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  • 03.02.2016 – 1. Bundesliga Damen

    Der Stachel sitzt noch tief

    Der Stachel sitzt noch tief Die Nummer eins Nadine Bollmeier soll den TUSEM Essen zum Sieg führen (Aufnahme: Holger Straede)

    Neu-Isenburg. Mit den German Open in Berlin und dem Europe Top-16 in Portugal jagt ein Hochkaräter im Moment den nächsten. Deshalb meldet sich die Bundesliga mit nur einem kleinen Programm zu Wort, das es aber in sich hat. Die SV Böblingen zündete zum Rückrundenstart beim Aufsteiger TTV Hövelhof ein Feuerwerk. Aus diesem Grund wird sich auch die TTG Bingen/Münster-Sarmsheim warm anziehen müssen. Der TUSEM Essen gibt sich mit der Saison rundum zufrieden, aber die Auftaktniederlage beim TV Busenbach liegt dem Tabellendritten immer noch im Magen. An eigenen Tischen soll nun versucht werden, den Spieß umzudrehen.

    Sonntag, 10.30 Uhr: SV Böblingen – TTG Bingen/Münster-Sarmsheim

    Immer wieder ein Genuss – Qianhong Gotsch gegen Ding Yaping

    Die SV Böblingen eröffnete die zweite Saisonhälfte blendend, düpierte Gastgeber TTV Hövelhof, und sitzt mit 7:13 Punkten gefestigt im Sattel. Vier Leistungsträgerin der SV Böblingen ist Abwehrcrack Qianhong Gotsch Aufnahme: Rainer Oppenheimer) Zähler Vorsprung gegenüber dem Tabellenneunten TSV Schwabhausen bedeuten schon ein schönes Polster. Gegen die TTG Bingen/Münster-Sarmsheim wartet ein Klassiker nicht nur zwischen den beiden Abwehrspielerinnen Qianhong Gotsch und Ding Yaping. „Wir kennen uns schon lange, und es war für uns immer ein schweres Match. Das Ausrufezeichen in Hövelhof haben wir natürlich zur Kenntnis genommen. Dieser Sieg wird der Sportvereinigung sicher Auftrieb geben. Das Duell Gotsch contra Yaping verlief in der Regel wechselseitig. Von daher wäre unsere Nummer eins an der Reihe. Insgesamt ist überhaupt nicht klar wer gewinnt, obwohl zwei Punkte in unserem Plan drin sind“, erklärt TTG-Vorsitzender Joachim Lautebach.

    Gotsch löste im ersten Vergleich eine Drucksituation aus, denn mit zwei Einzeln und dem Erfolg im Doppel zusammen Rosalia Stähr hing der Sieg der Bingerinnen am seidenen Faden. Auf eine hundertprozentige Fünf-Satz-Ausbeute darf sich bei der TTG die Nummer drei Dana Cechova verlassen. Alle fünf Partien in dieser Saison vereinnahmte die Tschechin zu ihren Gunsten. Auch gegen das hintere Paarkreuz der SVB mit Theresa Kraft und Julia Kaim. „Wir gehen von einem spannenden Verlauf aus, auch der Kampf um die Plätze drei bis fünf in der Tabelle wird nicht langweilig werden. Für uns ist nur nicht ideal, dass wir regelmäßig die anspruchsvollen Spiele gleich zum Anfang vor der Brust haben“, sagt Lautebach.

    Sonntag, 15 Uhr: TUSEM Essen – TV Busenbach

    Gastgeberinnen wollen Scharte auswetzen

    Neues Spiel, neues Glück unter dieses Motto stellt der TUSEM Essen die angestrebte Revanche gegen den TV Busenbach. In der Hinrunde stand den Essenerinnen Spitzenspielerin Nadine Bollmeier nicht zur Verfügung, der TVB ließ sich nicht zweimal bitten und schlug zu. Eine Niederlage, die dem TUSEM bis dato quer sitzt. „Damit konnten wir nicht zufrieden sein. Unser Anspruch ist diesmal ein Sieg, ob es klappt werden wir sehen. Wir spielen auf jeden Fall mit Jessica Göbel vom TV Busenbach will sich steigern (Aufnahme: Holger Straede)Nadine und Barbora Balazova. Wer im hinteren Paarkreuz antritt ist offen. Barbora konnte bei den German Open nach einem 0:2, 1:4 gegen Georgina Pota (ttc berlin eastside) noch gewinnen und viel Selbstbewusstsein tanken. Wir gehen aber auch davon aus, dass Jessica Göbel ihre Form verbesserte. Nach ihrer Schulteroperation stand gegen uns ihr erster Wettkampf an. Falls Alena Lemmer zum Einsatz kommt, hat sie nach dem 0:2, bestimmt noch etwas gut zu machen. Seinerzeit war sie allerdings auch nicht richtig fit. Unsere Achillesferse bleiben die Doppel. Mal sehen, ob uns etwas Gewinnbringendes einfällt“, gibt sich TUSEM-Teammanager Klaus Ohm optimistisch.

    Für Busenbachs Mannschaftsführerin Jessica Göbel ist der Abstiegs-Drops bereits gelutscht, sodass sich der Tabellensiebte bei 6:12 Punkten nicht mehr bedroht sieht. „In Essen rechne ich mit einer Partie, in dem es sehr viele, enge Spiele geben wird. Das bedeutet gleichzeitig, dass auch vom Endergebnis alles drin sein kann. Tanja Krämer und ich müssen uns in jedem Fall im Vergleich zum Leipzig-Spiel steigern. Wir fahren nicht nach Nordrhein-Westfalen, um der Ohm-Truppe die Punkte bereits vorher zu schenken“, gibt sich die Nummer zwei Göbel wie immer motoviert.

    Martina Emmert

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