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  • 01.11.2009 – Jugend

    Theresa Kraft und Florian Schreiner gewinnen das Top 48-Turnier der Schülerinnen und Schüler in Saarbrücken

    Theresa Kraft und Florian Schreiner gewinnen das Top 48-Turnier der Schülerinnen und Schüler in Saarbrücken
    Saarbrücken. Theresa Kraft (Foto/TTBW) und Florian Schreiner (Foto siehe unten/BYTTV) heißen die glücklichen Sieger des Top 48-Bundesranglistenturnier in Saarbrücken, das vom TTC Urexweiler bestens organisiert wurde. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die sich unter den zwölf Besten der Veranstaltung befinden, haben sich für das Top 16-Bundesranglistenturnier am 5./6. Dezember in Ebermannstadt qualifiziert.
     
    Schülerinnen:  Die Halbfinals bewegten sich auf einem sehr guten Niveau. Den Auftakt bildete die Partie zwischen Maria Shiiba (TTVN) und Nina Mittelham (WTTV). Den ersten Satz dominierte Mittelham, die über einen 5:2 und 8:5-Vorsprung zum 11:7 kam. Eng und ausgeglichen verliefen die nächsten beiden Sätze zum 11:9 und 9:11 aus Sicht von Shiiba. Im vierten Durchgang wendete die Spielerin aus Niedersachsen einen 7:9-Rückstand ab und verwandelte zum 11:9 gleich ihren ersten Satzball zum 2:2-Ausgleich. Im Entscheidungssatz riss bei Mittelham nach einer 4:3-Führung völlig der Faden, denn sie verlor 4:11. Auch eine Auszeit beim 4:6 konnte sie nicht mehr ins Match zurück bringen.
     
    Souverän zog Theresa Kraft (TTBW) ihre Kreise gegen Alena Lemmer (HETTV). Nach einem 11:6 und 5:2 kam Lemmer noch einmal im zweiten Satz zum 5:6 heran, aber Kraft holte sich den Durchgang mit einem sicheren 11:6. Hoffnung keimte bei der Hessin auf, als sie 7:6 im dritten Satz vorn lag, doch schon zum 8:7 hatte die Spielerin der Bundesligareserve des TV Busenbach die Partie wieder unter Kontrolle. Ein Time-out rettete Lemmer nicht mehr, sie unterlag 7:11.
     
    Im Endspiel legte Theresa Kraft (TTBW) gegen Maria Shiiba (TTVN) im ersten Satz einen klassischen Fehlstart zum 1:8 und 3:11 hin. Kraft hatte bis zum diesem Zeitpunkt überhaupt erst zwei Sätze im gesamten Turnier verloren. Ein 2:5 im zweiten Satz führte zu einem frühen Time-out bei Kraft. Beim 7:10 sah es alles andere als rosig für Kraft aus, doch auf einmal platzte der Knoten und sie gewann diesen Satz noch mit 12:10. Nahezu identisch verlief der dritte Satz, in dem sich Kraft anfangs einem Rückstand gegenüber sah. Ihren zweiten Satzball nutzte sie zu einem erneut hauchdünnen 12:10. Der größte nationale Erfolg der Busenbacherin bahnte sich nach einem 3:1 im vierten Durchgang an. Diesmal war es Shiiba die eine Auszeit nahm. Kraft spielte inzwischen fehlerfrei, hatte ihre Nervosität gänzlich abgelegt und baute sich ein 8:1 und 10:4 auf. Jubel herrschte dann nach dem erlösenden 11:6.
     
    Platz drei belegte Alena Lemmer (HETTV), die Nina Mittelham (WTTV) nach einem 1:2 in den Sätzen noch mit einem 11:9, 11:5 besiegte.
     
    5. Chantal Mantz (BYTTV)
    6. Julia Kirsch (WTTV)
    7. Svenja Böhm (TTVN)
    8. Katja Brauner (WTTV)
    9. Jana Neumaier (TTBW)
    10. Yuan Wan (TTBW)
    11. Julia Kaim (TTBW)
    12. Jessica Nies (HETTV)
     
    „Durch die Freistellung von Yuko Imamura und der verletzungsbedingten Absage von Theresa Lehmann hat Theresa Kraft ihre Chance genutzt, und sie wurde damit den Erwartungen gerecht. Auch für Maria Shiiba bedeutet dies das bislang beste Ergebnis bei einer Rangliste. Beide sind im letzten Schülerjahr und es ist nicht überraschend, dass sie weit vorn gelandet sind“, erklärte Schülerinnen-Bundestrainerin Dana Weber. Theresa sei auch für die Internationale Meisterschaft in der Slowakei am kommenden Wochenende  nachnominiert worden. „Unerwartet war der dritte Platz von Alena Lemmer, die zum Jahrgang 97 gehört. Sie hatte nichts zu verlieren und spielte frei auf. Nicht enttäuscht hat Nina Mittelham, die im vergangenen Jahr ähnlich stark agierte wie Lemmer. Sie ist seit August im Leistungszentrum in Düsseldorf, und das bedeutet eine Umstellung für Nina. Außerdem gehört es zu ihrem Alter, dass eine gewisse Kontinuität noch fehlt“, berichtete Weber. Insgesamt sei die Veranstaltung sehr ausgeglichen gewesen. „Mit Julia Kaim hat sich sogar eine Spielerin aus dem Jahrgang 98 qualifiziert, das ist sehr erfreulich“, ergänzte Weber.
     
     
     
     
    Schüler: Im Semifinale zeigte sich Florian Schreiner (BYTTV) von seinen teilweise sehr kampfbetonten Partien am ersten Turniertag gut erholt. Er legte ein 11:5 gegen Marc Rode (HETTV) vor. Entscheidend gestaltete sich der zweite Satz, in dem Rode seine Chancen beim 6:5 besaß. Mit einem 11:9 fing ihn Schreiner aber noch ab. Dieser Satzverlust hinterließ bei  Rode Wirkung, denn im dritten Satz lag er 1:4 zurück. Eine Auszeit führte zum 5:5-Ausgleich. Schreiner zeigte sich jedoch nur kurzfristig beeindruckt, und punktete zum 11:6.
     
    Das zweite Halbfinale bestimmte Kilian Ort (BYTTV) gegen Dominik Scheja (HETTV). Ort hatte bereits in der Zwischenrunde mit dem Sieg gegen den Mitfavoriten auf den Titelgewinn Dang Qiu überrascht. Auf diesem Level spielte er auch gegen Scheja auf, den er mit einem 11:6 und 11:6 unter Zugzwang setzte. Diesem Druck hielt Scheja stand, der den dritten Satz offen gestaltete und sogar 8:7 führte. Über ein 9:9 schaffte der Hesse mit einem 11:9 doch noch den Anschluss. Spannend entwickelte sich auch der vierte Satz, mal führte Ort 4:3, mal lag er 5:7 hinten, doch schließlich hatte er nach einem 11:8 allen Grund zur Freude.
     
    Im rein bayerischen Finale kam Florian Schreiner (Foto) seine Erfahrung, die er bei zahlreichen internationalen Einsätzen und einem Lehrgang in China schon sammeln konnte gegen Kilian Ort zu Gute. Nach einem 7:3 und 9:5 angelte er sich mit einem 13:11 den ersten Durchgang. Ort verkraftete diesen Satzverlust und stürmte zu einem 5:0 und 7:4, doch Schreiner pirschte sich wieder heran und glich zum 8:8 aus. Anschließend vergaben beide Kontrahenten gleich reihenweise Satzbälle und erst zum 17:15 gehörte der Durchgang Schreiner. Wandelte Ort ein 4:6 im dritten Satz noch in ein 7:6 um, so erkämpfte sich Schreiner den Titelgewinn mit einem 11:7.
     
    Das Spiel um den dritten Platz erlebte ein Hessen-Derby, das Marc Rode knapp mit 10:12, 11:9, 12:10, 7:11 und 11:6 gegen Dominik Scheja gewann.
     
    5. Julian Mohr (HETTV)
    6. Dang Qiu (TTBW)
    7. Eddi Petiwok (WTTV)
    8. Fabian Finkendey (TTVN)
    9. Christian Witter (TTVSH)
    10. Tim Gottal (BYTTV)
    11. Maximilian Dierks (TTVN)
    12. Eduard Rups (WTTV)
     
     „Bei Florian Schreiner wird die Messlatte immer etwas höher angelegt, dass er auch einige knappe Spiele gewinnen konnte, spricht für ihn. Kilian Ort ist schon länger bei mir im Minikader. Er hat sich im letzten halben Jahr gut verbessert. Ich habe ihn schon für einen der vorderen Plätze auf dem Plan gehabt“, sagt Schüler-Bundestrainer Klaus Schmittinger. Er sei taktisch sehr clever und habe sich im Rückhandbereich gesteigert. Kilian und Dominik Scheja seien für Bratislava nachnominiert worden. „Die ersten sechs Plätze sind alles C-Kader-Spieler, und drei von ihnen gehören zu den jüngeren Jahrgängen. Insgesamt verlief die Veranstaltung ohne große Überraschungen“, erklärte Schmittinger. Dang Qiu, der Rang sechs belegte, sei in der Gruppe überlegen gewesen. „Es sah so aus, als sollte er konkurrenzlos sein. Als er gegen Kilian Ort plötzlich gefordert wurde, ergab sich für ihn eine ganz andere Situation. Die Niederlage kann passieren, das ist für ihn ein Lernprozess“, meinte der Bundestrainer. Auch Julian Mohr sei positiv aufgefallen. „Julian holte 0:2-Satzrückstände auf. Er hat seine Wettkampfeinstellung stark verbessert“, sagte Schmittinger. Nils Hohmeier, Jahrgang 98  (TTVN) und Tobias Schneider, Jahrgang 97 (HETTV) hätten als Spieler der jungen Generation positive Akzente gesetzt.  
     
     
    Ein großes Kompliment geht an den Internetbeauftragten des STTB Frank Schmidt, der mit dem Service des Live-Tickers und der perfekten Ergebnispflege für einen reibungslosen Ablauf im Medienbereich sorgte.
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
    Aufnahmen: Peter Krippendorf, weitere Bilder
     
    Martina Emmert