Ovtcharov wieder im Training / Junges Damen-Team freut sich auf WM

WM-Medientag: "Mit Selbstvertrauen nach Halmstad"

BP 18.04.2018

Elf Tage vor dem Beginn der Team-Weltmeisterschaften in Halmstad standen die DTTB-Teams beim Medientag im DTTZ in Düsseldorf den Journalisten Rede und Antwort. Ganz frei von Sorgen und Trainingsrückstand ist vor allem Jie Schöpps Team zwar nicht, das junge Damen-Team fährt aber mit großer Vorfreude und Motivation nach Schweden. Auch Petrissa Solja wird dann ihre Rückkehr ins Nationalteam feiern. Bei den Herren gibt es gute Neuigkeiten: Dimitrij Ovtcharov ist nach seiner Aufgabe gegen Patrick Franziska bei den German Open seit vergangener Woche wieder im Training.

Am 27. April fliegt das Team dann gemeinsam von Frankfurt am Main nach Schweden. Für die Damen stehen am ersten Turniertag am 29. April gleich zwei Partien gegen Brasilien und Südkorea auf dem Programm, die Herren beginnen gegen Ägypten. Alle Stimmen vom Medientag finden Sie hier - Videos der gesamten Pressekonferenzen folgen.

DTTB-Sportdirektor Richard Prause über die Ziele der DTTB-Teams:

„Es wird darauf ankommen, bei der WM an unserer oberen Grenze zu spielen. Für jedes Team haben wir die Ziele individuell gesetzt. Bei den Damen ist es, erst einmal unter die Top 3 in der Gruppe zu kommen. Mannschaften wie Thailand, Brasilien und Luxemburg sind aber auch herausfordernde Gegner. Es ist eine WM, in der 1. Division spielen alle Teams auf hohem Niveau.
Bei den Herren wissen wir, dass eine Setzung alleine keine Medaille gewinnt. Aber es gab in der Vergangenheit einige Turniere, wo wir die Chinesen geärgert haben. Aber das ist eine Team-WM – wir fahren mit Selbstvertrauen nach Halmstad und haben uns vorgenommen, schrittweise durch das Turnier zu gehen. Wir sind uns unserer Stärke bewusst, aber bei so einer WM kann viel passieren.“

DTTB-Damen: Platz 3 in der Gruppe im Visier

Jie Schöpp über die Erwartungen an ihr Team und Trainingsrückstand ihrer Spielerinnen:

„Wir fühlen uns nicht so sicher wie sonst – aber alle, die dabei sind, sind sehr motiviert. Wir haben die letzten zwei Wochen hart trainiert. Nächste Woche fahren wir mit dem Trainingsprogramm etwas zurück, damit wir am ersten Turniertag bei den beiden Gruppenspielen frisch sind.“

Sabine Winter über die Ziele bei der WM:

„Ich hoffe, dass wir in Halmstad sehr gut als Team funktionieren und erst einmal unsere Setzung erreichen. Meine Schienbeinverletzung bei den Slovenia Open macht mir keine Probleme mehr.“

Petrissa Solja über ihre Rückkehr ins Nationalteam:

„Ich trainiere schon wieder gut und hoffe, dass ich befreit spiele und mich wohl fühle. Wenn ich das tue, kommt die Leistung schon fast von allein. Ich spiele Team-Weltmeisterschaften immer besonders gerne. Wir haben eine schwierige Gruppe, aber wenn wir gut drauf sind, haben wir auch Chancen gegen Hongkong oder Südkorea.“

Kristin Lang über ihre Doppelrolle als Profi und Mutter:

„Seit Carolin sind Niederlagen nicht mehr so schlimm. Tischtennis ist nicht mehr ganz so wichtig, denn zuhause ist jemand, dem es erst einmal egal ist, wie man gespielt hat.
Mein Mann und meine Tochter kommen mit nach Halmstad, in Bremen bei den German Open hat das auch schon gut geklappt. Mein Mann kümmert sich super und ist bestens auf seine Rolle vorbereitet. Mir fehlen nach wie vor noch neun Monate Training, ich bin aber dennoch schon in guter Form. Wenn ich nicht aufgestellt werde, helfe ich dem Team so gut ich kann von der Bank aus.“

Nina Mittelham über ihr WM-Debüt 2016, ihre überstandene Grippe und aktuelle Form:

„Ich glaube, dass Schweden besser organisiert sein wird als vor zwei Jahren in Kuala Lumpur. Gute Wettkampf- und Trainingsbedingungen sind für die Teilnehmer aber das Wichtigste. Meine Grippe habe ich überstanden und bin wieder in guter Form.“

