Suppliers' Pool:

Partner:

 
  • 01.03.2017 – National

    NDM 2017: Dimitrij Ovtcharov: "Freue mich auf Bamberg und auf meine Fans" / Boll: "Noch ein Titel wäre schön"

    NDM 2017: Dimitrij Ovtcharov: Auf diese Jubelpose hofft Dimitrij Ovtcharov auch am Sonntag. Der Meister von 2014 will in Bamberg seinen zweiten Titel (Foto: ms)

    Frankfurt. Wer wird Nachfolger von Kristin Silbereisen und Patrick Baum? Gibt es Favoritenstürze, oder stehen am Ende etablierte Stars wie Dimitrij Ovtcharov oder Timo Boll, Shan Xiaona oder die Titelverteidigerin Silbereisen ganz oben auf dem Siegerpodest? Fragen, die am ersten März-Wochenende bei den 85. Deutschen Meisterschaften der Damen und in Bamberg (3. bis 5. März) beantwortet werden. Zum dritten Mal nach 2011 und 2013 ist die BROSE ARENA Schauplatz der nationalen Titelkämpfe und garantiert ein Wochenende lang sehenswertes Spitzentischtennis in Oberfranken.

    Vorrunden bereits ausgelost

    Am Freitag kämpfen 32 Spielerinnen und 32 Spieler zunächst in Gruppenspielen um den Einzug in die Hauptrunde, die jeweils 16 Damen und Herren erreichen. Die Auslosung für die Vorrundengruppen sind bereits erfolgt (Link zu den Auslosungen am Ende des Textes), das Einzel- und Doppelhauptfeld hingegen wird – gemäß Ausschreibung – am Freitag nach Ende der Gruppenmatches ausgelost. Die jeweils 16 gesetzten Asse steigen erst am Samstag in das Turnier ein, so wie beispielsweise die beiden Topfavoriten, der Weltranglisten-Sechste Dimitrij Ovtcharov und die Weltranglisten-Zwölfte Shan Xiaona. 

    Ovtcharov freut sich auf Bamberg, Boll will 11. Titel

    „Ich freue mich sehr auf meinen Start in Bamberg. Ich habe ja nicht so häufig wie andere die Gelegenheit, mich den Tischtennisfans hier in Deutschland zu präsentieren“, sagt Dimitrij Ovtcharov, der zuversichtlich zur DM reist und vor Rekordmeister Timo Boll (Düsseldorf) gesetzt sein wird: „Ich bin in guter Form und hoffe, dass ich in Bamberg meinen zweiten Titel gewinnen kann.“ Aber auch den hinter Ovtcharov an zwei gesetzten, alleinigen Rekordhalter Timo Boll juckt es in Bamberg in der Hand. "Auf die Deutschen Meisterschaften freue ich mich. Ich würde mir natürlich gerne zum elften Mal den Titel holen. Aber die deutsche Konkurrenz ist stark", sagt Boll, der auch bereits ein zweites Ziel im Auge hat: "Ich versuche, jeden Wettkampf auch als Vorbereitung für die Heim-WM in Düsseldorf zu sehen." Bolls Leistenverletzung und die leichte Erkältung aus der Vorwoche sollten mittlerweile keine größere Behinderung mehr darstellen, trotzdem hat der Düsseldorfer derzeit noch einen Trainingsrückstand.

    Bei den Herren zählen zum engsten Kreis der Medaillenanwärter außer Ovtcharov und dem zehnfachen Einzelmeister Boll noch Abwehrass Ruwen Filus (Fulda) sowie die drei Bergneustädter Benedikt Duda, Steffen Mengel und Ricardo Walther, der zusammen mit Filus auch den Vorjahressieg im Doppel wiederholen will. Einen neuen Einzelmeister gibt es übrigens auf jeden Fall: Titelverteidiger Patrick Baum (Saarbrücken) sagte seinen Start ab. Wirkliche Prognosen ermöglicht die große Dichte an deutschen Weltklassespielern aber kaum: Immerhin neun deutsche Herren und sechs DTTB-Damen werden aktuell unter den Top 100 im Ranking des Weltverbands notiert. 

    Shan Xiaona: "Freue mich auf Bamberg" 

    Shan Xiaona ist die Favoritin (Foto: ms)Nach der kurzfristein Absage der Weltranglisten-Sechsten Han Ying, deren Tochter sich unerwartet einem chirurgischen Eingriff unterziehen musste, ist die Berlinerin Shan Xiaona die große Favoritin in Bamberg. In der neuen März-Weltrangliste wird die 34-Jährige nach ihrem Halbfinaleinzug bei den Qatar Open mit Sieg über die Weltranglisten-Zweite Zhu Yuling erstmals auf Platz des ITTF-Rankings notiert. Nach ihren Titelgewinnen 2013 und 2014 ist die 34-jährige Berlinerin hungrig auf den nächsten Erfolg. "Ein dritter Titel wäre natürlich schön. Ich spiele ganz gut im Moment und freue mich, nach 2013 wieder in Bamberg sein zu können, denn ich erinnere mich noch gut, dass dort alle sehr nett waren. Also ich will den Titel, aber wenn es nicht klappt, werde ich auch nicht allzu traurig sein. Wir Spielerinnen kennen uns ja untereinander alle gut."

    Bei den Damen will aber nicht nur Shan Xiaona der im Vorjahr und auch 2010 erfolgreichen Doppel-Europameisterin Kristin Silbereisen den Titel streitig machen. Hoffnungen auf den Sprung auf das Siegerpodest machen sich aber auch Routiniers wie Tanja Krämer (Busenbach) oder die Essenerin Nadine Bollmeier. Die dreimalige Deutsche Meisterin im Doppel, mit 35 Jahren ein Jahr jünger als die frühere Titelträgerin Krämer, nimmt bereits zum 20. Mal an der NDM teil. Ehrgeizig an den Start geht aber auch der Nachwuchs mit der frischgebackenen U21-Europameisterin Chantal Mantz (Berlin) und ihrer Finalgegnerin Yuan Wan (Bingen), die zudem gemeinsam ihren Titel im Doppel verteidigen wollen.  

    Lokalmatador Kilian Ort will aufs Treppchen

    Einer der Ambitionierten, die in die Phalanx der Etablierten einbrechen möchten, ist übrigens ein Oberfranke und stammt damit aus der Region. Kilian Ort, Eigengewächs und Aushängeschild des Zweitliga-Primus Bad Königshofen, debütierte Ende Dezember beim EM-Qualifikationsmatch in der Schweiz in der A-Nationalmannschaft, Anfang Februar setzte sich der 20-Jährige, der in Bamberg an Position acht gesetzt ist, bei den U21-Europameisterschaften in Sotschi (Russland) mit dem Einzug in das Einzel-Viertelfinale stark in Szene. Im 70 Kilometer von Bad Königshofen entfernten Bamberg hofft die Nummer 209 der Weltrangliste auf ein Erfolgserlebnis: „Gerne würde ich am Ende in Bamberg irgendwo auf dem Treppchen stehen.“

    Kein erneuter Titel für Steger in Bamberg

    Lokalmatador Kilian Ort (Foto: ms)Zwei weitere bayerische Lokalmatadoren mussten hingegen aus gesundheitlichen Gründen absagen. Sabine Winter (Kolbermoor) legt nach monatelangen Schulterbeschwerden auf Anraten von Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt eine Zwangspause ein, für den gebürtigen Oberviechtacher Bastian Steger kommt nach langwieriger Entzündung der Großzehe ein Turnierstart noch zu früh. „Ich habe letzte Woche zum ersten Mal wieder ein Bundesligaspiel gemacht. Eine DM über zwei Tage kommt leider noch viel zu früh“, bedauert Steger, der 2011 in Bamberg einen seiner beiden Titel gewann, seine Absage. Zwei weitere Nationalspieler sind bereits seit längerem verletzt: Die Weltranglisten-15. Petrissa Solja (Berlin) laboriert seit ihrer Aufgabe im Finale des Europe Top 16 in Antibes an einer Zerrung im Schlagarm, bei Doppel-Europameister Patrick Franziska, der seit dem 6. November kein Match mehr bestritt, hat sich Wasser im Hüftkopf abgelagert, Nina Mittelham (Bad Driburg) bleibt wegen einer Knöchelverletzung daheim.

    Karten noch an der Tageskasse und online erhältlich

    An der Tageskasse der BROSE ARENA ebenso wie online im Internet sind noch Tickets für alle Turniertage erhältlich (ab 7 Euro, ermäßigt). Am Freitag, 3. März, erhalten Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre beim U18-Tag sogar kostenfreien Zutritt in die BROSE ARENA. Für Kinder bis 16 Jahre ist eine (gesetzlich vorgeschriebene) Begleitperson notwendig, die sich eine Karte kaufen muss. In den Ticketpreisen enthalten sind die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel in Bamberg sowie aller Buslinien der Stadtwerke Bamberg im Stadtbereich.

