimir Samsonov BLR

    Chen Zhang / Bea Pfaffendorf / Willi Baur / FL

    Bildergalerie

    Weitere Informationen: