Süd: ASV Grünwettersbach II oder 1. FSV Mainz 05 ? wer steht nach dem 18. Spieltag an der Spitze?

Marco Steinbrenner 02.09.2016

Frankfurt am Main. Die Vereinsvertreter sind sich einig: Nach dem Aufstieg des Vorjahres-Meisters TTC Zugbrücke Grenzau II in die 2. Bundesliga werden der Vize, ASV Grünwettersbach II, und Drittplatzierte, 1. FSV Mainz 05, das Rennen um Platz eins und den damit verbundenen Aufstieg in das Bundesliga-Unterhaus machen. Ebenfalls gute Chancen besitzt der SV Schott Jena.

 

Mainzelmännchen brennen auf die Rückkehr in das Bundesliga-Unterhaus


Mit nur einem Punkt Rückstand verpasste die Reserve aus Grünwettersbach in der vergangenen Saison knapp den Meistertitel. Das Team von Trainer Rade Markovic unternimmt in nur leicht veränderter Aufstellung einen erneuten Anlauf. Sanmay Paranjape wechselte zum VfL Kirchheim. Dafür wurde Daniel Ringleb (VfL Westercelle) unter Vertrag genommen. „Wir wollen Platz zwei verteidigen“, sagt Betreuer Matthias Bluhm, „und sind auf allen Positionen gut besetzt“. Der 1. FSV Mainz 05 hat sich mit Kirill Barabanov (MTV Jever) und Irvin Bertrand (Frankreich) noch einmal verstärken und damit die Abgänge von Jörg Schlichter (TTC Zugbrücke Grenzau) und Jonas Christmann (TG Wallertheim) kompensieren können. Der erst 16-Jährige Bertrand trainiert als Profi in Ochsenhausen und wusste bereits bei der Pokal-Vorrunde zu überzeugen. Barabanov kassierte in der Regionalliga Nord die wenigsten Niederlagen im vorderen Paarkreuz. Kapitän Dennis Müller sieht die mannschaftliche Geschlossenheit als Stärke. „Wir sind heiß, den Aufstieg in die 2. Bundesliga zu schaffen“, sagt Müller, mit seinen 26 Lenzen der „Opa“ im Team.

 

Der SV Schott Jena strebt einen Platz im Mittelfeld an (SV Schott Jena)Breites Mittelfeld mit viel Qualität und interessanten Neuzugängen


„Wir wollen im sicheren Mittelfeld landen und nichts mit dem Abstieg zu tun haben“, verrät Andreas Amend, Abteilungsleiter des Vorjahresvierten SV Schott Jena. Pavol Mego (SSV Schlotheim) ersetzt Alexander Chen (Österreich). Ansonsten bleibt das Team um Nico Stehle unverändert. „Da die Jungs schon mehrere Jahre zusammen gespielt haben, ist ein guter Teamgeist vorhanden.“ Als Schwäche macht Amend aus, „dass wir über keinen absoluten Topspieler der Liga verfügen“. Aus diesem Grund werde es, so der Abteilungschef weiter, auch nicht reichen, „um ganz vorne mitzuspielen“. Die Zuschauer beim TTC 1946 Weinheim dürfen sich auf viele neue Gesichter freuen. Bojan Crepulja und Filip Cipin kamen vom Zweitliga-Absteiger TuS Fürstenfeldbruck, Frederick Jost schlug für den TTC Zugbrücke Grenzau II auf und Tom Eise war beim Oberligisten ESV Weil aktiv. Lediglich Björn Baum ist aus der Mannschaft der vergangenen Runde übrig geblieben. „Wir wollen im Mittelfeld landen“, sagt Jost, der aufgrund seines Studiums in Knoxville (Tennessee) erst in der Rückrunde zum Schläger greifen kann.

Thomas Stecher, Manager des Post SV Mühlhausen II, hat das Team nur leicht verändert. Bohumil Vozicky kam aus der ersten Mannschaft. Michal Bardon wechselte dafür nach Prag. „Die Liga ist stark und ausgeglichen besetzt. Deshalb ist unser Ziel der Klassenerhalt.“ Da Vozicky „das ein oder andere Mal in der TTBL aushelfen muss“, steht mit dem Letten Sandijs Vasiljevs ein, so Stecher, „adäquater Ersatzmann zur Verfügung“. Nach dem zuletzt erreichten siebten Rang möchten die Akteure der NSU Neckarsulm diesmal weiter vorne in der Tabelle landen. „Ein Rang im vorderen Mittelfeld beziehungsweise in der Spitzengruppe ist das Saisonziel. Unsere Mannschaft ist sehr ausgeglichen besetzt“, sagt Trainer Alexander Mohr. Mit Jens Schabacker (TTC OE Bad Homburg) und Aelxander Gerhold (TTC Wöschbach) wurden zwei neue Akteure verpflichtet. Dafür verließen Roland Krmaschek (SV SR Hohenstein-ERnstthal) und Christian Back (TTC 95 Odenheim) das Team.

 

Der FC Bayern München muss erneut um den Klassenerhalt bangen (Foto: FC Bayern München)Spannung im Kampf um den Klassenerhalt – vier Teams akut gefährdet

 

Als Tabellenvorletzter der abgelaufenen Spielzeit geht der TTC Wohlbach in unveränderter Aufstellung in die nächste Drittliga-Saison. „Wir spielen im dritten Jahr in dieser Klasse und können deshalb die Stärken der Gegner einschätzen“, sagt der Vorsitzende Hubert Becker. „Deshalb wollen wir einen Mittelfeldplatz erreichen.“ Das Team bezeichnet der Vereinsboss als „eingespielt und mit Entwicklungspotential“. Auch das Schlusslicht der vergangenen Saison, FC Bayern München, ist wieder mit von der Partie. Schüler-Nationalspieler Daniel Rinderer (TV Ruhmannsfelden) steht als Ergänzung neu zur Verfügung. „Unser Ziel ist der Klassenerhalt“, verrät Abteilungsleiter Rudi Kahler. „Die Mannschaft spielt seit Jahren zusammen und verfügt deshalb auch über konkurrenzfähige Doppel.“ Aufgrund der Berufstätigkeit sei allerdings nur wenig Training möglich. „Trotzdem sind wir immer für eine Überraschung. Die Spieler stehen voll hinter ihrem Verein und wissen die Vorteile eines großen Klubs zu schätzen.“

Als Neuling in der Liga geht es nach Meinung von Raphael Graf, Kapitän des TV Leiselheim, zunächst einmal darum, „schnell reinzukommen und sich gut zu präsentieren. Wir wollen die Liga halten.“ Anders Lind (Schweden) ist neu hinzugekommen. Im Doppel besteht die Möglichkeit, zwei Links-Rechts-Kombinationen aufzubieten. „Wir haben keinen Spitzenspieler – weder im vorderen, noch im hinteren Paarkreuz“, so Graf. Der zweite Regionalliga-Aufsteiger, TSV 1860 Ansbach, hat mit Philipp Floritz (TuS Celle) und Tomas Pavelka (Tschechien) zwei wichtige Spieler verloren. Manuel Kupfer, der zuletzt für den TSV Schwabhausen in der Regionalliga Süd aktiv war, ist neu dabei. „Aufgrund von Sponsoren-Rückzügen ist die Mannschaft bis auf Torben Wosik und Trifon Lengerov mit sehr jungen Spielern besetzt“, berichtet Abteilungsleiter Frieder Gröger. „Diese können nur lernen.“

 

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