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  • 31.01.2016 – Events in Deutschland

    14.000 Zuschauer: Rekord-Zahlen getoppt, positive German-Open-Bilanz

    14.000 Zuschauer: Rekord-Zahlen getoppt, positive German-Open-Bilanz Prominent besetztes Podium: Ahlert, Prause, Weikert, Geiger, Althoff (v.l., Foto: ms)

    Berlin. „Für uns ist es keine Frage, dass wir wieder nach Berlin zurück kommen wollen“, sagte DTTB-Präsident Michael Geiger am Sonntag vor den Endspielen in der Max-Schmeling-Halle. Offen sei allerdings der Anlass. Europameisterschaften vielleicht, möglicherweise aber auch eine WM. „Damit werden wir uns zu gegebener Zeit beschäftigen“, so der Verbandschef vorsichtig.

    Positiv bilanzierte er jedenfalls die zurückliegenden fünf Berliner Turniertage, und sein Vorgänger im Amt, Thomas Weikert, inzwischen Präsident des Weltverbands ITTF, pflichtete ihm bei. Ebenso der Präsident des gastgebenden Berliner Tisch-Tennis Verbands (BTTV), Michael Althoff. Zufrieden verabschiedete sich letztlich auch DTTB-Sportdirektor Richard Prause aus der Hauptstadt, freilich mit ein paar kleinen Schönheitsfehlern. „Unter dem Strich verlief das Turnier für uns durchwachsen“, erklärte Prause, gefehlt habe freilich „ein Einzelergebnis nach oben“.

    14.000 Besucher an fünf Tagen

    Der ehemalige Nationalspieler verwies indes auch auf die „überragende Besetzung des Turniers“. Es sei nicht leicht, aufgrund von Einzelergebnissen ein Gesamtresümee zu ziehen. Unbestritten aber ist das DTTB-Team Prause zufolge mit einer hohen Messlatte angereist. Auch mit dem Wunsch im Hinterkopf, am Finaltag im Einzel noch vertreten zu sein. Der ist bekanntlich nicht erfüllt worden, neben „der einen oder anderen ansprechenden Leistung“ (Prause) waren auch ein paar Enttäuschungen zu verarbeiten. Alles indessen verbunden mit wertvollen Fingerzeigen für Trainer und weitere Verantwortliche, im Hinblick auf die bevorstehenden Weltmeisterschaften in Malaysia Ende Februar wie darüber hinaus.

    Sportpolitisch aber kann der DTTB die German Open 2016 als makellosen Erfolg verbuchen. Mehr als 14.000 Besucher füllten an den fünf Spieltagen die Ränge, Rekordzahl in der German-Open-Historie. Am Finaltag kamen allein 600 Jugendliche mit freiem Eintritt im Rahmen der Aktion „U18“. Damit sei die im Vorfeld erhoffte Zielzahl von 12.000 Zuschauern, so viele waren es 2013, deutlich übertroffen worden, freute sich Präsident Geiger.

    Besuch von Bundesjustizminister Maas

    Integrationsbotschafter der DTTB-Kampagne 'One Game. One World.': Heiko Maas bei den German Open (Dritter v. r., Foto: ms)Nicht minder wichtig aus seiner Sicht der Besuch von Bundesjustizminister Heiko Maas und dessen Bereitschaft, im Rahmen der in Berlin vorgestellten DTTB-Kampagne „One Game. One World“ als Integrationsbotschafter zu fungieren. „Schon der Besuch des Ministers allein war ein Statement“, sagte Geiger, der in diesem Zusammenhang nicht ohne Stolz auf die Rolle des DTTB in sportpolitischen Fragen verweisen konnte. „Beim gerade verabschiedeten Anti-Doping-Gesetz waren wir als Unterstützer aus Überzeugung ganz vorne dabei.“

    ITTF-Präsident Thomas Weikert zufolge muss es beim derzeitigen Austragsmodus des Turniers nicht bleiben - keine Qualifikation im Doppel, keine Gruppenspiele in der U21- und Einzel-Quali bei den "Grand-Slam-", den Super-Series-Turnieren. Wer nicht unter den Top 16 Doppel der Setzliste war, 21 Jahres alt ist oder älter und im Einzel sein erstes Spiel verlor, für den war das Turnier bereits nach einer Partie beendet: „2016 ist für die World Tour ein Übergangsjahr, eventuell werden wir im kommenden Jahr ein neues Konzept auf den Weg bringen. Offenbar gibt es hinter den Kulissen unterschiedliche Vorstellungen. „Ich weiß natürlich, dass der DTTB solche Situationen nutzen will, um junge Spieler an die Spitze heranzuführen“, so Weikert, für andere Länder aber gelte das weniger.

    Berliner Verband erhofft sich Impulse vor allem für die Jugend

    Zuvor hatte die DTTB-Vizepräsidentin Leistungssport Heike Ahlert für eine Rückkehr zum früheren Austragungsmodus plädiert, eine Qualifikation in Gruppen etwa. „Ein reines K.-o.-System ist für junge Leute schwierig, eine Reise von 5.000 Kilometern für ein Spiel sehr unbefriedigend“, argumentierte Ahlert.

    Den einen oder anderen Wunsch verbindet auch Berlins Verbandspräsident Michael Althoff mit seiner aktuellen Turnier-Bilanz: Impulse vor allem für die Entwicklung der Mitgliedszahlen. Die seien zwar ungeachtet der demografischen Entwicklung konstant, angestrebt werde aber ein höherer Anteil jugendlicher Sportlerinnen und Sportler. Überdies wünsche er den Berliner Spitzenklubs höhere Besucherzahlen. Eher in der ferneren Zukunft angesiedelt sieht Althoff seine „Hoffnung, nochmals eine WM oder eine EM nach Berlin zu bekommen“.

    Willi Baur

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