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  • 27.03.2016 – International

    Qatar Open: Turniersieger Ma Long Endstation für starken Ovtcharov

    Qatar Open: Turniersieger Ma Long Endstation für starken Ovtcharov Ovtcharov unterliegt Ma Long (Foto: ms)

    Doha. Endstation Ma Long. Im Halbfinale der mit 220.000 dotierten Qatar Open erwies sich der Weltmeister aus dem Reich der Mitte auch im 14. Duell mit Dimitrij Ovtcharov als zu stark für den Düsseldorfer. Der Europameister, der gestern in der Runde der besten Acht mit einem wertvollen Sieg über Chinas Olympiasieger Zhang Jike beeindruckt hatte, unterlag der Nummer eins der Welt am Vormittag in Doha in einem sehenswerten Match mit 11:9, 6:11, 7:11, 4:11 und 7:11. Im anschließenden Finale hielt Ma Long seinen Landsmann Fan Zhendong ebenfalls in fünf Sätzen in Schach. Bei den Damen holte sich Petrissa-Solja-Bezwingerin Liu Shiwen den Titel vor Weltmeisterin Ding Ning, die im Viertelfinale Han Ying ausgeschaltet hatte.

    Zufriedener Ovtcharov: "Diesmal habe ich gewusst, was passiert"

    Sein Ziel, nach den vernichtenden Niederlagen des Vorjahres im Halbfinale des World Cups in Halmstad sowie im Viertelfinale der Grand Finals in Hongkong gegen die seit dem WM-Titelgewinn in Suzhou 2015 alles überragende Nummer eins der Welt "einen besseren Job als die beiden letzten Male zu machen", kann Ovtcharov für sich uneingeschränkt als erreicht in Anspruch nehmen, auch wenn es nicht zu mehr als einem Satzgewinn reichte. Ovtcharov: "Ich bin sehr zufrieden mit dem Spiel. Heute hatte ich nicht das Gefühl, dass er mir in allen Belangen überlegen ist und ich gar nicht spielen kann. Ich habe diesmal gewusst, was passiert." Mit den Konsequenzen verlorener Topspinduelle lässt es sich leben, so Ovtcharov: "Es fällt mir leichter, die Rallyes zu verlieren, als wenn es erst gar nicht zu Ballwechseln kommt, wie das zuletzt der Fall war."

    Der World-Cup-Dritte von 2013 und 2015 vermochte Ma Long vor allem in den drei ersten Sätzen zu fordern, sah jedoch in den entscheidenden Phasen vermeidbare Fehler bei sich: "Als ich heute nach meiner Führung meine kleinen Chancen Mitte der Sätze zwei und drei hatte, habe ich ein paar Mal nicht so gut platziert. Das muss und kann ich besser machen. Man hat in den drei ersten Sätzen gesehen, wenn er mal nicht vorne liegt, dann ist er zögerlicher, lässt einen auch mitspielen. Deswegen muss man in diesen Matches von Anfang an wach sein, und dann ist da auch was drin! Ich bin sehr zufrieden mit meinem Abschneiden und nehme viel mit für das Training in den nächsten Monaten."

    An der Physis will Ovtcharov intensiv arbeiten

    Für die Umsetzung passender Antworten auf die Spielzüge des Weltranglistenersten fehlte es Ovtcharov nach seiner dreiwöchigen Verletzungspause (Rückenmuskelzerrung mit Nervenreizung) und nur kurzem Wiedereinstieg ins Training vor allem an der notwendigen Physis. "Ich war heute manchmal zu langsam und habe mich leider, vor allem in der Mitte, nicht ganz so gut bewegt wie gestern gegen Zhang Jike. Das liegt aber natürlich nach meiner Pause auch daran, dass ich körperlich noch nicht wieder so weit bin, wie ich mir das vorstelle. Deshalb ist es derzeit noch für mich schwierig, das für solche Spiele physisch notwendige Niveau auch über mehrere Tage zu halten. Ich werde daran in kommenden Wochen und Monaten arbeiten und mich dann auch wieder viel besser in der Mitte bewegen, als das heute der Fall war." 

    Ovtcharov nimmt viel Selbstvertrauen mit

    Dimitrij Ovtcharov kann nach seiner Nahostreise ein überaus positives Fazit ziehen. Nach seiner Zwangspause vor allem angetreten, um Körper und Form zu testen, kann der 27-Jährige nach den Qatar und Kuwait Open seinen Ärzten eine positive Rückmeldung geben. Ovtcharov festigte zudem mit der knappen 3:4-Viertelfinalniederlage gegen Olympiasieger Zhang Jike in Kuwait-City und der erfolgreichen 4:1-Revanche eine Woche später in Doha gegen den Kuwait-Open-Gewinner seine Position als Nummer fünf der Welt und hartnäckigster Verfolger der vier vor ihm platzierten Chinesen. Ovtcharov: "Meine Ergebnisse geben mir natürlich im olympischen Jahr enormes Selbstvertrauen. Ich habe selbst nicht geglaubt, dass ich nach meiner Zwangspause schon wieder eine solche Leistung abrufen kann. Aber so ist Sport: Manchmal ist es wohl besser, auch mal zu pausieren, als immer nur zu trainieren, um dann mit einer Leistungsexplosion zurückzukehren." Herren-Bundestrainer Jörg Roßkopf bestätigte: "Für Dima waren diese Turniere sehr wichtig. Er wusste nach seiner Pause nicht, ob der Rücken hält und wo er im Moment steht. Er nimmt von den beiden Turnieren sehr, sehr viel mit, vor allem auch eine gehörige Portion Selbstvertrauen."

