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  • 14.02.2016 – 1. Bundesliga Damen

    Der SV DJK Kolbermoor drückt auf das Spielverhältnis

    Der SV DJK Kolbermoor drückt auf das Spielverhältnis Bernadett Balint vom SV DJK Kolbermoor fasst rechtzeitig mehr Vertrauen zu sich selbst (Aufnahme: Rainer Oppenheimer)

    Bad Driburg. Der TuS Bad Driburg hat alles versucht, aber die Übermacht war dann doch wieder zu groß. Der Tabellenzweite SV DJK Kolbermoor bestätigte seinen deutlichen Sieg der Vorrunde. Sarah DeNutte besaß die beste Chance auf den Ehrenpunkt, den Bernadett Balint zu vereiteln wusste.

    TuS Bad Driburg – SV DJK Kolbermoor: 0:6

    Gäste geben sich ambitioniert

    Der Tabellenzweite SV DJK Kolbermoor benötigte in den ersten vier Partien beim TuS Bad Driburg einen Anstupser. Die Gastgeberinnen legten vor 125 Zuschauern los wie die Feuerwehr, verbuchten jeweils den ersten Satz auf ihrem Konto. Die Bayerinnen interpretierten das Signal richtig und legten einen Zahn zum 4:0 zu.

    TuS-Spitzenspielerin Nina Mittelham forderte Kristin Silbereisen beim 13:11, 6:11, 11:13, 7:11 eine Glanzleistung ab. Das Spiel stand im dritten Satz durchaus auf der Kippe, als die 19-Jährige aus einem 5:10 ein 10:10 machte. Shi Qi hielt gegen Sabine Winter nach einem 11:5 die nächsten beiden Durchgänge lange offen, doch dann fielen die Würfel zum 9:11, 10:12, 4:11 klar in Richtung der Nationalspielerin. Im Doppel standen sich die Vier auch schon gegenüber, und Winter/Silbereisen toppten ihre weiße Weste zu einer 11:0-Bilanz. „Es ist schon häufig so, dass man sich erst auf den Gegner einstellen muss, man etwas kalt ist. Sabine besaß erst einige Probleme mit den Aufschlägen von Shi Qi. Im dritten Satz unterlief der Chinesin beim 10:10 ein Aufschlagfehler. Insgesamt war das Spiel für Sabine nicht einfach. Nina agiert mit Höhen und Tiefen. Sie lässt sich schon mal gern hängen, wenn es nicht läuft. Trotzdem darf ihre Gegnerin nicht locker lassen. Das bekam Kristin im dritten Satz zu spüren“, analysierte SV DJK-Coach Nicole Hollo-Vaughan.

    Im hinteren Paarkreuz setzte Sarah DeNutte gegen Bernadett Balint die Serie mit einem 11:5 im ersten Satz fort. Doch wie schon in der Hinrunde steigerte sich die Rumänin und hatte die Nase schließlich mit einem 11:4 im fünften Satz vorn. Im vierten Abschnitt wusste die Kurstädterin einen von drei Matchbällen einfach nicht zu versenken. Die Doppelniederlage von DeNutte/Katharina Michajlova sollte sich richtungsweisen auf die Einzel auswirken. Michajlova zeigte kämpferische Qualitäten, obwohl sie als einzige in ihrem Team nicht positiv startete. Beim 6:11, 8:11, 13:11, 14:12 gegen Tan-Monfardini blieb ihr nach dem 5:11 auch ein Erfolg verwehrt. „Bei Bernadett sind wir es schon gewohnt, dass sie schlecht beginnt. Mit zunehmender Spieldauer traute sie sich mehr zu, wurde aktiver. Im fünften Satz blieb Bernadett bei ihrer guten, offensiven Taktik. Wenling ist sicher nicht in Topform. Manchmal spielt sie Bälle, da wundern wir uns selbst. Wenn am Ende ein Erfolg zu ihren Gunsten herausspringt, ist es egal, wie sie es geschafft hat“, meinte Hollo-Vaughan zufrieden.

    „Die Partie verlief komplett so wie erwartet. Wir konnten in jedem Spiel mithalten, der SV DJK präsentierte sich letztendlich aber den Tick stärker. Bei Nina fehlt noch die Konstanz. Sie macht schnell mal fünf Punkte Minus, die sie aber genauso fix wieder aufholt. Qi kam gestern erst aus China, Sarah war gesundheitlich ein wenig angeschlagen. Das soll keine Entschuldigung sein, unsere Gäste gewannen verdient. Insgesamt sind wir zufrieden, die beste Leistung rief Katharina ab. Dass sie eine erfahrene Spielerin wie Tan-Monfardini in den fünften Satz drängte, war schon klasse. Leider trafen wir die Doppel nicht wie gewollt. In den letzten acht Matches traten Winter/Silbereisen immer auf Position zwei an. Heute hingegen auf eins. Wir machen einen Haken an die Niederlage, es kommen auch noch andere Konkurrenten“, resümierte TuS-Manager Franz-Josef Lingens.

    Martina Emmert

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