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  • 28.02.2016 – Weltmeisterschaften, Herren

    Bastian Steger führt Deutschland zu einem zähen Arbeitssieg über Dänemark

    Bastian Steger führt Deutschland zu einem zähen Arbeitssieg über Dänemark Bastian Steger führt DTTB-Auswahl zum Sieg (Foto: ms)

    Kuala Lumpur. Waren die Damen am Vormittag in Kuala Lumpur mit einem überaus souveränen 3:0-Erfolg über Thailand in die Team-Weltmeisterschaften in Malaysia (28.2.-6.3.) gestartet, so fiel der Auftakterfolg von Deutschlands Herren über Dänemark in die Kategorie zäher Arbeitssieg. Bester Spieler war Bastian Steger, der mit seinen beiden Erfolgen die Basis zu einem 3:1-Erfolg legte, der allerdings auch hätte knapper ausfallen können. Während die Herren vor den beiden nächsten Matches am Montag gegen Gastgeber Malaysia und Frankreich nun eine Nacht schlafen können, bestreiten Deutschlands Damen schon heute Abend um 19.30 Uhr (12.30 Uhr deutscher Zeit) in der Malawati Arena ihren Doppelspieltag und treffen auf Tschechien.

    Der Name Boll fehlte in der Aufstellung

    In der Aufstellung der deutschen Mannschaft, die ohnehin ohne den verletzten Weltranglisten-Fünften Dimitrij Ovtcharov nach Malaysia gereist war, fehlte heute zudem auch der Name von Rekordeuropameister Timo Boll. Der zweimalige World-Cup-Gewinner wurde zur WM-Eröffnung noch geschont, nachdem er an den beiden letzten Tagen wegen einer Erkältung nicht trainiert hatte. So vertraute Bundestrainer Jörg Roßkopf in der Spitzenposition dem zweimaligen EM-Dritten Bastian Steger, der die Rolle des Führungsspielers annahm und im Auftakt- sowie im Schlusseinzel punktete. Roßkopf: "Ich weiß, was ich an Basti habe, und deshalb habe ich ihn auch an Position eins aufgestellt." Nach einigen Rucklern im ersten Match gegen Mikkel Hindersson, in dem der Bremer zweimal nach Führung den Satzausgleich hinnehmen musste, aber Durchgang fünf klar mit 11:4 beherrschte, ließ Steger ("Das war holprig. Aber das erste Match in einem Turnier ist immer schwer") im vierten Einzel des Abends gegen Claus Nielsen die dänischen Hoffnungen auf ein fünftes und entscheidendes Match beim 11:6,11:8 und 11:7 erst gar nicht aufkeimen.

    Tat sich schwer, aber steigerte sich: Patrick Franziska (Foto: ms)Im Match zuor gegen Patrick Franziska hatte Nielsen nach den beiden ersten gewonnenen Sätzen vom Ausgleich Dänemarks träumen dürfen, doch die Nummer 283 der Weltrangliste kam in drei Folgedurchgängen gegen den WM-Viertelfinalisten von Suzhou nicht einmal mehr in die Nähe eines Satzgewinnes. Den einzigen Punkt der Dänen musste Ruwen Filus gegen den Weltranglisten-59. Jonathan Groth zulassen, der das Duell der Fuldaer Vereinskollegen gegen den Abwehrspieler in drei Sätzen für sich entschied.

    Roßkopf kritisiert die Spielbedingungen

    Herren-Bundestrainer Jörg Roßkopf freute sich für Franziska: "Eine Niederlage wäre ein denkbar ungünstiger Auftakt für ihn gewesen. So hat er sich selbst noch aus dieser schwierigen Situation befreit und kann das Spiel auch positiv für sich selbst abhaken." Der Rekordnationalspieler beklagte aber die Bedingungen in der Malawati Arena. "Vor allem der Wind, hervorgerufen durch die Klimaanlage, macht den Spielern, nicht nur unseren, sehr zu schaffen. Man hat uns leider nur mitgeteilt, dass man damit leben müsse, denn die einzige Alternative sei das Abstellen der Anlage, und dann werde es mehr als 40 Grand warm in der Spielhalle." Roßkopf: "Die WM trägt zwar den Namen des Sponsors Perfect, aber bislang ist nichts hier wirklich perfekt - von der Klimaanlage bis über ein paar andere Dinge bis hin zu dem unruhigen Gewusel, das in dem viel zu engen Innenraum herrscht, der nicht ausreichend kontrolliert wird." Mit dem Ergebnis hingegen kann Roßkopf leben: "Das war ein zäher Sieg, aber letztlich ist es nicht so wichtig, ob wir als Erster direkt ins Viertelfinale gehen oder Zweiter oder Dritter in der Gruppe werden, und dann über das Achtelfinale den Weg in die Spiele um die Medaillen finden."