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    Die Ergebnisse der Qatar Open

    Herren-Einzel

    Finale
    Ma Long CHN - Fan Zhendong CHN 4:1 (9,9,-5,11,5)

    Halbfinale
    Dimitrij Ovtcharov - Ma Long CHN 1:4 (9,-6,-7,4,-7)
    Fan Zhendong CHN - Xu Xin CHN 4:2 (11,10,-11,-8,3,5)

    Viertelfinale (Auszug)
    Dimitrij Ovtcharov - Zhang Jike CHN 4:1 (-5,7,6,7,10)

    Achtelfinale (Auszug)
    Dimitrij Ovtcharov - Jakub Dyjas POL 4:0 (3,7,9,7)
    Benedikt Duda - Fan Zhendong CHN 0:4 (-5,-3,-6,-5)

    1. Runde (beste 32 - Auszug)
    Patrick Franziska - Chuang Chih-Yuang TPE 1:4 (-7,7,-7.-7,-4)
    Dimitrij Ovtcharov - Kenta Matsudaira JPN 4:2 (12,-10,9,5,-9,1)
    Ricardo Walther - Andrej Gacina CRO 3:4 (7,-9,-11,-8,8,3,-5)
    Benedikt Duda - Jung Youngsik KOR 4:2 (-6,10,-6,8,6,9)

    Die Ergebnisse im Herren-Einzel

    Damen-Einzel

    Finale
    Liu Shiwen CHN - Ding Ning CHN 4:1 (8,-9,8,9,9)

    Halbfinale
    Liu Shiwen CHN - Zhu Yuling CHN 4:0 (6,3,8,2)
    Ding Ning CHN - Tie Yana HKG 4:1 (7,5,6,-9,2)

    Viertelfinale (Auszug)
    Petrissa Solja - Liu Shiwen CHN 0:4 (-10,-2,-4,-11)
    Han Ying - Ding Ning CHN 0:4 (-5,-4,-6,-4)

    Achtelfinale (Auszug)
    Petrissa Solja - Feng Tianwei SIN 4:2 (-8,8,14,11,-8,10)
    Han Ying - Seo Hyowon KOR 4:0 (10,7,7,5)

    1. Runde (beste 32 - Auszug)
    Petrissa Solja - Misaki Morizono JPN 4:3 (5,11,-5,-7,10,-14,11)
    Shan Xiaona - Yui Hamamoto JPN 3:4 (-10,10,5,5,-9,-4,-9)
    Han Ying - Kinga Stefanska POL 4:0 (8,3,9,5)

    Die Ergebnisse im Damen-Einzel

    Herren-Doppel

    Finale
    Fan Zhendong/Zhang Jike CHN - Koki Niwa/Maharu Yoshimura JPN 3:0 (8,9,7)

    Die Ergebnisse im Herren-Doppel

    Damen-Doppel

    Finale
    Ding Ning/Liu Shiwen CHN - Ai Fukuhara/Mima Ito JPN 3:2 (-6,9,6,-4,7)

    Viertelfinale (Auszug)
    Shan Xiaona/Petrissa Solja - Natalia Partyka/Katarzyna Grzybowska POL 0:3 (-10,-10,-5)

    Achtelfinale (Auszug)
    Shan Xiaona/Petrissa Solja - Cheng I-Ching/Huang Yu-Hua TPE 3:0 (8,8,9)

    Die Ergebnisse im Damen-Doppel

    Das Aufgebot des DTTB bei den Qatar Open (23.-27. März)

    Herren: Dimitrij Ovtcharov (Orenburg, Russland), Benedikt Duda (TTC Schwalbe Bergneustadt), Patrick Franziska (beide Borussia Düsseldorf), Steffen Mengel (TTC Schwalbe Bergneustadt), Ricardo Walther (TTC Schwalbe Bergneustadt)

    Damen: Han Ying (Tarnobrzek/Polen), Petrissa Solja (ttc berlin eastside), Shan Xiaona (ttc berlin eastside), Nina Mittelham (Tus Bad Driburg)

    Trainer: Richard Prause (DTTB-Sportdirektor), Jörg Roßkopf (Herren-Bundestrainer), Jie Schöpp (Damen-Bundestrainerin)

    Schiedsrichter: Markus Baisch (Oberschiedsrichter)

    ms

    Weitere Informationen: