Frankfurt/Main. Insgesamt haben für die 13. Internationalen Meisterschaften der Schülerinnen und Schüler vom 6. bis 8. November in Bratislava 25 Nationen gemeldet. Diese Veranstaltung kommt quasi einer Pflichtaufgabe gleich, denn in der Slowakischen Republik trifft sich nahezu alles was Rang und Namen hat. Also auch ein absolut wichtiger Leistungstest für den deutschen Nachwuchs. Gespielt wird in den Konkurrenzen Mannschaft, Einzel und Doppel.
Bei den Schülerinnen gehen Yuko Imamura (WTTV), Theresa Lehmann (Baden-Württemberg), Nina Mittelham (WTTV) und Top 48-Siegerin Theresa Kraft (Baden-Württemberg) an den Start. Die Geschwister Liang (Foto) und Dang Qiu (Baden-Württemberg) sowie die Newcomer Kilian Ort (Bayern) und Dominik Scheja (Hessen) sind bei den Schülern dabei.
Schüler: Im Teamwettbewerb treten Liang und Dang Qiu und Kilian Ort sowie Dominik Scheja zusammen an. In der Gruppenphase werden zwei Einzel und ein eventuell entscheidendes Doppel gespielt. Ab der K.o-Runde wird bis zum dritten Punkt gespielt, so dass sich nach dem Doppel noch zwei weitere Einzel anschließen können. „Liang ist in der Europarangliste auf Position zwölf notiert, deshalb ist das Team A weiter vorn gesetzt“, sagt Schüler-Bundestrainer Klaus Schmittinger. Die Mannschaften aus Frankreich und Ungarn würden über sehr gute Spieler verfügen, sie seien auf jeden Fall Medaillenkandidaten. „Rumänien, Belgien und wir befinden uns auf Augenhöhe und sollten das Verfolgerfeld bilden“, glaubt Schmittinger.
Für Kilian und Dominik, der zumindest schon einmal am Sechs-Nationen-Turnier teilgenommen habe, gehe es darum sich an die Atmosphäre und fremde Gegner bei einem internationalen Turnier zu gewöhnen. „Bei einer Premiere sind die Spieler natürlich aufgeregt und nervös. Außerdem kommt es ganz auf die Auslosung an, die immer wieder eine große Rolle spielt“, nimmt Schmittinger den Druck von seinen Schützlingen.
Mit Interesse darf die Weiterentwicklung von Dang Qui verfolgt werden, der bereits im vergangenen Jahr an dieser Veranstaltung teilnahm. Im Einzel blieb er in der zweiten Hauptrunde hängen. „Dang ist der einzige Penholderspieler in Europa, und er verfügt inzwischen schon über mehr Erfahrung. Die älteren Spieler sind außerdem nicht mehr dabei. Wir sind insgesamt auf einem guten Weg, diese Generation ist um einiges besser. Nur Liang gehört zum Jahrgang 95, die anderen Drei sind noch jünger“, gibt sich der Bundestrainer optimistisch für die Zukunft.
Schülerinnen: „Durch Petrissa Solja (Saarland), die viermal an einer Europameisterschaft teilnahm, und Anna Krieghoff (Sachsen), die in der Rangliste Position vier belegte, sind wir es gewohnt, ganz oben zu stehen. Anna gewann die Einzelkonkurrenz und holte zusammen mit Yuko Imamura auch noch Silber mit der Mannschaft im vergangenen Jahr in Bratislava“, erinnert sich Schülerinnen-Bundestrainerin Dana Weber gern. Als Mannschaft A sind diesmal an Position sechs Yuko Imamura/Nina Mittelham gesetzt.
Neben Yuko Imamura waren aber auch schon Theresa Kraft und Nina Mittelham 2008 dabei. Für sie kam spätestens in der zweiten Runde im Einzel das Aus. „Sie haben alle eine gute Entwicklung genommen, und ich bin auf die Leistung gespannt, aber wie immer ist die Veranstaltung top besetzt. Die Vier müssen schon gut spielen, um weiter zu kommen als im vergangenen Jahr, denn die Konkurrenz schläft nicht. Beim ersten internationalen Vergleich weiß keine der Spielerinnen so genau wo sie steht“, sagt Weber. Mit genügend Selbstvertrauen sollte die Top-48-Gewinnerin Theresa Kraft gemeinsam mit Yuko Imamura ausgestattet sein, die in Schweden eine ansprechende Vorstellung bot.
„Erfreulich ist die Teilnahme von Theresa Lehmann, die wieder ohne Schmerzen trainieren kann“, berichtete Weber. Das Bundesranglistenturnier hatte sie noch wegen einer Entzündung im Handgelenk absagen müssen.
Aufnahme: Dr. Stephan Roscher
Martina Emmert