Yuan Wan über ihr Team-WM-Debüt und mögliche „Rituale“:

„Ich bin nicht besonders aufgeregt, aber schon sehr vorfreudig. Bis jetzt habe ich noch von keinen Ritualen gehört, die ich als Debütantin erfüllen muss. Vielleicht muss ich aber wie Nina vor zwei Jahren auch die Bälle tragen.“

DTTB-Herren: Mit Selbstvertrauen nach Halmstad

Jörg Roßkopf über die Schweden und die Nominierung:

„Es ist immer gut, wenn wir auf unserem Kontinent spielen – aber wir hoffen natürlich nicht, dass unser Gruppengegner Schweden durch seine Heim-WM noch mehr Auftrieb bekommt. Wir haben die letzten zwei Wochen hier Lehrgang gehabt, nächste Woche auch noch – gemeinsam mit den Südkoreanern. Genug Wettkämpfe haben unsere Spieler auch absolviert in den vergangenen Wochen. Jetzt geht es nur noch darum, dass die Mannschaft zusammenwächst und wir gesund nach Halmstad reisen.
Wir haben relativ frühzeitig Dima, Timo und Ruwen nominiert und haben uns dann für Patrick Franziska und Bastian Steger entschieden. Es geht im Endeffekt immer darum, die besten fünf Spieler zu nominieren. Benedikt Duda ist die Nummer sechs und stünde im schlimmsten Fall als Ersatz parat. Ich mache mir jetzt aber noch keine Gedanken, wer im ersten, zweiten oder dritten Spiel an den Tisch geht. Bis dahin kann noch viel passieren.“

Timo Boll über die Vorrundengegner und den möglichen Finalgegner China:

„Unsere Gruppe ist gefährlich, gerade auch Ägypten. Wir sollten von Spiel zu Spiel denken und gut ins Turnier kommen. Auch die Schweden sind gefährlich – das sind alles Heißläufer, die mit den Fans im Rücken über sich hinauswachsen können.
Die Wettkämpfe in den letzten Wochen haben mir gutgetan. Es ist ein langes, anstrengendes Turnier, ich hoffe, dass ich es gut und verletzungsfrei überstehen kann. Ich hoffe, ich werde mich vor Ort von Tag zu Tag steigern. Die Chinesen haben so ein großes Portfolio an guten Spielern, selbst gegen die zweite Garde haben wir es schwer. Wir haben genügend eigene Probleme und sollten uns mehr auf uns als auf die Chinesen konzentrieren.“

Dimitrij Ovtcharov über seine Verletzung und sein Fast-Heimspiel in Schweden:

„Durch die Entzündung im Oberschenkelhals hat mir jeder Schritt wehgetan, deswegen musste ich nach den German Open ein Pause einlegen. Seit letzter Woche bin ich wieder im Training und steigere die Belastung sukzessive bis zum Start der WM. Ich hoffe, dass ich dann ohne Einschränkungen dem Team helfen kann.
Klar habe ich eine enge Beziehungen zu Schweden; wir haben auch eine Wohnung in Schweden. Meine Frau Jenny und ihre Familie werden ab dem Finalwochenende nach Halmstad kommen.
Mein Schwedisch ist für acht Jahre Beziehung ehrlich gesagt zu schlecht, ich könnte mir da schon etwas mehr Mühe geben.“

Patrick Franziska über seine gute Form:

„Ich habe in Bremen Selbstvertrauen getankt, aber auf meinen Lorbeeren kann ich mich natürlich nicht ausruhen. Aber wir reisen alle mit Selbstvertrauen nach Halmstad, und mir passt die WM nach einer langen verletzungsfreien Phase und den German Open auch ganz gut rein aktuell.“

Bastian Steger über die Setzung und seine Form:

„Es ist ein schönes Gefühl, vor den Chinesen gesetzt zu sein, aber im Endeffekt spielt die Setzung ja keine Rolle.
Ich habe in den letzten Wochen ganz ordentlich gespielt und hatte keine Verletzungen. Da kann man das Trainingspensum erhöhen.“

Ruwen Filus über seine Erwartungen:

„Ich habe in den vergangenen Wochen eine gute Form aufgebaut und hoffe der Mannschaft dann helfen zu können. Ziel ist es sicher, ins Finale zu bekommen, aber natürlich ist zunächst ein guter Start ins Turnier wichtig.“

Informationen rund um die WM auf www.ittf.com

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