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  • 25.03.2016 – International

    Qatar Open: Duda setzt Siegeszug fort, Solja wehrt Matchball ab/Vier Deutsche im Achtelfinale

    Qatar Open: Duda setzt Siegeszug fort, Solja wehrt Matchball ab/Vier Deutsche im Achtelfinale

    Doha. Bei den mit 220.000 Dollar dotierten Qatar Open haben die Düsseldorfer Dimitrij Ovtcharov und Han Ying sowie Petrissa Solja und vollkommen überraschend der Bergneustädter Benedikt Duda ihre Auftakteinzel gewonnen und das Achtelfinale am Samstag erreicht. Im Viertelfinale scheiterte hingegen heute das Berliner Duo Solja/Shan Xiaona überraschend an den Polinnen Natalia Partyka/Katarzyna Grzybowska. Zuvor hatte Shan ebenso wie bei den Herren Ricardo Walther und Patrick Franziska im Einzel das Aus ereilt.

    Duda auch vom Weltranglisten-14. Jung Young Sik nicht zu stoppen

    Hatte Benedikt Duda gestern bereits in der Qualifkation bei seinen Erfolgen über das 62 Plätze besser notierte Abwehrass Wang Yang (Slowakei/) und den 27 Positionen höher eingestuften Altmeister He Zhiwen (Spanien) für größte Aufmerksamkeit gesorgt, so setzte der Weltranglisten-121. heute noch einen drauf: In der ersten Hauptrunde bestätigte der Bergneustädter seine glänzende Form nun heute mit einem unerwarteten 4:2-Erfolg über den auf Rang 14 in der Welt notierten Südkoreaner Jung Young Sik und zieht somit in das Achtelfinale des weltmeisterschaftsreif besetzten Turniers der World Tour Super Series ein. Der 21-jährige Linkshänder verdiente sich mit seinem überraschenden Siegeszug das zweite Duell seiner Karriere mit Chinas Weltranglisten-Zweiten Fan Zhendong, der Duda im Jahr 2012 im Team-Wettbewerb der Jugend-Weltmeisterschaften bereits einmal besiegen konnte.

    Ovtcharov steuert auf erneutes Viertelfinal-Duell mit Zhang Jike zu

    Dimitrij Ovtcharov (Foto: ms)Nur wenige Tage nach der glänzenden Vorstellung bei den Kuwait Open bestätigte Dimitrij Ovtcharov seine gute Form auch in Doha. In seinem Auftaktmatch besiegte der Europameister den Japaner Kenta Matsudaira mit 4:2 und kontrollierte die Partie trotz zweier verlorener Sätze. Ovtcharov: "Ich bin sehr zufrieden mit dem Turnierstart. Matsudaira war für die erste Runde eine hohe Auftakthürde, die ich mit einem guten 4:2 nehmen konnte."

    Der nächste Gegner des Weltranglisten-Fünften ist der Pole Jakub Dyjas, der nach seinem Sieg in der Qualifikation über Steffen Mengel heute auch den favorisierten Japaner Koki Niwa bezwang. Das bislang einzige Duell zwischen Ovtcharov und Dyjas ging jedoch im Teamwettbewerb der EM 2015 klar an den Deutschen. Ovtcharov ist jedoch gewarnt und wird den Polen nicht unterschätzen: "Dyjas hat schon bei der WM mit guten Ergebnissen auf sich aufmerksam gemacht. Er kann zudem gegen mich frei aufspielen. Ich muss auf jeden Fall eine gute und konzentrierte Leistung bringen. Aber ich bin gut vorbereitet und gehe optimnistisch in die Partie."

    Alles scheint somit derzeit wie vor einer Woche auf ein erneutes Viertelfinal-Duell mit Olympiasieger Zhang Jike hinauszulaufen, der im Achtelfinale auf Andrej Gacina trifft. Kroatiens Spitzenspieler besiegte heute in Runde eins in sieben umkämpften Sätzen Ricardo Walther (Bergneustadt). Der Düsseldorfer Patrick Franziska blieb gegen Taiwans Weltranglisten-Siebten Chuang Chih-Yuan beim 1:4 ohne wirkliche Chance.