    Vorverkauf
    Der Vorverkauf läuft über Ticket-Anbieter ADTicket, http://www.tischtennis-tickets.de/NDM2017/, der die Karten nicht nur im Internet, sondern auch in bundesweit rund 2.500 Vorverkaufsstellen anbietet. Die Übersicht der VVK-Stellen ist hier: https://www.adticket.de/Liste-der-Vorverkaufsstellen.html.

    Livestreaming auf Sportdeutschland.tv

    Für alle, die nicht nach Bamberg kommen können, werden die Deutschen Meisterschaften auch 2017 wieder im Livestreaming zu sehen sein. Sportdeutschland.tv, der Online-Sportsender des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), covert ab Freitag, 13 Uhr, bis zum Ende der Veranstaltung, zwei Tische:

    Tisch 1

    Tisch 2

    Die Auslosung für den Qualifikationstag (3. März)

    Auslosung Damen

    Auslosung Herren

    Die Teilnehmer
     

    ZEITPLAN NDM 2017

    Freitag, 3. März

    13.00 Uhr: Damen-Einzel - 1. Runde Gruppenspiele
    13.30 Uhr: Damen-Einzel - 1. Runde Gruppenspiele
    14.00 Uhr: Herren-Einzel - 1. Runde Gruppenspiele
    14.30 Uhr: Herren-Einzel - 1. Runde Gruppenspiele
    15.00 Uhr: Damen-Einzel - 2. Runde Gruppenspiele
    15.30 Uhr: Damen-Einzel - 2. Runde Gruppenspiele
    16.00 Uhr: Herren-Einzel - 2. Runde Gruppenspiele
    16.30 Uhr: Herren-Einzel - 2. Runde Gruppenspiele
    17.00 Uhr: Damen-Einzel - 3. Runde Gruppenspiele
    17.30 Uhr: Damen-Einzel - 3. Runde Gruppenspiele
    18.00 Uhr: Herren-Einzel - 3. Runde Gruppenspiele
    18.30 Uhr: Herren-Einzel - 3. Runde Gruppenspiele

    Samstag, 4. März 

    10.00 Uhr: Damen-Doppel - 1. Runde
    10.30 Uhr: Herren-Doppel  - 1. Runde
    11.00 Uhr: Damen-Doppel - Achtelfinale
    11.30 Uhr: Herren-Doppel - Achtelfinale
    12.00 Uhr: Damen-Einzel - 1. Runde
    12.45 Uhr: Damen-Einzel - 1. Runde
    13.30 Uhr: Herren-Einzel - 1. Runde
    14.15 Uhr: Herren-Einzel - 1. Runde
    15.00 Uhr: Damen-Einzel - Achtelfinale
    15.45 Uhr: Herren-Einzel - Achtelfinale

    Umbaupause

    17.30 Uhr: Damen-Doppel - Viertelfinale
    18.15 Uhr: Herren-Doppel - Viertelfinale
    19.00 Uhr: Damen-Einzel - Viertelfinale
    19.45 Uhr: Herren-Einzel - Viertelfinale

    Sonntag, 5. März

    10.00 Uhr: Damen-Doppel - Halbfinale
    10.45 Uhr: Herren-Einzel - Halbfinale
    11.30 Uhr: Damen-Einzel - Halbfinale
    12.15 Uhr: Herren-Doppel - Halbfinale

    Umbaupause

    Ab 14 Uhr (nacheinander):
    Damen-Doppel - Finale
    Herren-Einzel - Finale
    Damen-Einzel - Finale
    Herren-Doppel - Finale 

    AUSTRAGUNGSMODUS

    Einzel - je 48 Teilnehmer 
    Qualifikation (Freitag):
    - 8 Gruppen mit je 4 Spielern 
    - die Erst- und Zweitplatzierten qualifizieren sich für die Hauptrunde (Samstag)
    - alle Gruppenspiele auf 3 Gewinnsätze 
    Hauptrunde (Samstag/Sonntag):
    - K.-o.-System mit 32 Teilnehmern (16 Qualifikanten und 16 Gesetzte)
    - gesetzte Spieler/innen greifen bereits in der ersten Hauptrunde ein 
    - alle Spiele auf 4 Gewinnsätze 

    Doppel - je 24 teilnehmende Doppel 
    - K.-o.-System (8 Gesetzte) 
    - gesetzte Doppel haben erste Runde Freilos und greifen ab dem Achtelfinale ein
    - alle Spiele auf 3 Gewinnsätze

    ms