Mit einer sehr jungen Mannschaft geht der TTC GW Staffel 1953 an den Start (Foto: TTC GW Staffel 1953)

Nord: Titelfavorit nicht zu erkennen ? Keine sportlichen Absteiger in die Regionalliga

Marco Steinbrenner 24.09.2016

Frankfurt am Main. Mit acht Mannschaften startet die 3. Damen-Bundesliga Nord am heutigen Samstag in die Saison 2016/17. Aus der abgelaufenen Spielzeit sind lediglich vier Mannschaften übrig geblieben, da der Kieler TTK GW in die 2. Bundesliga aufgestiegen ist und das Team der SG Marßel Bremen zurückgezogen wurde. Aus den Regionalligen Nord und West stiegen jeweils zwei Vereine auf. Absteiger wird es am Ende der neuen Serie nicht geben.

 

TTK Großburgwedel peilt den Aufstieg in die 2. Bundesliga an


Mit nur einem Punkt Rückstand zum Meister aus Kiel belegte der TTC Rödinghausen zuletzt den zweiten Platz. Der Klub aus Ostwestfalen musste zwar den Abgang von Tamara Tomanova (Kieler TTK GW) verkraften, nahm auf der anderen Seite aber Judith Hanselka (TTVg. WRW Kleve) und Elli Fiser (Griechenland) unter Vertrag. Linkshänderin Hanselka kann bereits auf Erst- sowie Zweitliga-Erfahrung zurückblicken, während die 15-Jährige Fiser für ein Jahr im Deutschen Tischtennis-Zentrum (DTTZ) in Düsseldorf lebt und trainiert. „Wir freuen uns auf die dritte Saison in dieser Liga“, sagt der Vorsitzende Martin Niedzwicki und verrät, „dass ein Mittelfeldplatz angestrebt wird und an die guten Leistungen der vergangenen Saison angeknüpft werden soll“.

Michael Junker, Teammanger des TTK Großburgwedel, macht gar kein Geheimnis daraus, „dass wir den Aufstieg anpeilen, um den gerade den jüngeren Spielerinnen die Weiterentwicklung bei uns im Verein zu ermöglichen“. Zuletzt sprang, punktgleich mit dem TTC Rödinghausen, der dritte Platz heraus. Mit Aida Rahmo (Ägypten) wurde das Team noch einmal verstärkt. „Unsere große Stärke ist die Ausgeglichenheit. Es befinden sich vier Damen in der Mannschaft, die auch im oberen Paarkreuz erfolgreich spielen können.“. Einen kleinen Nachteil entdeckte Junker darin, „dass die Erfahrung noch ein wenig fehlt. Gerade im Aufstiegskampf gilt es konstant gute Leistungen zu bringen."

Einen Konkurrenten im Kampf um Platz eins sieht Michael Junker im Vorjahresvierten Torpedo Göttingen, der die Abgänge Shamini Kumaresan (TTK Anröchte) und Kateryna Kiziuk (TSB Flensburg) durch die Neuzugänge Mallika Bhandarkar (Indien) und Lilya Kolyucheva (Russland) kompensieren möchte. Teammanager Ulrich Kempe strebt mit seinem Team einen Platz „von Drei bis Fünf“ an. Dieses Vorhaben sei aber nur dann realistisch, „wenn alle Mannschaften immer annähernd mit ihren Stammspielerinnen antreten“.

In unveränderter Aufstellung geht das Tabellenschlusslicht der abgelaufenen Serie, Borussia Düsseldorf, an den Start. „Uns erwartet keine einfache Saison“, stellt Mannschafsführerin Melissa Dorfmann klar und blickt alles andere als gerne zurück. „Wir hatten zuletzt mit Verletzungen zu kämpfen. Hoffentlich bleiben wir davon nun verschont.“ Eine große Stärke im Quartett sei der Teamgeist. „Wir verstehen uns auch privat sehr gut und sind stets positiv gestimmt.“

Erfahrungen möchten die Spielerinnen des Regionalliga Nord-Meisters TSB Flensburg sammeln (Foto: TSB Flensburg)Vier Neulinge starten mit unterschiedlichen Voraussetzungen

Als Meister der Regionalliga Nord geht Hannover 96 auf Punktejagd und möchte, so Teammanager Marko Heuer, „einen Platz im Mittelfeld nach 14 Spieltagen belegen. Es bleibt abzuwarten, wie schnell sich unsere Mannschaft an das Niveau in der neuen Klasse gewöhnt“. Mathilde Foix-Cable hat den Klub in Richtung TTC Berlin Neukölln verlassen. „Wir haben ein ausgeglichenes und gut besetztes Team mit einer Mischung aus jungen sowie erfahrenen Spielerinnen, die Lust auf die 3. Bundesliga haben“, gibt Heuer Preis. Echte Schwächen sieht der Teammanager selbst bei Ausfällen nicht, „da wir auf eine starke Reserve zurückgreifen können“.

Knapp hinter Hannover 96 landete der TSB Flensburg auf dem zweiten Regionalliga-Platz und freut sich nun das Drittliga-Abenteuer. Kateryna Kiziuk (Torpedo Göttingen) und Henrietta Nielsen (Kaltenkirchener TS) verstärken die Mannschaft von Trainer Frank Germann, der diesen Job seit fünf Jahren ausübt. Pernille Sönergaard (Dänemark) sowie Martina Stikova (TuS Fürstenfeldbruck) verließen den Verein. „Wir wollen als Aufsteiger lernen und ab und an mal die Gegner ärgern“, sagt Germann mit einem Augenzwinkern und versucht mit seinem Team „als Gemeinschaft zu punkten“. Die Ausgeglichenheit, der Ehrgeiz und der Teamgeist sollen dazu beitragen, dieses Vorhaben auch in die Tat umsetzen zu können.

Mit einer zur Hälfte veränderten Aufstellung startet der Regionalliga West-Meister TTC GW Staffel 1953, denn für Teresa Ströher (TTC GW Fritzdorf) und Teresa Söhnhol (1. TTV Richtsberg 1971) wurden mit Gaia Monfardini (SV DJK Kolbermoor) sowie Lea Grohmann (1. TTV Richtsberg 1971) zwei hoffnungsvolle Nachwuchstalente verpflichtet. „Da es keinen sportlichen Absteiger geben wird, können wir ohne Druck die Saison bestreiten“, stellt Betreuer Andre Tamoschus klar. Als Aufsteiger gehe es zunächst darum, sich dem Niveau in der höheren Klasse anzupassen. „Wir haben eine sehr junge Mannschaft, die sich entwickeln soll. Die Leistungskurve der Mädchen zeigt stetig nach oben. Ich hoffe, dass dies auch bei den Spielen sichtbar sein wird.“

Die Kasseler Spvgg. Auedamm geht als Vizemeister der Regionalliga West nunmehr in der 3. Bundesliga auf Punktejagd. Das Team von Trainer Vladimir Kaprov bleibt unverändert. „Wir wollen versuchen, den einen oder anderen Erfolg feiern zu können“, zeigt sich Spielerin Diana Tschunichin bescheiden und verweist auf das Plus ihres Teams. „Wir sind sehr ausgeglichen besetzt und verfügen über eine gesunde Mischung aus Jugend und Erfahrung.“ Das Team stelle sich, so Tschunichin, „gerne Herausforderungen“. Spitzenspielerin Christine Engel fällt zu Saisonbeginn aufgrund ihrer Babypause aus.

 

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