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  • 13.02.2016 – 1. Bundesliga Damen

    Der LTTV Leutzscher Füchse 1990 verdient sich Respekt

    Der LTTV Leutzscher Füchse 1990 verdient sich Respekt Spitzenspielerin Kathrin Mühlbach geht bei den LTTV Leutzscher Füchsen 1990 mit einer guten Leistung voran (Aufnahme: Holger Straede)

    Leipzig. Der Tabellenletzte LTTV Leutzscher Füchse 1990 hat sich gegen den amtierenden Deutschen Meister, Pokalsieger und Champions-League-Halbfinalist ttc berlin eastside nicht wie ein Absteiger präsentiert, sondern ein munteres Spielchen geliefert. Am Ende sprangen immerhin acht Satzgewinne heraus. Den Ehrenpunkt verhinderten die Bundeshauptstädterinnen in diesem Ostderby jedoch letztendlich gekonnt.

    LTTV Leutzscher Füchse 1990 – ttc berlin eastside: 0:6

    Maria Pia Lorenzotti meldet sich zur Stelle

    Bei den LTTV Leutzscher Füchsen 1990 hatte sich die Südamerikanerin Maria Pia Lorenzotti in der Hinrunde einen guten Namen gemacht. Auch beim Publikum kam der Neuzugang mit seiner couragierten Spielweise und hervorragendem Nervenkostüm bestens an. Zur ersten Heimpartie der zweiten Saisonhälfte meldete sich Lorenzotti in Leipzig zurück. Neben ihr trat im hinteren Paarkreuz Anna-Marie Helbig an. Beim Titelverteidiger ttc berlin eastside erhielt Georgina Pota eine Pause. Wie erwartet griff für die Ungarin ttc-Trainerin Irina Palina höchst persönlich zum Schläger.

    Die Fans sollten dann auch nicht lange auf ihr Vergnügen warten müssen, denn das Schlusslicht spielte beherzt auf. Schon im Doppel machten Kathrin Mühlbach/Marina Shavyrina der Japanerin Yui Hamamoto/Palina beim 10:12, 11:3, 10:12, 12:14 das Leben schwer. Bei insgesamt sechs vergebenen Satzbällen trauerte das LTTV-Spitzenduo seinen vergebenen Chancen allerdings auch hinterher. Mühlbach knüpfte an ihre starke Vorstellung im Einzel an, denn nach einem 11:7, 11:6, 8:8 stand die Nummer 16 der Weltrangliste Shan Xiona mit dem Rücken zur Wand. Nach dem 11:9 war bei der Berlinerin erst einmal der Bann gebrochen, die zum 11:5 durchstartete. Im entscheidenden Abschnitt konterte Mühlbach zum 7:5, doch erneut Shan Xiaona vom ttc berlin eastside überwindet ihre Anlaufschwierigkeiten rechtzeitig (Aufnahme: Holger Straede)überflügelte Shan sie zum 11:7.

    Parallel musste Petrissa Solja gegen die Russin Shavyrina nach einem mühevollen 14:12, 11:3 zum 10:12 einen Satzverlust hinnehmen. Nach einem 7:10 entbrannte bei der Nummer zwei der Gastgeberinnen Kampfgeist, der belohnt wurde. Bis zum 6:7 bot Shavyrina auch im vierten Durchgang prima Paroli. Solja musste sogar die Auszeit nutzen. Zum 11:8 wurde die Linkshänderin ihrer klaren Favoritenrolle zur 4:0-Führung gerecht.

    Die Serie der ausgezeichneten Leistungen riss auch nach der Pause nicht. Lorenzotti legte sich gegen die mit allen Wassern gewaschene Palina zum 13:11, 13:11 mächtig ins Zeug, und zeigte sich dabei völlig resistent gegen die Abwehrkunst ihrer Konkurrentin. Helbig überraschte am Nebentisch gegen die Nummer zehn der U21-Weltrangliste Hamamoto mit einem 13:11, 1:11, 11:4. Doch in beiden Fällen verhinderten die Gäste eine Niederlage.

    „Unsere Zuschauer bekamen wirklich etwas geboten. Wir fragten uns, warum es nicht immer so laufen kann. Die Leistung der gesamten Mannschaft stimmt uns vor dem wichtigen Kellerduell gegen den TSV Schwabhausen auf jeden Fall positiv. Knüpfen wir an diese Vorstellung an, ist der erste Sieg fällig. Die Spielerinnen konnten eine Menge Selbstvertrauen tanken. Dreimal entschied erst der fünfte Satz gegen uns. Kathrin agierte super gegen Shan, die erst zunehmend besser ins Spiel fand. Am Ende kontrollierte sie die Begegnung, weil sie sehr stark spielte und nicht weil Kathrin versagte. Palina brachte viele Bälle zurück, die Maria Pia wiederum gut beantwortete. Anfangs gewann sie häufig die langen Rallys, ehe die Routine siegte. Wir sind absolut zufrieden“, kommentierte LTTV-Pressesprecher Christian Heck.

    Martina Emmert

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