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  • 11.02.2016 – One Game. One World.

    Justizminister Maas ist Botschafter von One Game. One World.: "Kampagne verdient breite Unterstützung"

    Justizminister Maas ist Botschafter von One Game. One World.: Heiko Maas bei den German Open: "Verbindende Kraft des Sports ist ein wesentlicher Schlüssel zur Integration" (Fotos: ms)

    Neu-Isenburg. Während den German Open in Berlin hat der DTTB seine neue Sportentwicklungs-Kampagne „One Game. One World.“ vorgestellt. Mit One Game. One World. will der DTTB einen aktiven Beitrag zur Integration von Menschen leisten, die einen erschwerten Zugang zu unserer Sportart und den Vereinen haben, etwa Flüchtlinge oder sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche. Der Termin in der Max-Schmeling-Halle war prominent besetzt, unter anderem mit Bundesjustizminister Heiko Maas, der einer der Botschafter von One Game. One World. ist. „Wo werden Menschen am besten und einfachsten zusammengebracht? Beim Sport! Die verbindende Kraft des Sports ist ein wesentlicher Schlüssel zur Integration und zum Zusammenwachsen. One Game. One World. ist eine tolle Aktion des DTTB, die breite Unterstützung verdient“, sagte Maas.

    Hetav Tek flüchtete ala Vierjährige mit ihren Eltern aus dem IranNeben Justizminister Maas ist auch Hetav Tek eine Botschafterin von One Game. One World. Die stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Bundesjugendrings und Vorsitzende der djo-Deutsche Jugend in Europa hat selbst eine bewegte Vergangenheit hinter sich, flüchtete als Vierjährige mit ihren Eltern aus dem Iran nach Deutschland und engagiert sich seit ihrem 13. Lebensjahr ehrenamtlich. Auf die Frage, was Engagement und Integration für Vereine bedeutet, antwortete Tek: „Das eine ist, dass Vereine neue Mitglieder bekommen, was völlig legitim ist. Integration und Engagement bedeutet aber auch, dass Vereine ihre Strukturen und die eigene Kultur umdenken, gucken müssen, wie gehe ich mit den neuen Mitgliedern um. Strukturen müssen neu gedacht werden und Menschen die Möglichkeiten geben, sich niederschwellig zu beteiligen – unabhängig von Religion, Zugehörigkeit und sozialen Strukturen. Den Mehrwert sehen wir bereits in vielen Vereinen.“

    „Sport ist Bindeglied und gelebte Integration“

    Von 90.000 Vereinen des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) würden sich bereits 40.000 im Bereich der Integration engagieren, erklärte Stephan Abel, Vizepräsident Wirtschaft und Finanzen des DOSB und ehemaliger Präsident des Deutschen Hockey-Bundes. „Es geht darum, dass der Sport völlig ohne Sprachbarrieren auskommt. Der Sport braucht Regeln, und der Sport braucht das Gefühl für Miteinander. Und dieses Gefühl kann jeder Verein, egal ob Handball, Fußball, Hockey, Tischtennis usw. den Leuten bieten, die da hinkommen“, betonte Abel.

    Auch Arne Klindt, DTTB-Vizepräsident Sportentwicklung, und DTTB-Sportdirektor Richard Prause äußerten sich zur neuen Kampagne. „Wir versuchen, Vereine in ihrem Engagement zu unterstützen, zum Beispiel dass wir bei der Kooperation mit Flüchtlingsunterkünften ein Schlägerset zur Verfügung stellen, das im Verein verbleibt und als Leihschläger herausgegeben werden kann. Das ist eine sehr konkrete Unterstützung, damit die Menschen vor Ort einfach loslegen können. Gegenwärtig haben wir schon 130 Vereine, die so eine Kooperation eingegangen sind“, betonte DTTB-Vizepräsident Klindt.

    DTTB-Sportdirektor Richard Prause verwies auf die unterschiedlichen Nationalitäten in den Bundesliga-Mannschaften. „Sie trainieren gemeinsam, sind als Team auf ein Ziel ausgerichtet und funktionieren nur dann, wenn sie als Team auftreten. Insofern ist der Sport ein Bindeglied und gelebte Integration.“
     

    Sprachen während den German Open über One Game. One World.: Arne Klindt (von inks), Richard Prause, Stephan Abel, Heiko Maas und Hetav Tek

     

    Die Statements in der Übersicht

    Bundesjustizminister Heiko Maas über die DTTB-Kampagne One Game. One World., deren Botschafter er ist
    Wo werden Menschen am besten und einfachsten zusammengebracht? Beim Sport! Da kommt es nicht drauf an, welchen Pass man hat, sondern da kommt es nur darauf an, was man an der Platte kann. Man verliert zusammen, man gewinnt zusammen, man lernt Menschen kennen, man lernt sich aufeinander zu verlassen. Das ist eine so einfache Möglichkeit, Menschen zusammenzubringen. In diesen Tagen wird viel von Integration gesprochen. Die wenigsten können sich so richtig vorstellen, was das eigentlich bedeutet: Menschen zusammenbringen, die sich kennenlernen, verstehen, damit sie vernünftig miteinander auskommen und in einer Gesellschaft zusammenleben. Deshalb finde ich die Kampagne großartig. Die verbindende Kraft des Sports ist ein wesentlicher Schlüssel zur Integration und zum Zusammenwachsen. One Game. One World. ist eine tolle Aktion des DTTB, die breite Unterstützung verdient.

    Hetav Tek, Integrationsbotschafterin für One Game. One World., über persönliches Engagement und darüber, was Vereine aus ihrem eigenen Beispiel lernen können?

