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  • 17.02.2016 – 1. Bundesliga Damen

    LTTV Leutzscher Füchse 1990 starten Offensive

    LTTV Leutzscher Füchse 1990 starten Offensive Kathrin Mühlbach und Marina Shavyrina peilen mit den LTTV Leutzscher Füchsen 1990 den ersten Saisonsieg an (Aufnahme: Holger Straede)

    Neu-Isenburg. „Wenn nicht jetzt wann dann“, lautet der Slogan der LTTV Leutzscher Füchse 1990 vor dem Kellerduell gegen den TSV Schwabhausen. Zusammen mit den heimischen Fans soll endlich an der Nullschraube gedreht werden. Spitzenreiter ttc berlin eastside steht vor einem harten Doppelspieltag, beim TuS Bad Driburg und bei der TTG Bingen/Münster-Sarmsheim. Vor der Mannschafts-Weltmeisterschaft in Kuala Lumpur liegt für die Teilnehmerinnen die Konzentration noch einmal auf dem Ligaprogramm. Qianhong Gotsch begrüßt mit der SV Böblingen den Tabellenzweiten SV DJK Kolbermoor. Die Abwehrspielerin hatte mit einer glänzenden Strategie beide Hinrunden-Einzel gegen das Top-Duo der Gäste gewonnen. Und der TUSEM Essen gibt sich optimistisch, die positive Bilanz gegen den TTV Hövelhof fortzusetzen.

    Sonnabend, 14 Uhr: TuS Bad Driburg – ttc berlin eastside

    Miyu Kato gibt ihr Debut

    Der Deutsche Meister ttc berlin eastside hat mit Neuzugang Yui Hamamoto sehr positive Erfahrungen gewonnen, wie ihre 8:1-Bilanz bestätigt. Nun steht Shi Qi will sich mit dem TuS Bad Driburg achtbar aus der Affäre ziehen (Aufnahme: Rainer Oppenheimer)die erst 16-Jährige Miyu Kato vor ihrer Bundesligapremiere. Die Japanerin wird beim TuS Bad Driburg gleich ins kalte Wasser geworfen. „Miyu ist seit gut einer Woche in Deutschland, sie trainiert in Düsseldorf. Das erste Spiel wird für sie sicher nicht einfach, aber ich bin ganz optimistisch. Im Doppel kann Miyu schon auf Tuchfühlung gehen. Außerdem vertraue ich Petrissa Solja und Shan Xiona. Im Oberen Paarkreuz werden die Zwei aber schon eine gute Leistung bringen müssen“, erklärt ttc-Trainerin Irina Palina.

    Mit dabei ist auch wieder Georgina Pota, die gerade erst einen zweiten Platz beim Turnier in Lausanne belegte. Die Nummer 38 der Weltrangliste befindet sich also augenscheinlich in exzellenter Form. Kato folgt auf Position 52, was schon einiges über ihre zu erwartenden Qualitäten erkennen lässt.

    „Ich war selbst schon mal an Kato interessiert, und ich schätze sie ähnlich spielstark wie Hamamoto ein. Wir verkauften uns gegen Kolbermoor gut, auch wenn nichts Zählbares heraussprang. Wir werden unser Bestes geben und gerade zu Hause wäre zumindest der Ehrenpunkt wünschenswert. Nina Mittelham scheiterte im Hinspiel nur knapp 2:3 gegen Shan“, sagt TuS-Manager Franz-Josef Lingens.

    Sonnabend, 18.30 Uhr: LTTV Leutzscher Füchse 1990 – TSV Schwabhausen

    Nachträgliches Geburtstagsgeschenk für den Trainer

    Die LTTV Leutzscher Füchse 1990 wollen ihr Herz fest in beide Hände nehmen, um den Rest der Saison nicht mit leeren Händen zu gestalten. Der Geburtstag von Trainer Kai Wienholz in dieser Woche dient vielleicht zusätzlich als Antriebsfeder für ein erfreuliches Resultat. Außerdem hat die Mannschaft noch etwas gut zu machen, denn nur selten erlebte man den Coach so gefrustet wie nach der Niederliga im Hinspiel beim TSV Schwabhausen. Die Eva-Maria Maier vom TSV Schwabhausen bildet im Hinspiel das Zünglein an der Waage (Aufnahme: Holger Straede)Messestädterinnen gaben doch tatsächlich eine 4:1-Führung aus der Hand. Anna-Marie Helbig und Pia Maria Lorenzotti unterlagen in den finalen Einzeln hauchdünn in fünf Sätzen, sodass speziell sie noch eine Rechnung offen haben. „Die Beiden haben gegen Berlin viel Werbung in eigener Sache gemacht, sodass Kai Wienholz die Qual der Wahl hat. Eine Entscheidung, wer an Position drei und vier antritt, wird erst nach dem Abschlusstraining fallen. Die Leistung gegen den Deutschen Meister gibt dem Team Mut, sorgt für Rückenwind. Auch unser Präsident Christian Klas sieht kaum mehr eine größere Chance die Null aus zu radieren, als gegen die Bayerinnen. Alle werden also motiviert bis in die Haarspitzen sein“, spricht LTTV-Pressesprecher Christian Heck vom berühmten Strohhalm.

    Die Gastgeberinnen wollen also das Gaspedal bis zum Anschlag durchtreten, doch selbst mit einem Sieg, und nur der zählt, ließe sich der Tabellenneunte noch nicht von seiner Position verdrängen. Darin liegt der Vorteil für den TSV, der immerhin schon drei Zähler auf seinem Konto verbuchte. Für die Gäste ist vor allem der direkte Klassenerhalt ein Thema, und der funktioniert nur mit dem doppelten Punktgewinn. Die SV Böblingen rangiert auf Tabellenplatz acht mit 7:15 Punkten. Eins und eins sind schnell zusammengerechnet.

    „Der überraschende Sieg der SV Böblingen gegen den TTV Hövelhof war für uns natürlich nicht gerade günstig, deshalb ist unser vorrangiges Ziel erst einmal Rang neun. In Leipzig fällt darüber die Vorentscheidung. Mit einem 5:5 könnten wir auch leben. Die Spielerinnen haben gut trainiert, stehen im Saft, sodass ich ihnen auch wieder einen knappen Erfolg zutraue. Eine enge Kiste wird es aber bestimmt. Gegen Berlin war für den LTTV mehr drin, vielleicht setzt die Leistung Kräfte frei und wir bekommen einen vor den Latz geknallt. Aber gegen den ttc kann jeder befreit aufspielen. Gegen uns muss und will die Mannschaft gewinnen, da ist der Druck wesentlich größer. Wir sind schon daran interessiert die 1. Liga zu halten, ganz konkret lässt sich das im Moment allerdings noch nicht sagen“, erklärt TSV-Manager Helmut Pfeil. „Wir freuen uns auf das Auswärtsmatch, in dem wir planen mit der Bestbesetzung anzutreten“, ergänzt Trainer Alexander Yahmed.

    Sonntag, 10.30 Uhr: SV Böblingen – SV DJK Kolbermoor

    Sabine Winter und Kristin Silbereisen im Blickpunkt

    Die SV Böblingen verfügt mit Spitzenspielerin Qianhong Gotsch über ein Juwel in ihren Reihen, auf den die Konkurrenz sicher ein ums andere Mal neidvoll schaut. Obwohl die Europameisterin mit ihren inzwischen 47 Jahren zum älteren Semester zählt, weiß die Defensivakteurin taktisch immer noch zu überraschen, wie Sabine Winter und Kristin Silbereisen vom SV DJK Kolbermoor in der Hinrunde erfahren mussten. „Gotsch verließ sich nicht auf die klassische Abwehr, sondern verfügte über einen guten Plan. Sie blieb nah am Tisch und bevorzugte das Block-Konter-Spiel. Ich gehe davon aus, dass Die SV Böblingen hofft auf die rechtzeitige Rückkehr von Mädchen-Nationalspielerin Julia Kaim (Aufnahme: Rainer Oppenheimer)speziell Sabine bestens vorbereitet in den Vergleich geht. Es wird bestimmt spannender als beim 0:3. Da werden die Karten neu gemischt, und wir gehen nach dem 6:0 in Bad Driburg mit viel Selbstbewusstsein in das Match. Gegen eine Mannschaft aus der unteren Tabellenhälfte wollen wir keine Punkte liegenlassen“, sagt SV DJK-Vorstandsmitglied Frank Berger. Die Nummer vier

    Bernadett Balint macht sich anfangs das Leben häufig selbst unnötig schwer, bevor sie sich aus dem Sumpf zieht. In Bad Driburg trat die Rumänin den Beweis an, gegen Julia Kaim von der Sportvereinigung klappte es nicht. Da steht eine Revanche aus. Aktuell vertritt Kaim als Mädchen-Nationalspielerin die deutschen Farben bei den French Open in Metz.

    Die Gastgeberinnen verfolgen in jedem Spiel nahezu das identische Strickmuster, an dem sich auch nichts Verwerfliches entdecken lässt. „Wenn wir unsere Chance bekommen, werden wir sie auch versuchen zu nutzen. Kolbermoor ist allerdings eine Topmannschaft, mehr als die Außenseiterrolle gebührt uns nicht. Schon in der Hinrunde lautete meine Prognose, dass Hongi vielleicht auch gut gegen Angriff spielt. Wir werden sehen, auf jeden Fall erwarten wir spannende und schöne Spiele“, meint SV-Trainer Volker Ziegler.

