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  • 26.03.2016 – 1. Bundesliga Damen

    Aufsteiger TTV Hövelhof gibt sich gerüstet

    Aufsteiger TTV Hövelhof gibt sich gerüstet Svetlana Ganina vom TTV Hövelhof lässt in ihren Einzeln keinen Satzverlust zu (Aufnahme: Holger Straede)

    Neu-Isenburg. Der TTV Hövelhof hat seinen Fahrplan gegen den Neuntplatzierten TSV Schwabhausen eingehalten. Durch einen doppelten Punktgewinn kletterte das Team vor dem Ost-Westfalen-Duell beim TuS Bad Driburg mit 14:12 Punkten auf den fünften Tabellenrang. Schlusslicht LTTV Leutzscher Füchse 1990 bäumte sich gegen den TUSEM Essen ebenso hervorragend auf wie die Bayerinnen. Die zwei Kellerkinder verdienten sich Respekt. Der TUSEM festigte planmäßig seine dritte Position im Ranking.

    TTV Hövelhof – TSV Schwabhausen: 6:2

    Gastgeberinnen bekommen Sieg nicht geschenkt

    Trainer Alexander Yahmed vom Tabellenneunten TSV Schwabhausen hat in zahlreichen Gesprächen den Motivationsstein noch einmal ins Rollen gebracht. Obwohl der Verein 2016/17 nicht mehr in der Eliteliga antritt, zeigte das Quartett beim TTV Hövelhof eine ansprechende Leistung. „Das Ergebnis fiel zu glatt aus, spiegelte nicht den Kampfgeist der Mannschaft wider“, bestätigte TSV-Pressesprecher Harald Dannhauer.

    Nach einem 2:2 war am Ende jedoch kein Unentschieden in Sicht, die Gastgeberinnen gewannen wie erwartet. TTV-Spitzenspielerin Svetlana Ganina hatte mit zwei Einzelsiegen maßgeblichen Anteil daran. Im Doppel klappte der Schachzug, Aimei Wang noch zu schonen, an der Seite von Jing Tian Zörner nicht. Chantal Mantz/Christian Feierabend holten den ersten Erfolg für die Bayerinnen. Dann kopierte die russische Abwehrspielerin gegen Mantz das deutliche 3:0 der Vorrunde. Und Ganina überzeugte auch ohne Satzverlust im reinen Defensivduell gegen Yang Ting zum 5:2-Zwischenstand. „Das Doppel war schon sehr erfreulich, denn unsere Bilanz war bislang eher mau. Im Einzel unterliefen Chantal zu viele, leichte Fehler. Ganina präsentierte sich wie eine Gummiwand. Wenn man da nicht das richtige Patentrezept parat hält, steht man zügig auf verlorenem Posten“, berichtete Dannhauer.

    Im hinteren Paarkreuz verfügte der Aufsteiger mit Yvonne Kaiser und Linda van de Leur-Creemers zudem über Punktegaranten. Gemeinsam glückte im Doppel schon ein knappes 3:2 gegen Yang/Natalia Mozler. Der dritte Satz war nach einem 3:7 von Bedeutung, denn das TTV-Duo markierte acht Punkte zum 11:7 in Serie. Kaiser tat sich gegen Mozler, die für die erkrankte Eva-Maria Maier einsprang, nur anfangs schwer. Nach einem 9:11 entdeckte die Nummer drei die Schwächen ihrer Konkurrentin und siegte problemlos 3:1. Für die Niederländerin entpuppte sich nach einem 11:5, 9:11 gegen Feierabend erneut der dritte Durchgang richtungsweisend. Ein 4:7 und 9:10 wurde zum 13:11 gedreht. Danach ließ der Widerstand der Schwabhausenerin spürbar nach.
    Für das i-Tüpfelchen sorgte schließlich Wang mit ihrem 14:12, 12:10, 11:7 gegen Mantz. Nach ihrer krankheitsbedingten Pause kehrte bei der Nummer zwei die Sicherheit Zug um Zug zurück, sodass im zweiten Abschnitt aus einem 3:8 noch die wichtige 2:0-Satzführung gelang. Die 2:3-Niederlage gegen Yang konnte schnell zu den Akten gelegt werden. „Tinka spielte gegen Wang richtig gut. Die Ballwechsel waren sehenswert, und unsere Spitzenspielerin freute sich zu Recht über die Revanche. Wir fahren jetzt nach Watzenborn, um dort zu übernachten, bevor wir morgen in Bingen antreten“, sagte Dannhauer.

