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  • 09.02.2016 – One Game. One World.

    Kick-off für One Game. One World.: Turnier für Flüchtlinge in Limburg

    Kick-off für One Game. One World.: Turnier für Flüchtlinge in Limburg Ob große oder kleine Tische: Kinder und Erwachsene hatten viel Spaß (Foto: TT-Kreis Limburg-Weilburg)

    Limburg/Neu-Isenburg. Welche Bedeutung der Sport im Bereich der Integration einnehmen kann ist beachtlich. Der Tischtennis-Kreis Limburg-Weilburg hat dies einmal mehr bewiesen und ein Turnier für Flüchtlinge veranstaltet. Insgesamt 50 Personen aus Syrien, Afghanistan und Albanien, daunter 18 Kinder, nahmen teil. Das Ergebnis: Viel Dankbarkeit, glückliche Gesichter und Freudentränen. Das Turnier war zugleich die offizielle Auftaktveranstaltung für die DTTB-Kampagne "One Game. One World."
     

    Der Bericht des Tischtennis-Kreises Limburg-Weilburg

    Beim ersten Tischtennis-Turnier für Flüchtlinge im Kreis Limburg-Weilburg haben 18 Kinder die mini-Meisterschaften ausgespielt. Aber auch die kleinen und größeren Geschwister sowie die Eltern hatten viel Spaß mit Schläger, Ball und Tisch. Die Tische und Schläger gab es in unterschiedlichen Größen und auch eine Ballmaschine mit Zielfeldern war vor Ort. Dies wurde vom DTTB-Schnuppermobil möglich gemacht.

    Nachdem Schnuppermobil-Teamer Alexander Murek im vergangenen Jahr insgesamt zwölfmal an Schulen im Kreis Limburg-Weilburg Halt gemacht hatte, entstand Ende November gemeinsam mit Kreiswart Thomas Meilinger die Idee, dies auch Flüchtlingskindern und deren Familien anzubieten. Aus der Idee wurde schnell Wirklichkeit, da neben dem sehr engagierten Verein VfR 07 Limburg mit seinem rührigen TT-Abteilungsleiter Erwin Kremer und Jugendleiter Michael Zips auch viele andere Ehrenamtliche zum Erfolg der Veranstaltung beitrugen.

    Ein einziges Telefonat genügte / Glücksfall Negat Hassen

    So mussten zunächst die Flüchtlingskinder und deren Eltern gezielt angesprochen werden. Nach nur einem einzigen Telefonat mit der Leiterin des Kreis-Sozialamtes in Limburg, Frau Zimmermann, wurde uns eine Mitarbeiterin benannt, die sich als absoluter Glücksfall herausstellte. Frau Negat Hassen sprach mit den Familien, übernahm die vollständige Koordination des Transfers der Flüchtlinge von deren Unterkunft zur Turnhalle der Erich-Kästner-Schule und wieder zurück und war während des ganzen Turniers als Ansprechpartnerin und Dolmetscherin dabei.

    Kinder sprechen schon sehr gut Deutsch – Dolmetscher Ibrahim Mawasse besorgte den Rest

    Bereits bei der Einladung hatte der seit vielen Jahrzehnten in Niederbrechen wohnende Palästinenser Ibrahim Mawasse den Flyer in die arabische Sprache übersetzt. Bei der Begrüßung und auch beim Turnier selbst übersetzte er laufend ins Arabische, so dass auch die Eltern alles verstehen konnten. Viele Kinder aus Syrien, Afghanistan und Albanien sprechen schon sehr gut Deutsch, obwohl sie zum Teil erst seit wenigen Monaten in Deutschland leben.

