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  • 09.03.2016 – Olympia

    Boll, Steger und Top-3-Damen für Olympia-Quali nominiert

    Boll, Steger und Top-3-Damen für Olympia-Quali nominiert Auch für London 2012 kämpfte er sich erfolgreich durchs Quali-Turnier: Bastian Steger (Foto: ITTF)

    Neu-Isenburg/Istanbul. Der nächste Schritt Richtung Olympische Spiele in Rio de Janeiro ist getan. Das DTTB-Trainerteam hat im Anschluss an die Team-WM in Kuala Lumpur das deutsche Aufgebot für die europäische Olympia-Qualifikation in Istanbul nominiert. Vom 6. bis 10. April gehen in der Türkei Timo Boll (Düsseldorf), Bastian Steger (Bremen), Han Ying (Tarnobrzeg, Polen), Petrissa Solja und Shan Xiaona (beide Berlin) an den Start.

    Eine Nation kann maximal drei Spieler und drei Spielerinnen für die kontinentale Quali-Veranstaltung benennen. Dimitrij Ovtcharov (Orenburg, Russland) hatte sich seinen Rio-Startplatz durch den Einzel-Sieg bei den European Games in Baku im vergangenen Jahr erspielt. So muss der DTTB nur noch zwei Herren ins Quali-Rennen schicken.

    Deutschlands Beste in der Weltrangliste

    Mit Stegers Benennung honorieren Bundestrainer Jörg Roßkopf und Sportdirektor Richard Prause unter anderem die verlässlichen Leistungen der deutschen Nummer drei der März-Weltrangliste (Platz 31). „Er war sehr konstant, hat gut gespielt in den vergangenen Monate und unter anderem auch gegen Einser anderer Mannschaften gewonnen“, zählt Roßkopf die Verdienste seines „Dreiers“ auf. Die Leistung des 34-jährigen Olympia-Team-Dritten von London, Team-WM-Finalisten von 2010 und 2012 und zweifachen EM-Dritten im Einzel bei der WM in Malaysia (Bilanz: 7:2) allein war nicht ausschlaggebend, passte aber ins Bild der Saison von Steger als "Mr. Zuverlässig".

    Roßkopf ergänzt: „Olympia ist ein ganz besonderes Turnier, bei dem auch die Erfahrung eines Spielers zählt. Außerdem kann 'Basti' sowohl mit Timo als auch mit Dimitrij ein gutes Doppel spielen.“ Mit Blick auf die übrigen Asse im Kreise der Herren-Nationalmannschaft sagt Rekord-Nationalspieler Roßkopf, selbst fünffacher Olympia-Teilnehmer und zweifacher -Medaillengewinner: „Letztlich entscheiden Kleinigkeiten über eine Nominierung. Es ist immer hart, solche Entscheidungen zu fällen, aber so ist es bei Olympia.“

    Position 3a und 3b statt Nummer 4

    Noch offen ist die Nominierung des Ersatzspielers bei Herren und Damen für Olympia. Dazu stellt Jörg Roßkopf klar: „Es gibt keine Position vier. Es gibt nur die Positionen 3a und 3b – so eng ist es bei uns. Wir sind eine Mannschaft mit vier Spielern. Alle müssen bereit sein, jederzeit zu spielen, falls jemand kurzfristig krank oder verletzt ausfällt.“

    Bei WMs nicht spielberechtigt, bei Olympia schon: Shan Xiaona (Foto: ms)Bei den Damen war die Nominierung noch leichter vorhersehbar. „Wir haben nach der Weltrangliste nominiert. Die drei Spielerinnen sind die Besten unseres Kaders und haben in den vergangenen Monaten gute Ergebnisse bei internationalen Turnieren erzielt“, so Bundestrainerin Jie Schöpp. „Wie ihre Nationalteamkolleginnen haben sie in den vergangenen Monaten hart trainiert und sind sehr motiviert zu spielen.“ Als Trio haben Han Ying, Peti Solja und Shan Xiaona den Teamwettbewerb der European Games gewonnen, sind dreifache Europameisterinnen und aktuell die Nummern elf, 13 und 18 der Weltrangliste.

    Prause: „In Rio werden wir angreifen“

    Sportdirektor Richard Prause freut sich auf die Sommerspiele in Brasilien. „Mit diesen Spielerinnen und Spielern haben wir eine sehr schlagkräftige Mannschaft, die in Rio angreifen wird.“

    Die Tischtenniswettbewerbe gehen vom 6. bis 17. August. Jeweils bis zu zwei Akteure bei Damen und Herren können sich pro Nation fürs Einzel qualifizieren. Die bzw. der Dritte werden nur in der Teamkonkurrenz eingesetzt. Die Mannschaftswettbewerbe beginnen am 12. August.

    SH

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