    Engagement an sich bringt mit sich, dass junge Menschen unabhängig von Religion, Zugehörigkeit, sozialen Strukturen die Möglichkeit bekommen, sich zu engagieren, ob politisch oder im Sportverein. Meine Karriere im Sport war sehr übersichtlich. Deshalb hatte ich entschieden, mich politisch zu engagieren und habe mich dann in Vereinen aktiv beteiligt, die ein politisches Statement hatten. Da war es völlig unwichtig, welche Schulbildung ich hatte, welche Note ich habe, weil das Engagement ob im Sport oder politisch im Gegensatz zur formalen Bildung nicht verzweckt ist. Jeder kann mitmachen in den Ressourcen, die er zur Verfügung hat. Mir hat das viel gebracht, dass ich als Flüchtlingskind jetzt im deutschen Bundesjugendring sitze, sechs Millionen Kinder und Jugendliche vertrete, Integrationsbotschafterin bin, mit Herrn Maas hier stehe und gemeinsam für Integration einstehen. Das sind die schönen Seiten des Engagements. Ich konnte und durfte mich weiterbilden, habe großartige Menschen kennengelernt und ich erlebe Mitwirkung durch Wirkung. Man hört mir zu, und ich habe die Möglichkeit, gesellschaftlich etwas bewirken zu können durch mein Engagement.
    Was nützt es den Vereinen? Nicht nur, dass man mehr Mitglieder bekommt, was völlig legitim ist. Engagement bedeutet auch, dass Vereine ihre Strukturen und die eigene Kultur umdenken, gucken müssen, wie gehe ich mit den neuen Mitgliedern um. Strukturen müssen neu gedacht werden und Menschen die Möglichkeiten geben, sich niederschwellig zu beteiligen. Den Mehrwert sehen wir bereits in vielen Vereinen.

    DTTB-Sportdirektor Richard Prause über das Thema Integration im Sportalltag
    Ich denke, dass der Sport insgesamt eine Grundlage für Integration ist. Als Beispiel können wir unsere Bundesliga-Vereine nehmen. Da spielt ein Deutscher mit einem indischen, mit einem nigerianischen oder einem russischen Spieler zusammen. Sie trainieren gemeinsam, sind als Team auf ein Ziel ausgerichtet und funktionieren nur dann, wenn sie als Team auftreten. Insofern ist der Sport ein Bindeglied und gelebte Integration. Das muss man herausheben, und darauf können wir stolz sein.

    DTTB-Vizepräsident Sportentwicklung Arne Klindt über die Intension der Kampagne und die Unterstützung der Vereine durch den DTTB
    Es ist eine ganz selbstverständliche Aufgabe eines jeden Vereins, dafür zu sorgen, dass Leute in ihrer Freizeit zusammen Tischtennis spielen. Das macht jeder Verein. Insofern ist das Grundmotiv ein etwas ganz selbstverständliches, und natürlich erhofft sich der Verein mittelfristig, Mitglieder zu gewinnen. Das wäre dann der nächste Schritt. Wir als DTTB versuchen das zu unterstützen, zum Beispiel dass wir bei der Kooperation mit Flüchtlingsunterkünften ein Schlägerset zur Verfügung stellen, das im Verein verbleibt und als Leihschläger herausgegeben werden kann. Das ist eine sehr konkrete Unterstützung, damit die Menschen vor Ort einfach loslegen können. Gegenwärtig haben wir schon 130 Vereine, die so eine Kooperation eingegangen sind.

    DOSB-Vizepräsident Stephan Abel über Integration im deutschen Sport
    Wir haben 90.000 Vereine innerhalb des DOSB. Von denen sind über 40.000 bereits mit Integration beschäftigt. Es geht darum, dass der Sport völlig ohne Sprachbarrieren auskommt. Der Sport braucht Regeln, und der Sport braucht das Gefühl für Miteinander. Und dieses Gefühl kann jeder Verein, egal ob Handball, Fußball, Hockey, Tischtennis usw. den Leuten bieten, die da hinkommen. Wir haben in unserem Programm festgelegt, dass die Zuwanderer zunächst einmal überhaupt keine Beiträge bezahlen, dass sie trotzdem am normalen Trainingsbetrieb teilnehmen und damit tatsächlich Teil unserer Gemeinschaft sind. Wir schaffen das gemeinsam, wenn alle bereit sind, sich dafür einzusetzen.
     

    Über die Kampagne One Game. One World.

    One Game. One World. heißt die neue Sportentwicklungs-Kampagne des DTTB. Die Grundbotschaft lautet: „Jeder Mensch soll die Chance haben, Tischtennis zu spielen – am besten im Verein“. Der DTTB möchte gemeinsam mit seinen gut 9500 Vereinen einen Beitrag zur interkulturellen und soziale Öffnung über Tischtennis leisten. Gleichzeitig sollen die Chancen, die eine Öffnung mit sich bringt, genutzt werden. One Game. One World. umfasst verschiedene Maßnahmen. Es gibt materielle Unterstützung (TT-Set, Spiel-mit-Schläger, usw.), Schnuppermobil-Touren sowie Aus- und Fortbildungen auch speziell im Bereich Integration. Vor allem in der Flüchtlingshilfe war die DTTJ bereits aktiv. Neben Material-Sets gibt es auch eine Handzettel-Vorlage in vier Sprachen. Die Flyer können an Flüchtlinge und in Heimen verteilt werden.
    Weitere Infos zur Kampagne in unserem aktuellen Newsletter Sportentwicklung.

    One Game. One World. ist eine Kampagne der Deutschen Tischtennis-Jugend (DTTJ) im DTTB. Die Maßnahmen werden unterstützt durch die Deutsche Sportjugend (dsj).

    FL

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