    Zur Auslosung und den Ergebnissen auf der Webseite des Weltverbandes ITTF

     

    Die Spiele der deutschen Teams in der Vorrunde

    Sonntag, 28. Februar

    Damen-Mannschaft, 1. Runde, Gruppe B
    Deutschland – Thailand 3:0
    Irene Ivancan - Nanthana Komwong 3:0 (7,8,9)
    Petrissa Solja - Suthasini Sawettabut 3:0 (5,6,3)
    Sabine Winter - Tamolwan Khetkhuan 3:0 (6,3,11)

    Japan – Tschechien 3:0
    Nordkorea – Brasilien 3:0

    Herren-Mannschaft, 1. Runde, Gruppe B
    Deutschland – Dänemark 3:1
    Bastian Steger - Mikkel Hindersson 3:2 (3,-9,7,-7,4)
    Patrick Franziska - Claus Nielsen 3:2 (-8,-11,6,1,6)
    Ruwen Filus - Jonathan Groth 0:3 (-7,-5,-3)
    Bastian Steger - Claus Nielsen 3:0 (6,8,7)

    Schweden – England 3:1
    Frankreich – Malaysia 3:0

    19.30 Uhr (12.30 Uhr)
    Damen-Mannschaft, 2. Runde, Gruppe B
    Deutschland – Tschechien, Japan – Brasilien, Nordkorea – Thailand

    Montag, 29. Februar

    10.00 Uhr (3.00 Uhr)
    Herren-Mannschaft, 2. Runde, Gruppe B
    Deutschland – Malaysia, Schweden – Dänemark, Frankreich – England

    16.30 Uhr (9.30 Uhr)
    Damen-Mannschaft, 3. Runde, Gruppe B
    Deutschland – Brasilien, Japan – Nordkorea, Tschechien – Thailand

    19.30 Uhr (12.30 Uhr)
    Herren-Mannschaft, 3. Runde, Gruppe B
    Deutschland – Frankreich, Schweden – Malaysia, Dänemark – England

     Dienstag, 1. März

    13.00 Uhr (6.00 Uhr)
    Herren-Mannschaft, 4. Runde, Gruppe B
    Deutschland – England, Schweden – Frankreich, Dänemark – England

    16.30 Uhr (9.30 Uhr)
    Damen-Mannschaft, 4. Runde, Gruppe B
    Deutschland – Nordkorea, Japan – Thailand, Tschechien – Brasilien

    Mittwoch, 2. März

    13.00 Uhr (6.00 Uhr)
    Herren-Mannschaft, 5. Runde, Gruppe B
    Deutschland – Schweden, Frankreich – Dänemark, England – Malaysia

    19.30 Uhr (12.30 Uhr)
    Damen-Mannschaft, 5. Runde, Gruppe  B
    Deutschland – Japan, Korea – Tschechien, Thailand – Brasilien

    Die Vorrunden-Gruppen der Championships Division

    Herren-Mannschaft

    Gruppe B:
    Deutschland (Team-Weltrangliste: 2)
    Schweden (8)
    Frankreich (9)
    Dänemark (16)
    England (18)
    Malaysia (56)

     Die anderen Vorrundengruppen

    Gruppe A: China, Österreich, Taiwan, Griechenland, Tschechien, Nordkorea
    Gruppe C: Japan, Portugal, Polen, Weißrussland, Ukraine, Singapur
    Gruppe D: Südkorea, Hongkong, Russland, Kroatien, Rumänien, Italien

    Damen-Mannschaft

    Gruppe B
    Japan (Team-Weltrangliste: 2)
    Deutschland (7)
    Nordkorea (9)
    Tschechien (15)
    Thailand (18)
    Brasilien (26)

    Die anderen Vorrundengruppen

    Gruppe A: China, Taiwan, Rumänien, Ungarn, Spanien, Malaysia
    Gruppe C: Niederlande, Singapur, Polen, Ukraine, Frankreich, Weißrussland
    Gruppe D: Hongkong, Südkorea, Österreich, Russland, USA, Schweden

    Das deutsche Aufgebot in Kuala Lumpur

    Herren-Team
    Timo Boll (Borussia Düsseldorf, 9)
    Bastian Steger (SV Werder Bremen, 39)
    Ruwen Filus (TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell, 42)
    Patrick Franziska (Borussia Düsseldorf, 43)
    Steffen Mengel ((TTC Schwalbe Bergneustadt, 57), Ersatz für Dimitrij Ovtcharov

    Damen-Team
    Petrissa Solja (Verein: ttc berlin eastside, Weltrangliste: 17)
    Irene Ivancan (Fenerbahce Istanbul, Türkei, 44)
    Sabine Winter (SV DJK Kolbermoor, 58)
    Kristin Silbereisen (SV DJK Kolbermoor, 79)
    Nina Mittelham (TuS Bad Driburg, 112)

    Trainer-Team
    Richard Prause (Sportdirektor), Jörg Roßkopf (Herren-Bundestrainer), Zhu Xiaoyong (Assistent des Herren-Bundestrainers), Jie Schöpp (Damen-Bundestrainerin), Wan Guohui (Assistent der Damen-Bundestrainerin)

    Medizinische Abteilung
    Dr. Antonius Kass (Mannschaftsarzt, Düsseldorf), Peter Heckert (Physiotherapeut, Olympiastützpunkt Hessen in Frankfurt/Main), Annette Zischka (Physiotherapeutin, OSP Hessen)

    Organisationsleitung
    Rainer Kruschel

    Vertreter des DTTB-Präsidiums vor Ort
    Michael Geiger (DTTB-Präsident)
    Heike Ahlert (DTTB-Vizepräsidentin Leistungssport / ETTU-Vizepräsidentin)

    ms

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