    LTTV Leutzscher Füchse 1990 – TUSEM Essen: 2:6

    Füchsinnen verkaufen sich sehr respektabel

    Auf einem 2:0 in den Doppeln durfte sich der TUSEM Essen beim Tabellenletzten LTTV Leutzscher Füchse 1990 nicht ausruhen. Kathrin Mühlbach/Marina Shavyrina ließen beim 11:4, 10:12, 12:10, 4:11, 8:11 schon aufhorchen. Ein 3:0 war machbar, denn im zweiten Satz glichen die Beiden nach einem 3:7 und 6:10 zum 10:10 aus. Barbora Balazova/Yin Na meisterten allerdings die kritische Situation haarscharf. Shavyrina ließ ihrem Jubel dann nach dem 10:12, 11:7, 11:9, 11:5 gegen Nadine Bollmeier freien Lauf. Und Barbora Balazova vom TUSEM Essen muss sich strecken (Aufnahme: Holger Straede)Mühlbach verlangte Balazova nach einem 13:11 die Bestform ab. Eine hochkonzentrierte Vorstellung der Slowakin führte zum erhofften 3:1-Vorsprung.

    Das LTTV-Spitzenduo setzte im zweiten Einzeldurchgang nach. Mühlbach heizte mit einem 8:11, 11:8, 11:8, 10:6 das Spannungsbarometer gegen Bollmeier kräftig an. Beim 10:11 stand die Wende bevor, doch zum 13:11 triumphierte die Deutsche Doppel-Vizemeisterin. Parallel drängte Shavyrina nach einem 11:6, 11:5 auch Balazova an den Rand einer Niederlage. Die Russin blieb ihrem überaus positiven Aufwärtstrend treu. Nur mit großer Mühe zog die Linkshänderin noch mit einem 11:8, 11:5, 11:9 an der 27-Jährigen zum 6:2 vorbei. „Wir sahen gegen Essen schon des Öfteren gut aus. Da sie oben keine Abwehrspielerinnen besitzen. Letztendlich überwog sogar das Ärgerliche. Das Doppel muss kommen, und Marina darf gegen Balazova nicht mehr scheitern. Sie hatte sie klar im Griff, spielte dann nur noch leichte Bälle. Verlor taktisch den Faden. Gegen Bollmeier agierten beide natürlich ausgezeichnet. Die Nummer eins der Gäste erwischte allerdings auch nicht ihren besten Tag, ich sah Bollmeier schon stärker. Ein 5:5 wäre realistischer Weise für uns nicht möglich geworden.“, resümierte LTTV-Trainer Kai Wienholz.

    Wie vermutet fehlte den Messestädterinnen Anna-Marie Helbig im unteren Paarkreuz wegen einem grippalen Infekt, sodass Huong Tho Do Thi wieder einmal eine Chance erhielt Erfahrungen im Oberhaus zu sammeln. Damit musste sich die Nummer vier auch begnügen, denn weder im Doppel an der Seite ihrer Schwester Huong noch gegen Alena Lemmer sprang ein Satzerfolg heraus. Huong Do Thi kam gegen die Penholderakteurin Yin zunehmend besser zurecht, konnte beim 4:11, 9:11, 11:9, 8:11 das entscheidende 1:5 nicht vermeiden. „Schade, ich hätte Huong gern noch gegen Lemmer gesehen, da lag etwas drin. Huong Tho absolviert ein ganz anderes Trainingsprogramm als Lemmer, die international versiert ist und im Kader immer mit den Besten spielt“, sagte Wienholz.

    Martina Emmert

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