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  • 27.03.2016 – 1. Bundesliga Damen

    Sechs goldene Ostereier für den TuS Bad Driburg

    Sechs goldene Ostereier für den TuS Bad Driburg Sarah DeNutte vom TuS Bad Driburg steuert einen wichtigen Einzelsieg bei (Aufnahme: Holger Straede)

    Neu-Isenburg. Mit 148 Zuschauern hat das Ost-Westfalen-Derby zwischen Gastgeber TuS Bad Driburg und dem TTV Hövelhof einen neuen Rekord in dieser Saison ausgelöst. Ein 0:4 führte bei den Gästen zu einem Erdrutsch, von dem sie sich nicht mehr erholten. Die TuS-Mannschaft präsentierte sich auf den Punkt topfit, und Sarah DeNutte verbuchte gegen Linda van de Leur-Creemers ein entscheidendes Erfolgserlebnis. Die TTG Bingen-Münster-Sarmsheim machte mit dem TSV Schwabhausen kein langes Federlesen. Der Ehrenpunkt wurde bei den Bayerinnen als Straußenei deklariert, um die magere Ausbeute ein wenig aufzupeppen. Das zähe Ringen um den dritten Tabellenplatz geht zwischen dem TUSEM Essen, den Bingerinnen und Bad Driburg ungebrochen weiter.

    TuS Bad Driburg – TTV Hövelhof: 6:1

    Überraschend deutlicher Sieg für die Kurstädterinnen

    Der TuS Bad Driburg gönnte dem TTV Höfelhof die Freude über eine bessere Position in der Tabelle einfach nicht, und brachte den Osterhasen in diesem Derby schleunigst auf Trapp. Nach einem 0:4 ließ sich das totale Fiasko für den Aufsteiger nicht mehr abwenden. Mit einem 2:0 nahm der TuS dem Konkurrenten den Wind aus den Segeln. Vor allem Sarah DeNutte/Katharina Michaylova wussten sich mit einer 3:1-Revanche gegen Yvonne Kaiser/Linda van de Leur-Creemers zu profilieren. Aimei Wang kam bei den Gästen nur im Doppel zum Einsatz, doch zusammen mit Svetlana Ganina wollte gegen Nina Mittelham/Shi Qi kein Erfolg gelingen. „Die Chance die Doppel richtig zu treffen liegt halt immer bei 50:50. Diese Konstellation kam uns diesmal nicht entgegen. Zumal Aimei Wang nach ihrer krankheitsbedingten Pause und dem gestrigen Spiel gegen den TSV Schwabhausen mit ihren Kräften total am Ende war. Das Risiko war im Einzel einfach zu groß traf uns aber“, erklärte TTV-Manager Klaus-Dieter Borgmeier, der von einer Klatsche sprach.

    Mittelham zeigte sich nach dem World Tour-Turnier in Doha nicht zu müde. Die 2:3-Niederlage im U-21-Wettbewerb gegen die Berlinerin Yui Hamamoto hinterließ ebenfalls keine negativen Spuren. Allerdings musste die 19-Jährige ihren Kampfgeist beim 14:12, 12:10, 5:11, 11:4 gegen Kaiser beschwören. Kaiser musste ins obere Paarkreuz aufrücken, da an Position vier die routinierte Jing Tian-Zörner zum Einsatz kam. Das Sondertraining gegen Abwehr sollte sich für Shi mit einem 3:1 gegen Ganina auszahlen. In der Vorrunde ergab sich ein 0:3 für die Chinesin, die von den zahlreichen Fans mit herzlichem Beifall überschüttet wurde. „Die Doppel bildeten den wichtigsten Faktor, denn nur durch diese glückliche Aufstellung war überhaupt ein 2:0 möglich. Sarah und Katharina lagen in der Vorrunde auch in Führung, also kam ihr Erfolg nicht von ungefähr. Das 4:0 war dann die halbe Miete. Nina fühlte sich gegen Kaiser nicht wohl, sie spielt momentan lieber gegen Abwehr. Doch meine Schwester blieb ruhig und besiegte ihre Angst nach dem dritten Abschnitt“, kommentierte Nico Mittelham, der das Coaching für den erkrankten Manager Franz-Josef Lingens übernahm.

    Die ehemalige Nummer vier der Weltrangliste Tian-Zörner zog dann mit einem glatten 3:0 gegen Michaylova die Reißleine. Parallel entwickelte sich das Schlüsselspiel zwischen DeNutte und Van de Leur-Creemers, denn nur Siege zählten zu diesem Zeitpunkt noch. Nach einem 10:12, 13:11, 7:11 überzeugte die Luxemburgerin zum 11:8, 11:6, und Mittelham zeigte ihre gute Antizipation gegen Abwehrass Ganina beim 3:0. „Yvonne kassierte keinesfalls eine haushohe Niederlage gegen Mittelham. Svetlana war da schon eher machtlos. Das Spiel mit dem besten Niveau ergab sich bei Linda. Leider ließ sie sich den zweiten Satz nach einem 8:5 und 10:8 noch klauen. Ein 3:0 hätte uns die Chance auf weitere Punkte, vielleicht sogar 5:5 eröffnet. Denn Jing ist hinten kaum zu besiegen. Wir wünschen Franz-Josef Lingens gute Besserung. Das Resultat sollte wohl zu einer schnellen Genesung beitragen“, meinte Borgmeier scherzhaft. „Sarah erwischte nicht unbedingt ihren besten Tag, nach unserer deutlichen Führung spielte es sich natürlich wesentlich leichter. Wir sind sehr zufrieden, denn ein Sieg in dieser Höhe war keinesfalls zu erwarten“, ergänzte Mittelham.

    TTG Bingen/Münster-Sarmsheim – TSV Schwabhausen: 6:1

    Bingerinnen agieren überlegen

    Der TSV Schwabhausen hatte sich bei der TTG Bingen/Münster-Sarmsheim schon auf eine saftige Niederlage eingestellt, deshalb hielt sich die Enttäuschung beim Neuntplatzierten in Grenzen. Auch in der Hinrunde kamen die Bayerinnen über den Ehrenpunkt von Yang Ting gegen Hana Dana Cechova von der TTG Bingen/Münster-Sarmsheim ist nicht nur am Tisch erfolgreich, sondern verteilt auch positiven Teamspirit (Aufnahme: Rainer Oppenheimer)Matelova nicht hinaus. Und genau so entwickelte sich die Eröffnungsphase im Rückspiel. Die Nummer eins der Gäste Yang stoppte den souveränen Durchmarsch der Bingerinnen mit einem 11:3, 12:10, 11:5 gegen die Tschechin.

    In der einzigen engen Partie dieser Begegnung riss Wan Yuan nach einem 1:2-Satzrückstand gegen Christina Feierabend das Ruder zum 11:7, 11:6 noch herum. Im defensiv orientierten Spitzeneinzel markierte Ding Yaping gegen Yang mit einem 11:7, 9:11, 11:5, 11:8 bereits den Siegpunkt. Beim 8:8 keimte im vierten Durchgang noch einmal Hoffnung auf, denn auch Chantal Mantz befand sich gegen Matelova auf einem guten Weg. Ding zeigte jedoch Offensivqualitäten und machte den Sack zu. „Im finalen Einzel entwickelte sich der erwartet harte Kampf. In den entscheidenden Momenten war Tinka nicht so treffsicher wie ihre Gegnerin. Christina traf kein Vorwurf, sie war gut unterwegs. Wan hatte nach dem Rückstand wohl ein Zitterhändchen. Doch sie gewann an Stabilität und dadurch wieder an Oberwasser. Für unsere Niederlage können wir keine äußeren Umstände geltend machen, denn wir waren in unserem Quartier nach dem gestrigen Match in Hövelhof bestens untergebracht. Auch die Umstellung auf die Sommerzeit wirkte sich nicht nachteilig aus“, erklärte TSV-Pressesprecher Harald Dannhauer.

    Ein schweres Los traf auch TSV-Ersatzspielerin Natalia Mozler gegen Dana Cechova. „Natalia spielte keinesfalls miserabel. Im Gegenteil. Aber der Unterschied im Leistungsniveau war schon krass. Die große Erfahrung, auch international, wirkte sich bei der tschechischen Meisterin aus. Wir mussten Natalia die realistische Einschätzung des 0:3 näher bringen“, erklärte Dannhauer.

    „Insgesamt war unser Erfolg klar, letztendlich wie erwartet. Hana war durch ihren Tennisarm noch ein wenig gehandicapt. Die Doppel, jeweils mit einem 3:0 zu unseren Gunsten, ergaben sich für mich hingegen überraschend deutlich. Yuan zweifelt immer schnell an sich. Dana konnte ihr Selbstvertrauen mit ein paar Tipps und positivem Zuspruch rechtzeitig wieder aufbauen“, sagte TTG-Vorsitzender Joachim Lautebach.
     

    Martina Emmert

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