Kindeswohl

In den vergangenen Jahren ist das Thema „Kindeswohl im Sport“ und speziell die Prävention sexualisierter Gewalt in vielen Vereinen und Verbänden zu einem selbstverständlichen Bestandteil der Kinder- und Jugendarbeit geworden. Wir empfehlen allen Mitgliedsverbänden und Vereinen, sich angemessen mit dem Thema „Kindeswohl im Sport“ zu beschäftigen und sich bei der Umsetzung von Maßnahmen nach den konkreten Hinweisen aus der Argumentationshilfe zu richten. lm Mittelpunkt sollte dabei ein umfassendes, aber zugleich praktikables Präventionskonzept stehen, welches das „Kindeswohl im Sport“ in den Mittelpunkt stellt und sich nicht allein in formalen Anforderungen wie bspw. bei der Vorlage von erweiterten Führungszeugnissen erschöpft. Ein aktiver Kinderschutz beschränkt sich nicht nur auf die Frage der Prävention sexualisierter Gewalt, sondern berücksichtigt auch andere Gefährdungen des Kindeswohls und eröffnet zudem Kindern und Jugendlichen echte Formen der Beteiligung. Was kann ich als VEREIN bzw. VERBAND tun, um ein sicheres & transparentes Umfeld im Sport zu schaffen?

Kindeswohl im Verein

  • Legen Sie einen Ansprechpartner fest und informieren Sie das Umfeld (Link zu Erste Schritte)
  • Prüfen Sie anhand des Schemas (Link zu pdf-Datei), wer ein Führungszeugnis vorlegen sollt
  • Schaffen Sie mit einem Ehrenkodex und Schutzvereinbarungen Handlungssicherheit für alle Betreuer (Vorlagen verlinken)


Schaffen Sie als Verband Bewusstsein

  • beziehen Sie durch eine Satzungsverankerung Stellung
  • Informieren Sie auf der Internetseite des Verbands.
  • Integrieren Sie das Thema Kindeswohl in der Lizenzausbildung

Erste Schritte...

...im Verein

1. Benennen Sie Ansprechpartner (bestenfalls männlich und weiblich) und kommunizieren Sie diese mit Bild, E-Mail-Adresse und Telefonnummer als Aushang und auf der Homepage des Vereins.

2. Besprechen Sie (als Ansprechpartner) das Thema Kindeswohl mit den Trainer- und Übungsleiterkollegen und finden Sie dabei heraus, an welchen Stellen im Verein es Risiken gibt und wie Sie diese vermeiden können. Tauschen Sie sich im Rahmen einer Risikoanalyse aus über:

  • Umkleide-/Duschsituationen aus (getrennt und eindeutig gekennzeichnet)

  • den Umgang mit Körperkontakt und bei Hilfestellungen

  • Aufsichtspflicht und Wahrung der Privatsphäre bei Übernachtungssituationen

  • Mitnahme im PKW

  • Trainingsbereich frei zugänglich

Das Ziel sollte es sein eine„Kultur des Hinschauens“ zu schaffen.

3. Informieren Sie die Eltern, welche Maßnahmen Sie ergriffen haben und signalisieren Sie damit, dass die Kinder in Ihrem Verein gut und sicher aufgehoben sind. Sich um das Thema Kindeswohl zu bemühen, trägt auch positiv zum Image des Vereins bei und kann bei der Mitgliedergewinnung ein gutes Argument sein.

...im Verband

1. Benennen Sie Ansprechpartner (bestenfalls männlich und weiblich) und kommunizieren
Sie diese mit Bild, E-Mail-Adresse und Telefonnummer als Aushang und auf der Homepage des Verbandes.

2. Stellen Sie für die Vereine Informationen und Material auf der Homepage zur Verfügung (viele LSBS verfügen zu dem Thema bereits über ausreichend Unterlagen)

3. Sensibilisieren und schulen Sie Ihre Trainer zum Thema Kindeswohl! Erarbeiten Sie gemeinsam mit ihnen einen Ehrenkodex und Verhaltensrichtlinien, womit Sie sich auf klare, einheitliche und allgemein verpflichtende Regeln im Umgang mit Kindern und Jugendlichen verständigen. Integrieren Sie das Thema als Modul in der Lizenzausbildung und sensibilisieren Sie die angehenden Übungsleiter für den Schutz des Kindeswohls (Vorstellen und besprechen der verbandseigenen Schutzvereinbarung/Selbstverpflichtungserklärung, Fallbeispiele in Gruppen diskutieren, Anerkennung der jeweiligen Erklärungen durch Unterzeichnung). Gern steht Ihnen Michael Hagmüller m-hagmueller@bttv.de hierbei als Ansprechpartner zur Verfügung

Infomaterial

Für das Deutsche Tischtennis-Internat (DTTI) im Deutschen Tischtennis-Zentrum (DTTZ)

Für Verbände und Vereine

Broschüren der Deutschen Sportjugend (DOSB)

Kampagne "Kein Raum für Missbrauch"

Zum Weiterlesen

Hilfreiche Links

  • Hilfeportal-Missbrauch.de Sexuelle Gewalt ist ein gravierendes Problem für Mädchen und Jungen, aber auch für Erwachsene, die in ihrer Kindheit oder Jugend davon betroffen waren. Das Hilfeportal informiert Betroffene, ihre Angehörigen und andere Menschen, die sie unterstützen wollen. Die bundesweite Datenbank zeigt, wo es in der eigenen Region Hilfsangebote gibt.

  • Dunkelziffer e.V. kämpft seit 1993 gegen sexuellen Missbrauch von Kindern und gegen Kinderpornographie, mit Therapie, Beratung, Prävention und Fortbildung.

  • N.I.N.A. e.V. steht für Nationale Infoline, Netzwerk und Anlaufstelle zu sexueller Gewalt an Mädchen und Jungen

  • Schattenriss e.V. - Beratungsstelle gegen sexuellen Missbrauch an Mädchen

  • Zornröschen e.V. - Anlaufstelle für sexuell missbrauchte Kinder und Jugendliche

Tipps zur Kontaktaufnahme

An den Telefonen sitzen geschulte Mitarbeiter. Der Anruf kann anonym erfolgen.

  • Telefonische Anlaufstelle des Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexueller Missbrauchs der Bundesregierung: 0800/22 55 530 (kostenfrei)

  • Kinder- und Jugendtelefon: 0800/111 0 333 (Mo bis Fr 15-19 Uhr bundesweit besetzt / kostenfrei)

  • Telefonseelsorge (evangelisch): 0800/111 0 111 (kostenfrei)

  • Telefonseelsorge (katholisch): 0800/111 0 222 (kostenfrei)

  • Kibs (Kontakt-, Informations- und Beratungsstelle speziell für Jungen): 089/2317169120 (Mo 18-21 Uhr, Mi 12-15 Uhr), www.kibs.de (anonyme Internetberatung)
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