    Sonntag, 14.30 Uhr: TTG Bingen/Münster-Sarmsheim – ttc berlin eastside

    Bundeshauptstädterinnen erwarten harten Kampf

    In der Faschingszeit waren im Binger-Mäuseturm eher Helau-Gesänge als Beifallsstürme für sportliche Höchstleistungen angesagt. Inzwischen ist Ruhe Ding Yaping von der TTG Bingen/Münster-Sarmsheim verfügt mit ihrem Abwehrspiel gegen Petrissa Solja vom ttc berlin eastside über das richtige Mittel (Aufnahme: Petra Steyer)eingekehrt und die TTG Bingen/Münster-Sarmsheim blickt dem ersten Heimspiel der Rückrunde entgegen, in dem sich mit dem ttc berlin eastside der souveräne Tabellenführer präsentiert. „Ganz klar, dass wir beide Auswärtspartien zu unseren Gunsten entscheiden wollen. Aber das wird keine Begegnung die sich auf einem Bein erledigen lässt. Petrissa und Nana müssen sich vor allem gegen Abwehrass Ding Yaping anstrengen. Da ist eine hundertprozentig gute Form von Nöten. Auch für Gina wird es hinten nicht leicht. Eine Herausforderung wartet sicher auf Miyu gegen Dana Cechova. Wir stellen und auf einen harten Kampf ein“, ist ttc-Trainerin Irina Palina überzeugt.

    Die Bingerinnen hoffen auf entsprechende Fan-Unterstützung, die sich zudem das Live-Erlebnis gegen das Elitequartett nicht entgehen lassen sollten. „Miyu Kato ist ein unbeschriebenes Blatt. Da die tschechische Nationalmannschaft mit Dana Cechova und Hana Matelova in Düsseldorf einen WM-Vorbereitungs-Lehrgang absolviert, werden sie die Japanerin vielleicht schon einmal in Augenschein nehmen können. Der Anreiz für unser Publikum ist mit Sicherheit wieder groß, denn wir lieferten uns mit den Berlinerinnen immer brisante Duelle. Die Spielerinnen kennen sich bis auf Kato auch alle sehr gut. Der ttc ist Favorit, da führt kein Weg dran vorbei, aber wir wollen uns zumindest hervorragend verkaufen. Unsere Nummer eins Ding Yaping bekommt zum Start in die Rückrunde gleich ein schweres Programm serviert. Die Konstanz ist ihre Stärke, sodass unsere Abwehrspielerin schon seit Jahren zu den Besten der Liga zählt“, gibt TTG-Vorsitzender Joachim Lautebach Auskunft.

     

     

    Sonntag, 15 Uhr: TUSEM Essen – TTV Hövelhof

    Gastgeberinnen erwarten viel Arbeit

    Mehr als drei Stunden benötigte der Tabellendritte TUSEM Essen in der Hinrunde, ehe ein 6:3 den Arbeitssieg beim Aufsteiger TTV Hövelhof besiegelte. Die Nummer vier der Essenerinnen Alena Lemmer pausierte, dafür traten Su Yan und Yin Na im hinteren Paarkreuz an. „Unsere Aufstellung wird sich wie immer erst kurzfristig entscheiden. Ich werde mit unserem Trainer Alena Lemmer vom TUSEM Essen kommt diesmal voraussichtlich zum Einsatz (Aufnahme: Holger Straede)Jimmy Wang noch darüber sprechen. Unser Fokus liegt auf jeden Fall ganz klar auf Alena. Im Spitzenpaarkreuz werden Nadine Bollmeier, die ein starkes Spiel gegen Abwehrakteurin Svetlana Ganina ablieferte, und Barbora Balazova, die bekanntlich gern gegen defensive Systeme antritt, dabei sein. Wir rechnen uns etwas aus, erwarten aber keine eindeutige Sache. Aufgrund der Angriff-Abwehr-Duelle dürfen sich unsere Fans auf sehr attraktive Partien und wir uns auf ein enges Spiel freuen. Nach dem Pokal-Halbfinal-Aus werden sich die Gäste sicher Arme und Beine ausreißen, um uns endlich einmal Steine in den Weg legen zu können. Wir hoffen gewappnet zu sein“, gibt sich TUSEM-Teammanager Klaus Ohm gespannt.
    Der TTV Hövelhof macht kein Hehl daraus, spricht von einem Angstgegner in Essen. „Wir haben bislang immer schlecht ausgesehen, der Konkurrent liegt uns einfach nicht. Der TUSEM orientiert sich im Kampf um Platz drei, also eine Spitzenmannschaft. Wir stehen im gesicherten Mittelfeld und haben nichts zu verlieren. Unsere Punkte müssen wir gegen andere Teams holen“, sagt TTV-Manager Klaus-Dieter Borgmeier. Bei einem personellen Engpass verfügt der Neuling mit Jing Tian-Zörner über eine weitere Abwehrspielerin in der Hinterhand, die als Trainerin ihre aktive Bereitschaft jederzeit signalisiert.

     

    Martina Emmert

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