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  • 29.03.2016 – Personalie

    Lebenslauf von Hans Wilhelm Gäb in Zahlen und Stichworten

    Lebenslauf von Hans Wilhelm Gäb in Zahlen und Stichworten Gespür für den richtigen Moment: Gäb hatte WM-Final-Ball 1989 aufgehoben, verschenkte ihn zum Spieler-Karriereende Jörg Roßkopfs in einer dekorativen Glassäule (Foto: privat)

    Hofheim/Neu-Isenburg. Hans Wilhelm Gäb ist einer der profiliertesten und, wie der Tagesspiegel schrieb, "angesehensten Personen des deutschen Sports". Der gebürtige Düsseldorfer war über Jahrzehnte zusammen mit Eberhard Schöler die Triebfeder des Tischtennissports in Deutschland, stellte den DTTB auf eine professionelle Basis. Auch die Stiftung Deutschen Sporthilfe kam unter ihm als Vorstandsvorsitzenden zu neuem Glanz.

    "Sportfunktionär des Jahres 1990", Träger des "Olympischen Ordens" 2006,  "PR-Kopf des Jahres 2008" und Preisträger in der Kategorie "Integrität" der Stiftung "Initiative Werte Stipendium" 2015 - dies ist nur ein Bruchteil der Auszeichnungen für sein vielfältiges Wirken. Als Leistungssportler trug Gäb 13 Mal das Nationaltrikot, wurde mehrfacher Deutscher Meister in verschiendenen Wettbewerben, war beruflich Redakteur bei der Düsseldorfer Tageszeitung "Mittag", gründete dann die "Auto-Zeitung", war im Anschluss Sprecher, dann Manager bei den Konzernen Ford und Opel.

    "Nie der Lautstärkste, aber immer eindringlich und überzeugend"

    Freunde fürs Leben, verbunden im Sport: Fritz Wienke, HW Gäb, Eberhard Schöler fiebern mit beim Spiel ihrer Düsseldorfer Borussia (v.l., Foto: Roscher)Eine schwere Lebererkrankung zwang ihn, zu Beginn der 1990er-Jahre seine sportpolitischen Ämter aufzugeben. Nach erfolgreicher Operation kehrte er in den Sport zurück, leistet bis heute in verschiedenen Funktionen ohne viel Aufhebens herausragende Arbeit.

    "Er war Mentor, ja manchmal geradezu Beschützer von Spitzensportlern, ein profilierter Fighter wider die Todsünde Doping, ein steter Mahner und Beobachter beim komplexen
    Problem Kommerzialisierung des Sports", formuliert es Hörfunk- und Fernseh-Journalist Friedrich-Karl Brauns und fügt an: "Hans Wilhelm Gäb, nie der Lautstärkste, aber immer so eindringlich und überzeugend, dass jeder es kapieren musste."

    Hans Wilhelm Gäb, geboren am 31. März 1936 in Düsseldorf, lebt in Hofheim am Taunus. Am 31. März wird er 80 Jahre alt.

    Sportpolitischer Werdegang

    • NOK für Deutschland: Präsidium (Vertreter der olympischen Fachverbände) 1981-94
    • Chef de Mission der deutschen Olympia-Mannschaft 92 (aus gesundheitlichen Gründen nicht realisiert)
    • ITTF-Vizepräsident Europa 92-94
    • ETTU-Präsident 92-93
    • DTTB-Präsident 81-94
    • DTTB-Vizepräsident 79-81
    • DTTB-Ehrenpräsident seit 94
    • WTTV-Sportwart 65-69
    • Stiftung Deutsche Sporthilfe: Stellvertretender Vorsitzender 91, Kuratoriumsmitglied seit 82, seit 98 wieder Vorstandsmitglied und Vorstands-Vorsitzender / 2008 Vorsitzender des Aufsichtsrats der Stiftung Deutsche Sporthilfe, seit 2009 Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrats
    • Gründer des Vereins Sportler für Organspende und der Kinderhilfe Organtransplantation
    • Mitglied im Verwaltungsrat des Deutschen Tischtennis-Rekordmeisters Borussia Düsseldorf
    • Mitglied im Verwaltungsrat des Fußball-Rekordmeisters FC Bayern München
    • Träger des Bundesverdienstkreuzes Erster Klasse
    • Herbst 2005: Auszeichnung als Medienperson des Jahres im Sport (Laureus Medienpreis)
    • ETTU-Ehrenmitglied seit 2015

    Beruflicher Werdegang

    • Gründung und Chefredakteur der Auto-Zeitung 1968-72
    • Ford-Werke Köln: Pressechef 1973-74, Direktor für Öffentlichkeitsarbeit (Vorstand) 1974-81
    • Adam Opel AG Rüsselsheim: Vorstand 1982-86, Aufsichtsrat 1987-98, dessen Vorsitzender 1997-98, Vizepräsident General Motors Zürich 1986-98

    Star mit Mentor: Für Boll und Gäb ist ihr Sport eine große Liebe (Foto: Roscher)Sportlicher Werdegang

    • 13 Länderspiele
    • WM-Teilnahme 1959
    • EM-Teilnahme 1960, 1962 - 1962 Einzug ins Viertelfinale im Herren-Doppel
    • Sieger im Herren-Doppel bei den Internationalen Meisterschaften der Niederlande 1961 und 1962
    • Deutscher Meister im Herren-Doppel 1958, 1960 und im Gemischten Doppel 1961, 1962
    • Deutscher Mannschaftsmeister 1961 und 1969
    • Pokalsieger 1959 und 1961

    Seine wichtigsten Auszeichnungen und Ehrungen außerhalb des Tischtennissports im Überblick

    • 1990: Sportfunktionär des Jahres
    • 1996: Wahl Sportmarketing-Mann des Jahres
    • 1996: Verdienstkreuz 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland
    • 1998: „Goldene Brücke“ der Deutschen Public Relations Gesellschaft
    • 2004: Ehrenpreis Nordrhein-Westfalen „Lebenswerk im Sport“
    • 2005: LAUREUS-Medien-Preis „Medienperson des Jahres im Sport“
    • 2006: Großen Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland
    • 2006: Aufnahme in „Hall of Fame des Sponsoring“ (Fachverband für Sponsoring)
    • 2006: Olympischer Orden des Internationalen Olympischen Komitees
    • 2008: „Lebenswerk im Sport“ des Magazins „Sponsor’s“
    • 2008: Januar: „Goldenes Band“ der Berliner Sportpresse
    • 2008: Deutscher Public Relations Preis „PR-Kopf des Jahres“
    • 2009: Deutscher Fundraising-Preis
    • 2009: Horizont-Fachverlag „Player des Jahres“ - „Lebenswerk im Sport"
    • 2009: „Ehrennadel des Sports“ des Deutschen Olympischen Sportbunds
    • 2015: Preisträger in der Kategorie "Integrität" der Stiftung "Initiative Werte Stipendium"

    SH

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