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  • 10.03.2017 – Champions League Damen

    Berlin gastiert im Halbfinale beim Dauerrivalen Linz

    Berlin gastiert im Halbfinale beim Dauerrivalen Linz Berlin hofft auf den Einsatz der lange verletzten Petrissa Solja (Foto: Basch)

    Frankfurt/Berlin. Am Sonntag steht für den ttc berlin eastside eine der wichtigsten Partien der laufenden Saison auf dem Programm. Um 17.15 Uhr gastiert der Titelverteidiger im Halbfinale der Champions League der Damen im Sportpark Lissfeld bei Linz AG Froschberg zum mit Spannung erwarteten erste Duell der beiden alten Rivalen. 

    Neuauflage des Vorjahres-Halbfinales

    Linz gegen Berlin, das ist seit jeher das Aufeinandertreffen zweier absoluter europäischer Topmannschaften. Mit Ballswechseln auf absolutem Weltklasse-Niveau, mit reichlich Feuer und Kampf um jeden Ball sowie mit vielen Emotionen auf beiden Seiten. Oft waren es am Ende nur Nuancen, welche die engen Duelle der Rivalen entscheiden. Letztes Jahr schaltete der Hauptstadtklub den prominenten Widersacher mit 3:2 und 3:1 im Halbfinale aus - natürlich sind Liu Jia, die von ihren Kolleginnen nur "Susi" gerufen wird, und ihr Team heiß auf eine Revanche.

    Berlin und Linz bisher ganz souverän 

    Viele Experten halten das Duell zwischen Linz und Berlin für das vorweggenommene Finale. Aber egal ob Endspiel oder Vorschlussrunde: Die Fans des ttc berlin eastside und des Damen-Mannschaftstischtennis dürfen sich auf einen spannenden Showdown in zwei Akten freuen. Die Truppe aus der Bundeshauptstadt in der Königsklasse bisher nichts anbrennen lassen. Dem souveränen Gruppensieg folgten ein 3:1 sowie ein 3:0 in den beiden Viertelfinals gegen die Französinnen aus Grand-Quevilly. Ebenso überlegen gewann auch Linz-Froschberg seine Gruppe - vier Siege in vier Partien -, um im Viertelfinale mit 3:2 und 3:0 das stark besetzte Team aus Metz abzufertigen. Dabei kamen die drei besten Spielerinnen bei Linz zum Einsatz, die ihre Farben vermutlich auch gegen eastside zum Sieg führen sollen.

    Österreich gegen Deutschland

    Die Oberösterreicherinnen sind fast identisch mit der Nationalmannschaft ihres Landes. Österreichs Leistungsträgerinnen Liu Jia und Sophia Polcanova sind auch die größten Stützen der Linz AG Froschberg. National ist Linz so gut wie nicht zu bezwingen und räumt ständig alle Titel ab. 2009 und 2013 gewann Froschberg zudem die Champions League. Ähnliches gilt für den ttc berlin eastside. Petrissa Solja und Shan Xiaona  sind zwei der tragenden Säulen der deutschen Damen Nationalmannschaft und gleichzeitig elementare Erfolgsgaranten des dreimaligen Champions League Siegers (2012, 2014, 2016).

    "Susi" und Polcanova sollen's richten

    Wenngleich die Gastgeberinnen mit der 35-jährigen Linkshänderin Liu Jia ("Susi") die aktuelle Nummer 17 der Tischtennis-Welt und die Ikone Österreichs an der Spitze haben, Linz ist weit mehr als nur ein Ein-Frauen-Team. Die in Moldawien geborene, hochgewachsene Sophia Polcanova ist in bestechender Form. Die 22-Jährige Weltranglisten-49. wurde am Wochenende nationale Meisterin im Einzel, Doppel und Mixed, dabei besiegte sie im Finale des Einzelturniers sogar Liu Jia. Und dann gibt es mit der 28-jährigen Kanada-Chinesin Zhang Mo noch eine dritte starke Spielerin im Froschberg-Dress. Die Weltranglisten-74. weist bisher eine 5:2-Bilanz in Europas Königsklasse auf, sollte also keinesfalls unterschätzt werden. Für den Fall der Fälle steht beim Gegner noch die 22-jährige Schwedin Linda Bergström bereit, die in der März-Weltrangliste der ITTF auf Platz 139 notiert ist. Trainer ist der 40-jährige Austro-Chinese Zhang Jie.

    Berlin hofft auf Soljas Einsatz

    Der ttc berlin eastside sieht dem ersten Halbfinale gelassen, aber auch mit Spannung entgegen. Die Mannschaft bereitet sich gewissenhaft auf die schwierige Aufgabe vor. Gina Pota, Shan Xiaona, Chantal Mantz und Petrissa Solja, die zuletzt einige Wochen wegen eines Muskelfaserrisses im Schlagarm pausieren musste, dürften in Linz zur Verfügung stehen, darauf hofft zumindest eastside-Präsident Alexander Teichmann: "Wir sind guter Hoffnung, dass Petrissa ihre Verletzung soweit auskuriert hat, dass sie zum Einsatz kommen kann." 

    Die erfahrene ttc-Trainerin Irina Palina zeigt sich vorsichtig optimistisch: "Das wird unsere bisher größte Herausforderung in dieser Saison. Es stehen sich zwei gleichwertige Mannschaften gegenüber, so dass die Tagesform über Sieg oder Niederlage entscheiden wird. Ich traue meinen Spielerinnen zu, in Linz zu bestehen, sie kennen die Gegnerinnen genau und wissen, was ihnen bevorsteht. Sie sind aber abgeklärt genug, mit solchen Situationen umzugehen." Die Trainerin und Managerin des ttc fügt hinzu: "Natürlich steht hinter Petis Einsatz noch ein kleines Fragezeichen. Außerdem wissen wir heute nicht, ob sie nach ihrer Verletzung und dem damit verbundenen Trainingsrückstand schon wieder auf diesem hohen Niveau spielen kann. Ich bin dennoch zuversichtlich, dass sich das Team eine günstige Ausgangsbasis für das Rückspiel in Berlin am 7. April erarbeiten kann." 

    Han Ying mit Tarnobrzeg am Freitag

    Deutschlands Nummer eins Han Ying spielt mit ihrem polnischen Klub Tarnobrzeg schon Freitag im ungarischen Szekszard um eine günstige Ausgangsposition für das Rückspiel. Im Vorjahr hatte Berlin das Finale gegen Tarnobrzeg bestritten.
     

    Die Play-off-Runde

    Champions League, Halbfinale, Hinspiele, 12. März

    Linz AG Froschberg AUT - ttc berlin eastside,  12. März
    Szekszard AC HUN - KTS Siarka ZOT Tarnobrzeg POL, 10. März

    Halbfinale, Rückspiele (7.-9. April)
    Finale, Hinspiel (5.-7. Mai)
    Finale, Rückspiel (12.-14. Mai)

    Live-Ticker der Champions League und alle Ergebnisse auf der Homepage der ETTU