    Mit Präzision und Coolness: Solja wehrt Matchball ab

    Petrissa Solja (Foto: ms)Ungemein spannend machte es Petrissa Solja gegen die Weltranglisten-43. Misaki Morizono, gegen die die Berlinerin zu Jugendzeiten bereits zweimal den Kürzeren gezogen hatte. Die World-Cup-Dritte vergab in einem überaus ausgeglichenen Match bei einer 3:2-Satzführung zunächst in der Verlängerung von Durchgang sechs mehrere Chancen zum Sieg, bevor sie im Entscheidungssatz bei 10:11 dann sogar einen Matchball gegen sich hatte. Die Präzision und Coolness, mit der sich die Weltranglisten-13. aus dieser prekären Situation rettete, bevor sie kurz darauf selbst ihren nächsten Matchball verwandelte, hatte im entscheidenden Moment der Partie absolutes Weltklasseformat. Solja nach dem Match: " Ich bin erleichtert und glücklich, auch mal solch ein Match gewonnen zu haben, in dem ich im siebten Satz schon hinten gelegen habe. Spielerisch war es nicht mein bestes Match, aber habe mich reingekämpft." Solja: "Das war ein ganz schön zähes Spiel, ein ständiges hin und her. Allerdings hätte ich den Sack im sechsten Satz schon zumachen und vermeiden müssen, dass es im siebten Satz überhaupt nochmal so eng wird."

    Gegnerin im Kampf um den Einzug in die Runde der besten Acht ist nun die Weltranglisten-Sechste Feng Tianwei, gegen die Solja eine 1:1-Bilanz aufweist. Das letzte Duell im Oktober beim World Cup der Damen endete mit 4:0 klar für die 22-jährige Deutsche. Aber Solja will das letzte Ergebnis nicht überbewertet wissen: "Das wird ein schweres Spiel. Sie hat in der letzten Woche in Kuwait gegen meine Bezwingerin, Zhu Yuling, gewonnen, da waren schon Hammerwechsel dabei." Solja weiter: "Sie hat bestimmt mein Spiel per Video studiert und wird sich bestimmt etwas einfallen lassen. Aber ich bin optmistisch, denn ihr System liegt mir eigentlich. Ich bin mir sicher, ich werde wieder meine Chancen bekommen und hoffe, dass ich sie dann nutzen kann."

    Vereinsinterne Duelle für Han Ying und Shan Xiaona

    Vereinsinterne Duelle bestritten in Runde eins Han Ying und Shan Xiaona. Die in Düsseldorf lebende Weltranglisten-Elfte ließ der wie Han selbst beim polnischen Champions-League-Vertreter Tarnobrzeg unter Vertrag stehenden Kinga Stefanska nicht die Spur einer Chance. Im Achtelfinale wird das Duell mit ihrer Abwehrkollegin Seo Hyowon allerdings ungleich schwerer. Bislang zweimal trafen die Defensivkünstlerinnen aufeinander, 2014 siegte Seo, zwei Jahre zuvor die Deutsche.

    Grübelei dürfte Shan Xiaona in der heutigen Nacht gewiss sein. Die Weltranglisten-18. aus Berlin konnte gegen ihre japanische Klubkameradin Yui Hamamoto eine 3:1-Satzführung nichts ins Ziel retten und verpasste aufgrund der Auslosungskonstellation eine gute Gelegenheit, sogar das Viertelfinale zu erreichen. Shan, die als ausgesprochene Spezialistin gegen defensive Spielsysteme gilt, wäre im Achtelfinale auf die Frankreichs Abwehrass Li Xue getroffen, die in der ersten Hauptrunde Japans Jungstar Mima Ito ausschaltete.

    Verpasste Medaillenchance im Doppel

    Nicht auszuschließen, dass die Niederlage im Unterbewusstsein auch Einfluss auf die Viertelfinalpartie im Doppel nahm, die Shan zwei Stunden später an der Seite von Petrissa Solja zu bestreiten hatte und die mit einem 3:0 für die Grand-Final-Zweiten Natalia Partyka/Katarzyna Grzybowska endete. Die beiden ersten Sätze, die jeweils knapp mit 12:10 für die starken Polinnen endeten, sorgten jedenfalls für die Vorentscheidung. Petrissa Solja lobte die Gegnerinnen: "Die beiden sind schon ein sehr gutes Duo und harmonieren sehr gut. Sie spielen im Doppel besser als im Einzel." Zuvor hatten die Berlinerinnen in guter Form am Morgen erfolgreich Revanche an den Taiwanesinnen Cheng I-Ching/Huang Yi-Hua für die vor Wochenfrist in Kuwait erlittene Niederlage genommen.

