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  • 06.03.2016 – Weltmeisterschaften, Herren

    Die "Übermächtigen" besiegen auch den Fluch von Kuala Lumpur

    Die Der alte und neue Weltmeister heißt China (Foto: ms)

    Kuala Lumpur. Nach dem gescheiterten Angriff von Japans Damen am Morgen mussten sich auch die Herren im WM-Finale dem Reich der Mitte geschlagen geben. In Kuala Lumpur waren die Chinesen einmal mehr die „Unbesiegbaren“, setzten sich auch im Männer-Endspiel mit 3:0 durch.

    Der Weltranglistendritte Xu Xin legte den Grundstein zum Sieg seiner Mannschaft wie bei den Damen vollen Rängen und lautstarker chinesischer Tischtennis-Stimmung gegen Japans Besten, Jun Mizutani. In einem typischen Mizutani-Match mit vielen langen, sehenswerten Ballwechseln setzte sich Xu mit 3:0 durch. Im Anschluss erhöhte Einzel-Weltmeister Ma Long, der gegen Maharu Yoshimura keinen Zweifel an seiner Dominanz aufkommen ließ. „Selbst wenn ich verlieren sollte, weiß ich, dass mein Team stark genug ist, um dieses Endspiel zu gewinnen. Deshalb kann ich voller Selbstvertrauen spielen“, erklärte der Weltranglistenerste im Anschluss an sein Match vor den jubelnden, mehrheitlich chinesischen Zuschauern.

    Nervöser Zhang spielt auch um seine Olympia-Teilnahme

    Das engste Spiel war das Duell der Dreier. Der gerade zu Beginn sichtlich nervöse Zhang Jike verlor Durchgang eins gegen den locker aufspielenden Yuya Oshima, behielt jedoch die Nerven und steuerte mit 3:1 den letzten Punkt zum Weltmeistertitel. Gerade für den zuletzt oftmals als Wackelkandidat geltenden und von Verletzungen zurückgeworfenen Zhang war es ein weiterer Test auf seine Olympia-Fähigkeit für Rio im August. Für seine Verhältnisse viel sein Jubel nach dem verwandelten Matchball eher verhalten aus.

    Ist das etwa eine 3:0-Geste? Ma Long (Foto: ms)Mit ihrem Erfolg machten Ma Long, Xu Xin und Zhang Jike endgültig die Schmach von 2000 vergessen, als die Mannschaft des damaligen General-Cheftrainers Liu Guoliang ebenfalls in Malaysias Hauptstadt eine unerwartete Final-Niederlage hinnehmen mussten. Vor 16 Jahren war es gleichzeitig das letzte Mal, dass Chinas Herren nicht Gold gewannen.
    Für die Herren war es wie für die Damen Chinas Team-Titel Nummer 20.

    Nächste WM: 2017 in Düsseldorf

    Deutschland, Vorrundengegner der am Ende mit Bronze dekorierten Engländer, beendet die WM zusammen mit Tschechien auf dem geteilten 13. Platz. die DTTB-Damen wurden Fünfte.

    Für Deutschland und die ITTF stehen nun die Zeichen auf 2017: Vom 29. Mai bis 5. Juni ist Düsseldorf Gastgeber der Individual-Weltmeisterschaften in der Messe der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt. DTTB-Präsident Michael Geiger nahm in Kuala Lumpur symbolisch nach dem Damen-Endspiel den Egypt Cup entgegen, den Wanderpokal der WM-Ausrichter, und im Anschluss an das Herren-Finale die ITTF-Flagge aus den Händen seines nationalen Amtsvorgängers und jetzigen ITTF-Präsidenten Thomas Weikert. Der Kartenvorverkauf für die WM in Düsseldorf beginnt im September.

    Die nächste WM ist in Düsseldorf: DTTB-Präsident Michael Geiger nimmt die ITTF-Fahne aus den Händen seines Amtsvorgängers und jetzigen ITTF-Präsidenten Thomas Weikert entgegen (Foto: ms)China - Japan 3:0
    Xu Xin - Jun Mizutani 3:0 (6,8,8)
    Ma Long - Maharu Yoshimura 3:0 (3,8,6)
    Zhang Jike - Yuya Oshima 3:1 (-9,8,6,7)

    China
    Ma Long, Weltrangliste: 1
    Xu Xin, 3
    Zhang Jike, 4

    Japan
    Jun Mizutani, Weltrangliste: 7
    Maharu Yoshimura, 24
    Yuya Oshima, 20

    Herren-Manschaft, Hauptrunde, Halbfinale
    China - Südkorea 3:0
    Xu Xin - Lee Sangsu 3:1 (-8,2,7,5)
    Ma Long - Jung Youngsik 3:0 (5,7,8)
    Zhang Jike - Jang Woojin 3:1 (-7,4,9,10)

    Japan - England 3:1
    Jun Mizutani - Paul Drinkhall 3:0 (8,9,4)
    Maharu Yoshimura - Liam Pitchford 3:2 (5,-12,7,-10,9)
    Yuya Oshima - Samuel Walker 1:3 (-6,-6,8,-9)
    Mizutani - Pitchford 3:2 (-8,-10,7,10,6)

     

    Video-Highlights Herren-Finale, China - Japan: Xu Xin - Jun Mizutani

    SH

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