Bratislava. Bei den 13. Internationalen Meisterschaften der Slowakischen Republik haben Theresa Lehmann und Theresa Kraft (beide Baden-Württemberg) für die erste positive Überraschung gesorgt. Nach einer glänzenden Vorstellung im Halbfinale beim 3:0 gegen Frankreich stehen sie im Finale. Dort treffen die beiden Deutschen auf Kroatien A, die mit der Nummer sechs der Europarangliste Mateja Jeger über eine herausragende Spielerin verfügen.
Schüler: Die Hürde der Gruppenphase meisterten Liang und Dang Qiu (Baden-Württemberg) als Team A mit Leichtigkeit. Sowohl gegen Norwegen als auch gegen die Türkei A kam das Geschwister-Duo zu einem sicheren 3:0.
Ihre Feuertaufe bestanden auch Kilian Ort (Bayern) und Dominik Scheja (Hessen) als Mannschaft B. In der Gruppe wurden nicht wie angenommen nur zwei Einzel und ein entscheidendes Doppel gespielt, die volle Distanz von maximal fünf Spielen fand Anwendung. Gegen Serbien A glückte den beiden Deutschen nach einem spannenden Spielverlauf ein 3:2-Sieg. Die Nummer eins des Kontrahenten, Valentin Nadnemedi, entpuppte sich als zu stark. Doch gegen Sasa Dumnic überzeugten die beiden Debütanten, und nach einem 1:1-Zwischenstand holten sich Ort/Scheja den wichtigen Punkt im Doppel. Anschließend folgte ein 3:1 gegen Kroatien A, wobei nur Ort das Eröffnungseinzel hauchdünn mit 11:6, 4:11, 12:10, 8:11 und 12:14 gegen Ivan Jardas abgab.
In der ersten Hauptrunde lieferten sich Dang und Liang Qiu gegen Slowenien A ein unglaubliches Match beim 3:1, denn alle vier Spiele entschied der fünfte Satz. Dang behauptete sich mit einem 11:2, 7:11, 11:7, 6:11 und 11:8 gegen Ludvic Persolja. Liang legte gegen Patrik Sukic mit einem 11:1, 5:11, 11:8, 9:11 und 11:8. Nach einer 2:1-Satzführung im Doppel kippte dies noch mit 10:12, 5:11. Ein glattes 2:0 sprach dann zu Gunsten von Dang gegen Sukic, doch sein Kontrahent gab nicht auf und kam mit einem hauchdünnen 13:11 und 12:10 zum Ausgleich. Noch einmal verstand es Dang Konzentration aufzunehmen und seine Stärken aus den ersten beiden Durchgängen zu einem 11:7 einzusetzen.
Als ideales Team präsentierten sich auch Kilian Ort und Dominik Scheja in dieser Runde beim 3:2 gegen Rumänien A. Heiß umkämpft gestalteten sich die ersten drei Partien. Ausgezeichnet verkaufte sich Scheja gegen Daniel Dan, dem er schließlich 5:11 im fünften Satz unterlag. Der Zweitplatzierte des Top 48-Turniers zeichnete sich anschließend mit einem 9:11, 11:9, 9:11, 11:8 und 12:10 gegen Alina Spelbus. Als Krönung sollte sich jedoch das Doppel erweisen, in dem die Beiden nach einem 1:2 noch mit 15:13, 14:12 gewannen. Den Siegpunkt erspielte Scheja deutlich mit 3:0 gegen Spelbus.
Im Viertelfinale war für die beiden deutschen Teams dann Endstation, denn Liang und Dang Qiu quittierten ein 0:3 gegen die Niederlande, und Kilian Ort/Dominik Scheja mussten sich ebenfalls glatt mit 0:3 der Slowakischen Republik A beugen.
Schülerinnen: Yuko Imamura und Nina Mittelham (beide WTTV) gaben ihren Gegnerinnen aus Finnland und der Slowakischen Republik C beim jeweiligen 3:0 als Team A nicht die Spur einer Chance. Mannschaft B mit Theresa Lehmann und Theresa Kraft (beide Baden-Württemberg) stand dieser guten Vorstellung in nichts nach und siegte gegen die starke Slowakei A mit 3:1. Kraft präsentierte sich gegen die derzeitige Nummer 28 der Europarangliste, Lucia Truksova, in Bestform und markierte den Siegpunkt mit einem 14:12, 8:11, 11:9 und 11:8. Lehmann unterlag gegen Truksova mit 1:3. Im Auftaktmatch stellte Litauen A keine Gefahr beim 3:0 dar. Lediglich das Einzel von Kraft gegen Ugne Baskutyte verlief nach einem 11:8, 11:7 noch zu einem 11:8 im fünften Durchgang eng.
In der ersten Hauptrunde blieben Yuko Imamrua/Nina Mittelham dann gegen Serbien A mit einem 2:3 hängen. Die beiden Siege von Imamura sorgten für zwischenzeitliche Zuversicht. Im Doppel hatten die beiden Deutschen aber gegen das eingespielte Duo Viktoria Truzinski und Anazofja Fehvesi das Nachsehen. Die Serbinnen agierten bereits bei der vergangenen Europameisterschaft zusammen.
Das Ergebnis mit 1:3 auf der Homepage des Veranstalters ist nicht korrekt. Yuko Imamura übermittelte das richtige Resultat direkt aus Bratislava.
Das Team B mit Theresa Lehmann/Theresa Kraft stand gleich im Viertelfinale und die Freude nach dem souveränen 3:0 gegen die Slowakische Republik B war groß. Nach dem 6:11, 11:5, 9:11, 11:9 und 12:10 von Lehmann zum 2:0 war der Widerstand bereits gebrochen.
Eine Galavorstellung gaben die beiden Theresa`s dann im Halbfinale gegen Frankreich beim 3:0. Für den Paukenschlag sorgte Lehmann gleich im Eröffnungseinzel gegen Laura Pfefer, Nummer 19 der Europarangliste. In einem sehr, sehr ausgeglichenen Spiel auf absolut hohem Niveau hob sich die Deutsche beim 12:10, 17:15, 11:13, 13:15 und 12:10 mit einer großen Energieleistung hervor. Für nicht weniger Nervenkitzel zeichnete anschließend Kraft gegen Alyssia Perrin verantwortlich. Beim 7:11, 11:9, 11:4 und 9:11 sprach schließlich auch ein glückliches 12:10 zu ihren Gunsten. Danach herrschte bei den Deutschen gute Stimmung und mit diesem Rückenwind erzielten sie auch noch ein 3:1 im Doppel.
Martina Emmert