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    Die Spiele und Ergebnisse der Deutschen am 25.3.

    Damen-Einzel

    1. Runde (beste 32)
    Petrissa Solja - Misaki Morizono JPN 4:3 (5,11,-5,-7,10,-14,11)
    Shan Xiaona - Yui Hamamoto JPN 3:4 (-10,10,5,5,-9,-4,-9)
    Han Ying - Kinga Stefanska POL 4:0 (8,3,9,5)

    Achtelfinale - 26.03.
    11.00 Uhr: Petrissa Solja - Feng Tianwei SIN
    11.50 Uhr: Han Ying - Seo Hyowon KOR

    Die Ergebnisse im Damen-Einzel

    Herren-Einzel

    1. Runde (beste 32)
    Patrick Franziska - Chuang Chih-Yuang TPE 1:4 (-7,7,-7.-7,-4)
    Dimitrij Ovtcharov - Kenta Matsudaira JPN 4:2 (12,-10,9,5,-9,1)
    Ricardo Walther - Andrej Gacina CRO 3:4 (7,-9,-11,-8,8,3,-5)
    Benedikt Duda - Jung Youngsik KOR 4:2 (-6,10,-6,8,6,9)

    Achtelfinale - 26.03.
    13.00 Uhr: Dimitrij Ovtcharov - Jakub Dyjas POL
    13.50 Uhr: Benedikt Duda - Fan Zhendong CHN

    Die Ergebnisse im Herren-Einzel

    Damen-Doppel

    Achtelfinale
    Shan Xiaona/Petrissa Solja - Cheng I-Ching/Huang Yu-Hua TPE 3:0 (8,8,9)

    Viertelfinale
    Shan Xiaona/Petrissa Solja - Natalia Partyka/Katarzyna Grzybowska POL 0:3 (-10,-10,-5)

    Die Ergebnisse im Damen-Doppel

    Die bisherigen Ergebnisse der Deutschen

    Herren-Einzel, Qualifikation

    2. Runde (64)
    Ricardo Walther - Alexandre Robinot FRA 4:2 (6,-9,-1,6,5,4)
    Patrick Franziska - Benedek Olah FIN 4:1 (10,6,11,-3,3)
    Benedikt Duda - Wang Yang SVK 4:0 (5,5,11,5)
    Steffen Mengel - Benjamin Brossier FRA 4:3 (-5,-2,-1,10,5,10,4)

    3. Runde (32)
    Ricardo Walther - Jiang Tianyi HKG 4:3 (8,-10,9,10,-4,-7,8)
    Patrick Franziska - Alexey Liventsov RUS 4:0 (10,11,8,13)
    Benedikt Duda - He Zhiwen ESP 4:3 (-10,-9,10,13,-8,9,11)
    Steffen Mengel - Jakub Dyjas POL 1:4 (-9,-12,8,-7,-8)

    Die Ergebnisse im Herren-Einzel (Qualifikation)

    Damen-Einzel, Qualifikation

    2. Runde (64)
    Nina Mittelham - Miyu Maeda JPN 0:4 (-5,-7,-6,-9)

    Die Ergebnisse im Damen-Einzel (Qualifikation)

    U21 Damen

    Achtelfinale
    Nina Mittelham - Yui Hamamoto JPN 2:3 (8,8,-5,-6,3)

    Die Ergebnisse im U21-Turnier der Juniorinnen

    Das Aufgebot des DTTB bei den Qatar Open (23.-27. März)

    Herren: Dimitrij Ovtcharov (Orenburg, Russland), Benedikt Duda (TTC Schwalbe Bergneustadt), Patrick Franziska (beide Borussia Düsseldorf), Steffen Mengel (TTC Schwalbe Bergneustadt), Ricardo Walther (TTC Schwalbe Bergneustadt)

    Damen: Han Ying (Tarnobrzek/Polen), Petrissa Solja (ttc berlin eastside), Shan Xiaona (ttc berlin eastside), Nina Mittelham (Tus Bad Driburg)

    Trainer: Richard Prause (DTTB-Sportdirektor), Jörg Roßkopf (Herren-Bundestrainer), Jie Schöpp (Damen-Bundestrainerin)

    Schiedsrichter: Markus Baisch (Oberschiedsrichter)

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