    Präsident des Weltverbandes ITTF Thomas Weikert auch vor Ort

    Schnuppermobil-Teamer Alexander Murek erklärt den AblaufNeben den vielen ehrenamtlichen Helfern, die den Transport der Flüchtlinge von Lindenholzhausen, Staffel, Offheim und Elz nach Limburg vorgenommen hatten, lies es sich auch der in unserem Kreis wohnhafte ITTF-Präsident Thomas Weikert nicht nehmen, die Veranstaltung zu besuchen und in einer kurzen Begrüßungsrede den Teilnehmern viel Spaß zu wünschen. Nachdem Erwin Kremer und Thomas Meilinger die Gäste ebenfalls begrüßt und kurz den Turnier-Ablauf erläutert hatten, übernahm Alexander Murek das Kommando. Der Schnuppermobil-Teamer erklärte den Kindern die korrekte Schlägerhaltung und zeigte am Tisch, wie man einen Aufschlag korrekt ausführt. Die Kinder konnten dann an den vielen großen und kleinen Tischen üben und sich so auf ihr erstes Turnier vorbereiten. Für die mini-Meisterschaften wurden die Kinder altersgemäß in drei Gruppen aufgeteilt. Insgesamt gingen 18 Kinder an den Start.
    Hier zeigte sich, dass einige Kinder, obwohl sie zum ersten Mal einen Schläger in der Hand hielten, es bereits schafften, den Ball mehrmals über das Netz zu spielen. Sogar der ein oder andere Aufschlag gelang. Nachdem alle Spiele absolviert waren, kam es zur Siegerehrung. Die Kinder erhielten eine Urkunde und einen Butterfly-Schal. Für die drei Erstplatzierten hatte der Verein Medaillen besorgt und Alexander Murek Tischtennis-Schläger, Rucksäcke und Sporttaschen gestiftet.

    Kinder und Eltern sehr dankbar für die gelungene Abwechslung – Tränen der Freude

    Kreiswart Thomas Meilinger (rechts) mit Dolmetscher Ibrahim Mawasse und Koordinatorin Negat Hassen vom Kreis-SozialamtDie Freude der Kinder und der Eltern während des gesamten Turniers und die Dankbarkeit, einmal den Alltag zu verdrängen, war nicht zu übersehen. Es gab teils Freudentränen und viele glückliche Gesichter. Nach dem Turnier für die Kleinen kamen auch die Großen auf ihre Kosten. Hier hatte sich Alexander Murek etwas ganz Besonderes ausgedacht, nämlich ein Doppelturnier. Dabei spielte immer ein Flüchtling mit einem Vereinsmitglied des VfR 07 Limburg. Insgesamt kamen 17 Doppelpaarungen zusammen, die bei einem Kaiser-Turnier mehrere Durchgänge spielten. Am Ende stand auch hier ein Siegerdoppel fest. Die Gewinner und die Zweitplatzierten erhielten ebenfalls Medaillen und kleine Preise.
    Am Ende der Veranstaltung war nicht nur der Ausrichter, der VfR 07 Limburg - der übrigens alle Getränke und das Essen kostenlos zur Verfügung gestellt hatte - sondern auch alle ehrenamtlichen Helfer und natürlich die Flüchtlinge sehr zufrieden und glücklich, dabei gewesen zu sein. Allen Flüchtlingen wurde angeboten, am Vereinstraining teilzunehmen.

    Handzettel-Vorlage in vier Sprachen


    Neben dem Tischtennis-Kreis Limburg-Weilburg engagieren sich bundesweit schon Dutzende Vereine im Bereich der Integration, richten Turniere aus, veranstalten Aktionstage oder laden in das Vereinstraining ein. Der DTTB unterstützt mit verschiedenen Maßnahmen. Unter anderem gibt es auch eine Handzettel-Vorlage in vier Sprachen. Die Flyer können dann mit eigenen Daten versehen und an Flüchtlinge und in Heimen verteilt werden.
     

    Über die Kampagne One Game. One World.

    One Game. One World. heißt die neue Sportentwicklungs-Kampagne des DTTB. Die Grundbotschaft lautet: „Jeder Mensch soll die Chance haben, Tischtennis zu spielen – am besten im Verein“. Der DTTB möchte gemeinsam mit seinen gut 9500 Vereinen einen Beitrag zur interkulturellen und soziale Öffnung über Tischtennis leisten. Gleichzeitig sollen die Chancen, die eine Öffnung mit sich bringt, genutzt werden. One Game. One World. umfasst verschiedene Maßnahmen. Es gibt materielle Unterstützung (TT-Set, Spiel-mit-Schläger, usw.), Schnuppermobil-Touren sowie Aus- und Fortbildungen auch speziell im Bereich Integration. Vor allem in der Flüchtlingshilfe war die DTTJ bereits aktiv. Neben Material-Sets gibt es auch eine Handzettel-Vorlage in vier Sprachen. Die Flyer können an Flüchtlinge und in Heimen verteilt werden.
    Weitere Infos zur Kampagne in unserem aktuellen Newsletter Sportentwicklung.

    One Game. One World. ist eine Kampagne der Deutschen Tischtennis-Jugend (DTTJ) im DTTB. Die Maßnahmen werden unterstützt durch die Deutsche Sportjugend (dsj).

    Tischtennis-Kreis Limburg-Weilburg / FL

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