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  • 31.01.2016 – International

    Champion Ma Long: "Ich war gewarnt"

    Champion Ma Long: German-Open-Pokal für Ma Long (Foto: ms)

    Berlin. Ma Long hat seine momentane Ausnahmestellung im Welttischtennis am Sonntag in der Berliner Max-Schmeling-Halle eindrucksvoll untermauert. Der Weltmeister und Weltranglistenerste fertigte im Halbfinale zunächst seinen Teamkollegen Zhang Jike ab und ließ im Finale Vladimir Samsonov keine Chance. Der Weißrusse schaffte es immerhin, dem 27-jährigen Ma einen Satz abzunehmen. Es war der erste und einzige im gesamten Turnier.

    Das Finale von 2016 war die Wiederauflage des Endspiels von vor elf Jahren - ebenfalls in Berlin. Damals hatte Vladimir Samsonov den jungen Ma Long noch in die Schranken gewiesen. Seinerzeit hatte Ma mit 3:1 in Sätzen geführt und die Partie noch aus der Hand gegeben. Diesmal gab der von der FAZ getaufte "Menschliche Außerirdische" nur einen Satz ab - den einzigen im gesamten Turnier. "Ich habe nicht darüber nachgedacht, ob ich bei dem Turnier einen Satz verliere oder nicht. Gegen Vladi habe ich schon einige Male nach einer Führung verloren. Zum Beispiel 2005 bei den German Open, als ich gegen ihn mit 3:1 führte. Ich war also gewarnt", sagte Ma Long. Das Match sei einseitiger gewesen als erwartet, aber: "Es war nicht so einfach. Meine Bilanz gegen Vladi ist relativ ausgeglichen. Er ist in guter Form, hat Chuang und Timo besiegt. Auf mögliche Schwierigkeiten habe ich mich vor dem Spiel vorbereitet. Das Endergebnis war nicht so knapp, wie ich es erwartet habe", sagte der derzeit beste Tischtennisspieler auf dem Planeten und große Favorit auf den Olympiasieg in Rio.

    "Hab mich über Satzgewinn gefreut"

    Kraftvoll in jeder Situation: Ma Long (Foto: ms)"Ma Long hat mir mit seinem Aufschlag Probleme bereitet. Natürlich hatte ich mir heute etwas mehr erhofft, aber bei meiner passiven Spielweise bestand leider keine Chance, mehr als den einen Satz zu gewinnen. Darüber habe ich mich sehr gefreut, es war ja der erste Satzverlust von Ma Long in diesem Turnier und auch eine Freude für die Zuschauer. Aber im fünften Satz hat er mir keine Chance gelassen, die Rückhandbälle sehr schnell gespielt, auf meine höheren Bälle retournierte er immer mit einer guten Antwort", bilanzierte der Weltranglisten-Zehnte, frühere Europameister und German-Open-Gewinner von 2005, Vladimir Samsonov.

    Beim Vergleich des momentan Besten, Ma Long, mit früheren Größen des Sports, ist Samsonov etwas vorsichtig. "Ma Long ist in seiner Generation sicherlich ein sehr starker Spieler, der im Vergleich zu seinen Vorgängern ebenfalls sehr gut spielt. Ob er wirklich ganz außerordentlich gut und besser spielt als seine Generationen vor ihm, lässt sich nicht vergleichen. Ma Long verliert auch schon einmal das eine oder andere Spiel. Aber man kann nicht pauschal das Resultat abgeben, er wäre ganz außergewöhnlich gut oder besser als seine Vorgänger als Weltmeister oder Sieger von großen Turnieren." 

    Der sympathische Weißrusse selbst sei mit seinem Abschneiden bei den German Open mit Siegen unter anderem über die Top-Ten-Spieler Timo Boll und Chuang Chih-Yuan "hochzufrieden".

    Herren-Einzel

    Halbfinale
    Ma Long CHN - Zhang Jike CHN 4:0 (7,4,7,7)
    Vladimir Samsonov BLR - Chuang Chih-Yuan TPE 4:1 (6,9,-7,8,3)

    Finale
    Ma Long CHN - Vladimir Samsonov BLR 4:1 (7,6,4,-10,5)

    Matthias Gehrmann / Chen Zhang / FL

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